<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482</id><updated>2011-11-30T21:34:18.910Z</updated><category term='Streik'/><category term='POOR IS FUTURE'/><category term='Theologisches'/><category term='Medien'/><category term='Fakten'/><category term='Tod'/><category term='Auto'/><category term='Mittelschichtskultur'/><category term='Gewerkschaft'/><category term='&quot;Kultur&quot;'/><category term='Urlaub'/><category term='Über mich'/><category term='Kollegen'/><category term='Linke Politik?'/><category term='Revolutionär?'/><category term='Solidarität'/><category term='Unterschicht'/><category term='Moral'/><category term='Zentrale Thesen'/><category term='Briefe'/><title type='text'>Nachrichten vom Fließband</title><subtitle type='html'>Andere Nachrichten vom und über das Arbeiterleben</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>206</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-3448030854352371938</id><published>2010-12-10T18:03:00.001Z</published><updated>2010-12-10T18:03:24.920Z</updated><title type='text'>Revolution?</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;Hat es Sinn auf Krisen dieses Systems zu warten? Die Finanzkrise kann sich wiederholen. Irgendwo hat die Geldmaschine vielleicht ein Ende, die Kredite werden nicht mehr zurückbezahlt, die Banken gehen in die Insolvenz, der Waren-Produktionskreislauf unterbricht, stockt. Aber es lässt sich auch ein Kapitalismus ohne Finanzkapital vorstellen. Das Finanzkapital ist ihm zwar sehr förderlich, schafft Grundlagen der Expansion, wenn auch immer mit Blasen, die platzen können; Überakkumulation. Eine Depression infolge ausbleibender Finanzierung, seien es Bankenblasenpapiere oder Staatsschulden, verschärft die sozialen Konflikte. Einen Geschmack davon war in letzter Zeit zu bekommen. Der offene Sozialdarwinismus wird wachsen. Antworten darauf gehen aber bis jetzt übers Moralische, Rechtliche, die Caritas der Mittelschicht nicht hinaus. Politische Forderungen nach wirtschaftlicher Autonomie werden in der Öffentlichkeit nicht vernehmbar. Grundeinkommen etc. sind nur konsumistisch angedacht, eine liberale Spielform des Kapitalismus.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;Abgesehen von zwei Problemen muss der Kapitalismus nicht in die Krise kommen; 1.) Fall der Profitrate durch Konkurrenz und der sich daraus ergebende Wachstumszwang, 2.) Grenzen des materiellen Wachstums, nicht des wertmäßigen – infolge Energieverknappung, Rohstoffverknappung. Es würde bedeuten, dass Produkte sich verteuern würden, körperliche Arbeit maschinelle ersetzen müsste. Für Deutschland mit seinen Domänen, einer Marktdominanz in High-Tech-Produkten würde das zwar langfristig Einschränkungen bedeuten, aber nicht für alle Bürger. Der Prozess, bei dem der für die Profitwirtschaft unrentable Bevölkerungsteil durch Schulselektion aus Berufsbildung und Beschäftigung herausgedrängt wird, würde weiter voranschreiten. Eine weitere Amerikanisierung der Sozialsysteme wäre angesagt, die Idee des sozialen Wohlfahrtsstaats paralysiert. (Was ich hier in einem gewissen Sinne auch betreibe, weil ich diese „Wohlfahrt“ als mit dem Verlust an Autonomie bezahlt ansehe). – Aber auch hier werden wohl nicht die Sozialisten und Demokraten gewinnen, sondern die Moralisten, die Sozialstaatler, also die mehr oder weniger linken Sozialdemokraten. Das Bündnis aus Linke SPD und Caritas.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;Eine Revolution würde dagegen zum Ziel haben: 1. Rationierung der Rohstoffe, Energie, Natur – Garantie der Befriedigung der Grundbedürfnisse durch eine politisch gelenkte Produktion. 2. Demokratisierung der Produktion durch betriebsinterne demokratische Strukturen, durch Weiterbildung und Ausbildung. Träger dieser Prozesse wären aufgeklärte Lohnabhängige. Aufklärungsorgane könnten Gewerkschaften, Medien wie das Internet sein. Mittel wären Aufklärungs- und Argumentationskampagnen, Ausarbeitung einer Schritt-für-Schritt-Veränderung, Generalstreik.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;3. Einrichtung von Gremien der Planung, die in der Lage sind ihre Modelle durch eine intelligente Einbeziehung der verschiedenen Variablen an die Realität anzupassen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;4. Politische und soziale Lernprozesse über exemplarische Demokratisierungsbewegungen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;Ich glaube nicht, dass es eine solche Bewegung geben wird. Es gibt zwar ein diffuses Problembewusstsein um den Zustand der Demokratie, der Ökologie - aber die davon Bewusstsein haben, sind gleichzeitig die, die sich zur Elite zählen und an diese Elite glauben. Und die, die davon Erfahrung haben, haben keine Möglichkeit, darüber politisch zu kommunizieren, sich zu äußern und sich um diese Themen zu sammeln. Ein an Demokratie und Gerechtigkeit orientierter Diskussionsprozess ist nicht möglich, der Diskurs der Experten und Sozialtechnologen dominant.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;Was bleibt ist ein Rückzug auf die Reflexion, die Orientierung an Grundprinzipien von Autonomie, Demokratie und Gerechtigkeit ohne Aussicht auf praktische Bedeutung, ein credo quia absurdum.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;...&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;Damit schließe ich diesen Blog als Fließbandblog ab. Anderswo beschäftige ich mich mit den Absurditäten des gängigen Bewusstseins.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-3448030854352371938?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/3448030854352371938/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=3448030854352371938' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/3448030854352371938'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/3448030854352371938'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2010/12/revolution.html' title='Revolution?'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-4947866257716808153</id><published>2010-03-15T12:33:00.002Z</published><updated>2010-03-15T12:40:20.421Z</updated><title type='text'>Missbrauch von Priestern durch Gläubige</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Die aktuelle Missbrauchs“debatte“ bleibt auf dem Niveau von Denunziation stehen. Im Verhältnis dazu sind Krimis schon ausgereifte Psychoanalysen. Es wird im Namen von Opfern geredet, ohne auch nur im Entferntesten deren Sicht wahrzunehmen. Bestenfalls ist die Rede von „zerstörtem Leben“, „Trauma“ – oberflächliche, behavioristische Begriffe.&lt;br /&gt;In der Suche nach Schuldigen soll der Papst verantwortlich gemacht werden, so wie Hitler für die Verantwortungslosigkeit seiner Soldaten verantwortlich sein soll. Denke ich über die Erscheinung des Papstes nach, erinnert er mich an einen zurückhaltenden, schüchternen Ministranten, der von seinen Kusinen angehimmelt wird. Vielleicht ist das sein Trost, der das Zölibat kompensiert. Vielleicht ist er aber auch nur ein Mensch, dem es unerträglich ist, jemand neben sich zu haben, der gleichrangig und anders ist.&lt;br /&gt;Ich habe Mitleid mit den Priestern, mit ihrem oft verkorksten Leben. Ich weiß etwas um die Sackgassen, in die sie durch Erziehung, die Pflege von falschem Stolz, die Erwartungen der Gläubigen verführt werden. Da ist die Mutter, die Haushälterin ihres Sohnes werden will, die Sexualität verabscheut, da sind die Betschwestern, die mit einem Kult der sexuellen Reinheit ihre Traumatisierungen verarbeiten, da sind die Gläubigen, die den Pfarrer für die Sakralisierung ihrer Familienfeste benutzen, da sind die Parteien und der Staat, die die „moralische Kompetenz“ der Kirche für ihr Image brauchen, da ist der Wahn, man wäre Gott gleich, wenn man keinen Sex hätte.&lt;br /&gt;Die Statements des Papstes sind lustig. Ratzinger begründet seine Religionsphilosophie mit dem griechischen Idealismus, wie er von Paulus in das Christentum eingehämmert wurde bis hin zum kruden Manichäismus - Leib- und Körperfeindlichkeit. Krahl – selber wohl eher reflektierter Homosexueller - meint irgendwo, das idealistische Verhältnis von Form und Inhalt, Begriff und Materie bringe das Geschlechterverhältnis zum Ausdruck: die Frau das formlose und vergänglich Materielle, der Mann als der formende und sich im Reich der ewigen Ideen Bewegende. Die griechische Liebe zum eigenen Geschlecht entspricht dieser Bewertung.&lt;br /&gt;Es gibt vieles im Christentum, was diese mehr oder weniger latente Homosexualität enthält: Die zwölf Apostel, die Männerbündelei und Männerverehrung, die Vermischung von Mann, Gott und Numinosem, ebenso wie die Frauen entsexualisiert, „unbefleckt“ gemacht werden. Elton John, trotz blödem Verhalten, hat nicht unrecht.&lt;br /&gt;Pädophilie andererseits wird im aktuellen Geschwätz schon gar nicht zu begreifen versucht. Wir wissen gerade wegen einer nur forensischen Psychologie kaum etwas darüber, wie sie zustande kommt. Es hat wohl etwas zu tun mit Kontrolle und Kontrolliertwerden, mit Barrieren zum Erwachsenwerden, mit Sadismus. Ich höre aber keine Fragen dazu. Statt dessen Vorschläge zur Exklusion: mehr Kontrolle, Sicherheitsverwahrung, Verlängerung der Verjährungsfrist.&lt;br /&gt;Die katholische Kirche, samt ihren Orden und Internaten, bilden ein kleines totalitäres Milieu, „totale Institutionen“, die sadistische und allmächtige Eingriffe ermöglichen sollen. Beichte, Verteufelung, Predigt sind ihre regulären Instrumentarien. Als Zollitsch sein Ultimatum verhängte, hat mich das lebhaft an meine Katholiken-Napola erinnert, den Zorn der sich als absolut setzenden Theokraten. Dieser Steuergeldprofiteur Sloterdijk hat nicht unrecht, wenn er vom Zorn als dem Zentrum der Religionen spricht; der Führungsstab der Kirche glaubt sich mit dem Zorn Gottes identisch.&lt;br /&gt;Diese kleinen totalitären Milieus sind freilich nicht auf die Kirche beschränkt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-4947866257716808153?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/4947866257716808153/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=4947866257716808153' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/4947866257716808153'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/4947866257716808153'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2010/03/missbrauch-von-priestern-durch-glaubige.html' title='Missbrauch von Priestern durch Gläubige'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-7206012433951750008</id><published>2010-03-08T12:51:00.003Z</published><updated>2010-05-24T08:58:05.113+01:00</updated><title type='text'>"FREUNDSCHAFTEN"</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Wenn Freundschaften auseinandergehen, stellt sich für die zwei immer die Frage, woran sie zerbrochen ist und wer daran die Schuld hat. In meinem Fall waren es zwei Freundschaften. Die erste zwischen 15 und 20, die zweite so von 22 bis 25. Übrig geblieben davon sind bei mir ein Gefühl von Hass und Verachtung, aber noch mehr die Erfahrung, durch Sozialisations- und Charakterfehler zu den unbeliebten Menschen zu gehören. In meiner Interpretation lagen die Streitpunkte in der Klassendifferenz. Nicht dass ich Arbeiter war und sie bürgerlich – denn tatsächlich waren wir ja von Schule, Ausbildung mehr oder weniger gleich. Aber Vergangenheit und Zukunft unterschieden sich doch beträchtlich. Der Erste war Sohn eines CDU-Beamten, der andere der Sohn des Direktors eines Gymnasiums. Es waren die stürmischen Jahre von 65 bis 75. Übliche pubertäre Desorientierung, idealistische Anfälle, Opposition bei ihnen. Im Unterschied zu mir hatte ihr Ausbruchsversuch keine Basis. Während ich mir mein Studium durch Arbeit finanzieren musste, konnten sie mit elterlicher Unterstützung, Hochbegabtenstipendium … ein leichteres, wenn auch erfahrungsirrelevanteres Leben führen.Die Freundschaft mit dem ersten zerbrach nach meinen -etwas dümmlichen - Attacken auf die geliebten Wortspiele von Kierkegaard. Ein „Bekenntnis“ zu Gott war die Reaktion. Er hat sich in den Diskussionen nach 68 nach rechts orientiert, bedingt wahrscheinlich auch durch eine „Linke“, die ohne eigentlich sozialistisches Projekt, gegenüber anderen sich nur bürgerlich konkurrierend verhalten hat, deswegen auch so attraktiv für das jugendliche Bürgertum. Am Ende wurde er dann Richter in Karlsruhe, wahrscheinlich immer mit dabei, wenn es um die Exekution von Berufsverboten ging. Letzter bekannter Fall ein &lt;a href="http://www.gegen-berufsverbote.de/lib/verfahren/urteilsbegruendungvg.html"&gt;Urteil&lt;/a&gt;, ein Berufsverbot gegenüber einem Glatzköpfigen aus der Roten Hilfe, dieser staatsverliebten Antifafraktion. Das Urteil ein grauenhafter Stacheldraht aus jurisdiktierter Staatsideologie. Besser wäre gewesen, die Intention des Klägers, in der Schule sinnvolle demokratische Arbeit leisten zu können, in Frage zu stellen. – Immerhin wurde das Urteil dann von einer anderen Kammer wieder aufgehoben, was mich weniger für den Berufsverbotenen freut - denn jeder Lehrer ist ein Zulieferer des Kapitalismus, es sei denn er scheitert – als für diesen Richter, der sich als übereifriger Subalterner blamiert hat.Mit diesem Freund habe ich jugendliche Entwicklung geteilt, wo wir unsere Erfahrungen der Kindheit zu verarbeiten versucht haben. Diese Erfahrungen, wie die wohl der meisten Kinder, bestanden aus Zurechtweisungen, Schlägen, Demütigungen, Erfahrungen von Fehlerhaftigkeit und Ungenügen, sexueller Frustration und Blamage, Predigten von Ideologie verbunden mit Missachtung von Menschen. Für die Autoritäten, die uns umgaben, waren wir nur Gegenstand der Verachtung. Um uns davon abzugrenzen und eigenes Selbstbewusstsein zu entwickeln, sogen wir alle die neuen Strömungen der 60er auf: die Hippiebewegung in den USA, die Kirchenkritik eines Amery und Hochhuth, den Jazz, die neue Musik, die neuen Philosophien, alles was uns von den Alten abgrenzte und eine Basis gab, sie zu bekämpfen. Ich, der ich durch die scharfen Erziehungsprinzipien meines Vaters gelernt hatte, konsequent zu denken und mich den Ansprüchen der Autoritäten zu verweigern, ging rigide weiter als dieser Freund, der immer wieder das Gespräch und die Patronage dieser Chefs suchte, um dann als Richter ganz in diese geliebten Öffnung hineingekrochen zu sein. Er hat ein Studium gebraucht, um das für sich zu begründen.Der Zweite ist heute Zuträger eines protestantischen Bischofs, aktiv im Konfirmandenunterricht, der Pfarrersausbildung, banale kirchliche Sendungen im öffentlichen Rundfunk, die es mit der Welt nicht mehr aufnehmen, nur noch den Rückzug in die gottesgetröstete private Geborgenheit propagieren. Zwar gibt es vielleicht nur noch diese Möglichkeit, aber es ist eine Niederlage, letzte Überlebensmöglichkeit, ganz und gar nicht zu predigen und zu rechtfertigen. Wenn dann ein Tsunami, die ultimative Weltbarbarei nach dem Ende der Rohstoffe kommt und auch das noch zerstört, dürfen wir uns wieder trösten, denn &lt;a href="http://nordelbien.de/kirdok.22/index.html"&gt;Gott leidet ja mit uns&lt;/a&gt;.Der Gott, der den &lt;a href="http://www.nordelbien.de/nachrichten/ser.bibliothek/ser.dokumente/one.news/index.html?entry=page.kirdok.22&amp;amp;"&gt;Tsunami&lt;/a&gt; veranlasste, so dass die Menschen zu Hunderttausenden vom Meer als Leichen ausgespuckt wurden, er kennt kein &lt;a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/dossiers_spezials/kolumne_times_mager/?em_cnt=1704556&amp;amp;"&gt;Mitleid&lt;/a&gt;. Welchen verzerrten Begriff des Guten mag jemand haben, der an die Erlösung der Welt durch einen sich &lt;a href="http://www.welt.de/kultur/article3449058/Warum-Theologen-am-Suehnetod-Jesu-zweifeln.html"&gt;opfer&lt;/a&gt;nden Jesus glaubt. Der gnädige Gott, der den Geruch von Blut mag.Da redet einer von Mitleid, der es lustig fand, wie ich in einer Demo von prügelnden Polizisten eingekesselt - die neben mir drückten in Panik ein Schaufenster ein - meine Angst im Darm spürte. Solchen Erfahrungen aus dem Weg gehend gab er Mottos wie „Revolution ist kein Deckchensticken“ von sich, und: „Kampf der Lohnarbeit“, - was heißt: lass die blöden Arbeiter arbeiten. Heute redet er von den „&lt;a href="http://www1.ndr.de/radio/err/stegemann106.pdf"&gt;Schweineställen dieser Welt&lt;/a&gt;“, wo er gewesen sein mag – aber sicher nicht als Schweineknecht. Seine Lustigkeit verstand ich damals nicht, heute schon: als die instinktive Identifikation mit den Herrschenden.Jetzt lebt er in einer Welt der schönen Worte, Bibelzitate und netten Geschichten. Wiederholt man sie nur oft genug, senkt sich das in die kindliche Seele, verströmt Urvertrauen und macht die Welt gut. - Sancta Simplicitas. Mich wundert es nicht, dass er sich für die Welt der Arbeit nie interessiert hat. Das Essen beschert uns der Herr Jesus, das Geld dafür kommt von Papa, Vater Staat oder dem lieben Gott. Das Böse ist bös. Die Beschäftigung mit der schmutzigen und widerständigen Wirklichkeit in Arbeit wird ausgeschaltet und durch schönes Geschwätz ersetzt, mit dem Bild des guten Gottes auf eine Abhängigkeitsgesellschaft eingestimmt, kritischer Verstand, die authentische Wahrnehmung durch Bibelzitate ersetzt.Der Arbeitergott, den ich anbetete, war notorisch missgelaunt, wenig idealistisch und gar nicht an schönen Sprüchen orientiert, dressiert auf das Wenige, was man ihm gelassen hat. Meinen Freunden war diese Welt fremd und ohne Herausforderung – eben unten. Der spätere Pastor hatte eine Theorie entwickelt, dass man Lohnarbeit zu verweigern hätte und hatte es tatsächlich geschafft, sich ohne eigene Arbeit, nur mit Hochbegabtenstipendium – Vater war ja Direktor seines Gymnasiums - und guten Gaben anderer Auto, Aufenthalte in der Schweiz und Italien zu finanzieren. Ich habe ihn bewundert – blöd wie die Proleten eben sind – aber es war dann nicht mein Weg. Mein Kopf ließ eine Versöhnung mit dem bürgerlichen Leben nicht zu, es hat mich auch niemand dazu eingeladen.Ohne Freunde zu leben hat zwei Seiten. Der Vorteil liegt in einer größeren Klarheit des Denkens, denn Wahrhaftigkeit und Freundschaft vertragen sich in der Regel nicht. Der Nachteil ist die Vereinzelung, einerseits zur politischen Bedeutungslosigkeit und miserablen Schwäche führend, andererseits auch in Launen, Sektierertum, Größenwahn, Menschenfeindlichkeit und Unerträglichkeit endend. Das Gefühl, abgelehnt, verachtet zu werden, dominiert und vergällt das Leben und macht es letzten Endes unproduktiv. Da ich mit niemand an diesem Projekt der Emanzipation der Arbeiterklasse[polytechnische Ausbildung, um mit „mittlerer Technologie“ autonom und in demokratischen Formen arbeiten zu können]produktiv zusammenarbeiten konnte, habe ich mein Leben notwendigerweise unproduktiv und in Negation verbracht.Zwar war das Projekt der „Education with Production“ in Zimbabwe ein Versuch, aber es wurde dann sabotiert durch: unsere Unbedarftheit an technischem Wissen, einem Mangel an Diskussion über Weg und Methode, die bürgerlichen Verhaltensweisen der Gruppe: solche, die nur Geld kassieren wollten, andere, die Diskussionen verweigerten und ihre eigenen Wege gehen wollten. Am Schluss ist es auch an dem Desinteresse der Schwarzen gescheitert, wie überhaupt von der Dritten Welt keine sozialistische emanzipatorische Bewegung zu erwarten ist, sondern Politik nur als Methode der privaten Bereicherung. Die wahren Demokraten dort verhungern, die Korrupten und Skrupellosen, die all diese schönen Phrasen von sich geben, überleben.Auch ich ging dann mit meiner Frau eigene Wege und widmete mich der Familienarbeit – diese biologische Uhr hat in uns allen getickt, dominanter als politisches Bewusstsein.Ich schließe damit den Blog ab. Überlegungen etwas anderer Art führe ich weiter in „Risse“.Vielleicht noch Überlegungen zur Zukunft der Arbeiterklasse. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;MÄNNLICHER FEMINISMUS&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Einer, mit dem ich mal Einiges zu tun hatte, ist heute Anwalt für Anliegen von Frauen gegen Männer. In der Justiz ist er aktiv auf der Seite der Frauen gegen die sie enttäuschenden Männer. Entzieht ihnen das Sorgerecht, macht sie alimentationspflichtig usw. - Ist eine solche Position des männlichen Feminismus glaubwürdig?&lt;br /&gt;Die Frage nach der Glaubwürdigkeit scheint ungerechtfertigte Verdächtigungen zu implizieren. Warum sollte es für einen Mann nicht einfach richtig und gerecht sein, die Sache der Frauen zu verteidigen und juristisch zu unterstützen? Ist es nicht Neid oder Machismo, der diese Unterstellungen begünstigt?&lt;br /&gt;Was aber in seinem Fall sein Engagement zweifelhaft macht, ist die Starrheit und Feindseligkeit der Argumente im Kampf gegen das eigene Geschlecht. Er wirkt so unglaubwürdig wie ein Mann, der eine Frau spielen will.&lt;br /&gt;Zunächst errinert er an die Psychoanalyse des hysterophilen Mannes mit Rettungsfantasien. Dieser macht sich die Sache einer Frau zu Eigen und unterstützt deren Anliegen bis zur Selbstverleugnung. Ursache ist auch hier wie üblich der Ödipuskomplex: die (sexuelle) Beziehung der Eltern wird als Kampf und Gewaltakt erlebt, bei der Mutter Schmerzen angetan werden. Schmerzen, für die sich der mit seiner Mutter verbundene Junge schuldig fühlt und deswegen Fantasien ausbildet, Retter und Ritter der unterdrückten, bedrängten und unglücklichen Frauen zu werden. Häufiges Korrelat dieser Rettungsfantasien sind sadistische Impulse gegenüber dem weiblichen Geschlecht, deren Genese wohl spezifische Gründe hat. Oft auch übernimmt dieser Mann mütterliche Funktionen gegenüber einer Frau.&lt;br /&gt;Soweit eine primitivpsychoanalytische Erklärung a la Kuipers Neurosenlehre. Im Falle dieses Anwalts kommt wohl aber eine andere hinzu. – Das Akzeptieren der eigenen Männlichkeit ist problematisch. Einmal gibt es kein positives Rollenmodell mehr. Was früher männlich galt, zerfällt heute in anzweifelbare Eigenschaften: Überlegenheit, physische Stärke, Aggressivität, Willenstärke. Sie sind einem sensiblen Individuum, das sie ausübt, äußerlich geworden und repräsentieren es nur noch in einer fragwürdigen und unvollständigen Form.&lt;br /&gt;Nimmt man etwa den Fall (s)einer auf Grund politischer Umstände zerbrochenen Familie: Vater im Ausland, die Mutter mit den Kindern in einer vollkommen neuen Umwelt. Der Vater wird für die Kinder zum Feind und sie werden Partei für ihre Mutter ergreifen - gegen alle Gefühle und Kantaktbedürfnisse, die sie gegenüber dem Vater empfinden mögen. Die sich daraus ergebende Idealisierung des Weiblichen soll diese gleichgeschlechtlichen Empfindungen unterdrücken. Nichtsdestoweniger bleibt die verdrängte Androgynität im Körper – zum Glück, denn sie macht uns verliebt, bringt Glanz, Leichtigkeit ins Leben, erlaubt die Regression auf unbefangene Kindlichkeit und Beziehung zu einer anderen Welt.&lt;br /&gt;Als ich ihn im Gymnasium kennenlernte, war ich – vielleicht mehr als andere – ständig verliebt in Mädchen, voll Bewunderung für diese schönen Wesen, unglücklich darüber, sie nicht haben zu können. Obwohl wir nie darüber gesprochen haben, war das schöne Mädchen vielleicht ein gemeinsames Ideal. Er hatte damals schon eine Freundin, war motorisiert, mir in Männlichkeit nicht nur die vier Lebensjahre, sondern rollenmäßig Jahrzehnte voraus. Seine Männlichkeit äußerte sich mir gegenüber als Fürsorglichkeit – ein Beziehungsmuster, in das ich von Kind an bei Freunden geriet. Aber da waren auch Gemeinsamkeiten von Interessen für Musik bis Politik und Literatur, Themen einer platonischen Männlichkeit. Einer Männlichkeit, die sich aus dem unmittelbar Agieren des Bang-Boom-Bang in den passiven Bereich des Wahrnehmens, Empfindens und Reflektierens zurückzieht; konträr zu dem Verhalten, das bei den idealisierten Mädchen gefordert war: Action, Überzeugen, Überreden, Führen, möglichst motorisiert. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Aber auch wenn es nicht das eigentliche Glück war, das er verdient hätte – denn seine Freundin war sehr bodenständig, um sie nicht nur einen diskriminierenden Besen zu nennen, stammte aus dem städtischen Eliteviertel, aus dem noch andere prominente Linke herkommen – so brachte er doch beide Seiten auf die Reihe und als geborener Netzwerkarbeiter, der sich durch Beziehungen und Informationen zentrale Positionen eroberte, stieg er zuerst in der linksradikalen Szene auf, dann in der Uni als Assistent, später über feministische Umwege zum Prof. Sozial nie wirklich identifikationsfähig war er auf individuelle Karriere programmiert – die dafür notwendigen politischen Bekenntnisse blieben ihm äußerlich.&lt;br /&gt;Vor 70 hatte ich ihm noch nötige Literatur und Sprachregelungen geliefert, mit denen er dann in die linke Szene einstieg und einer ihrer Bosse wurde. Später stellte ich mir vor, wie ich ihm die Fresse blutig polierte, nicht nur weil er sich als karrieristisches Schwein geoutet hatte und für seine Position zu jeder Infamie und Verrat fähig war, sondern mehr noch aus Scham, es mit einem solchen Typ zu tun gehabt zu haben.&lt;br /&gt;Doch jede Idealisierung ist auch eine Identifikation. Kommunikation läuft über gemeinsame Standpunkte, Identifikationen. Die Errichtung des Bösen im Draußen entlastet zwar die innere Ambivalenz, aber verarmt sozial. Ein „Aus und Vorbei“ wäre eine Selbstverrat. Das Bessere lässt sich jedoch nicht in Erinnerung behalten ohne die Trauer über seinen Verlust.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Woher seine Härte gegenüber anderen Männer. Sicher, deren Verhalten ist nicht in Ordnung: sie kümmern sich zu wenig um die Kinder, lassen sich von Männerbeziehungen in Arbeit und Freizeit aufsaugen usw. usw. Aber warum macht er es zu seinem Problem? Er, der sich übler durchpowert als andere Männer? Ich nehme an, dass dies seine einzige Möglichkeit ist die Wut gegenüber Frauen zu balancieren, besonders dann, wenn sie überhaupt nicht mehr dem Ideal des schönen jungen Mädchens entsprechen.&lt;br /&gt;Wie ist eine glaubwürdige Männlichkeit möglich? Sicher nicht über die Ausübung der traditionellen Attribute: körperliche Stärke, Überlegenheit, Aktivismus. Auch wenn sich diese durch die soziale Bestätigung und Erwartung undiskutiert einrasten. Die durch die feminine Sozialisation und Kultur negativ bewertete Männlichkeit - denunzierbar etwa als hormongesteuertes Aggressivität - behauptet sich durch Reflexivität, Spiegelzwang bis zur Handlungsunfähigkeit, Ausweichen in die Virtualität - vom Tagträumen bis zur Bewusstseinsindustrie von Film und Computer - als Rückzug und Handlungsverweigerung, aber auch als Diskurs über Gerechtigkeit und Alternativen.&lt;br /&gt;Vielleicht ist Männlichkeit nichts anderes als menschliches Verhalten, das sich dem gegenüber von Frauen durch eine Mehr oder Weniger unterscheidet. Die Stereotypisierungen, die uns täglich unterlaufen müssten natürlich in den Diskurs oder notwendigen Streit eingehen, bevor sie in die Sackgasse von Trennung oder Absonderung einmünden.&lt;br /&gt;Keine Lösung ist es, sich von den negativen Selbstattributionen durch Projektion auf andere „böse“ Männer zu befreien, wie es im Falle des männlichen Feminismus stattfindet.&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-7206012433951750008?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/7206012433951750008/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=7206012433951750008' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7206012433951750008'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7206012433951750008'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2010/03/mannlicher-feminismus.html' title='&quot;FREUNDSCHAFTEN&quot;'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-2666542051061455996</id><published>2009-07-10T14:15:00.000+01:00</published><updated>2009-07-10T14:16:17.610+01:00</updated><title type='text'>Obszöne Geste</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Michael Jackson streicht sich zwischen den Beinen. Was will er zeigen? Dass er sein Geschlechtsteil gerne hat, auf es aufmerksam machen will? Will er sexuelle Tabus brechen? Will er zeigen, dass er ein sexuelles Wesen ist? Ist es eine provokative Geste gegen die Infantilisierung seiner Person als Wunderkind? Will er sich von seiner Kindheit Kind absetzen? Ganz klar sein musikalischer Bruch zum Soul, Gospel und Rhythm &amp;amp; Blues seiner Kindheit?&lt;br /&gt;Oder – wahrscheinlicher – ist es eine Geste, die etwas durch die Aufmerksamkeit der Fans real machen soll, was in der Selbstwahrnehmung gar nicht real ist. Irreal durch Schuldgefühle, unbewusste Selbsterfahrung eines zerstückelten und verunstalteten Körpers - klassische Kastrationsfantasie. Das Motiv des Exhibitionismus ist die Wiederzusammensetzung des kastrierten und verunstalteten Körpers durch das Auge des Beobachters. Etwa so: „Der andere sieht mich so, also bin ich so.“&lt;br /&gt;Ebenso wie Michael Jackson de facto als Megastar bejubelt wird, aber sich gleichzeitig in seinen eigenen Augen als minderwertig fühlt, alles tut um sich zu perfektionieren, um am Ende bei der Verunstaltung anzukommen, von der er loskommen wollte.&lt;br /&gt;1969 bei der Sprengung von Adornos Vorlesung – Krahl hatte sich zuvor im Abstraktionsgrad der freien Gegenrede über „Praxis“ als seinem Meister ebenbürtig erwiesen – zielte der Anführer der „Busenattacke“ – später gründete er ein Marktforschungsinstitut, das Reklamesprüche für Zigaretten- und Kaffeekonzerne entwarf – einem, der dagegen argumentierte, in dessen Weichteile, um von der Kastrationsangst zu reden, die man überwinden müsse und die der, der dümmlicherweise die Autorität Adornos verehre, immer noch habe. Frei nach dem Mauermotto, an dem ich täglich vorbeiging: „Lest Wilhelm Reich und handelt danach.“ Also „handeln“ meinte, irgendwas tun, Sex oder Sprengung von Vorlesungen, und dann wird alles gut.&lt;br /&gt;Der oberflächliche Aktionismus war freilich nicht mehr als Geste, die Dominanzverhältnisse demonstrieren wollte. Ein junger Bock zeigte seine sexuelle Überlegenheit gegenüber dem alten Bock. Die Frauen waren Opfer bei beiden. Eine bekehrte sich in die Lehranalyse, eine andere versank in Schuld- und Schamgefühlen. Am Lauf der Dinge hat es nichts geändert, war vielmehr Lauf der Dinge. Bei „Freuds Totem und Tabu“ tötet die homosexuell verschworene Bruderhorde den Vater, verspeist ihn und baut damit in sich das kulturelle notwendige Schuldgefühl auf.&lt;br /&gt;Das sexuelle Argument hat innerhalb der Konkurrenzgesellschaft einen aggressiv demütigenden Charakter und hatte damals ganz und gar nichts mit Aufklärung oder Emanzipation zu tun. Jenseits von Beziehung, Diskurs, Verständigung, Gefühlsausdruck, Katharsis und Versöhnung.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-2666542051061455996?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/2666542051061455996/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=2666542051061455996' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/2666542051061455996'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/2666542051061455996'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2009/07/obszone-geste.html' title='Obszöne Geste'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-5763226308677818690</id><published>2009-07-06T18:27:00.000+01:00</published><updated>2009-07-06T18:30:45.801+01:00</updated><title type='text'>Michael Jackson</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Antiödipus oder Hysteriker?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Selbst- und Identitätsprobleme werden in der Psychoanalyse seit Kohut, Miller etc. narzisstischen Störungen zugerechnet. Die Hysterie mit ihren Sexualstörungen, mit ihrem Spiel von Lüge, Imitation und Heuchelei, der Mischung von Infantilität, Egozentrik und Theatralik wurde von dieser Charakterstruktur, die auf die  präödipale Welt fixiert ist, abgelöst. Während der Hysteriker durch seine Neurose in seiner sexuellen Liebesfähigkeit gehemmt ist, entwickelt der narzisstisch gestörte diese Objektliebe erst gar nicht. Vielmehr verschmilzt er mit einem imaginären Objekt – sei es mit einer Größenphantasie von sich selbst, einer imaginären großen Mutter oder wie in der Schizophrenie mit einem imaginären großen Manipulator.&lt;br /&gt;Während der ödipal kulturalisierte die Gefühlsmischung aus Aggression, Angst und Schuldgefühlen durch die Identifikation mit dem Rivalen, dem Vater – die Geschichte der Mädchen ist ja eine andere – überwindet oder besser kontrolliert, ist der narzisstisch Gestörte oder „Schizo“, um in der Sprache von Deleuze/Guattari zu sprechen, bei der Bildung seiner Identität auf die Beliebigkeit der Phantasie verwiesen. Feste Bezugspunkte lösen sich auf, es ist ein connect and cut, mal diese mal jene Identifikation, ein nomadisches Leben, der ständige Wechsel von Namen, Plätzen, Rollen. Mal Kind, mal Frau, mal (Zinn-)Soldat, mal Friedenskämpfer, mal Werwolf, mal Lover, mal Prostituierter…&lt;br /&gt;Es ist wohl richtig, dass die Selbst- und Identitätsannahmen der bisherigen Gesellschaften nicht nur fragil geworden sind, sondern die Möglichkeit eines stabilen Selbst überhaupt in Frage steht – andererseits zeigt sich gerade im Fall von MJ die Misere dieses Konzepts.&lt;br /&gt;Bei ihm scheint das bewegende Zentrum außerhalb seiner Person zu sein. Die Tanzbewegungen sind puppen- und marionettenhaft – ihr Zentrum liegt ja in der Hand des Puppenspielers. Der Tänzer ist von außen gesteuert. Rhythmen drehen sich im Kreis. Bewegungen, als wären die Tänzer am Boden festgewachsen oder magnetisch angezogen. Der Moonwalk zeigt eine Bewegung, bei der sich der Tänzer nach hinten bewegt, den Eindruck erweckend, dass er sich auf einem zurücklaufenden Fließband vorwärtsbewegt – wieder mit einem Bewegungszentrum außerhalb des eigenen Körpers.&lt;br /&gt;Auch die Stimmungen kommen nicht von innen, sie müssen durch Musik, Medikamente kontrolliert und erzeugt werden. Der Schlaf, der sich nicht einstellen will, weil sich die Seele wie eine Maschine im Kreise dreht, wird künstlich durch Propofol usw. erzeugt.&lt;br /&gt;Das Spiel von Manipulation und Kontrolle dann auch in der Körperzusammensetzung: Perücke, gebleichte Haut, Nase etc.; die Anorexie, mit der er sich physisch unabhängig machen will.&lt;br /&gt;Am Schluss, als die große Show nicht mehr gelingen will, wird die Story als Showdown eines Frühverstorbenen zu Ende geführt. Der Vater –nun zum Nachkommen degradiert - steht als Showmaster und Zeremonienmeister für das Begräbnis schon bereit.&lt;br /&gt;Wer ist es, der das Leben von MJ macht? Der Vater sicher nicht, der ist nur Agent des Showbusiness, will ankommen in der Öffentlichkeit. Es ist ein von außen gesteuertes Leben, in dem das Theater zeitweise mit MJ´s eigener Fantasie zusammengeht, dann wieder auseinander bricht und einen gewaltsamen Abgang von der Bühne erzwingt.&lt;br /&gt;MJ´s Erfolge in den 80ern zeigen eine kollektive psychische Ausgangslage. Da ist die Verschmelzung der Massen in der Musik, aufgehoben in einem großen Ganzen. So die Illusion – in Wirklichkeit ist es eine gigantische Manipulationsmaschine, eine ausbeuterische Geldmaschine, die dahinter agiert und ihn schließlich mit einem wahnsinnigen Projekt von 50 geplanten Auftritten in den Tod treibt. MJ outet in seinem Verhalten mit dünner hoher Stimme und linkischem Verhalten eine verletzliche und verletzte, schwache Persönlichkeit, die dies durch körperliche Wendigkeit und Geschicklichkeit kompensiert. Seine Tanzbewegungen oft nur Bruchstücke, finden kaum zu einer geschlossenen Choreografie zusammen, sind Bewegungsmomente, die bei den Fans eine Fantasie auslösen, de facto aber isolierte Momente bleiben. Die Kontinuität der Bewegungsabläufe ergibt sich aus dem Rhythmus der Musik, nicht aus dem Tanz.&lt;br /&gt;Realitätsprinzip war MJ´s Sache nie. Eine realistische Selbsteinschätzung wäre nur kontraproduktiv gewesen. Die Unterhaltungsindustrie braucht Illusionen, sie muss die Erfahrung der realen Machtlosigkeit überspielen. - Opium.&lt;br /&gt;Schuldgefühle, Angst, die nach Freud „Das Unbehagen in der Kultur“ ausmachen, – sind aber Konstitutientien der Kultur. Individuelle Verantwortlichkeit, die Struktur des mit sich selbst identischen Individuums – um diesen fragwürdigen Begriff von Habermas aufzunehmen - sind an dieses Schuldgefühl gebunden. Das Schuldgefühl bildet den Grundstock für eine Art Konto, in dem alle sozialen Handlungen bewertet werden und abrufbar sind. Als Kulturwesen fangen wir unser Leben mit einer Schuld gegenüber Gesellschaft und Vorfahren an und sind ein Leben lang damit beschäftigt, diese Schuld aufzuarbeiten. Am Schluss wird abgerechnet.&lt;br /&gt;Deleuze Guattari lehnen dieses Konzept aus libertärer oder vielleicht eher konsumistisch liberaler Sicht als bürgerlich ab, aber es ist ein realistisches. Freud ging es nicht um die Utopie einer „Wunschmaschine“, sondern um die Beschreibung der Mechanismen unserer Kultur. Sozialismus ist eine Fortführung dieser Kultur. Dazu gehört die konstitutive Bedeutung produktiver Arbeit, soziale Gerechtigkeit, individuelle Verantwortung in einem kollektiven Ganzen.&lt;br /&gt;Die „Wunschmaschine“ ist ein Konzept, das untergründig der Faszinationskraft des Kapitalismus zu Grunde liegt – ich will es nicht als nur „kapitalistisch“ verteufeln, denn auch Marx hat diesen Traum von den automatischen Fabriken geträumt, so wie ihn die russischen Futuristen in den frühen Sowjetjahren geträumt haben. Vielleicht ist das Konzept der Wunschmaschine die Zukunft: ein individuelles Träumen und Konsumieren ohne individuelle Verantwortlichkeit. Die Individuen machen sich zu Anhängseln eines großen Ganzen, sei es Pepsi-Cola wie bei MJ, sei es eines Fußballvereins, sei es eines Konzerns, sei es des Konsums- oder Wohlfahrtssystems. Bei dem geben sie ihren Verstand ab und lassen sich von ihm lenken, leiten und verwöhnen. Die langweilige Arbeit und fehlende Selbstverwirklichung (das „Selbst“ ist ja als bürgerliches Konzept gestorben, „außen ist innen“ usw.) wird kompensiert mit Musikvideos, Medien- und Massenerlebnissen. Diese „Wunschmaschine“ ist im Falle von MJ in seinem Verschwendungs- und Verschuldungswahnsinn gleichzeitig eine riesige Geldvernichtungsmaschine, analog zur aktuellen Finanzkrise und als solche sinnstiftend für die kapitalistische Maschinerie.&lt;br /&gt; Meine Analyse ist nur ein Ansatz. Es geht mir nicht darum, in Nachfolge von Adorno/Horkheimer die abnehmende Kraft des Ichs zu beklagen und das Konzept von Deleuze/Guattari als konsumistisches zu denunzieren. Das Konzept des Antiödipus hat, obwohl seine Aporie offensichtlich ist, einen sowohl empirischen als auch utopischen Gehalt. Es lässt noch einen Traum offen, vielleicht den letzten.&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-5763226308677818690?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/5763226308677818690/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=5763226308677818690' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/5763226308677818690'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/5763226308677818690'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2009/07/michael-jackson.html' title='Michael Jackson'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-7288651448672684368</id><published>2009-07-03T12:56:00.001+01:00</published><updated>2009-07-03T12:58:19.476+01:00</updated><title type='text'>Mein Sein und Bewusstsein</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Jetzt wo ich aus der Arbeitsmühle raus bin, interessiert mich das Ganze nicht mehr. Sollen die, die drinstecken, es besser machen. Ich habe das abgeschlossen. Das ist eine Welt, die von menschlicher Anmaßung, Missachtung menschlicher Würde, von Autoritarismus und Zwang zur gegenseitigen Übervorteilung bestimmt ist.&lt;br /&gt;Es ist nicht wirklich ein Thema und ein Problem, das eine „demokratisch“ sich gebende Gesellschaft behandeln und lösen will. Die Öffentlichkeit – das mein Kommentar zum gefeierten Habermas – ist das Medium, in dem sich die „Führungskräfte“ und Privilegienbesitzer ihre Legitimation beschaffen. In einem Verfahren, das sie weitgehend kontrollieren können. Die verhandelten Alternativen berühren das Leben der Menschen kaum. Das Projekt „Mehr Demokratie wagen“ ist über einen Kampagnenstart nie hinausgekommen.&lt;br /&gt;Bleibt die Perspektive eines Einzelkämpfers, eine Donquichotterie. Bleibt auf Demokratie und Sozialismus zu bestehen, bleibt die Analyse der Voraussetzungen des eigenen Denkens und der eigenen Fehler und die Analyse der Gegenpositionen. Vielleicht lässt sich etwas in die Zukunft retten, vielleicht verschwindet in dem Maße, wie sich kapitalistisch alles rasant modernisiert und revolutioniert, die Zukunft. - Bout du monde.&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-7288651448672684368?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/7288651448672684368/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=7288651448672684368' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7288651448672684368'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7288651448672684368'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2009/07/mein-sein-und-bewusstsein.html' title='Mein Sein und Bewusstsein'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-8457035246005086502</id><published>2009-06-25T08:17:00.000+01:00</published><updated>2009-06-25T08:18:11.523+01:00</updated><title type='text'>Niedergang der Sozialdemokraten</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Ist die Rechtsbewegung der SPD und damit einhergehend ihr Versinken in der Bedeutungslosigkeit Resultat der Verbürgerlichung der Wähler oder können die Wähler sich in dem bürgerlichen Gesicht der SPD – Mitte, Mitte!! … - nicht wiedererkennen? Soll man der rechten Politik der SPD die Schuld für ihr Verschwinden geben oder der Verbürgerlichung ihrer ehemaligen Wähler, dem Strukturwandel der Qualifikationen und Arbeitsverhältnisse? Ein solcher Strukturwandel wäre etwa die finanzielle Sicherheit, die Qualifikation, die eine Integration in das arbeitsteilige System des modernen Kapitalismus mit sich bringt und zu einer gehobenen und integrierten Stellung bei der Arbeit führt.&lt;br /&gt;Ich denke, die SPD hat aus den Reformjahren nach 68 erkannt, dass sie die kapitalismuskritische Bewegung, die sie anführen und initiieren könnte, ab einem gewissen Grad nicht mehr kontrollieren kann, schon weil sie Forderungen unterstützt, die nur ein funktionierender Kapitalismus befriedigen kann. Zu einer Alternative zum Kapitalismus will sie sich nicht bekennen, weil sie damit wieder einen Teil der Wähler verlieren würde. Sie kann also tun, was immer sie will, sie ist dazu verdammt, entweder als Linke eine nicht mehrheitsfähige Politik zu machen oder Schattenpartei der Bürgerlichen zu werden – mal mit mehr, mal mit weniger eigenem Profil.&lt;br /&gt;Es hat also keinen Sinn, auf der SPD herumzuhacken, ihr das oder jenes vorzuwerfen, es ist einfach ihr Schicksal. Zwar kann man mit etwas Moral und Intelligenz die SPD nicht unterstützen – aber Moral und Intelligenz ist nicht mehrheitsfähig.&lt;br /&gt;Wir Linksradikalen, die wir gerne der SPD einen sozialistischen Kurs verpassen würden, haben uns in den privaten Karrieren, die wir eingeschlagen haben, als durch und durch bürgerlich erwiesen. Wir hatten keine Konzepte, die egalitär waren und die Emanzipation der Arbeit/Arbeiter im Zentrum hatten. An der SPD war die Masse interessant, aber nicht zu dieser Masse zu gehören. So wie KH Roth missionarisch vom „Massenarbeiter“ sprach, aber nie einer war.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-8457035246005086502?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/8457035246005086502/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=8457035246005086502' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/8457035246005086502'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/8457035246005086502'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2009/06/niedergang-der-sozialdemokraten.html' title='Niedergang der Sozialdemokraten'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-4010866595112364321</id><published>2009-06-03T18:55:00.006+01:00</published><updated>2010-06-01T16:42:47.964+01:00</updated><title type='text'>Zimbabwe</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: arial;"&gt;Derzeit ist die Situation schwer einschätzbar. Da ist nur ein gewisses Gefühl in mir, dass die Sache nicht gut gehen wird, sich nichts Positives entwickeln wird.&lt;br /&gt;Meine Sympathien sind für die MDC, aber es stellt sich immer mehr heraus, dass sie kein Konzept für die weitere Entwicklung besitzt. „Für jeden eine Farm“ war eine nette Parole, aber im Zusammenhang mit dem Entwicklungsstand Zimbabwes, seiner Verflochtenheit mit der Weltwirtschaft, der Abhängigkeit von der Cash- und Exportökonomie einfach unbrauchbar. Die im Rahmen der „Landreform“ zugeteilten Plots von manchmal 700 m² sind nicht Nichts, aber für eine Volkswirtschaft nur ein schlechter Witz.&lt;br /&gt;Die MDC spielt immer wieder mit dem Konzept der Afrikanisierung, zumindest die rassistische Hälfte seiner Aktiven. Das bedeutet: Betteln um Gelder aus dem Ausland, keine eigene wirtschaftliche Entwicklung abgesehen von Bierproduktion – inzwischen in der Hand von Südafrika – subsistence economy plus cash-Produkte (Tabak, Baumwolle).&lt;br /&gt;Die „inclusive government“ von MDC und Zanu macht die politische Schwäche des MDC sichtbar, die sich auf Grund mangelnder Unterstützung von Südafrika alle Machtspielchen von Zanu gefallen lassen muss. Schlimmer noch die moralische Verkommenheit von Teilen des MDCs, die sich von Gono Autos etc. schenken lassen.&lt;br /&gt;Einiges spricht für die MDC: Etwa dass Tsvangirai moralisch durchhält. Sein pazifistisch-christliches Konzept verfolge ich gespannt. Wird er Mugabe zur Legalität - heißt: niemand soll gefoltert werden, alle gleichberechtigt behandelt werden – bekehren können? Ich weiß, dass bewaffneter Kampf gegen Zanu und für eine sozialistische Wirtschaft die Gefahr enthält, dass wie bei Zanu die Gewalt die Vernunft zerstört und am Schluss nur noch ein Gangstertum herrscht. Ein Gangstertum, das sich dann originär „afrikanisch“ preist.&lt;br /&gt;Wie ist es zu beurteilen, wenn ein Enkel Tsvangirais im häuslichen Pool ertrinkt, während gleichzeitig Tausende in derselben Stadt an Cholera sterben? Wenn Tsvangirais Kinder im Ausland studieren und gleichzeitig das Bildungssystem im Land verrottet?&lt;br /&gt;Südafrika ist kein Vorbild. Mandela mag zwar ein Held sein, aber außer Hautfarbe hat er kein politisches Konzept. Vielleicht ist er Bürgerrechtler – für die schwarzen Eliten - aber kein Sozialist. Die Afrikanisierung der Ökonomie bereichert kurzfristig die schwarze Mittelschicht, bedeutet aber nach deren Übernahme ihren Niedergang. Von dem Reichtum wird unten nichts ankommen. Was ist das für ein Land, in dem die Weißen zwar einen Großteil des wirtschaftlichen Reichtums (mit)produzieren dürfen, aber sich über 1000 Morde in den letzten Jahren gefallen lassen müssen? (Inzwischen - 1.6.10 - wird von einer Zahl von über 2000 gesprochen.)&amp;nbsp;Langfristig und gerade nach der Wahl von Zuma ist eine Entwicklung wie in Zimbabwe oder im Kongo zu erwarten. Jeder, der entschuldigend vom Erbe des Kolonialismus redet, bestätigt die Machenschaften der Neokolonialisten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: black; font-family: arial;"&gt;(Ein aufklärender Artikel über den Neokolonialismus des ANC in der &lt;a href="http://www.ftd.de/politik/international/:agenda-suedafrikas-neue-ausbeuter/50120590.html" target="_blank"&gt;FTD&lt;/a&gt;.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: black; font-family: arial;"&gt;Bin ich Rassist? Wenn jetzt in Zimbabwe die Besetzungen der weißen Farmen weitergehen, wie ist das zu beurteilen? Ist es nicht gut, dass die „Unterdrückten“ und „Ausgebeuteten“ sich ihr ursprüngliches Land wieder aneignen? Aber die schwarzen Farmarbeiter, die dort arbeiten, werden vertrieben und verlieren nun alles: Lohn, Schulen, medizinische Versorgung etc. Wer bekommt danach die Farm? In der Regel irgendwelche Zanuhengste, Richter, Staatsanwälte etc. Die Farmen, von sogenannten „Veteranen“ übernommen, dümpeln auf Subsistenzniveau weiter. Gefängnisinsassen dürfen fürs Überleben auf den neuen Farmen arbeiten; die, die nicht schon vorher in ihren Zellen verhungert sind, wie die 700 in Harare im letzten Jahr. Eine Zeitlang war Zimbabwes Hauptexportgut Aluminium, das aus der Demontage der Bewässerungsanlagen der enteigneten weißen Farmen gewonnen wurde.&lt;br /&gt;Ich habe mir vorgestellt, nach Ende meiner Arbeitszeit am Band, eventuell nach Zimbabwe oder Nachbarschaft zu gehen, eine Landwirtschaft zu kaufen, mit Jugendlichen von Zimbabwe mit einfachen Mitteln was aufzubauen, wo sich lernen lässt, wie man mit eigener Arbeit überleben kann und sich die Kenntnisse der modernen Gesellschaft aneignen kann. Aber nicht nur die Bettelpolitik der MDC bringt mich davon ab, es sind auch die Bilder etwa von Jugendlichen in Messina. Ihnen lässt sich ansehen, wie sie an den Versatzstücken der westlichen Konsumprodukte orientiert sind, und es erscheint schlecht vorstellbar, dass diese – gewöhnt nur an Rumhängen - sich anstrengen wollen. Abhängig von der amerikanischen Lebensmittelhilfe und Verwandten und … Schicksal, dem bösen oder guten Wirken der Ahnen, die sie mit Diamanten oder westlicher Medizin beschenken.&lt;br /&gt;Meine gute Botschaft von der Arbeit wird dort auf keinen fruchtbaren Boden fallen. Die Krise der letzten Jahre hat einerseits die moralischen Grundlagen der Gesellschaft zerstört – wer überleben will, muss sich kriminell und asozial verhalten – sondern auch die Schwäche dieser Grundlagen offen gelegt.&lt;br /&gt;Finanzielle Hilfen würden einerseits nur eine falsche Politik unterstützen, in die fetten Bäuche der Gangster fließen - andererseits ermöglicht die Verweigerung von Intervention die wachsende Weltbarbarei.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-4010866595112364321?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/4010866595112364321/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=4010866595112364321' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/4010866595112364321'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/4010866595112364321'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2009/06/zimbabwe.html' title='Zimbabwe'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-619106256878169324</id><published>2009-05-17T17:17:00.001+01:00</published><updated>2009-05-17T17:19:18.598+01:00</updated><title type='text'>Kleiner Tyrann</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;In der Bahn beobachte ich eine Frau mit ihren zwei Kindern, einem etwa vierjährigen Jungen und ein 7 Jahre altes Mädchen. Es handelt sich wohl um eine Marrokanerin aus Marrkesch auf dem Weg von Frankreich nach Spanien. Sie ist ohne Kopftuch etc., voll geschminkt, mit Handy, die Augen sofort am Monitor, wo „Inside Man“ abgespielt wird, spricht laut und ungehemmt arabisch. Doch entspricht sie ganz dem arabischen Muttertyp: immer besorgt um ihre Kinder, ohne begleitenden Mann, schon in jungen Jahren in die Breite gegangen. Es ist viel Bewegung um sie. Zu Recht beansprucht sie den nichtgebuchten Viererplatz mit Tisch. Die Kinder bewegen sich ungehemmt in alle Richtungen. Dann wird es sehr laut. Der Kleine will etwas und fängt laut zu plärren an, weil er das Gleiche wie seine Schwester will. Er bekommt es. So setzt er mehr und mehr durch. Zuerst sind es die Süßigkeiten, die die Mutter bei sich führt, dann muss sie in die Bar, um Cola zu besorgen, dann muss sie auf einer Station Überraschungseier kaufen – die Überraschung landet schnell auf dem Boden. Dann holt sich der Junge die herumliegenden Kopfhörer für die Bahnfahrer und zerreißt sie, schmeißt sie auf den Boden. Immer mit freudig-kindlichem Blick zur Mutter. Die sagt nichts. Marsriegel sind dran, dann Pipas, dann Popcorn. Nee von den mitgeführten belegten Brötchen will er nichts. Er reißt zurückgelassene Zeitungen usw. aus den Netzen und schmeißt sie auf den Boden.&lt;br /&gt;Die Schwester bemüht sich während dessen um die Bildung ihres Bruders. Er darf französische Grammatikübungen nachsprechen. Sie will wohl Lehrerin werden. Der Kleine ist aber immun. Er benimmt sich wie er will. Im Gegensatz zu seiner Schwester, die sich zurückhält, immer die Augen aufmerksam auf die Mutter gerichtet. Doch bei irgendeinem Moment muss sie wohl ein falsches Wort gesagt haben. Denn die Mutter schimpft jetzt laut auf sie ein, drohend und eindringlich erklärt sie ihr Gut und Böse. Kneift sie dabei immer wieder in die Backe, bis auch sie zu schreien anfängt. Währenddessen liegt der Junge mit Schuhen auf dem Tisch, in keiner Weise betroffen und hüpft dann munter auf den Sitzen herum.&lt;br /&gt;Als sich jemand einmischt und den Jungen zurechtweist, kniet sich die Mutter auf den Boden, um den ganzen Dreck einzusammeln, den er verursacht hat. Dann gibt sie den Kindern spanische Kommandos, sie sollten sich setzen und ruhig sein. Merkwürdigerweise ist die erste Intervention gegenüber dem Jungen in einer Fremdsprache. In Marrakesch gibt es dafür vielleicht nicht einmal eine Sprache.&lt;br /&gt;? Die Frau arbeitet vielleicht als Putzfrau in einem spanischen Hotel. Ihr Ziel ist nur, besser zu leben als im ärmlichen Marrakesch. Trotzdem ist vieles an der Sache faul: Sie erzieht einen Terroristen, sie verrät ihre Landeskultur und ist nicht in der Lage, sich mit der europäischen mehr als äußerlich und oberflächlich zu verständigen. Die einzige Gemeinsamkeit wird die globalisierte konsumistische Kultur sein, Handy und Cola – und die Lohnarbeit unter allen Bedingungen. Der Junge wird sich entsprechend seiner Kultur davon nicht angesprochen fühlen und die Integration in diese „Arbeitswelt“ verweigern, wird wohl versuchen, von der Ausbeutung und Demütigung anderer zu leben.&lt;br /&gt;Ich wüsste nicht, wie unter solchen Voraussetzungen ein solidarisches und gerechtes Zusammenleben möglich sein soll.&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-619106256878169324?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/619106256878169324/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=619106256878169324' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/619106256878169324'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/619106256878169324'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2009/05/kleiner-tyrann.html' title='Kleiner Tyrann'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-8936580549756580814</id><published>2009-05-14T11:15:00.000+01:00</published><updated>2009-05-14T11:16:56.864+01:00</updated><title type='text'>NEGRI: „WE MUST TRY IT“</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Negri meint in einem &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.taz.de/1/debatte/theorie/artikel/1/we-must-try"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;taz-Interview&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;„Der Gegner heute ist das Kapital in Gestalt des Finanzkapitals …&lt;br /&gt;Das Finanzkapital selbst ist produktives Kapital…&lt;br /&gt;Das Finanzkapital heute repräsentiert den wahren Ausbeuter…“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weil eben der Wert, Verwertungszwang alle Lebensverhältnisse durchdringe. Eine neue Erkenntnis? ….Resultat der Globalisierung? Biopolitik? oder noch eine andere Phrase?&lt;br /&gt;Finanzkapital produktiv?? Sicher konzentrieren sich da gigantische Mächte, Finanzen ermöglichen produktives Kapital und eine nur auf die Analyse der Produktionsbeziehungen fixierte Analyse erreicht nicht die Bewegungen auf der Ebene von Besitz und Politik. Doch die absoluten Grenze des Finanzkapitals liegt in der Produktivität und Ausbeutbarkeit in der Warenproduktion.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiter Negri:&lt;br /&gt;„Erstens ist es nicht mehr die Ausbeutung der Arbeiterklasse, von der die Produktivität abhängt, sondern die Ausbeutung der Gesellschaft in ihrer Gesamtheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hierzu muss das Kapital, zweitens, Kriterien bestimmen, um den gesellschaftlichen Reichtum erfassen zu können“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit welchen Kriterien? - Durch „Börsenbewertungen“!!!!&lt;br /&gt;Entweder ist das miserabel übersetzt oder Negri jongliert hier in dem üblichen barocken Italienisch mit klangvollen Begriffen ohne reale Bedeutung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der gesellschaftliche Reichtum soll nicht nur in der Arbeit, sondern&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„ebenso in den Universitäten, im Alltag, in den Städten, in allen Äußerungen des Reichtums, den die Sprachen unserer Gesellschaften hervorbringen“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;liegen. – „Sprachlicher Reichtum“ …: Sprechblasenreichtum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt einen kapitalistischen Reichtum, der sich auf Waren, Wert und die Aneignung menschlicher Arbeit, seien es Dienstleistungen oder produktive Arbeit bezieht.&lt;br /&gt;Und dann gibt es eine andere Art von menschlichen Reichtum - auch wenn der Wert diese zu beherrschen versucht: Kreativität, Empathie, Kultur, Widerstand, Autonomie, Bildung, Verständnis, menschliche Beziehungen unabhängig von der Verwertung – nicht oder nur bedingt käuflich, zu erarbeiten und zu erfahren,  nur durch sinnliche und praktische Erfahrungsarbeit zu erwerben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Krise des Kapitalismus liegt nicht darin, wie Negri meint, dass er die zweite Art nicht kontrollieren kann, sondern liegt in der immanenten Grenze der Verwertung, auch wenn die Krise diese Grenze immer wieder nach außen verschiebt. - Freilich wird dabei auch die „Soziobiologie“ des Menschen, also seine inneren autonomen Bedürfnissen, in die Warenwelt eingebunden. So wie der Protest von 68 zur Ware wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo liegt die Alternative Negris?&lt;br /&gt;-         „globale Bürgerrecht“&lt;br /&gt;-         „bedingungsloses Einkommen“&lt;br /&gt;-         „Wiederaneignung des Wissens und des Lebens“.&lt;br /&gt;Das ist die Lösung, wie sie im alten Rom mit „panem et circenses“ realisiert wurde. Ein globales Bürgerrecht atomisiert die Gemeinschaft, die zersplitterten Glieder sind total fungibel für die Verwertungsprozesse, das bedingungslose Grundeinkommen ist die Zerstörung jeder produktiven Autonomie, ein Glied der Weltausbeutung. Bestenfalls der sozialdemokratische Konsum- und Sozialarbeiterstaat, wie er immer das Anliegen der italienischen Linken um LC und Potere Operaio, Alquati und anderer war, die wortreich ihren praktischen Sozialdemokratismus revolutionär rotpinselten.&lt;br /&gt;Die Systemfrage der Veränderung zu einer basisdemokratisch organisierten Planwirtschaft wird nicht mehr angedacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Interviewer versuchen am Ende doch noch irgendwas Sinnvolles aus Negri rauszubekommen, bietet ihm die Begriffe: „Ausschluss“, „Rassismus“, „Populismus“ an – also die alte arbeiter- und arbeitsindifferente Minoritätenpolitik und will ihn auf die individualistische Schiene schieben – und was bekommt er als Antwort? „Widerstand“, „Revolte gegen Erwerbslosigkeit, gegen die Verschuldung“! - Welches Geschwätz. Wir leben im „Übergang“! – „Pragmatismus der Revolution“. Das heißt: so weiterzumachen wie vorher mit revolutionären Sprechblasen im Mund: „We must try it“.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-8936580549756580814?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/8936580549756580814/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=8936580549756580814' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/8936580549756580814'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/8936580549756580814'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2009/05/negri-we-must-try-it.html' title='NEGRI: „WE MUST TRY IT“'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-1439054869258987817</id><published>2009-05-01T19:28:00.002+01:00</published><updated>2009-05-01T19:37:04.688+01:00</updated><title type='text'>Der „antifaschistische“ 1.Mai</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Ich lese von Tausenden von Demonstranten, die gegen Nazis demonstrieren. Die Elitisten gegen die sozialen Underdogs. Die Gewerkschaften sind zu Versicherungsinstitutionen der Befriedigten geworden, nicht in der Lage, den rechten Knallköpfen eine Richtung für ihren berechtigten Zorn zu geben. größenbedürftige und bemitleidenswerte Charaktere, die Richtung und Ratschlag brauchen. Ausschuss, den Mittelstandsinstitutionen wie Schulen und Betriebe in ihrer Elitenproduktion von flexiblen Weltmarktspezialisten ausscheiden. Parolen der Gewerkschaften von Solidarität und Gleichheit sind dagegen nur entpolitisierende Phrasen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://verdi.de/kampagnen_projekte/1._mai_2009"&gt;&lt;span style="color:#666666;"&gt;Rede&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;  &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;von Bsirske über die … betrügerischen Banker, Defizite verbergend vor dem Licht der Öffentlichkeit, Klage über den gesunkenen Arbeitnehmeranteil am Volkseinkommen, Schrumpfen der Wirtschaft und wohl auch der Lufthansaflüge, wo er im Aufsichtsrat ist&lt;br /&gt;Wie wird nach Bsirske gegengesteuert? Mehr Staatseinfluss auf Banken, Zwangsanleihen bei Reichen, Kasino schließen – so als lebte der Wachstumszwang des Kapitals nicht vom Kasino.&lt;br /&gt;Mehr Gelder für die Hartzvierler - ok, Umverteilung ja ja, aber das geht nur, wenn der Unterbau, das Kapital als der siamesische Zwilling der Gewerkschaften, funktioniert, also wachsendes Kapital, das die Steuern, Arbeitsplätze liefert. Bsirske ist ganz und gar in der kapitalistischen Logik gefangen und er will nicht darüber hinaus denken. Er redet von „Kapitalismus“, damit irgendwas Böses andeutend, aber denkt nicht über ihn hinaus. Er träumt von einem „sozialen“ Kapitalismus. Etwas, was ich zwar nicht für wünschenswert aber leider möglich halte. Zu befürchten freilich nicht bei der politischen Intelligenz der Heutigen.&lt;br /&gt;Wenn ver.di sich auch nur einmal für eine sinnvolle Forderung, wie etwa Mindestlohn, höhere Besteuerung der Vermögenden etc. einsetzen würde und sich dann mit aller Konsequenz einsetzen würde, mit Besetzungen, Blockaden, Angriffen – dann gäbe es keine Rechtsradikalen mehr. Es ist die Misere der Linken, die die Rechten produziert.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-1439054869258987817?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/1439054869258987817/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=1439054869258987817' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1439054869258987817'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1439054869258987817'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2009/05/der-antifaschistische-1mai.html' title='Der „antifaschistische“ 1.Mai'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-2786339716719607272</id><published>2009-04-29T18:58:00.001+01:00</published><updated>2009-04-29T19:01:13.591+01:00</updated><title type='text'>Vom humanistischen Gymnasium zum Varieté</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Die „Betriebsarbeit“ eines Pfarrersohns&lt;br /&gt;Ich lese in der &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/?em_cnt=1736192&amp;amp;em_cnt_page=1"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;FR&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; ein Interview von E. Schapira, einer eifrigen Freundin Israels, mit J. Klinke über seine gloriose Kämpfervergangenheit in der BPG, später RK – der um 1972 zu Opel ging zwecks „Untersuchungsarbeit“. So eine Parole von Lotta Continua.&lt;br /&gt;Nachdem politische Revolution nicht mehr möglich wäre, sollten Betriebskämpfe an deren Stelle treten. Das syndikalistische Konzept mischte sich mit spontaneistischer Primanerfantasie von einem anderen Leben: mediterranes Lebensgefühl, Urlaub am Mittelmeer, Alternativen zu einer rigiden Arbeitsmoral usw. Das Verhältnis zur deutschen Arbeiterschaft war distanziert, die „Arbeitsemigranten“ wurden idealisiert, wie man bei Klinke sieht noch heute. Die Bewegung in der Gesellschaft, in der Arbeiterklasse war eine ganz andere. Die bemühte sich um Konsolidierung ihrer materiellen Lage, um berufliches Aufwärtskommen, private Geschichten – Urlaub am Mittelmeer inklusive. Die „Arbeitsemgranten“ sahen ihre Jobs am Band als Übergangsstadium – auch wenn die meisten länger als geplant dort blieben. So wie es das für die Leute vom RK auch nur ein Übergang war vom mittelständischen Elternhaus in die grünliberale individualistische Praxis. Kann mich erinnern, wie manche „Praktikanten“ - jetzt im Besitz von Motorrädern - mit ihrem neuen Status herumgeprahlt haben. Es ist aber keiner bei Opel hängengeblieben.&lt;br /&gt;Zu welchen politischen und marktwirtschaftlichen Vollidioten sie sich entwickelt haben, kann man bei Fischer, Thomas Schmid und Klinke selber sehen. Der lässt sich die Automatenstraße bei Opel zeigen, da wo vorher das Fließband war und sieht keine Arbeiter mehr. Es sind zwar nur noch 40% von damals, aber immer noch über 18000. Nicht zu vergessen die große Masse in den mittelständischen Zulieferbetrieben unterhalb der Tarifverträge mit schlechteren Arbeitsbedingungen.&lt;br /&gt;Die Träume des RK vom Pflaster unter dem Strand ließen sich leicht integrieren in die neue Konsumdemokratie Kohls, ins Reisebürogeschäft und das liberale Frankfurter Nachtleben.&lt;br /&gt;Damals habe ich angenommen, dass der RK bestenfalls gute Literatur über seine Fabrikerfahrungen produzieren würde. Doch er hatte dann mehr Erfolg als ich dachte. Immerhin waren Leute vom RK bald Vertrauensleute und Betriebsräte. Doch ist daraus keine Bewegung entstanden. Aus der „Untersuchungsarbeit“ wurde nichts, sieht man von der Reproduktion von Ressentiments gegen die deutschen Arbeiter ab. Die Leute sind aus dem Betrieb raus ohne jede Analyse, was da zuendeging. Das Leben ging dann „anders“ weiter. Fabrik, nein danke. Nichts für uns. Muss nicht sein.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-2786339716719607272?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/2786339716719607272/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=2786339716719607272' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/2786339716719607272'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/2786339716719607272'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2009/04/vom-humanistischen-gymnasium-zum.html' title='Vom humanistischen Gymnasium zum Varieté'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-6751240364417278157</id><published>2009-04-19T20:31:00.001+01:00</published><updated>2009-04-19T20:33:37.947+01:00</updated><title type='text'>KINDER KOCHEN BEI ARTE</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;War doch eine tolle Sache: 4 Wochen Ferien auf einem alten Gut in der Provence. Uriger Swimmingpool, gemeinsam kochen, Ausflüge auf Märkte und Bauernhöfe in der Gegend, nette Betreuer. Und dann ganz glänzend die Idee vom Selberkochen. Ein Erlebnis von Gemeinschaft, von Entwicklung, Erfahren und Kennenlernen, ein Fest der Sinne, ein Paradies vielleicht.&lt;br /&gt;Die Kinder sind nett, verstehen sich auszudrücken, sind bemüht. Und wie sie sich ausdrücken: viel wird gelobt, das Positive hervorgehoben. Man spürt, welchen Erziehungsstil sie genossen haben. Gleichzeitig schimmert allzu deutlich die Pädagogik durch, mit der sie durch das Leben geführt werden; die Neigung zur Belehrung bei S. Wiener.&lt;br /&gt;Kein böses Wort, keine Coolness, kein Handy, kein MP3-player, nicht dieser schreckliche und asoziale Markenfetischismus. Stattdessen werden Briefe geschrieben. Es ist eine andere Welt.&lt;br /&gt;Was habe ich dagegen? Ich lese, dass die Kinder durch ein aufwendiges Casting ausgelesen wurden. Zweisprachigkeit war die Voraussetzung, nicht türkisch-deutsch, sondern französisch-deutsch. Ist es nicht ekelhaft, wie hier Elitismus zelebriert wird?&lt;br /&gt;Aber sind das nicht Werte, die ich hier auch propagiert habe: Gemeinsamkeit, Kommunikation, Sinnlichkeit, autonome Aktivität, bereichernde Erfahrung durch Teilnahme an Leben und Kultur anderer?&lt;br /&gt;Sollte nicht a la Unterschichtfernsehen gezeigt werden, wie alles schief geht, wie die Kinder sich gegenseitig anmachen und mobben, überhaupt nicht nett sind, Ekel? Wie sie Mitarbeit verweigern, passiv rumhängen, konsumieren bis zum Esgehtnichtmehr? Keine Lust zu gar nichts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß nicht. Das Gefühl einer unverschämten Medienlüge bleibt bei mir. Dass die, die es ohnehin schon besser haben, noch mehr profitieren&lt;/span&gt;.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-6751240364417278157?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/6751240364417278157/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=6751240364417278157' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/6751240364417278157'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/6751240364417278157'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2009/04/kinder-kochen-bei-arte.html' title='KINDER KOCHEN BEI ARTE'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-1381284403308221202</id><published>2009-04-11T21:19:00.004+01:00</published><updated>2009-04-11T21:29:00.542+01:00</updated><title type='text'>ABSCHIED</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Ich habe meine aktive Phase der Altersteilzeit mit einer kleinen Feier beendet. Meine Rede:&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;"Liebe Kolleginnen und Kollegen&lt;br /&gt;Ich danke Euch, dass Ihr hier zu meinem Abschied zusammengekommen seid und ich hoffe, dass Ihr es Euch schmecken lässt. Vor fünfeinhalb Jahren bin ich in diese Abteilung gekommen, nachdem ich vorher 4 Jahre in einer anderen Abteilung Nachtschicht gemacht habe.&lt;br /&gt;Ich war froh, wieder tagsüber arbeiten zu können, und - auch wenn ich weniger verdient habe - für meinen Lohn echte und notwendige Arbeit leisten zu können und meinen Kollegen etwas ihrer Arbeit abnehmen zu können. Der Betriebsrat hat meinen Lohnverlust auf 500 € beziffert. Woher er diese Zahlen hat, ist merkwürdig und fragwürdig. Es war zum Glück weniger. Nur ca. 170 € im Monat.&lt;br /&gt;Zunächst war für mich hier Einiges zu lernen und ich habe wohl auch Einiges falsch gemacht. Doch dann - da ich bei meiner Einstellung 1999 ja nur für Halbtagsarbeit für würdig erachtet wurde - hat mir die Arbeit doch Spaß gemacht und ich habe ihre einige Dramatik und Aufregung abgewinnen können, besonders wenn es darum ging, am Ende noch alles erledigt zu haben und pünktlich das Haus zu verlassen. Es ist mir dabei schon klar, dass nicht alle ihre Arbeit als Sport begreifen können, schon weil sie die doppelt so lange arbeiten.&lt;br /&gt;Ich habe es also genossen, wieder tagsüber arbeiten zu können, ehrliche Arbeit zu machen. Trotzdem ist es jetzt Zeit, aufzuhören. Damals als ich hier angefangen habe und ich bei der Personalabteilung nach den Lohndifferenzen fragte, wurde mir gesagt, ich solle doch froh sein, einen Job zu bekommen. Dieses Gefühl eigentlich überflüssig zu sein und froh sein zu müssen, Arbeit zu haben, hat mich hier die ganze Zeit begleitet. Die Stelle, die ich verlasse, wird nicht wieder besetzt, was ja zeigt, dass ich überflüssig bin, - Auch ist auf Dauer eine Arbeit schwierig, wo man kaum mehr Informationen bekommt, Grüßen unüblich ist, fällige Personalgespräche nie erfolgen, Besprechungen dann stattfinden, wenn ich nicht da bin, notwendige Informationen nicht weitergereicht werden. Das im Unterschied zu den Angestellten dieses Hauses, bei denen es regelmäßig Teamgespräche und Fortbildungen gibt und dafür auch noch das Doppelte verdient wird. Dabei gäbe es hier einige Themen für Fort- und Weiterbildungen. Etwa eine vernünftige Einweisung in den richtigen Gebrauch der Maschinen, Maschinenprogramme, energiesparende und ressourcenschonende Verfahren, Umgang mit bestimmtem Material - um nur einige Beispiele zu nennen.&lt;br /&gt;Die Wirtschaftskrise wird sich in den nächsten Jahren auch auf diese Abteilung auswirken und notwendig machen, dass ökonomischer vorgegangen wird, sparsamer im Umgang mit Energie, Rohstoffen, Wasser und so weiter.&lt;br /&gt;Für mich fängt jetzt der letzte Lebensabschnitt an. Manche werden sagen, ich wäre noch fit genug, weiterzuarbeiten und sich fragen, wie ich mir diesen Luxus, in Rente zu gehen, leisten kann.&lt;br /&gt;Erst denke ich, dass andere einen solchen Job brauchen können. Meine Rente von etwas über 300 Euro wird die Versichertengemeinschaft nicht allzu sehr belasten. Da gibt es andere, höherwertigere.&lt;br /&gt;Gut - fit genug bin ich noch, weiterzuarbeiten, aber ich habe noch eine Menge anderer Sachen zu erledigen: Laufen, Wandern, mit dem Rad nach Spanien oder Afrika, einige Möbel bauen, im Haus aufräumen, reparieren, Internet, lesen, schreiben, endlich mal richtig den Garten machen und so weiter.&lt;br /&gt;Mit dem Geld? Ich werde mit allem drum und dran, Rente, Zusatzrente, Riesterrente, Vermögenssparen ungefähr etwas über 400 Euro haben, einiges mehr aus Erspartem. Nach meinen Rechnungen brauche ich ungefähr 330 Euro im Monat. Das reicht. Luxus brauche ich nicht.&lt;br /&gt;Ich bedanke mich nun bei der Firma hier, bitte meine KollegInnen um Verzeihung für meine Unhöflichkeiten und beginne den dritten Abschnitt mit einer kleinen Feier in der Hoffnung, dass der Teil besser abläuft als die vorige."&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Hier folgen noch mehrere Rückblicke.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-1381284403308221202?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/1381284403308221202/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=1381284403308221202' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1381284403308221202'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1381284403308221202'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2009/04/abschied.html' title='ABSCHIED'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-674543015342465613</id><published>2009-03-25T20:33:00.001Z</published><updated>2009-03-25T20:35:06.403Z</updated><title type='text'>KÖHLERS REDE</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Ich weiß, es ist schon merkwürdig, sich hier zu Köhlers Rede zu äußern. Hat das, was er von sich gibt, irgendeine Relevanz für die Leute hier unten? Ist er nicht schon heute morgen genügend in der Presse zerrissen worden? Bedauerlich, dass „Neues aus der Anstalt“ die Rede verpasst und damit die ganze Sendung witzlos gemacht hat. Es hätte gereicht, Priol hätte die Rede wörtlich wiederholt.&lt;br /&gt;Worin besteht also die Relevanz der Rede? Dass ein Haufen Elite davor saß und klatschte?&lt;br /&gt;Leider ist es so, dass was oben an Intelligenz nicht vorhanden ist, man unten auch kaum antrifft. Köhler reduziert Gesellschaft und Wirtschaft auf individuelles Handeln – moralisch oder unmoralisch. Von System, Struktur hat er keinen Begriff. Deswegen moralisierendes Geschwätz, gute Chefs und böse Chefs usw. Dahinter die Allmachtsfantasie des Moralisten, eben das Bündnis von Moral und Macht, die Moral die zuschlagen darf. Als Konsequenz politisierendes Geschwätz. Frechheit, wie er von „Wir“ redet – als ginge das zusammen: Arbeiter und diese klatschenden Eliten, „sozial“ und „Markt“, kein Wachstum und „Wirtschaft“, Globalisierung und Autonomie. War nicht die Geldschöpfungen durch die abenteuerlichen Derivate Grundlage der deutschen Exporte?&lt;br /&gt;Peinlich der Schleim danach von Lafontaine. Von Künast ist nach ihrem Plädoyer für die FDP ohnehin nichts mehr zu erwarten.&lt;br /&gt;Es ist zu befürchten, dass die Krise nicht groß genug ist, um zur Besinnung zu bringen.&lt;br /&gt;Wie könnte das aussehen? Wenn der profitbedingte Automatismus des wirtschaftlichen Kreislaufs angezweifelt würde, wenn soziale Kriterien dominieren. „Dominanz der Politik“ heißt es bei Köhler, an sich ein guter Begriff, aber bei ihm bedeutet es Dominanz der Mittelschicht, Opportunismus der Streber, von „Intelligenz“ und beautiful people. Gar nicht meint es wirkliche Demokratie, gleiche Rechte für alle, reale Mitbestimmung, gleiche Bildung, demokratische Medien.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-674543015342465613?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/674543015342465613/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=674543015342465613' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/674543015342465613'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/674543015342465613'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2009/03/kohlers-rede.html' title='KÖHLERS REDE'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-8884328976876009520</id><published>2009-03-08T15:34:00.001Z</published><updated>2009-03-08T15:37:33.613Z</updated><title type='text'>Tilman Jens und Margarete Mitscherlich-Nielsen</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Bei 3sat Kulturzeit gab es ein interessantes Interview mit M. Mitscherlich-Nielsen über die Biografie von T. Jens über seinen dementen Vater. MMN meint, TJ würde auf Grund ambivalenter Gefühlseinstellungen gegenüber seinem Vater – einerseits Verehrung, andererseits Abneigung dadurch und anderen Gründen – den Vater so übermäßig idealisieren, - schon um eine auch negative und kritische Haltung ihm gegenüber in sich zu unterdrücken und verdrängen – so dass er nicht in der Lage sei, sich mit ihm zu identifizieren und seine Schwächen zu verstehen. Stattdessen betreibe er eine Art Rache ihm gegenüber, aus welchen Motiven auch immer – eines sicher die Asymmetrie der Beziehung. So wäre sein Buch ein Zeichen mangelnden Erwachsenseins. – Die Deutung von TJ, Walter Jens´ Demenz wäre mit der Aufdeckung seiner NSDAP-Mitgliedschaft verbunden, lehnt sie kategorisch ab.&lt;br /&gt;Erst mal fand ich die Deutung präzise und passend für jemand, der seine Geschichtchen in „Bild“ bringt. Etwas in „Bild“  zu bringen, heißt es doch in den Dreck zu ziehen, es zum Geschwätz, zum Infomüll zu machen. Es heißt zwar in der Bibel: Aus Dreck kommst du und zum Dreck gehst du wieder zurück“, aber ich würde den mir selber unsympathischen Walter Jens nicht in dieses Blatt bringen.&lt;br /&gt;Gefragt habe ich mich dann, ob ich nicht auch ähnliche Probleme mit meinem Vater habe: Da ist ein starker Mann, mit hohen moralischen Ansprüchen, der sie aber benutzt, um seine Schwächen zu verdecken und zu verleugnen, oder jedenfalls nicht in der Lage ist, mit ihnen ehrlich umzugehen.&lt;br /&gt;Es ist nicht nur ein individuelles, sondern das Problem der ganzen Generation. Sie hat sich gerne als Opfer dargestellt, sich mit einen Hypermoralismus umgeben, mit dem sie gegenüber der Umwelt aufgetrumpft haben. Dieser Hypermoralismus war durchsichtig und wegen seiner Starrheit und Neigung zu Feindschaften unglaubwürdig.&lt;br /&gt;Wir Kinder haben ihnen gegenüber geglaubt, etwas Neues aufbauen zu können, etwas jenseits von Faschismus, eine radikale Demokratie – noch im System des Idealismus und der Moral gefangen. Sie haben alles getan, um das zu verhindern. Auch die Rhetorik von Jens war ein Teil antidemokratischer Elitenbildung.&lt;br /&gt;Wie auch immer, Verstehen und Verständigung ist schwierig oder unmöglich. Ich habe das Gefühl, es muss ein Trennungsstrich gezogen werden. MMNielsen verkennt dieses Problem. Es gibt keine Psychoanalyse außerhalb der konkreten Geschichte. „Gesunde Persönlichkeit“, „erwachsen“ sind da unzureichende Kategorien. Merkwürdig, das von einer Frau zu hören, die bei „Die Unfähigkeit zu trauern“ mitgeschrieben hat. Wie soll eine „erwachsene“ Auseinandersetzung mit einer Generation möglich sein, die eine unbewusste Idealisierung von Hitler nicht aufgegeben hat, sie schamvoll versteckt und verleugnet, die in dieser Haltung insgeheim eine gesellschaftliche Blockbildung – von CDU bis Schmidt und Augstein reichend – aufgebaut hat und eine Demokratisierung verhindert hat&lt;/span&gt;?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-8884328976876009520?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/8884328976876009520/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=8884328976876009520' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/8884328976876009520'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/8884328976876009520'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2009/03/tilman-jens-und-margarete-mitscherlich.html' title='Tilman Jens und Margarete Mitscherlich-Nielsen'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-7287125064803266406</id><published>2009-03-01T22:08:00.003Z</published><updated>2009-03-02T18:16:40.854Z</updated><title type='text'>DIE KRISE</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Es ist schwierig hinter die Nebelwände zu blicken, die die verschiedenen Institutionen vor der Krise aufblasen.&lt;br /&gt;Da sind &lt;strong&gt;die Herrschenden&lt;/strong&gt;, also das &lt;a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29829/1.html"&gt;&lt;span style="color:#666666;"&gt;Bündnis von Großer Koalition und Finankapital&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; – „sichtbar“ etwa, wenn sie aktiv werden, um dem Staat Kredite zu vermitteln, oder wenn sie „beraten“. Ihr Bemühen liegt darin, einen Crash zu vermeiden, also die plötzliche Illiquidität von Banken, die dann lawinenartig um sich greift. Dies war nach dem Zusammenbruch der Lehmanbank der Fall, als in den USA schlagartig gigantische Geldmengen abgezogen wurden und hier in Europa die 500€-Scheine knapp wurden. Das andere Problem der zerfallenden Wirtschaftskreisläufe soll mit Konjunkturpaketen angegangen werden, mit Kreditgarantien für die Banken. Deren Geld wird aber inzwischen nicht mehr benötigt. Wofür denn, wenn ohnehin keine Nachfrage nach Investitionen und Produkten besteht? Der Euribor, Indikator für Interbankenkredit fällt schon seit Oktober letzten Jahres. Also die Finanzkrise ist eine sekundäre Krise. Der Konjunktureinbruch zeigt die alten Probleme der spätkapitalistischen Ökonomie, wo die verschiedenen Probleme miteinander kulminieren: die Blasenstruktur der Finanzwirtschaft, die technische Begrenztheit der Profitproduktion, die Begrenztheit der natürlichen Ressourcen, die Struktur der Wirtschaftskreisläufe, die gebunden sind an die Profitabilität des investierten Kapitals.&lt;br /&gt;Naheliegend wäre jetzt eine große Bereinigung, wie sie die großen Krisen durchgeführt haben; sei es als Inflation, Währungs“reform“, Zerstörung des akkumulierten Kapitals durch Krieg, Zerstörung des Sozialstaats – oder auch durch Umverteilung, Besteuerung des Reichtums, Kontrolle von Devisenverkehr und Wechselkursen, Entwertung des Geldkapitals, Zwangsanleihen, Zwangsbewirtschaftung der lebensnotwendigen Produkte.&lt;br /&gt;Die herrschende Koalition von Politik und Kapital scheint das alles vermeiden zu wollen und gerät deswegen in zahlreiche Widersprüche: steigende Staatsverschuldung (zur Freude der Finanzwirtschaft und der Gutverdiener), halbherzige Konjunkturpakete, die zwar ein wenig stimulieren können, aber den Kreislauf nicht wirklich in Gang bringen. Eine lang andauernde Rezession ist erwartbar. Sie wird auch nicht durch noch so viel Verschuldung lösbar sein – das wird Obama zeigen, wenn er 2013 die Staatsschulden nicht halbiert haben wird oder halbiert um den Preis der Depression.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die Linke&lt;/strong&gt; will die Konjunkturpakete verdoppeln, die Verschuldung mit Vermögenssteuern finanzieren. Aber diese Besteuerung würde die Krise nur verschärfen, weil dann das Kapital in andere Länder fließt. Außerdem sind Konjunkturpakete an die Logik der Profitabilität des Kapitals gebunden, verändern nichts an der strukturellen Krisenhaftigkeit des Kapitalismus, bindet sich an den kapitalistischen Wachstumsfetischismus, der Natur und Zukunft zerstört genauso wie die menschliche Autonomie. Mit ihrer opportunistischen Haltung – es ließe sich kapitalismusimmanent etwas machen – verhindert diese Linke gesellschaftliche Aufklärungs- und Diskussionsprozesse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein &lt;strong&gt;grüner Kapitalismus&lt;/strong&gt; ist zwar möglich, aber nur unter der Voraussetzung, dass der allgemeine Lebensstandard verändert wird. Lebenshaltungskosten werden steigen, eine andere Verteilung wird notwendig sein. Eine Dominanz der Politik über die kapitalistische Warnproduktion wäre Voraussetzung.&lt;br /&gt;Dass die &lt;strong&gt;„Dienstleistungsgesellschaft“&lt;/strong&gt; den „gesellschaftlichen Stoffwechsel zwischen Mensch und Natur“(Marx) auf ein ökologischeres Maß bringt, stellt &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.linksnet.de/de/artikel/24210"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;P.Probst&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; zu Recht in Frage. Nicht nur dass die Dienstleistungsgesellschaft von den Produkten der kapitalistischen Industrie lebt, den Dreck, die Ausbeutung nur in andere Länder verlagert, sie verbraucht darüber hinaus zusätzlich Ressourcen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der &lt;strong&gt;Öffentlichkeit&lt;/strong&gt; wird die Krise auf einige Begriffe reduziert: amerikanische Schuldenwirtschaft, Spekulation von Banken, Exportabhängigkeit. Die Debatte bleibt oberflächlich. Wirklich durchgerechnet, welche Geldbeträge verloren sind, welchen Abwärtseffekt sie im Wirtschaftskreislauf haben, wird nicht. Kreislaufdenken, strukturelles Denken ist dem vorwiegend betriebswirtschaftlichen Denken vollkommen fremd. Seltsamerweise ist die liberale Ökonomie, die sich so gerne rational gibt, nur noch von Wunschdenken – der Markt wird es schon richten - und Desinteresse an der Empirie geleitet.&lt;br /&gt;Die Medien reproduzieren größtenteils unerträgliches Geschwätz, Phrasen. Von den Schulen kann man ohnehin nur die Reproduktion der allgemeinen Dummheiten erwarten.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-7287125064803266406?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/7287125064803266406/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=7287125064803266406' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7287125064803266406'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7287125064803266406'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2009/03/die-krise.html' title='DIE KRISE'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-1462128238717921815</id><published>2009-02-22T16:21:00.000Z</published><updated>2009-02-22T16:23:03.238Z</updated><title type='text'>DIE LETZTEN TAGE</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Die letzten Tage mache ich bei der Arbeit seltsame Erfahrungen. Einmal vielleicht, weil ich durch Krankheit physisch geschwächt bin, zum anderen weil ich gegen Ende meiner Zeit an meiner Arbeitsstelle die Dinge eher distanziert wahrnehme.&lt;br /&gt;Ich komme in die Halle, müsste mit E. arbeiten. Damals, als ich mit dieser Arbeit angefangen habe, ha er mich bei der Arbeit eingewiesen. Ich verstand mich mit ihm ganz gut. Merkwürdig war nur, dass er jede meiner Bewegungen kontrollierte. Auch sonst fungierte er als Vertrauensträger des Chefs. Irgendwann fand mein freundliches Gefühl gegenüber ihm sein Ende. - Heute soll ich mit ihm am Band arbeiten. Während ich bis vor einiger Zeit mich mir von ihm nichts mehr sagen ließ und ich in seiner Simplizität einfach stehen ließ, habe ich heute das Gefühl, jetzt wird er sich rächen, es wird Kampf. Mag aber auch sein, dass ich auf Grund meiner körperlichen Schwäche nicht die Lust habe zu kämpfen und mich gleich geschlagen gebe. Tatsächlich gehe ich ihm aus dem Weg, erledige viele andere Arbeiten, bevor ich ans Band gehe. Dort stellt er die Wagen so, dass ich keinen Platz habe oder stellt sich so, dass ich nicht an die Arbeit kann. Ich stelle mich also daneben und mache nichts. Nach einiger Zeit gehe ich wieder. Dann räumt er ganz gegen sein früher sehr sanftes Verhalten knallend die Wagen auf. Ich staune, suche nach einer anderen Arbeit.&lt;br /&gt;Nicht nur von ihm bekomme ich ein ganz anderes Bild, auch ich befrage mich, ob ich mich richtig verhalten habe. Ob ich nicht gegenüber meinen Kollegen arrogant und verächtlich war. Andererseits wundere ich mich, wie ich das über 5 Jahre aushalten konnte – doch nur mit Arroganz und Aggression, mit der ich gesagt habe: „Das kann ich genauso gut oder noch besser als ihr!“&lt;br /&gt;Anscheinend verteidigt zumindest in diesem Betrieb jeder seine Autonomie durch die Abwertung und Verachtung seiner Kollegen. Ich mache es durch meine intellektuelle Überlegenheit, andere durch ihre Beziehungen, durch Mehrarbeit usw. usw. Die dadurch gewonnene „Identität“, diese kleine Gefühl von individueller Überlegenheit, ist ein fragiles – es hilft gegen die Erfahrung von Austauschbarkeit und Überflüssigsein.&lt;br /&gt;Wenn ich jetzt gehe und die Kollegen wieder ihre eigenen Regeln durchziehen, dann zeigt mir das meine Bedeutungs- und Wirkungslosigkeit. Ich habe mich biologisch reproduziert, aber blieb ansonsten wirkungslos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie sollte sich die Stellung der Einzelnen verändern, dass nicht diese Kampfidentität notwendig wäre?&lt;br /&gt;-         ein gesamtgesellschaftliche Absicherung der Arbeitsplätze&lt;br /&gt;-         demokratische Basisgruppen, die über betriebliche Abläufe kommunizieren und bestimmen&lt;br /&gt;-         Fortbildung und Diskussion, eine Versachlichung der Beziehungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was bedeutet es, wenn dieses System weiter auf dieser Identität der privaten Vorsprünge aufbaut?&lt;br /&gt;Konkurrenz, Kampf bindet viel Aggression, kann sie sozial nutzbar machen – aber unterstützt und befördert sie auch; etwa einen individualisierten Klassenkrieg, in dem Einzelne um ihren Anteil am gesellschaftlichen Leben kämpfen. Den Frieden auf Erden zu bringen, ist nicht das Ziel. Aber vielleicht einen rationalen Umgang mit der vorhandenen gesellschaftlichen Aggression, als Einsicht in sein eigenes Verhalten.&lt;br /&gt;Kann man „Psychologismus“ nennen – aber ohne die Reflexion des eigenen Verhaltens werden sich wohl auch gesellschaftliche Strukturen nicht verändern.&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-1462128238717921815?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/1462128238717921815/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=1462128238717921815' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1462128238717921815'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1462128238717921815'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2009/02/die-letzten-tage.html' title='DIE LETZTEN TAGE'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-8386035303079085028</id><published>2009-02-16T10:43:00.000Z</published><updated>2009-02-16T10:45:16.309Z</updated><title type='text'>WARNSTREIK</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Ich komme gerade zur Arbeit, als ich gefragt werde, ob ich gehe. Wohin? Zum Warnstreik. Was?? Ja, am Eingang hängt ein Plakat, dass um 12 Warnstreik ist.&lt;br /&gt;Ich bin sauer. Keiner, der sagen kann, worum es geht, keine Ankündigung, nichts. Ich werde nicht hingehen. Die Gewerkschaft, der Betriebsrat hätte genug Zeit gehabt, zu informieren, darüber zu diskutieren.&lt;br /&gt;Die meisten gehen hin, es ist ja ohnehin Pause und Arbeit gibt es gerade auch nicht. Nachher kommen sie mit Pfeifen im Mund zurück. Das ist das einzige Stimmrecht, das ihnen die Gewerkschaft zugesteht. Den Arbeitern oder politisch korrekt „ArbeiterInnen“, liegt das Führerprinzip. Meist aus Ostdiktaturen stammend gibt es ihnen ein vertrautes Gefühl.&lt;br /&gt;- Es geht bei dem Warnstreik um mehr Lohn.&lt;br /&gt;Interessiert mich nicht.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-8386035303079085028?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/8386035303079085028/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=8386035303079085028' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/8386035303079085028'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/8386035303079085028'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2009/02/warnstreik.html' title='WARNSTREIK'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-8998382976356993066</id><published>2009-01-26T20:20:00.001Z</published><updated>2009-01-26T20:29:45.561Z</updated><title type='text'>LANZMANNS SHOA</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;In der &lt;a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/1665045_Eine-Monade-in-Berlin.html"&gt;&lt;span style="color:#666666;"&gt;FR&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; ein verstörendes Interview von Carsten Hueck mit Claude Lanzmann. Dieser meint&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Jüdisches Leben ist in bestimmter Hinsicht wertvoller als je zuvor. Ehud Barak ist sich sehr klar darüber." Lanzmann atmet tief durch. Was denkt er zum Vorwurf der Unverhältnismäßigkeit? "Ohne Bedeutung. Was wäre denn ein stimmiges Verhältnis im Krieg? Ein toter Palästinenser, ein toter Israeli? Zwei tote Palästinenser, zwei tote Israelis? Nein, so geht das nicht. Im Augenblick sind wir in einem Zustand kompletten Wahnsinns. Man will losschlagen, und sofort muss man die so genannte humanitäre Hilfe auf den Weg bringen." Ist ein Frieden mit der Hamas überhaupt denkbar? "Die wollen keinen Frieden. Auch nicht zwei Staaten. Sie haben nur das Ziel, Israel auszuradieren. Sie verschwenden keinen Gedanken an Menschenleben. Genau das Gegenteil der Israelis. Der Hamas ist das Schicksal des Volkes gleichgültig. Während sie schreien, Israelis seien Kindermörder, benutzten sie ihre Kinder als Kamikaze."&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Zweifellos ist Lanzmann maßlos arrogant. Die Frage ist nur, ob er ein Recht dazu hat. Er ist ein Macho übelster Art. Aber das zählt nicht, wenn er in der Sache, die er vertritt, ein Recht hat. Die Shoa ist für ihn Lebensthema, schlimmer noch, seine Entdeckung, geworden. So wie er spricht, ist es ein Blankoscheck für alles.&lt;br /&gt;Ich bin genauso banal wie die anderen Deutschen. Diese wollen einfach gut sein (oder wenigstens nicht im Unrecht sein …). – Wenn das so einfach wäre. Also – banal wie sie – kommt mir das Wort „Versöhnung“ in den Sinn. Aber es ist idiotisch von uns Deutschen, von den Juden zu verlangen, sie sollen sich doch endlich mit uns versöhnen. Merkwürdigerweise – es hat auch kein Deutscher die Juden gebeten, sich doch bitte mit den Deutschen zu versöhnen. Ich kann mich zumindest nicht daran erinnern. Als sich Brandt in Warschau niederkniete, haben sich die Menschen aus dem Milieu, aus dem ich kam, darüber mokiert.&lt;br /&gt;Als Nachgeborener hatte ich es einfacher. Ich bin ich, und nicht verantwortlich, was mein Volk damals getan hat. Das ist die moderne Fassung von individueller Schuld und Verantwortlichkeit. Ich bezweifle inzwischen, ob sie taugt. Die Schuld wirkt weiter, ob ich nun als Individuum Täter war oder nicht. Irgendwie sind die Deutschen in sie verstrickt. Sei es, dass sie sympathisiert haben oder dass sie keinen Widerstand geleistet haben. Die harmloseste Variante erlebt man bei sich selber, wenn Menschen zu Opfern werden, es schwer oder gefährlich ist, ihnen zu helfen und man ihnen für den Opferstatus selber die Schuld gibt.&lt;br /&gt;Der Schuld zu entkommen gibt es neben anderen vor allem zwei Varianten: den  Opportunismus – das ist der Philosemitismus der deutschen Eliten – oder die Projektion. Die Projektion wirft den Schuldvorwurf zurück.  Im Falle Israels ist das leicht. Vielleicht benimmt sich Israel deswegen so arrogant, weil es sich so „normalisiert“, einen aggressiven Kontakt  provoziert, das Spiel von Vorwurf und Gegenvorwurf in Gang setzt. Vielleicht ist paradoxerweise ein Bekenntnis zum Antisemitismus eine Voraussetzung zur Versöhnung. „Ja wir hassen Euch als Juden, weil Ihr im Namen der Juden Verbrechen begeht.“&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-8998382976356993066?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/8998382976356993066/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=8998382976356993066' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/8998382976356993066'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/8998382976356993066'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2009/01/lanzmanns-shoa.html' title='LANZMANNS SHOA'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-335518144095721187</id><published>2009-01-16T19:50:00.002Z</published><updated>2009-01-16T19:54:58.825Z</updated><title type='text'>ANTIFA</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;ist eine Horde elitistischer Jugendlicher, die durch eine billige Antifahaltung moralischen Mehrwert absahnen. Mit „links“ kann man bestenfalls ihre Stellung im deutschen Bürgertum beschreiben. Mit Sozialismus haben sie nichts zu tun. Ein Sozialismus, der nicht von Arbeit – und Arbeitern – ausgeht, ist nur eine Propagandavokabel, mit der man Menschen ködert und täuscht.&lt;br /&gt;Vorwiegend im Osten von Deutschland aktiv, zeigen diese, wie nach dem materiellen Ausverkauf dieses Landstrichs auch der geistige Ausverkauf stattfindet. Da die Demokratie eine Farce ist, begründet auf der Enteignung der Massen und Ersetzung von Autonomie durch die Shows der intelligenten Mittelschicht, verschiebt sich die politische Auseinandersetzung auf Ausgrenzungspolitik. In schwankender und materiell abhängiger Lage, im finanziellen und geistigen Blasenschaum, versucht sich die „Antifa“ durch die Macht und Sichanheften daran zu stabilisieren. So wie sich die pubertäre „Republik“ an die Siegermächte angeheftet hat, so das pubertäre Aggressionsangstgemisch an die vermeintlich moralisch Höherwertigen, in dem Fall die Juden&lt;br /&gt;.&lt;br /&gt;Dabei so scheint mir, werden sie benutzt und teilweise wohl auch bezahlt. Aber wie verträgt sich das mit den Attacken auf Polizei? Mit diesem Aktivismus für die Proteste im durchkorrumpierten Griechenland und ihre Juwelierhändler? Ich staune. Aber vielleicht haben sie die gleichen Gefühle für die Menschen in Gaza wie ich für randalierende Juwelierssöhne.&lt;br /&gt;In der Tagesschau erklärt uns jetzt der Israeli Richard Chaim Schneider die israelische Politik. Ich schalte dann immer auf AlJazeera um und verstehe, worum es geht. Wenn man ein Volk schon nicht ausrotten darf, so soll es wenigstens politisch verschwinden. Barak – in Eigenpropaganda „kein netter Kerl, aber ein Führer“, ein &lt;/span&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ehud_Barak"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;Mörder&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; – will ja „Frieden“. Es soll endlich Ruhe herrschen. &lt;br /&gt;Die deutschen Eliten sind vereint im „Antifaschismus“, also dieser eleganten Lösung, deutsche Schuld mit palästinensischem Land und Leben zu bezahlen. Wie hochmoralisch und überlegen gegenüber diesen bärtigen „Radikalislamisten“, wie unsere Staatspropaganda tönt. Nicht einmal diskutiert werden soll über Gaza, wie der Fall Will zeigt. Wahrscheinlich sind die Menschen nicht reif genug für ihre Demokratie.&lt;br /&gt;So hat der Krieg gegen Gaza auch sein Gutes: Es zeigt, wie die Herrschaftsverhältnisse hier sind und wie der Rassismus, die Verachtung der Menschen anderer Kulturen, offizielle Politik ist. Es zeigt auch, wie damals nach 33 dieser Rassismus die Gesellschaft ergreifen konnte. Heute nicht durch Dekret, sondern über stillschweigende Übereinkommen. Interessant die Nachrichtensprache, interessant wie Steinmeier die perfektere Abriegelung von Gaza anbietet, wie Diskussionssendungen in den Staatsmedien zu Propagandashows degenerieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum rege ich mich darüber auf. Warum nicht über die mehrfache Zahl von Choleratoten in Zimbabwe usw.? Latenter Antisemitismus?  Wäre ich Antisemit, hätte ich 1133 (-13) Gründe mehr bekommen, ein solcher zu sein. Aber es ist diese selbstverständliche und waffenliefernde Solidarität der deutschen Eliten mit Israel gegen die kolonisierten, wehrlosen und vertriebenen Palästinenser, die mich erregt; dieser Rassismus aus Arroganz und Menschenverachtung.&lt;br /&gt;Ich wünsche den Palästinenser Frieden und Gerechtigkeit.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-335518144095721187?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/335518144095721187/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=335518144095721187' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/335518144095721187'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/335518144095721187'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2009/01/antifa.html' title='ANTIFA'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-7000003323897695317</id><published>2009-01-06T16:18:00.002Z</published><updated>2009-01-06T17:59:47.483Z</updated><title type='text'>GAZA</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Der Krieg von Israel gegen Gaza löst bei mir Gefühle von Wut und Ohnmacht aus – eine Frase, die ich derzeit zu präzisieren nicht die Gelegenheit habe. In dem Versuch, eine Stellungnahme zu schreiben, die ohnehin kaum jemand liest, stoße ich auf Schwierigkeiten in mir. Die Sache ist moralisch gesehen ganz einfach: Israel ist ein Staat des organisierten Raubmords. Die Araber, die sich ihrer Vertreibung und der Landnahme widersetzen, werden ermordet. Gaza, in der Bevölkerungsdichte Berlin vergleichbar, ist wirtschaftlich nicht autonom lebensfähig. Es ist ein großzügiges Flüchtlingslager. Daraus ein Manhattan, ein Hongkong oder Singapur zu machen, fehlen die Voraussetzungen – wie sie eben überall in der Welt fehlen. Glücklicherweise.&lt;br /&gt;Was aber hält mich auf der einen Seite ab, dazu Stellung zu nehmen, bewegt mich aber auf der anderen Seite, dazu Stellung nehmen zu wollen? Was sich in Palästina ereignet, ist doch dasselbe, was auch an der Arbeiterklasse bei der ursprünglichen Akkumulation vollzogen worden ist, was sich bei den kolonisierten Völkern abgespielt hat und noch heute, wo Menschen mit Gewalt oder Tricks vertrieben werden.&lt;br /&gt;Der Unterschied bei Gaza liegt in dem antisemitischen „Komplex“, in dem wir uns bewegen. Wie kommt es, dass die deutsche Elite proisraelisch ist, bestenfalls von Frieden faselt? Ist es ihre instinktive Verbundenheit mit Klassenherrschaft, die in abgewandelter Form im Nahen Osten praktiziert wird? Sicher. Aber während andere europäische Regierungen immer noch etwas Distanz waren – die ekelhaften Umarmungen der EU-Repräsentanten mit Livni vergess ich mal –so zeigt sich doch Merkel mit ihrer Schuldzuschreibung an Hamas scheinbar gnadenlos blöd. 20 Tote durch die Kassamraketen, 1200 durch die Israelis in der gleichen Zeit. Das zu übersehen, ist durch mehr bedingt als durch Klasseninstinkt oder Zynismus.&lt;br /&gt;Ich entdecke in mir, wenn ich gegen diesen Block anschreibe, die Angst, als Antisemit denunziert zu werden. Es ist so. dass jeder, der hier in Deutschland nicht proisraelisch ist, als potentieller Nachfolger der Nazis behandelt werden kann. Diese Schuld, die sich die Deutschen aufgeladen hat, zwingt zu Verdrängung oder zur Distanzierung. Die nachfolgende Generation hat anscheinend nur die Chance zu demonstrieren: „Nein, wir hassen die Juden nicht, wir fürchten sie nicht, wir lieben und verehren sie.“ In meiner Jugendzeit war ein Autor für mich allein durch sein Judentum interessanter, verehrenswerter. Nicht immer, dass ich vorher darum wusste. Es ergab sich auf Grund des speziellen Ambiente der jüdischen Literatur und Philosophie: das Individuum in einem kritischen und gebrochenen Verhältnis zu seiner sozialen Umgebung. Und so schätzte ich hoch ein: Freud, Neumann, Parin, Adorno, Horkheimer, Marcuse, Marx, Kafka, Döblin, Zweig, Mahler usw. usw.&lt;br /&gt;Es war also nicht nur dieser geheime Versuch, sich der Schuldfrage zu entledigen, was mich in diese Richtung führte, sondern auch ein ähnliches Lebensgefühl. Damals war ich aus der mir bis dahin eminent wichtigen Religion ausgetreten und befand mich in einer kulturell isolierten Lage.&lt;br /&gt;Heute denke ich, dass ich falschen Vorbildern aufgehockt bin. Die realen Probleme der Arbeiterklasse, beschreibbar durch Klassengesellschaft, Demütigung in Arbeit, gesellschaftliche Beherrschung durch Marktkapitalismus, Medien und Intelligenz, und wie sie sich daraus lösen kann, werden durch sie nicht gelöst. Ihre Methode ist die individuelle Emanzipation, etwas, was einer Arbeiterklasse insgesamt nicht möglich ist, eine bürgerliche Sackgasse.&lt;br /&gt;Das andere Problem der Auseinandersetzung mit der deutschen Schuld besteht darin, dass der Faschismus, dem ja auch ein Teil der Arbeiterklasse folgte, nicht nur eine moralisch zu beseitigende Erscheinung ist, sondern es gilt, seine berechtigten Ursachen zu begreifen - also die Bedeutung der Gemeinschaft und Gesellschaft für das individuelle Handeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie kommt es nun, dass eine Kritik Israels in Verbindung mit diesem Schuldkomplex eine solche Angst erzeugt? Die psychoanalytischen Antisemitismustheorien verankern diese Angst im Unbewussten. Auf die Juden wird die eigene Aggression projiziert und kehrt als Gefahrenangst wieder ins Bewusstsein. Aber ich denke, dass diese „Realangst“, in der die Juden Kindermörder, Brunnenvergifter usw. sind, immer eine durchsichtig demagogisch geschürte war.&lt;br /&gt;Wenn ich vor den Juden Angst habe, dann im Zusammenhang mit dem Holocaust. Dieser verlangt Rache und Gerechtigkeit. Eine Gerechtigkeit durch Gericht ist nicht möglich, teilweise weil die Massenmörder entkommen sind, die Schuldfrage nicht klärbar ist, ein Mord nie gesühnt werden kann. Es der Gerechtigkeit eines Gottes zu überlassen, bleibt real folgenlos. Sühne und Rache wie auch immer stehen noch aus.&lt;br /&gt;Der Kalte Krieg hat die Fantasie der Auslöschung Deutschlands enthalten. Das wäre eine adäquate Rache gewesen. Seit 1989 hat sich die Situation verändert. Die Rache muss eine andere Richtung annehmen. Jetzt tritt der Plan von Großisrael in Kraft; die allmähliche Einverleibung von Syrien, Jordanien, Libanon, zuerst durch die Armee, dann durch Siedler, dann endgültige Annektion. Die Friedensabkommen haben nur das Ziel, die Weltöffentlichkeit zu täuschen und Waffen vom Westen zu bekommen. Nützliche Idioten wie Merkel usw.spielen brav mit. Die auf dem Gebiet lebenden Palästinenser werden in Ghettos untergebracht, schändlicherweise - so die Meinung von Antideutschen – am Leben gehalten von UNO.&lt;br /&gt;Was kommt nach Großisrael? Die Rachsucht verselbständigt sich und wird nie ein Ende finden. Auch wenn sich die mehrfache Zahl von Deutschen zu den Toten von Auschwitz legt.&lt;br /&gt;Ein Hauptmoment in der Konstruktion des Antisemitismus spielt die Übernahme der christlichen Religion durch den Westen. Weniger weil das paulinische Christentum, als was es sich durchgesetzt hat, selber antijüdisch war („die Synagoge des Satans“), sondern weil es das in ihm enthaltene jüdische Erbe verraten hat. Nicht nur dass der jüdische Gott allein der des Volkes Israel, seines auserwählten Volkes, war und sonst keines anderen. Es war – jeder Christ muss das wissen – die Intention von Jesus, nicht ein Jota des jüdischen „Gesetzes“ zu verändern.&lt;br /&gt;So hat sich der Westen eine Religion angeeignet, die er sich vorher aufklärerisch vernünftig zurechtgelegt hat – dazu bieten die Evangelien ja viel Material. Aber er hat sich bei der „Bekehrung“ nicht von dem gefährlichen und dogmatischen Kern der jüdischen Religion trennen können: der Auserwähltheit, der Rachsucht, den Dogmen, dem Opfer, dem Antihumanismus. Diese Bestandteile kehren als Antisemitismus wieder.&lt;br /&gt;Es sind gerade die Juden, die sich von ihrer Religion getrennt haben, die etwa wie Freud einen neuen Humanismus begründet haben, die den Schritt aus der Gewissheit und Geborgenheit der Ethnie in eine neue Welt gegangen sind. Dass ihr Modell für die Weltpolitik folgenlos blieb, dass sich solche Monster ausbreiten können, hätten sie nicht erwartet, außer im Spiel der Fantasie und der Alpträume.&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-7000003323897695317?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/7000003323897695317/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=7000003323897695317' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7000003323897695317'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7000003323897695317'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2009/01/gaza.html' title='GAZA'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-7385858044384039549</id><published>2008-12-29T20:43:00.001Z</published><updated>2008-12-29T20:45:36.399Z</updated><title type='text'>DAS ELEND DER RELIGION</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Saisonal wiederkehrend wird jetzt wieder die Bibel angepriesen, „Gottes Wort“ – welche Blasphemie! Diese Weisheit! Dieser Reichtum menschlicher Seele! Diese „berauschenden Bilder“! Diese durch Jahrhunderte oder Jahrtausende gefüllte menschliche Erfahrung und Empfindung!&lt;br /&gt;Es mag zwar sein, dass die Bibel auch menschliche Erfahrung, menschliche Empfindungen aufnimmt, elementare Fragen sozialer Beziehungen anspricht, aber das geschieht in der Regel in einem moralisierenden und die Gesellschaft nicht reflektierenden Zusammenhang.&lt;br /&gt;Die Moral, die ich auch hier in diesem Blog immer wieder benutze – sei es in Bewertungen, Flüchen oder Charakterisierungen -, ist nicht in der Lage ein neues Verhalten dauerhaft zu begründen. Wo ein guter Wille ist, da ist auch ständig Willensschwäche. Moral ist ein Messinstrument von sozialem Verhalten, nicht mehr.&lt;br /&gt;Aber die christliche Gewohnheit, soziale Beziehungen auf individuelle Moral und Einstellungen zu reduzieren, wie man sie jetzt in den Predigten hört - Anstand, soziale Verantwortung, Gier, Vergötzung des Geldes, Schwarzmalerei, Fürchteteuchnicht, Zuversicht usw. -, ignoriert bewusst die Zuständigkeit demokratischer Institutionen. Wird es dem Appell, dem freien guten oder bösen Willen und Glauben oder gar der ominösen „Liebe“ überlassen, was sozial gerecht ist, dann hört Demokratie auf und fängt Bürgertum an. Was gerecht ist, braucht öffentliche und allgemeine Diskussion. Nicht den Rückzug auf individuelle Beliebigkeit, das Reich bürgerlicher Freiheit. Die Zwei-Reiche-Lehre begründet das christliche Bürgertum.&lt;br /&gt;Deswegen ist auch Religion unfähig, die Probleme der Zukunft anzugehen. Wir finden keine Antworten darauf, wie die neuen Produktionsverhältnisse aussehen sollen, die zu einer neuen Gerechtigkeit führen könnten. Diese Frage wird auf Caritas oder Sozialstaat reduziert und perpetuiert so die Ungleichheit.&lt;br /&gt;Genauso Probleme der ökologischen Produktion, der Geburtenkotrolle usw. usf. Die Kirchen schwimmen mit ihrer Moral im Sumpf der Tradition, sind nicht zukunftsfähig, unfähig die menschlichen Probleme zu lösen.&lt;br /&gt;Ganz schlimm wird es beim Umgang mit der Wahrheit. Wer vor die menschliche Realität die Frohbotschaft setzt, ist nicht in der Lage, sich selber und andere zu verstehen.&lt;br /&gt;Saramago &lt;/span&gt;&lt;a href="http://cuaderno.josesaramago.org/2008/12/25/cena"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;schrieb&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; – wie er meint leider zur Freude der Theologen: “Dios es el silencio del universo, y el hombre el grito que da sentido a ese silencio”. "Gott ist das Schweigen des Universums und der Mensch der Schrei, der diesem Schweigen Sinn gibt.“ Aber die Zuversicht gebenden Schriften und Predigten wollen dieses Schweigen nur zumüllen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie würde ein Gott, der auf die Erde käme, in Erscheinung treten? Er müsste sich wohl oder übel an die Gottheitserwartungen der Menschen anpassen: Wunder, Weisheit, vielleicht Wahrheit, sonst würde ihm die Göttlichkeit nicht abgenommen werden. Wenn Gott aber nur die menschlichen Erwartungen spiegeln darf, um Glauben zu bewirken, dann ist er nur Spiegel und Projektionsfläche des jeweils historisch geformten menschlichen Denkens und was Gott wohl sagen würde, das müssen wir selber denken.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-7385858044384039549?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/7385858044384039549/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=7385858044384039549' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7385858044384039549'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7385858044384039549'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/12/das-elend-der-religion.html' title='DAS ELEND DER RELIGION'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-312760884171765831</id><published>2008-12-26T15:53:00.001Z</published><updated>2008-12-26T15:55:07.254Z</updated><title type='text'>WEIHNACHTSFEIER</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Jedes Jahr gibt es eine Feier mit Essen und Besichtigung einer anderen Firma im gleichen Bereich. Keine schlechte Idee. Während ich die ersten Jahre gar nicht hinging, das letzte Mal nur kurz blieb, war es diesmal sozusagen das letzte Abendmahl, das ich nicht versäumen konnte. Und ein solches letztes Abendmahl war es dann auch. In der Mitte der Chef, daneben Vorarbeiterin und der Techniker. Ich wie Judas ganz außen. Ausnahmsweise sind heute auch alle Männer da. Sonst waren es nur der Vorarbeiter, der jetzt ja weg ist, und der Schwarze, ein treuer Diener seines Herrn.&lt;br /&gt;Woran es liegt, dass die Männer immer in Opposition zum Chef sind? Einmal liegt es wohl daran, dass die Frauen in der Mehrzahl sind, 70% ausmachen, ihm gegenüber sehr loyal sind, ihn teilweise sogar idealisieren. Dann aber auch an dem arroganten und unkommunikativen Verhalten des Chefs gegenüber den Männern, die ihm gegenüber zwar Konkurrenzverhalten zeigen, aber als relativ unqualifizierte Ausländer nicht das Wasser reichen können. Andererseits steht er schon durch seine Position, für den wirtschaftlichen Ablauf der Abteilung zu sorgen, im Gegensatz zu den „Mit“-Arbeitern. Auch wenn er diese Funktion nur lasch ausfüllt.&lt;br /&gt;Ich komm – einem Radfahrer natürlich verzeihbar – zu spät. Alle sind schon versammelt – fleißige Arbeiter - und ich hab die Wahl mich entweder zum Schwarzen oder zum Neuen zu setzen. Da ich mit dem Schwarzen wegen seiner politischen Naivität und Sklavenmentalität cross bin, setze ich neben den Neuen – und meinen schlimmsten Feinden gegenüber. (Immerhin sorgen sie mit ihrer Faulheit, dass wir anderen immer genug Arbeit haben. Insofern habe ich auch Sympathie für ihr Verhalten.) Meine Versuche, mit dem Neuen zu reden – ich will wissen, was er denn vorher so alles gemacht hat – scheitern. Würde er sich nicht zu einem kleinen Mäuschen von der Logistikabteilung zudrehen, die immer darüber jammert, wie viel mehr sie jedes Jahr arbeiten müsse ….[was, wie ich den Zahlen entnehme, nicht stimmt], ich nicht so interpretiere, dass ich als aussätzig behandelt werde.&lt;br /&gt;Ein richtiges Thema kommt nicht auf. Die Strategie des Abwartens und Schweigens ist die vorherrschende Strategie. Bei der Arbeit sind wir fast nur noch durch den technischen Ablauf miteinander verbunden. Mehr als Zweierkontakte gibt es nicht.&lt;br /&gt;Es holpert sich also durch Getränkebestellung, Essensbestellung, - endlich Salat. Ich habe schon zuhause gegessen (und gekocht) und kann so gesättigt seinen Verzehr genügend in die Länge ziehen. Fotos werden dann herumgereicht, Blätter einer letzten Abschiedsfeier, die mich über die Peinlichkeit des Abends herüberretten: ein Spiel ist angesagt. Irgendeine Tante einer anderen Abteilung, die ich nicht kenne, hat sich etwas ausgedacht. Sie liest einen Text vor. 12 Leute haben sich vor ihr in einer zugewiesenen Rolle auf einen Stuhl zu setzen und immer dann, wenn von ihrer Rolle die Rede ist, aufzustehen und den Stuhl zu umkreisen. Das ist für den Rest des Publikums sehr lustig und wird dankbar belacht. Ich vertiefe mich während der Zeit in ein keltisches Baumhoroskop. Danach verzehr ich – es war das billigste Menü – in kleinen Schnitten und Bissen ein paniertes Schweineschnitzel, glutamatgeschwängert. Schließlich das Dessert, Eis mit ranziger Sahne. Mir ist übel, ich habe Kopfschmerzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In mir ein schlechtes Gefühl, wie ich mich so absondere und ich erwarte keine Freundlichkeiten an den nächsten Tagen. Aber seltsamerweise wird es mir großzügig verziehen. Keiner, der zu mir unfreundlicher ist. Ich frage auch nicht nach, wie lange sie noch zusammenhockten – ich will die Sache als Thema abgehakt haben. Was verbindet uns?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-312760884171765831?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/312760884171765831/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=312760884171765831' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/312760884171765831'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/312760884171765831'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/12/weihnachtsfeier.html' title='WEIHNACHTSFEIER'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-934792927916333162</id><published>2008-12-16T09:37:00.001Z</published><updated>2008-12-16T09:40:38.157Z</updated><title type='text'>FINANZKRISE – KRISE DER LINKEN</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Die Umfragewerte der Linken stagnieren jetzt oder sinken. In der Krise kann man sich Attacken auf die herrschenden Zustände nicht mehr leisten. Es geht um die Wurst, man muss realistisch bleiben.&lt;br /&gt;Linke Haltungen outen sich als Teil des Konsumkapitalismus. Ohne florierende Warenproduktion keine Geschenke für HartzIVler. Wenn die Sozialarbeiterlinke und Mittelschicht Angst um ihre Existenz haben muss, dann kann man sich den Luxus egalitärer Gesinnungen nicht mehr teilen. Wenn es ernst wird, sollen die (Markt)-Wirtschaftler die Krise meistern.&lt;br /&gt;Die Linke, als Partei oder Gesinnung, kommt in diese absurde Lage dadurch, dass sie die &lt;strong&gt;Verteilung &lt;/strong&gt;zum politischen Zentrum macht, nicht aber die Produktion.&lt;br /&gt;Typisch etwa eine Diskussion bei der Will. Sie lädt die Ditfurth ein, um für den nötigen theatralischen Effekt zu sorgen. Vielleicht will sie einfach nur demonstrieren, wie lächerlich die Linke ist. Oder vielleicht hat sie tatsächlich Sympathien für die Linke, oder hält eine antikapitalistische Argumentation jetzt für zumindest naheliegend. Wie auch immer. Es kommt wie es kommen muss. Eine arrogante und phrasenhafte, auf ihre Person bezogene und sachlich argumentationsunfähige Ditfurth macht die Diskussion noch ergebnisloser. The show was good but the money was little, hätte Muhammed Ali gesagt. Die Show war gut, aber Ertrag fast null.&lt;br /&gt;Das Problem ist die Verhaftetheit der Linken - auch wenn sie sich radikal gibt wie die allein Recht habende Ditfurth - mit dem Warenreichtum des Kapitalismus, ihre Fixierung auf die Verteilung. - „Verstaatlichung“ der Banken, fordert sie und wirkt dabei nur peinlich – die Banken in die Händen von Glos und Öttinger? Bekanntlich fängt ja auch Marxens Kapital mit diesem „Reichtum“ an. Seine Versuche, das als falsches Bewusstsein zu entschleiern, scheitern allerdings, da er auf der verbalen Ebene bleibt oder in der politischen Sackgasse der Machtergreifung endet. Einen &lt;strong&gt;Werkzeugkasten für den Sozialismus&lt;/strong&gt; zu sortieren, etwa wie es die GIC mit ihren „Grundprinzipien kommunistischer Produktion und Verteilung“ wie auch immer unzulänglich versucht hat, oder wie es Alfred Sohn-Rethel eben leider nur angedacht hat, das ist dem (bürgerlichen?) Marx nicht in den Sinn gekommen. Macht ja die Geschichte.&lt;br /&gt;Aber an diesem Fernsehabend hätte die Ditfurth ja ganz einfach anfangen können, mit:&lt;br /&gt;-         Priorität politisch kontrollierter nationaler Kreisläufe und Kontrolle der internationalen Tauschprozesse (oder ist das schon „Antisemitismus“?)&lt;br /&gt;-         Zwangsbewirtschaftung der Ressourcen Energie, Land, Rohstoffe&lt;br /&gt;-         Nachhaltige ökologische und demokratische Produktion&lt;br /&gt;-         Umverteilung von Arbeit und Bildung, Einkommen und Besitz.&lt;br /&gt;„Ganz einfach“? Aber zumindest Tabus brechen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-934792927916333162?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/934792927916333162/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=934792927916333162' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/934792927916333162'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/934792927916333162'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/12/finanzkrise-krise-der-linken.html' title='FINANZKRISE – KRISE DER LINKEN'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-4017740157609722705</id><published>2008-12-07T09:50:00.000Z</published><updated>2008-12-07T09:52:44.606Z</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; KAPITALISTISCHES WACHSTUM OHNE UMWELTZERSTÖRUNG?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Linken sind jetzt die Konjunkturtheoretiker aktiv. Man müsse nur durch höhere Staatsausgaben die Kreisläufe wieder in Bewegung bringen. &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.ftd.de/meinung/kommentare/:Gastkommentar-Heiner-Flassbeck-Wann-kommt-die-Konjunktur-Kavallerie/447358.html?mode=print"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;Flassbeck&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; etwa meint, nun wären Gelder zu investieren in die öffentliche  „Infrastruktur, die in einem erbarmungswürdigen Zustand ist, im Bereich des Umweltschutzes und bei der Bildung.“ Worauf logisch folge: „Neu eingestellte Lehrer und besser ausgelastete Bauhandwerker kaufen auch wieder Autos.“&lt;br /&gt;Die Logik, dass über Staatsverschuldung Kreisläufe aktiviert werden, verstehe ich. Ich verstehe auch, dass Staatsschulden an sich kein Problem sind, solange damit ein Mehrprodukt erarbeitet wird. Aber geht das ohne mehr natürliche Ressourcen zu verbrauchen?&lt;br /&gt;Oder woher kommt der Mehrwert, der eine Investition von Kapital profitabel machen soll? Doch nur davon, dass mit Hilfe von Mehrarbeit mehr Kapital umgeschlagen wird. Am Ende hat dieses Mehr immer einen stofflichen Charakter. Diese Entwicklung ist abenteuerlich und destruktiv.&lt;br /&gt;Oder muss man annehmen, die Mehrwertschöpfung läuft über Dienstleistungen? Die Geldkreisläufe werden also erweitert. In den Kreislauf von Kapital – Ware – Lohn – Profit werden nun noch Dienstleistungen eingefügt. Also Kindergarten, Nachhilfe, Putzfrau, Fitnesstrainer usw. Ohne dass stofflich mehr produziert wird. Das hat tatsächlich stattgefunden. Statt zuhause isst man im Restaurant. Die Menge des Essens ist die gleiche …, es kostet zwar vielfach mehr, aber der Lohn ist auch gestiegen. Die Löhne sind dank der gewachsenen Produktivität durch Ölökonomie und der Exporte gestiegen. Das Mehrprodukt insgesamt geht zwar zu einem Großteil als deutscher Geldbesitz ins Ausland, etwa zu den LehmanBrothers, aber ein Teil wenigstens kommt in der Form von mehr Konsumprodukten allen zugute. Also der Lehrer kauft sich ein drittes Auto, vielleicht sogar ein Ökomobil.&lt;br /&gt;Wie ein Kapitalwachstum – ohne die Aussicht darauf keine Investition – möglich sein soll, ohne stofflichen Mehrverbrauch von Rohstoff- und Energieressourcen, Landschaftsverbrauch, Umweltzerstörung, Ausbeutung der dritten Welt, das erschließt sich mir nicht.&lt;br /&gt;Jetzt sollen die Schulen neu angestrichen werden, so propagiert die Tagesschau gestern – hässliche Schulen gibt es ja massenweise. Was bedeutet das anders als Verbrauch von mehr Chemikalien? Nun ließe sich ein Modell durchspielen, dass Schulen umweltfreundlich aus Lehm und Holz gebaut werden. Die Bauarbeiter und Schüler würden Fleisch aus umweltfreundlicher Produktion essen, ohne Sojaverbrauch etc. – Schnell wären dann die Begrenztheit der Ressourcen klar: der energieabhängige Nitratdünger, die begrenzten Phosphorreserven usw. Am Ende wäre eine Einschränkung des Verbrauchs notwendig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es sind immer verschiedene Linien, über die dieses Wachstum ohne Ressourcenverbrauch möglich sein soll. Da wäre ein Thema die intelligente Produktion, etwa im Bereich des Recycling von Abwärme, der Ökonomie von Ressourcen. Aber das sind vorübergehende Extraprofite, die wenn sie sich allgemein durchgesetzt haben, wieder vom Konkurrenzsystem annulliert werden. Das Ende vom Lied ist immer: mehr Lohn/ Profit, mehr Ressourcen.&lt;br /&gt;Oder wir cleveren Deutsche produzieren nur noch Wissenswaren, also Technologien und verkaufen die ins Ausland. Bei uns bleibt alles sauber, kein CO2 durch Produktion – dafür die kilometerdicke Smogschicht über Asien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einer Diskussion im DLF höre ich Butterwege, einen eloquenten Antiarmutslinken, derart: der Kuchen, der verteilt werden kann, wird durch eine steigende Produktivität immer größer. Man muss nur durch entsprechende Konjunkturprogramme die Kreisläufe in Gang halten.&lt;br /&gt;Das mag zwar eine in Konkurrenz zum Privatkapitalismus stehende Argumentation zwar kurzfristig bestechende Argumentation sein, doch für die, die darüber nachdenken, und die durch ihre Arbeit wissen, was die Dinge Mühe kosten, ist es nur eine rhetorische Finte, die linke Politik unglaubwürdig macht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich hat die Finanzkrise das Elend des linken Keynesianismus gezeigt. Denn die USA haben es richtig gemacht: öffentliche Schulden aufnehmen für Rüstungsproduktion, Geldschöpfung durch private Banken durch Liberalisierung – der Privatsektor hat die Funktion des Staats im keynesianischen System durch die Liberalisierung mit übernommen. Und es war nur ein kleiner Anstieg des Ölpreises mit den Folgen sinkender Autonachfrage, mehr Arbeitslose, Hypothekenzusamenbruch, der alles zusammenbrechen ließ. Und was lernt die Linke daraus? Mehr produzieren, mehr konsumieren. –&lt;br /&gt;Änderung der &lt;em&gt;Produktionsverhältnisse&lt;/em&gt;? Was ist &lt;em&gt;das&lt;/em&gt;? &lt;em&gt;War&lt;/em&gt; da mal was?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-4017740157609722705?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/4017740157609722705/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=4017740157609722705' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/4017740157609722705'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/4017740157609722705'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/12/kapitalistisches-wachstum-ohne.html' title=''/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-6430278679865201801</id><published>2008-11-29T09:24:00.001Z</published><updated>2008-11-29T09:27:52.701Z</updated><title type='text'>DIE KLOOROLLE</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Wie schon oft hängt im Kloo eine leere Rolle. Wie üblich fluche ich vor mich hin: diese faulen Schweine usw. Frage mich, wie kommt es zu diesem asozialen Verhalten? Es geht übrigens von oben nach unten. Da ist der Chef – immerhin ein Diplom Ingenieur wenn auch von lokalem Kolorit –, der große Stapel von vollkommen sinnlosen Computerausdrucken produziert – da sind die „Mit“-Arbeiter, die beim Händewaschen gleich packenweise Papierservietten verbrauchen. Ist es ein typisch männliches Dominanzverhalten derart, dass wer mehr verbraucht auch desto höher in der sozialen Hierarchie sich einordnen kann? Ist es Bewusstlosigkeit darüber, dass man damit die Welt kaputtmacht? Oder die Abneigung gegen kleinliche und geizige Sparsamkeit, die die Wahrnehmung solcher bekannter Tatsachen erst gar nicht zulässt? Oder ist es eine Gleichgültigkeit gegenüber einer Natur, die zugegeben in der Form der ökonomisch militarisierten Wälder ohnehin ihren Naturcharakter verloren hat? Oder ist dieses antiökonomische Denken Ausdruck des Widerwillens gegen Kindheitserfahrung, die noch von solchen Prinzipien durchherrscht gewesen sein mag?&lt;br /&gt;Wie auch immer – wie sollen solche Menschen, denen der Gedanke an den nächsten fremd ist, geschweige denn an die nächste Generation – etwas für Sozialismus übrig haben?&lt;br /&gt;Jetzt kann ich mir folgende Lösung bereit legen: Es ist der Kapitalismus, der die Menschen zu diesem Denken, nur um sich selbst zu sorgen, bringt. Es mag sein, dass das Unterlassen von öffentlichem Durchsetzen von sozialen Normen, von Ermahnungen, Hinweisen, Warnungen, der fehlende soziale Druck, sei es in Erziehung, sei es sonst im öffentlichen Raum, das Bewusstsein der Menschen um die sozialen Folgen ihres Verhaltens verkümmern lässt. Oder auch, dass die Glorifizierung der individuellen Freiheit -  das Denken nur in Wertform, individuellen Kostengrößen – die Menschen in einen vorkulturellen Zustand der gegenseitigen Rücksichtslosigkeit bringt. Oder ist es die Tatsache, dass der Kapitalismus den Einzelnen in das Gefühl permanenter Not und Existenzkampfs bringt und die Gedanken an das Schicksal anderer verkümmern lässt. Oder erzeugt der Kapitalismus ein permanentes Gefühl von individueller Benachteiligung, das zur Wahrnehmung des eigenen Vorteils bis hin zur Rache für erlittenes Unrecht drängt.&lt;br /&gt;Freud wird als Konservativer etc. abgetan, weil er in der patriarchalen Familie das Idealmodell des menschlichen Zusammenlebens sah, kulturell geformt durch die Triangulation im Ödipuskomplex, Triebkontrolle als Ideal. Dagegen wird von Guattari, Deleuze der Antiödipus mit seinen kleinen Wunschmaschinen gepriesen, eigentlich ein Autist, der sich konsumistisch abkoppelt und verbindet, so wie es ihm eben gerade passt. Und dann haben wir noch diese schweißige kleinbürgerliche DDR hinter uns mit ihren permanenten Appellen und Zurechtweisungen. – Mit ständigem Umkippen in den Zwang, beginnend mit Appellen endend im Gefängnis.&lt;br /&gt;Gedanken, Gedanken.&lt;br /&gt;Ich wechsle die Kloorolle und frage mich, wo das wohl hingeht. Soziologisch zumindest nicht uninteressant. Vielleicht haben sich alle „Reaktionäre“ die gleichen Gedanken gemacht, um sich ihr politisch und ökonomisches opportunes misanthropisches Menschenbild zurechtzulegen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-6430278679865201801?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/6430278679865201801/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=6430278679865201801' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/6430278679865201801'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/6430278679865201801'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/11/die-kloorolle.html' title='DIE KLOOROLLE'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-6865438211225182274</id><published>2008-11-21T07:31:00.000Z</published><updated>2008-11-21T07:32:49.979Z</updated><title type='text'>OPEL</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Auch mein Senf dazu. Wie sagen taz und Lambsdorff? Lasst doch die Kunden entscheiden. Warum nicht einfach kaputt gehen lassen. Wozu umweltfreundliche Autos, wenn die Kunden BMW und Mercedes wollen? Dear Lord!&lt;br /&gt;Kaputt gehen lassen. Ok. Aber dann schon Alternativen. Zunächst der Gedanke, dass sich alles ändern muss: Energieverbrauch, regionale Produktion, Schluss mit dem Konkurrenzsystem, statt der alten Mittelschicht eine neue Intelligenz, die die gesamte Gesellschaft und die Produktion denkt, neue Schulen, weg mit diesem Schmuddeljournalismus von öffentlichem Theater, dafür Informationen, Nachdenken über ein produktives Zusammenleben, demokratische Kultur, Einbeziehen aller, anstelle globaler Abhängigkeiten und der Angeberei mit Weltbürgertum (Nike, Adidas und bürgerliche Großkotzigkeit), die Reduktion wenn es sein muss auf face-to-face-Genossenschaften, Intelligenz, die auf Autonomie in der Produktion setzt.&lt;br /&gt;Und wenn das nicht alles geht und zu radikal ist, dann die Politisierung der Märkte: was wird importiert, was nicht, was wird produziert, ABSCHOTTUNG – SUPER!!!&lt;br /&gt;Nicht nur Demokratisierung und demokratische Entscheidung, sondern auch demokratische Verantwortung: Wenn ich unbedingt ein Auto haben will, dann muss ich auch ans Fließband und die Schäden bezahlen, die ich damit welt- und generationenweit verursache. VERANTWORTUNG, diese Worthülse, theatralischer CDU-Jargon, mit dem sich die Eliten schmücken und ihre tatsächliche Verantwortungslosigkeit – die Arbeit und den Dreck anderen überlassend – bemänteln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ist realistisch? Leben ist doch nur noch eine soap, organisiert in Begriffen modischer Klischees ohne Bewusstsein in welchen Strukturen die Menschen stecken; nämlich die der Verwertung, große Konzerne im Finanzgeflecht, Rohstoffabhängigkeiten und Rohstoffproblemen, Die Verdünnung des Lebenssinns auf Arbeitshetze und Konsum, die Zerstörung von Autonomie zu Gunsten Einkaufsidentität, Eindimensionalität, historischer Dummheit und Bewusstlosigkeit, - „Leben im Hier und Jetzt“ - Glaube an Konsum, das „Bekommen“, Leben eine Wiederkehr von Weihnachten und gut versorgt sein durch das System, das Wohlfühl- und Wellnessleben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Quo vadis System? Patches, noch mehr Intelligenz zur Systemerhaltung – Finanzkontrolle, Bankenaufsicht, Ratingagenturen, Staatsinterventionen zur Belebung des Marktes – und noch mehr Intelligenz zur Selbsterhaltung – neue Geschäftchen machen, neue Produktvarianten, neue Services, noch mehr Spezialisierung, neue Märkte überall, neue Tricks um an Staatsknete zu kommen, um am Geld- und Warenstrom etwas ohne Arbeit abzweigen zu können, denn die produktive Arbeit ist ja vom Kapital beherrscht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-6865438211225182274?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/6865438211225182274/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=6865438211225182274' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/6865438211225182274'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/6865438211225182274'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/11/opel.html' title='OPEL'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-1030168830409177411</id><published>2008-11-16T17:56:00.001Z</published><updated>2008-11-16T17:58:29.761Z</updated><title type='text'>BEERDIGUNG IM HINTERLAND</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Eine entfernte Verwandte in einem Dorf, in dem ich 10 Jahre gelebt habe, ist an Krebs gestorben. Ich radle die 60 Kilometer hin. Komme nach Umziehen in trauergemäße Kleidung im Wald eine Viertelstunde zu spät zum Requiem. Die Kirche ist bis zur Pforte gefüllt. Der Pfarrer spricht gerade über Heiligkeit, zitiert Hildegard Knef und dass auch die Tote nun zu den ungenannten Heiligen gehört. Ich stehe eingeklemmt im Eingang und kann die seit meinem Austritt vor 40 Jahren geänderten Gebete nicht mitbeten, kenne das Auf und Ab von Sitzen, Knien, Stehen nicht mehr, weiß nicht, wo das Kreuz geschlagen wird und wie die Hände gehalten werden. Die paar Hundert um mich wissen das alles. Ich kann keine bekannten Gesichter erkennen, sehe nur diese merkwürdige Uniformität von Menschen. Nicht nur das von Trauerschwarz, auch die der Körperformen: stämmige untersetzte Typen und einige wenige hagere Große. Die Gesichter, wie man sie von mittelalterlichen Bildern kennt; mit den Zeichen von Arbeit und Anstrengung, Gesichtsausdruck exzessiver Charaktere. Alle überformt vom Ritual, denen der Kirche und wie man es richtig macht. Da redet während der Beerdigung kein Mensch, stumm und geduldig bewegt sich die Schlange am Grab vorbei. Ich stehe mit meinem kleinen Rucksack zwischen den Beinen da wie ein weißer Rabe und versuche ihn zu verstecken.&lt;br /&gt;Durch eine unsichtbare Regie geleitet ziehen nacheinander in hierarchischer Ordnung die verschiedenen Gruppen von Verwandten am Sarg vorbei. Als dann alles vorüber ist und sich die Menge aufgelöst hat, wird dann wenig zeremoniös der Sarg versenkt, so als wäre es eine jetzt die überflüssige Staffage eines Theaterstücks.&lt;br /&gt;Die Autos rauschen wieder davon und das Dorf ist wieder im modernen Schlafzustand. Immer wenn ich hier durchkomme steht mein Eindruck davon in vollem Kontrast zu der Erfahrung meiner Kindheit. Damals waren die Straßen voll mit Leben: Kuhherden, Handwerker, die draußen arbeiten, Kinder, die springen und hüpfen, Fahrzeuge auf dem Weg vom oder zum Feld. Davon heute nichts mehr. Die Schulen sind außerhalb, die Bauernhöfe auf wenige reduziert und außerhalb des Dorfes angesiedelt – Agglomerationen von Maschinen und Silos. Gearbeitet wird irgendwo im Umkreis der nächsten 50 Kilometer. Der Ort ist zum Schlafdorf verkommen. Die ökonomische Basis für Heimatbezug ist weggebrochen und nun suchen die Einwohner nach Identität in örtlichen Vereinen, Partykneipen, auch in Ritualen. Die Menschen arbeiten zwar in anderen sozialen Zusammenhängen, aber der Mythos des Dorflebens hat sich gehalten, vielleicht sogar verstärkt. Ich fühle mich dem gegenüber wie ein Verräter. Die Kirche hat ihre Position mindestens bei den Älteren gehalten, musste aber dabei ihre aggressive Dominanz aufgeben und sich tolerant geben. Zumindest erscheint sie mir toleranter und aufgeklärter als die Menschen, deren Gewissheiten und Bräuche sie beherbergt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-1030168830409177411?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/1030168830409177411/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=1030168830409177411' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1030168830409177411'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1030168830409177411'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/11/beerdigung-im-hinterland.html' title='BEERDIGUNG IM HINTERLAND'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-5398485289184130042</id><published>2008-11-12T09:56:00.003Z</published><updated>2008-11-13T06:44:52.433Z</updated><title type='text'>KONJUNKTUR RETTEN</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Die exportabhängige Autoindustrie bricht ein. Ein Teil steigt auf das Fahrrad um, ein anderer auf billigere Fahrzeuge, ein anderer verschiebt den Kauf. Gute Zeiten für die Umwelt. Wir machen Fortschritte.&lt;br /&gt;Statt nun neue Verkehrskonzepte zu entwickeln, neue Modelle von Arbeitszeitverkürzung, soll der alte Laden weiterlaufen. Jedes Jahr mehr Autos, mehr Energieverbrauch, mehr Einkommen (für die Mittelklasse). Also vorwärts in die Krise. Verschrottungsprämien, Kfz-Steuersenkung …&lt;br /&gt;Die Linke bleibt bedeutungslos, da ohne Alternative. Um sich links geben zu können, braucht sie den Kapitalismus. „Negatorische Politik“, bloß keine Utopie. Schon gar nicht in Diskurs treten mit Menschen, denen nicht nach Palaver, sondern nach Handeln ist. (&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=24843"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;Der Neoliberalismus ist tot- Es lebe der Kapitalismus!&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;). Statt dessen antikapitalistisches und antifaschistisches Blablabla.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-5398485289184130042?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/5398485289184130042/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=5398485289184130042' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/5398485289184130042'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/5398485289184130042'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/11/konjnktur-rettten.html' title='KONJUNKTUR RETTEN'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-7285440244893159861</id><published>2008-11-03T20:02:00.000Z</published><updated>2008-11-03T20:04:26.446Z</updated><title type='text'>MEIN VATER?</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;In einer Zeitung sehe ich ein Bild von 1944, auf dem von deutschen Soldaten ein Mann bewacht wird, der dann später als Partisan hingerichtet wird. Einer der Soldaten könnte mein Vater sein. Ich vergleiche Fotos von ihm im Krieg mit dem Bild: dieselbe Uniform, das gleiche Abzeichen, nur das Käppi finde ich auf seinen Kriegfotos nicht. Aber er hat sich zu der Zeit, als das Foto gemacht wurde, wohl in der Nähe dieses Orts aufgehalten. Figur, Gesicht und Alter stimmen überein.&lt;br /&gt;Es war viel Distanz zwischen uns. Er hat in mir, wie er selber sagte, von Anfang an einen Feind gesehen. Ich war anders als er: Erstgeborener, meiner Mutter ähnlich, körperlich anders gebaut, wohlversorgt, ohne Hunger befürchten zu müssen und er war besorgt um mich, anders als sein Vater, der nicht wirtschaften konnte, die Kinder vernachlässigte, der Astrologie anhing, seine Mutter misshandelte. Mit noch nicht 13  Jahren musste er anderswo Geld verdienen.&lt;br /&gt;Warum will ich ihm nun dieses Stigma anhängen und was sagt das über mich selber aus – meine politische Haltung?&lt;br /&gt;In mir ist ihm gegenüber immer noch dieses Gefühl von Unzufriedenheit und Ablehnung, obwohl ich nach seinem Tod geglaubt habe, dass doch die positiven Gefühle die negativen überwogen haben. Etwas stimmt nicht. Ich fühle die Bosheit von ihm immer noch als Last, die mir keinen positiven Blick auf die Zukunft ermöglicht. Nur den auf das große Gericht, die große Katastrophe, den Weltuntergang, dessen Gedanke meine Kindheit beherrscht hat. Damals nicht nur eine religiöse Fantasie, sondern als möglicher Atomkrieg  reale Gefahr. Heute als soziale und ökologische Katastrophe.&lt;br /&gt;Da war sein Neid und seine Herablassung gegenüber mir, das Böse, das in mir von Kind an bekämpft werden musste. Mit der Forderung von Gehorsam und Selbstbeherrschung wollte er aus mit einen guten Menschen machen. Schläge, moralische Ansprachen und Bestrafungen waren notwendig. Als eifernder Katholik war er ja auf der richtigen Seite. Heute sagt man: Fordern und Fördern. Und ich wurde ja gefördert, immer wieder erlebte ich überraschende Momente von Großzügigkeit, die mich ihm gegenüber verpflichtet haben. Er hatte viele negative Gefühle, aber er versuchte, gerecht zu sein. Ich bin wohl früh auf Abstand zu ihm gegangen, habe ihn zufrieden gestellt und bin gleichzeitig insgeheim eigene Wege gegangen, die dann in der Pubertät zur Konfrontation geführt haben.&lt;br /&gt;Wie sehr ich aber innerlich mit ihm verbunden war, wurde mir erst wenige Jahre vor und nach seinem Tod bewusst. Ganz früh, da war er einmal mein Vater. Und tief unten in mir ist er es während der ganzen Kontroversen auch immer unbewusst geblieben.&lt;br /&gt;Das waren meine Gefühle, aber was waren seine? Die letzten Gespräche mit ihm im Krankenhaus: Er ist sehr gefasst, er nimmt an, dass er sterben wird, vollzieht die letzten katholischen Rituale. Mir gegenüber korrekt und adäquat: Keine Vorwürfe, keine Forderungen. Er spricht mit mir, so wie er gerne Gespräche mit anderen Menschen geführt hat, moderat, die Neigung zu aggressiven Ausfällen kontrollierend. Weil ich die aber auch kenne, wirkt es nicht ganz ehrlich. Er hält seinen Standpunkt durch, wir können uns nicht versöhnen. Es ist das normale Unglück des modernen Menschen.&lt;br /&gt;Dann das sichtbare Misstrauen mir gegenüber, die Augen verengt, als er von der Sorge um meine Mutter spricht, dass sie wegen seinem Tod durchdrehen könnte - paternalistisch. Als sie ihn tot antrifft, bricht sie in Vorwürfe aus. Kein Vertrauen.&lt;br /&gt;Sein Herz war schon längst bei den Toten: viele Friedhofsbesuche, Soldatenfriedhöfe während meiner Kindheit. Pflichtgemäß bekommen die toten Angehörigen an Allerseelen ihr Weihwasser. Dabei wüsste ich von keinem konkreten Toten, um den er getrauert hat, es ging wohl mehr um die eigenen getöteten Anteile in ihm, um eine Trauer über einen Verlust, der nicht konkretisierbar war. Bei einer Spanienreise war er magisch angezogen von dem faschistischen „Tal der Gefallenen“. – Nekrophil hätte es E. Fromm genannt, dessen „Haben oder Sein“ in seinem Schrank stand. Aber Fromm ist mir zu moralisierend schwarz – grün.&lt;br /&gt;Hat er Schuldgefühle gehabt? Kann er der auf dem Foto gewesen sein?&lt;br /&gt;Auf einer Fahrt nach Italien – ich war 19 – geht es am Gardasee vorbei, in der Nähe, wo das Foto gemacht wurde und wo Hunderte italienischer Partisanen gestorben sind. Mein Vater meint von Männern dort, dass sie sicher bei den Partisanen waren. Er fühlt sich sichtlich nicht wohl. – In Diskussionen verurteilt er das Partisanentum als feige und hinterhältig. Ja - wenn man Partisanen erwischt hatte, wären sie erschossen worden. Den Ausdruck, den er dafür im Dialekt verwendet, ist brutal, gedankenlos und dumm.&lt;br /&gt;Natürlich war er keine treibende Kraft, hat nur Gehorsam geleistet, seine „Pflicht“ getan und dergleichen mehr. Aber hat er aus der Sache gelernt? Vergleiche ich ihn auf den Fotos mit Nachkriegs- und Vorkriegszeit, fällt auf, dass er nicht mehr lacht, dass er ernst wird, nicht mehr in Gesellschaft, sondern vereinzelt. In der Gefangenschaft studiert er die Predigten katholischer Priester, die zur Abgrenzung der Katholiken vom Faschismus aufgerufen haben. „Bekehrt“ kehrt er nach Hause zurück, missioniert sich und andere. Es ist seine Vergangenheitsbewältigung. Er tut Buße, ich soll sein Opfer sein. Schuld sind nun die anderen, die er mit seinen Predigten und Briefen angreift. 1956 nach der Einführung der Bundeswehr, wählt er nicht mehr die CDU. Es ist für ihn ein Verrat am Christentum.&lt;br /&gt;Schuldgefühle? Der Krieg hat seine eigene Logik. Ist mit dem Töten erst einmal begonnen, entschuldigt das schon die nächsten Toten. Die individuelle Verantwortung ist aufgehoben, also auch das individuelle Gewissen. Trotzdem baut mein Vater um sich eine Mauer. Eine Mauer der starken Selbstdarstellung, des richtigen Glaubens, der Verurteilung anderer und des uns quälenden Schweigens. Seinen Körper durch das Stahlbad, den Schrecken des pausenlosen Trommelfeuers von Monte Cassino erstarrt, kann er manchmal nicht mehr bewegen, wird abhängig von Valium, später Antidepressiva. Das Misstrauen, mit dem er sich umgibt, zeigt sozialen Ausschluss, aber in dem politischen Charakter mehr integrative Kraft als die heute übliche Teilnahme vereinzelter Individuen an der Gesellschaft bloß durch Konsum.&lt;br /&gt;Wie hätte ich mich verhalten, wäre ich in eine ähnliche Situation verwickelt worden? Angenommen, ich wäre an der Erschießung Schleyers beteiligt gewesen – ein unwahrscheinlicher Fall, da ich mit dem elite- und avantgardesüchtigen Verhalten dieser Gruppen nichts am Hut hatte. Ich hätte zwei Möglichkeiten gehabt: ich könnte es rechtfertigen, politisch oder moralisch. Das wäre die einfachste und leichteste Tour. (Vielleicht hat der Faschismusschatten, der mit Schleyer auf die BRD geworfen wurde, dann zur apolitischen Liberalisierung in den 80ern beigetragen. Es wurde zur Pflicht, sich locker zu geben.) – Oder ich würde das als politischen Fehler begreifen, weil in der unseligen Tradition der Verurteilung, des Rechts und der Rache stehend. Oder ich könnte es als moralisch fehlbar begreifen, wenn der Staat um Schleyer meine Einwände gegen ihn als prinzipiell berechtigt anerkennen würden  und eine Bereitschaft zur Verhandlung und Diskussion vorhanden wäre. - Soweit ein Gedankenspiel.&lt;br /&gt;Übertragen auf die Situation meines Vaters heißt das: Da keine kollektive und gesellschaftliche Auseinandersetzung mit der deutschen Schuld, - bestenfalls verdinglicht in Reparationen, Entschädigungen – stattgefunden hat, hat jeder seinen individuellen Schuldanteil auf andere abgewälzt. Auch aus der richtigen Wahrnehmung, dass keiner allein schuld ist. An die Stelle eines bewussten gesellschaftlichen Diskurses trat die unbewusste individuelle Verdrängung mit den Symptomen von Starrsinn, latenter Aggression, Rechtfertigungszwang, Projektion des Bösen auf andere.&lt;br /&gt;Wir Kinder dieser Generation haben zwar nicht die politischen Inhalte von unseren Vätern übernommen, aber doch die Formen, die Feindschaftsbildung, die Fixierung auf das Recht, die Unfähigkeit, mit positiven Entwürfen andere zu überzeugen, weil von Misstrauen und Aggression geprägt, die Neigung zur Politik als Medium der Feinderklärung, des Kampfes und der Elitenkonkurrenz.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-7285440244893159861?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/7285440244893159861/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=7285440244893159861' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7285440244893159861'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7285440244893159861'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/11/mein-vater.html' title='MEIN VATER?'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-5426098467696877587</id><published>2008-10-15T10:26:00.002+01:00</published><updated>2008-10-15T10:35:55.735+01:00</updated><title type='text'>URSACHEN DER FINANZKRISE</title><content type='html'>&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Übergreifender Grund liegt in der &lt;strong&gt;Wertabstraktion durch das Geld&lt;/strong&gt;. Dabei wird die gesellschaftliche Arbeit als abstrakte Größe dargestellt, die ihre Beziehung zur Produktion nicht mehr erkennen lässt. Als Geldfetisch scheint es unabhängig über der Produktion von Waren zu schweben, ja diese sogar als Verwertungsstimulus zu dominieren und in Gang zu setzen. Finanzsystem und produktiver Sektor scheinen auseinander zu fallen, sich verselbständigen zu können. In den Krisen, nämlich dann wenn Geld nicht wieder in Ware, also reelle Gebrauchswerte, umgetauscht werden soll, bricht der Schein des Geldfetischs zusammen. Auch der Schein, dass das Geld durch den Zins selbst produktiv sein könne.&lt;br /&gt;Ursachen der jetzigen Krise sind mehrere: &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; -         es gibt &lt;strong&gt;zuviel Liquidität&lt;/strong&gt; durch: überteuerte Produkte, hohe Gewinne, mangelnde Konkurrenz, Monopole, Managergehälter, Gelder durch Ölgewinne ohne Produktion, Kapitalisierung der Renten und Pensionen –&lt;br /&gt;-         dann auf dem Finanzmarkt durch Derivatsysteme aufgeblähte Geldmenge, aufgeblähter Geldverleih ohne adäquate reale Gegenleistung in der Gegenwart.&lt;br /&gt;-         das Derivatsystem verschiebt die Produktionsverpflichtung, die durch die Verschuldung eingegangen wird, immer mehr in die Zukunft, der Gewinn eilt sozusagen der Zeit voraus.  Durch die Optionen auf langfristig erwartbare Profite, Wetten auf die Zukunft wird scheinbar die Zirkulation beschleunigt, aber ohne dass der Umschlag im produktiven Sektor genauso schnell erfolgt.&lt;br /&gt;-         wachsende Liquidität durch zu niedrige Zinsen. In den USA sollten die niedrigen Zinsen die Konjunktur beleben, die Klassen- und Einkommensunterschiede verschleiern. Weltweit gibt es infolge der keynesianischen Politik eine Verschuldung ganzer Volkswirtschaften. Die USA betreiben diese keynesianische Politik mit ihren Kriegen. Die dadurch verursachte Verschuldung muss jetzt international bezahlt werden.&lt;br /&gt;-         im Verhältnis zur angewachsenen Liquidität gibt es &lt;strong&gt;nicht genügend profitable Anlagemöglichkeiten in der Produktion&lt;/strong&gt;, hier wirkt der tendenzielle Fall der Profitrate&lt;br /&gt;-         &lt;strong&gt;steigende Energiekosten&lt;/strong&gt; schränken die Profitabilität der Produktion ein, die erwarteten Zinsen können nicht realisiert werden, peak oil macht sich bemerkbar&lt;br /&gt;-         genauso schränken &lt;strong&gt;steigende Sozialkosten&lt;/strong&gt; die Profite ein, erhöhen die Kosten der Produktion. Sozialkosten werden verursacht durch Arbeitslosigkeit, Krankheitssektor, Erziehung und Bildung, Rente und Pflege. Dazu gehören auch die &lt;strong&gt;Kosten einer teuren Mittelklasse&lt;/strong&gt;, die notwendig ist, um zwischen herrschender und arbeitender Klasse zu vermitteln, eine Scheinwelt des Individualismus vorzuspielen, den Schein von Demokratie, die Aufrechterhaltung von bürgerlichen Motivationen und Orientierungen.&lt;br /&gt;&lt;/li&gt;&lt;/span&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; Eine &lt;strong&gt;permanente Inflation  bedingt durch Staatsverschuldung&lt;/strong&gt; (deficit spending) zwingt zur ständigen Suchen nach profitablen Anlagen. Eine grundlegende ökonomische Unsicherheit für alle Schichten bewirkt einen Hang nach Sicherheit: Sparen für die Zukunft. Diese Sparsamkeit zerreißt aber gerade den Zusammenhang zwischen Produktion und Konsumtion, zwischen Geld und Ware. Ökonomien, die wie ökologisch auch immer brutal destruktiv oder nachhaltig, den Kreislauf zwischen Produktion und Konsumtion kurz halten, sind weniger gefährdet. In Spanien etwa wird wenig gespart, die Hypothekenlast ist immens. Der Zustand ist (sehr!) labil, aber solange die Menschen arbeiten und ackern, um ihre Schulden zu bedienen, boomt die Wirtschaft. Die Verschuldung ist ein notwendiger Stimulus der kapitalistischen Wirtschaft und wirkt politischer effizienter als Normenerhöhung, Jahrespläne, Zwangsbewirtschaftung wie in den ehemals „sozialistischen“ Ländern. Die Individuen dürfen von einem kleinen Vorteil träumen und spüren nicht, wie sie durch den Verwertungszwang des Kapitals angepeitscht werden.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;&lt;br /&gt; Welche &lt;strong&gt;Lösungen gibt es für die Kreditkrise&lt;/strong&gt;?&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Kapitalistische und kurzfristige wirkende staatliche Intervention&lt;/em&gt;:&lt;br /&gt;Geldmengen mit Warenmengen durch Staatsverschuldung, also Inflation und höhere Steuern, in Übereinstimmung bringen. Abzahlen der faulen Kredite und Gewinne durch die Arbeiterklasse. Der Kapitalismus wird sich auf einem primitiveren Lebensniveau reproduzieren. Die Aneignung von Mehrwert und die Klassenverhältnisse werden wie auch immer krisenhaft fortgesetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Staatskapitalistische und staatssozialistische Lösungen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Begrenzung der Liquidität durch Begrenzung von Gewinnen und Spitzengehältern, Kontrolle der Gewinne aus dem Energiehandel.&lt;br /&gt;Regulierung der Konvertibilität, Abkoppelung von Öl und internationalen Märkten (Integration nur bei möglicher sozialer Kontrolle der Märkte).&lt;br /&gt;Sicherung der Zukunftserwartungen bei Renten durch Grundeinkommen und Arbeitsgarantie statt durch Konsumzurückhaltung und Sparen.&lt;br /&gt;Disproportionalitäten zwischen Sektoren verhindern: produktiv – konsumtiv, „sozial“ – produktiv etwa Arbeitszeitverteilung, Abbau der Mittelklasse durch Bildung, „demokratische“ Betriebsstrukturen, Beteiligung durch Politisierung, integrierende Erziehung statt selektierender und desintegrierender.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Sozialistische:&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Sind eigentlich keine absehbar. Es gibt keine autonomen Produktions- und Lebensgenossenschaften. Sie bleiben Gedankenmodelle, sind bestenfalls im Randbereich von Kommunen, Sekten, im privaten Bereich (Gärtnern, nachhaltiges Wirtschaften, ökologisches Verkehrs- und Verbraucherverhalten) als mehr oder weniger fantasiegebundene Spielchen möglich. &lt;br /&gt;Weiterhin mögliche bleibt eine moralische Kritik, die sich an Kriterien einer Basisdemokratie, des Werts der Arbeit, der Ökologie orientiert, die aufklärt über die Beziehungen zwischen Ressourcen, Bedürfnissen und kapitalistischer Produktion.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz groß tönt jetzt &lt;strong&gt;Kurz&lt;/strong&gt;; er hat es ja immer schon gewusst. Um Alternativen braucht er sich nicht zu bemühen. Angesichts der Aussichtslosigkeit, dass Alternativen jenseits von Kapitalismus überhaupt andiskutiert werden, ist das ja nicht unclever. Er würde sich ja selber sofort schwach und angreifbar zeigen, würde er wie auch immer leise einen Vorschlag machen. Das ist aber das Problem der Marxisten: sie wollen genauso unangreifbar und stark aussehen wie die herrschende Meute. Sie sind eben durch und durch bürgerlich. Von ihnen ist nichts zu erwarten. Kein Wunder, dass die Diskutanten dann abdrehen mit dem Gedanken, dass aus der Ecke auch nichts zu erwarten ist. – Wenn Kurz sagt:&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;„Erforderlich wäre eine autonome soziale&lt;br /&gt;Gegenbewegung jenseits des nationalen Rahmens, die sich die Lebensinteressen&lt;br /&gt;nicht von den Krisenverwaltern ausreden lässt, und die jede soziale,&lt;br /&gt;geschlechtliche, ethnische oder "rassische" Ausgrenzung radikal negiert.“&lt;br /&gt;(&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28905/1.html"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;Telepolis&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;so ist das so nichtssagend wie die Predigt eines Pfarrers über Gnade und Heilserwartung. Und wie in der Kirche mündet es in eine gläubige Gemeinde, die brav Sprüche nachbetet und sich um praktische Konsequenzen nicht mehr kümmert. Die einzige Praxis, die daraus folgt, ist zur Gemeinde dazuzugehören oder nicht. Das wurde ja bei den diversen linken Parteien in aller Brutalität durchgespielt.&lt;br /&gt;Falsch halte ich ohnehin, dass eine Krise den Kapitalismus allein zerbrechen kann. Er wird sich auf einem einfachen Niveau wieder reproduzieren. Wie nach dem zweiten Weltkrieg. Zwar mögen die Leute hungern, aber das wird sie motivieren, umso mehr zu schuften. Ohne Öl wird es wieder genug Arbeit geben und damit profitable Anlagemöglichkeiten. Man kann einwenden, dass das politische System an die Garantie eines gewissen Wohlstandsniveau gebunden ist und wenn das nicht erreicht wird, ein Umdenken stattfindet – so wie jetzt die Forderung nach Verstaatlichung der Banken überhaupt nicht mehr lächerlich ist. Aber auch wenn die Mittelklasse – Politiker, Journalisten, Kultureliten etc. – umdenkt, um sich als führende Klasse zu erhalten, so werden auch in einem Staatskapitalismus die Klassenverhältnisse als solche erhalten bleiben&lt;/span&gt;  &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-5426098467696877587?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/5426098467696877587/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=5426098467696877587' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/5426098467696877587'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/5426098467696877587'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/10/ursachen-der-finanzkrise.html' title='URSACHEN DER FINANZKRISE'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-5531327739162395907</id><published>2008-10-09T09:30:00.000+01:00</published><updated>2008-10-09T09:32:24.436+01:00</updated><title type='text'>WAR MARX EIN GESCHICHTSOPPORTUNIST?</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Marx gab bewusst keine Handlungsanweisungen, da er an eine Art naturwüchsiger Entwicklung der Gesellschaft glaubte – auch wenn er politisch immer versucht hat, auf diese Geschichte in interpretierender, politisierender Weise Einfluss zu nehmen.&lt;br /&gt;Was ist aber, wenn sich als Sozialgeschichte nicht eine immer höhere Rationalität im Sinne Hegels, also soziale „Vernunft“ durchsetzt, sondern eben die Macht und Beherrschung der Menschen durch den Wert  – weil mit dem Anwachsen der Technik auch die Mittel anwachsen, sich durch Technik die Macht zu erhalten.&lt;br /&gt;Kann man also mit Marxens Kategorien wirklich optimistisch in  die Zukunft blicken?&lt;br /&gt;Was gibt seine Analyse her? Triviales vielleicht, etwa dass der Wert alles zerfrisst, alles käuflich, verwertbar und ausbeutbar macht und sich die Menschen in dem Zwang sich vergesellschaften zu müssen dem unterwerfen.&lt;br /&gt;Gibt es eine andere Perspektive als die kapitalistische in Marxens Perspektive?&lt;br /&gt;Eigentlich nicht. - Gut, es gibt Krisenelemente. Die Rebellion des Gebrauchswerts gegen den Tauschwert, die Entwertung des Kapitals durch die Krisen, die materielle Grundlage der Produktion bricht weg, neue Verteilungskämpfe müssen durchgestanden werden. Das klingt ja schon in dem von den Ml´rn gerne gelesenem „Lohn, Preis und Profit“ an, oder in seinen Ausführungen über den 10- oder 8- Stunden Tag. Das meint wohl: der Kapitalismus ist flexibler als man denkt. Da ist einiges drin, ohne dass das System dabei kaputtgeht und die Sozialisten sollen sich darin anstrengen, bis an die Grenzen des Systems zu gehen. Dabei freilich machen sie - ohne es zu wollen – das System immer perfekter. Perfekter in dem Sinne, nicht dass Krisen ausbleiben, sondern dass das System eindimensionaler wird. Derart, dass die Menschen sich nicht einmal fragen, warum sie ein System ändern sollen, in dem es doch allen mehr oder weniger gut geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotz der Darstellung der Verwertung als ständig krisenhaftem Prozess bleibt schlussendlich – sehen wir jetzt mal von den bei Marx unausgeführten Konzepten der Verelendungstheorie, Imperialismus- oder Zusammenbruchstheorie ab –die Marxsche Theorie doch eine Anpassungstheorie. Der Fortschritt besteht in der besseren Anpassung ans ökonomisch notwendige oder günstige vermittelt durch immer neue Krisen. Die Wirtschaft läuft wie das Wasser der Schwerkraft nach immer dahin, was ökonomisch zweckmäßig ist und man kann dann mit Hegel sagen „Es ist so, wie es ist“. Oder: die Vernunft ist die Wirklichkeit, und dergleichen mehr. Ökonomisch heißt: Rationalisierung, ökonomischer Einsatz von Rohstoffen und Arbeitskraft, Einsatz von Intelligenz, die Schaffung und Ausbeutung neuer Bedürfnisse und Moden, die immer höhere Konzentration, die Monopolbildung, die wachsende Interdependenz der Welt, Weltmarkt, intelligente Konfliktbewältigung oder intelligenter Klassenkampf durch den Staat usw.&lt;br /&gt;Marx hat versucht aus der inneren Logik des Verwertungszwangs und der gesellschaftlichen Antagonismen die zukünftige Entwicklung zu entwickeln. Aber alles, was sich aus seiner Darstellung der Widersprüche ergibt, ist deren vorübergehende Aufhebung auf höherem Niveau, neuerlichen Entwicklung der ursprünglichen Widersprüche und so weiter und so fort. Zwar begleiten Krisen diese Entwicklung, aber jede Krise produziert neue Lösungsmechanismen. Etwa indem heute der Kapitalverwertungsprozess eine immer intensiver werdende Indienstnahme der Individuen, der Natur für die „kalte Vergesellschaftung“ durch das Geld verlangt. (In Zimbabwe lässt sich sehen, wie davon die Existenz oder Nichtexistenz eines ganzen Landes abhängt.) Die Logik des Kapitalismus sieht den Sozialismus nicht vor.&lt;br /&gt;Zu Zeiten der frühen Sozialdemokratie wurde geglaubt, der Weg zum Sozialismus führe über Monopolisierung zum Staatskapitalismus hin zum Staatssozialismus. Und viele Linke sahen die Zwangsbewirtschaftung im ersten Weltkrieg als ersten Schritt zum Sozialismus. Aber diese Art der „mixed economy“ wird immer noch vom Verwertungszwang beherrscht. Ganz abgesehen davon, dass sie fundamental antidemokratisch und antiegalitär ist, wie es ihre Varianten – der Leninismus, der Faschismus und letztlich auch die bürgerliche Demokratie – zeigen.&lt;br /&gt;Am Beispiel von Robert Owen erörtert Marx im ersten Band des Kapitals die Möglichkeiten des Kapitalismus. Owen hatte in seiner Fabrik die Arbeitsbedingungen für die Arbeiter wesentlich verbessert, etwa 10-Stunden-Arbeitszeit eingeführt. Mit dem Erfolg, dass sich die Produktivität wesentlich erhöht hat. (Darüber hinaus organisierte Owen Genossenschaften und eine auf Arbeitsgeld basierte Warenbörse – nicht unähnlich den Konzepten der &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.mxks.de/files/kommunism/gik.html"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;GIK&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kann man den großen Systemwechsel erwarten? Gibt es nach dem Zusammenbruch und der Barbarei – die es ja weltweit schon gibt, siehe Afrika, Tibet, Birma, Gaza, Irak – etwas historisch Neues, das man Sozialismus nennen könnte?&lt;br /&gt;Derzeit gibt es zwei Logiken. Einmal die der Kapitalverwertung mit dem Zwang zur Mehrwertbildung gleichgültig, wer sich diesen Mehrwert aneignet: Staat, Arbeiter oder Kapitalisten. Und dann einer Option mit sozialen und politischen Vorgaben und Zielstellungen. Beispiel: soziale Gerechtigkeit, Arbeitszeitverkürzung, Ökologie, Bildung, Kultur. Bei den letzten Beispielen wird klar, dass sich eine solche politische Vorgabe nur wieder unter den Bedingungen der Kapitalverwertung durchsetzt. Aber es sind solche außerhalb der Verwertungslogik. Politik, auch wenn davon dominiert, löst sich nicht in Kapitalismus auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Peak Oil etwa wird zur Folge haben, dass sich alles verteuert. Bestimmte Branchen werden ganz verschwinden. Nahrungsmittel werden auf Grund von fehlendem Dünger, teurerem Transport teurer und knapper. Löhne werden also sinken, da es weniger zu verteilen gibt. Die Produktion insgesamt wird sinken, da die menschliche oder tierische Arbeitskraft die Ölenergien nicht ersetzen werden können. Eine Depression kann die Folge sein und die wirtschaftliche Spirale wird wieder auf niedrigerem Niveau beginnen müssen. Vielleicht wird sich die Zirkulation reduziert werden, eine Entglobalisierung stattfinden. Vielleicht wird die Wirtschaft mit Inflation in Gang gehalten, mit Hilfe derer die Löhne gesenkt, die Schulden abgebaut werden. Steigende Energie- und Nahrungsmittelpreise weisen in diese Richtung.&lt;br /&gt;Der Übergang zu einer Nachölwirtschaft und ihre Gestaltung könnte eine politische Angelegenheit sein. Da die Beteiligten bis jetzt zumindest relativ bewusstlos in die Krise hineingehen – kaum vorwärtsweisende Fantasien – und die Sache nicht aktiv angehen, werden ökonomische Kurzschlusshandlungen („Rette sich wer kann“), private Bereicherungslösungen und Überlebensstrategien – „marktadäquates“ Handeln – vorwiegen.&lt;br /&gt;Da die Linke das Problem weitgehend ignoriert, keine eigenen Konzepte entwickelt, werden die Verfechter des Marktes weiter die Zukunft bestimmen. Es wird also keine allgemeinen politischen Lösungen geben. Bestenfalls individuelle Einwände.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-5531327739162395907?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/5531327739162395907/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=5531327739162395907' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/5531327739162395907'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/5531327739162395907'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/10/war-marx-ein-geschichtsopportunist.html' title='WAR MARX EIN GESCHICHTSOPPORTUNIST?'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-6135446598472465843</id><published>2008-09-24T17:22:00.001+01:00</published><updated>2008-09-24T17:25:21.407+01:00</updated><title type='text'>FINANZKRISE - Warum mich das nicht interessiert</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Die Konkurrenz der bürgerlichen Klasse, innerhalb der bürgerlichen Klasse, also jene, die Kritik an den herrschenden Politikern und Medien betreiben – meist von links, oft auch nur von irgendwoher – kann derzeit befriedigt feststellen, dass es so kommen musste, dass es nicht anders zu erwarten war und dass sie es schon immer so gesagt hätten. Bis in die Faz ist von der Krisenhaftigkeit des Kapitalismus die Rede. Manche Mutige munkeln gar was von Zusammenbruch.&lt;br /&gt;?&lt;br /&gt;Krise? Vielleicht sieht es so aus. Aber solange die &lt;strong&gt;von unten&lt;/strong&gt; nicht die Krise produzieren, durch ihre Kritik, ihre Aktionen und ihre konkreten Alternativen, ihren Willen, die Produktion in die Hand zu nehmen, ihr eine selbstbestimmte Richtung zu geben, sich auf eine gerechte Verteilung von Arbeit, Produkten, Ressourcen verständigen – solange kann von wirklicher Krise keine Rede sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine solche „Krise“ ist nur Anlass für konkurrierende Machtspielchen, kluge Kommentare von Besserwissern. Mit dieser Krise wird die Intelligenz des Kapitalismus locker fertig, mal ein bisschen staatskapitalistisch, mal ein bisschen neoliberal. Nicht dass sie nichts kostet und dass  nicht „die da unten“ sie zu bezahlen hätten - vielleicht trifft es auch ein paar da oben oder welche mittendrin – aber das ist eben der Preis der proletarischen Abhängigkeit vom Kapital, seinen Waren, seiner wunderbaren Welt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-6135446598472465843?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/6135446598472465843/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=6135446598472465843' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/6135446598472465843'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/6135446598472465843'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/09/finanzkrise-warum-mich-das-nicht.html' title='FINANZKRISE - Warum mich das nicht interessiert'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-116401687862652025</id><published>2008-09-15T10:24:00.000+01:00</published><updated>2008-09-15T10:25:34.196+01:00</updated><title type='text'>MODERNER RASSISMUS</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;In einer harmlosen Meldung meldet der DLF am 8.9.08 um 12 Uhr:&lt;br /&gt;„Elterngeld wird in jedem zweiten Fall als Mindestsatz gezahlt&lt;br /&gt;Rund die Hälfte aller Bezieher von Elterngeld erhält lediglich den gesetzlichen Mindestsatz von 300 Euro monatlich. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, haben seit Einführung des Elterngeldes im Januar 2007 etwa 350.000 Mütter und Väter diesen Betrag bezogen. Das entspricht einem Anteil von 47 Prozent. Bei den übrigen 53 Prozent berechnete sich das Elterngeld nach dem vorherigen Einkommen und lag damit höher. - Das bis zu 14 Monate lang gezahlte Elterngeld löste das Erziehungsgeld für Geringverdiener ab, das bis zu drei Jahre lang gezahlt wurde.“&lt;br /&gt;Es bedeutet, dass mit dem bei den unteren Einkommensklassen gesparten Geld die oberen finanziert werden. Es ist die gleiche Mafiastruktur wie in der Dritten Welt. Nur wird hier Besitz, Reichtum und Macht mit legalen Mitteln, unblutig, an die herrschende Klasse transportiert. Medien, Besitz und Parlament ersetzen Kalaschnikow oder Axt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was dagegen tun?&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-116401687862652025?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/116401687862652025/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=116401687862652025' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/116401687862652025'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/116401687862652025'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/09/moderner-rassismus.html' title='MODERNER RASSISMUS'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-3124755876059814205</id><published>2008-09-07T15:57:00.001+01:00</published><updated>2008-09-07T15:58:50.432+01:00</updated><title type='text'>EIN FERIENARBEITER</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Letzte Woche hatte ich es mit einem Ferienarbeiter zu tun, Student in irgendeinem technischen Fach. Zuerst nervt mich allein seine Anwesenheit, dann schließlich die Art, wie er arbeitet – so wie meine Kollegen, schlampig und ineffektiv. Irgendwann wird es mir zuviel und ich zeige ihm, wie ich es mache und haben will. Ich bin in die Autoritätsrolle reingerutscht und behandle ihn so meckerig wie einen Sohn. Der Chef schickt ihn herum und ich hol ihn zurück, sag ihm, er solle sich nicht um den Chef kümmern; der verstehe ohnehin nichts. Ich wundere mich über mich, wie ich in diese Rolle komme.&lt;br /&gt;Der Chef ärgert sich schon lange über mich. Ich zeige ihm, dass ich seine Eingriffe für dumm halte. Obwohl eher ängstlicher Menschentyp bin ich da respektlos. War aber auch schon bei Lehrern so. Sie witterten in mir trotz der braven Fassade immer den Rebellen und mochten mich nicht. – Der Chef versucht mich auszuschalten: nimmt mir die kleinen ehrenwerten Jobs ab, wie Computer abspeichern, ausschalten, gibt den Schlüssel an andere, obwohl der Nächste ich wäre. Besprechungen dann, wenn ich nicht da bin. Ich spüre das, vertraue aber auf meine Schlussrede und Abrechnung bei meinem Abschied.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Szene mit dem Ferienarbeiter, der nach einem neuen Anschiss von mir beleidigt sich in eine andere Abteilung verdrückt, erinnert mich an meine ersten Kämpfe mit Arbeitern, die ich mit 24 begann. Vorher hatte ich immer nur Respekt und Devotion für ihre Macken. Ließ mir einiges gefallen, wollte ihren Missmut verstehen. Dann hatte ich es mit einem Vorarbeiter zu tun, der mir wie üblich nichts richtig erklärte, dem ich es aber auch nie richtig machen konnte. Zugegeben, damals war ich körperlich überfordert. Aber ich habe ihn dann mal angeschrieen, war nicht nett. Er war dann ruhig, hat aber erreicht, dass ich in eine andere Abteilung kam: ein kollegiale Gruppe von 12 Arbeitern, Wechselschicht. Ich hatte Glück und es war eine gute Erfahrung. Ich ließ mir aber auch dort nichts mehr gefallen, weder von den Türken, noch von den Meistern. Nach einem dreiviertel Jahr wurde die erste Abteilung aufgelöst und mein ehemaliger Vorarbeiter kam in meine Gruppe. Jetzt war er der Lehrling. Erzählte von Stalingrad, wo er mit Pickeln die vereiste Erde aufhacken musste, um Leichen zu begraben. Sein Leben nach Stalingrad war wohl nur noch ein Versuch, aus dieser Todeszone heraus zu kommen. Mein Bild von ihm veränderte sich. Später rettete er sich als Pförtner in die Rente.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Ferienarbeiter wird dann später irgendwo in diesem Medienbereich arbeiten, wo dieser Unterhaltungs- und Informationsschrott produziert wird, mit dem uns die Medienmogule unsere Gehirne zumüllen, dass wir nicht zu Sinnen und auf eigene Gedanken kommen. Weil nur passiv und nur arbeitsvermeidend anwesend, wird er mit dem Ergebnis, Arbeit sei schweißtreibend, monoton und laut, in das Leben gehen und seinen Herren danken, davon befreit zu sein.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-3124755876059814205?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/3124755876059814205/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=3124755876059814205' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/3124755876059814205'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/3124755876059814205'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/09/ein-ferienarbeiter.html' title='EIN FERIENARBEITER'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-1292740988830814329</id><published>2008-08-27T20:03:00.001+01:00</published><updated>2008-08-27T20:05:11.119+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Solidarität'/><title type='text'>ARBEITER - ERFAHRUNG</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Was ist die spezifische Erfahrung, die die Arbeiterklasse von der bürgerlichen unterscheidet?&lt;br /&gt;Wesentlich die Erfahrung von gesellschaftlicher &lt;strong&gt;Unterlegenheit, Ausgegrenztheit und Ohnmacht&lt;/strong&gt;. „Wir da unten, die da oben“ hieß das einmal. Inzwischen ist diese Erfahrung durch die Individualisierungsprozesse in Schule und Betrieb zu einer Erfahrung von „Ich da unten, Ihr da oben“ geworden. Den Arbeitern wird durch beständige Drohung von Entlassung, durch die Lohnentwertung und die Lohnherabsetzung in Tarifverträgen gezeigt, dass man auf sie verzichten kann. Die, die sich relativ sicher fühlen können, sind es durch die Institutionen des Sozialstaats, Kündigungsschutzgesetzen, tariflichen Regelungen auf quasistaatlichen Ebenen, auf denen Arbeiter nur als Protestmaterial eingesetzt werden, aber keinen aktiven Einfluss nehmen. Die Selbsteinschätzung als gesellschaftlich bedeutungs- und einflusslos teilen die Arbeiter mit den Angestelltenschichten, die anders als die Wortführer der Mittelschicht nicht die Marktflexibilität und materielle Ressourcen besitzen um gegenüber ökonomischen Prozessen souverän zu sein.&lt;br /&gt;Dieser Ohnmachtserfahrung wird gegengesteuert durch Identifikationen, wie sie dem friedensliebenden Gemüt von den bürgerlichen Institutionen dem unglücklichen Individuum angeboten werden: die Phrasen der Marktwirtschaft, über den unvermeidlichen technischen Fortschritt, die Notwendigkeit von Führung und Selektion und die hohe Bedeutung individueller Verantwortung.&lt;br /&gt;Die gesellschaftliche Defiziterfahrung, also die von eigener Minderwertigkeit, Erfahrung von Ablehnung bis hin zur Verachtung, die Erfahrung Incommunicado zu sein, also einer, mit dem man nicht spricht, dem man nur Befehle erteilt, führt zu einer Verarbeitung, zu einer Reaktion. In der Regel ist das der Rückzug aus der Öffentlichkeit, aus dem bürgerlichen Diskurs, auch der Demokratie. Die Erfahrung, dass andere die gleiche teilen, wird durch die bürgerliche Öffentlichkeit und ihre Medien verhindert – ist ja ihre eigene Schuld, ihr Problem, ihr Defizit – und es kommt soweit, dass die minimalen Differenzen zwischen den Arbeitern als Vor- oder Nachteil empfunden werden und die gegenseitige Identifikation und Solidarität verhindern.&lt;br /&gt;Die Versuche, das mit politischem Klassenbewusstsein zu korrigieren, sind durch deren Formen der Elitenbildung und Gewalt unglaubwürdig geworden.&lt;br /&gt;Was bleibt, ist Skepsis, bis hin zu einem negativistischen Ressentiment, gegenüber allen Führern, Politikern und eine stille Weigerung, sich an deren Geschäften zu beteiligen.&lt;br /&gt;Die bürgerliche Pädagogik und Psychologie definieren das als Misserfolgserwartung und negative Einstellung, die durch Passivität und Misstrauen die Resultate mitbewirkt, die sich dann in einer selffulfilling prophecy real einstellen. In diesen Theoremen wird individuellem Handeln unterstellt, es könne die Klassenlage verändern. (Aber von „Klasse“ darf man ja nicht reden, das ist „Ideologie“).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;VOM SOZIALEN ZUM PHYSISCHEN TOD&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Arbeiter erfährt durch diverse Qualifkationsprozesse seinen sozialen Tod. Zuerst hat er in der Schule nachzureden, was ihm vorgesagt wird. Wenn ihm das nicht glückt, wird er nach und nach zu einem, der nicht mehr gefragt wird und nicht mehr gefragt ist. Aus der Öffentlichkeit verschwindet er als Erfolgloser ohnehin, denn die Menschen interessieren sich nicht für die Fehler- und Mangelhaften. Das ist ein natürliches Gesetz der Evolution, einer Parodie des sich ständig revolutionierenden und weiterentwickelnden Kapitalismus. Gefragt ist Pfiffigkeit und Cleverness. Beim körperlich Arbeitenden wird nach und nach seine soziale Existenz überflüssig. Schon vom Chef gegrüßt zu werden, wird rar. Auch die eigenen Kinder merken bald, dass es kompetentere als die eigenen Eltern gibt. Wer noch bei etwas Verstand ist, weiß, dass es zu Geschichte und Sein nicht wirklich Intelligentes zu sagen gibt und das, worauf man als Eigentümer noch die Hand drauf hält, eine vorübergehende Beziehung ist. Als Teil einer Maschine mag man noch andere beeindrucken und das Gefühl von Bedeutung und Nutzen haben, aber sobald dieses Kapitel abgeschlossen ist, verkriechen sich die zu Rentnern gewordenen Arbeiter vollends in die Sprachlosigkeit. Der Körper, der nicht mehr gebraucht wird, zerfällt.&lt;br /&gt;Die Lebenserwartung der gering Verdienenden liegt um 6 bis 10 Jahre niedriger – abhängig von der Klassifikation – gegenüber den besser Verdienenden.&lt;br /&gt;Indem die Geringverdiener früher sterben, erweisen sie den Besserverdienenden einen nützlichen Dienst und subventionieren deren Renten und Pensionen. Die Gesellschaft könnte ihnen zumindest mit einer Plakette auf dem Grabstein danken. „Danke für den frühen Tod. – Der Bundespräsident im Namen der Besserverdienenden.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;SOZIALE ISOLIERUNG&lt;br /&gt;gehört in diesen Zusammenhang. Die Gesellschaft, im aktuellen Fall die über Konsum und Qualifikation kapitalistisch strukturierte, grenzt die potentiell Nutzlosen aus ihrer Kommunikation aus. Da man sie dank Chinesen, Öl und Maschinen nicht mehr braucht, lässt man sie mit Sozialhilfe vergammeln. Das gibt ihnen zu fühlen, wie abhängig, gnädig und wohlwollend sie vom Sozialstaat behandelt werden.&lt;br /&gt;Rebellen, die ihre linke politische Haltung nicht im Zusammenhang bürgerlicher Individualisierungsspielchen, sei es etwa Antifa oder Antideutsch, ausagieren, können sich als aussichtslos, bedeutungslos, negativistisch usw. ohnehin vergessen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;EIN NEUER&lt;br /&gt;Seit einigen Tagen mit einem neuen Mitarbeiter konfrontiert, Ersatz für den Vorarbeiter, klanglos abgegangen ist. Ich nehme es ihm nicht übel.&lt;br /&gt;Ich habe versucht, den Neuen anzusprechen. Wie denn die Arbeit wäre, ob es nicht anstrengend wäre, 8 Stunden lang zu hetzen. Aber er war nur kurz angebunden, er hätte vorher 16 Stunden am Tag gearbeitet, da wäre das keine Kunst. (Gescheiterter Selbständiger?). Und dann hatte er es eilig. Am Abend ergibt sich dann auch keine Gelegenheit mit ihm zu sprechen, weil er erst nach Arbeitsende im Umkleideraum auftaucht und ich dann schon bei der Stempeluhr bin. Auf Pünktlichkeit lege ich Wert. Inzwischen, nachdem ich sehe, wie er hetzt und springt, wie er – wahrscheinlich eingelernt durch den alten Vorarbeiter – die Maschinen unsinnig belädt, habe ich auch kein Interesse mehr, mit ihm viel zu reden. Ich trau ihm nicht. Meine Tage habe ich ohnehin schon gezählt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie soll Solidarität möglich sein?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-1292740988830814329?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/1292740988830814329/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=1292740988830814329' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1292740988830814329'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1292740988830814329'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/08/arbeiter-erfahrung.html' title='ARBEITER - ERFAHRUNG'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-2015126585757821740</id><published>2008-08-17T20:12:00.001+01:00</published><updated>2008-08-17T20:12:47.089+01:00</updated><title type='text'>ver.di – BSIRSKE</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Wenn ich schon nicht mehr weiß, wie es politisch weitergehen soll, so lebt in mir doch die alte Lust auf, die linken Institutionen zu kritisieren: Verrat, Betrug etc. Dieses Gefühl – man mag es Ressentiment nennen – und diese Klage, entspricht meinem Naturell und auch meiner defizitären Sozialisation am besten. Ich habe es von meiner Mutter gelernt: „Uns hat man hintangesetzt und wird uns benachteiligen, ein Leben lang. Da kannst Du machen, was Du willst.“ Mit viel Verve habe ich in meinen überpolitischen Jahren diese reaktionäre Resignation bekämpft, die den Fortgang der Verhältnisse durch Tatenlosigkeit unterstützt. Aber ich fühle heute dasselbe Lichtlein in mir glimmen – oder ist es mehr ein kleines schwarzes Loch?&lt;br /&gt;Aber zur Sache: verdi-Chef Bsirske fliegt per Freiflug nach Los Angeles, na ja - Erste Klasse. Als stellvertretender Aufsichtsratvorsitzender der Lufthansa AG kein Problem. Ich reibe mir die Augen. Das wusste ich nicht, das hätte ich nicht mal erwartet. Ein FDPler meint: Das geht doch nicht: Aufsichtsrat und Streikleiter! („Streik“?? War das ein „Streik“? War eine tolle Idee, den Flugverkehr zusammenbrechen zu lassen. Jetzt weiß ich, warum daraus eine so miese Sache geworden ist.) Ich grüble nach und denke, dass es doch nicht Sinn einer Mitbestimmung sein kann, Fliegen auch nur in irgendeiner Form zu unterstützen.&lt;br /&gt;Na klar, was ist ver.di doch für ein Verein: die letzten Tarifabschlüsse, bewirkt durch die Streikaktivität der einfachen Mitglieder und der Arbeiter – die besserverdienende Mehrheit wird man nicht dabei finden – begünstigen mit ihren Prozentklauseln wieder einmal die oberen Ränge, bescheissen die Arbeiter. Zwar wurden die Arbeitszeiten unten gehalten, aber gleichzeitig ein Tarifsystem unterstützt, das Neueinsteiger brutal benachteiligt.&lt;br /&gt;Der marxistische Verstand in mir sagt zwar, dass Gewerkschaften eben Elemente des Kapitalismus sind, aber im gewerkschaftlichen Kampf ist doch mehr drin als (gutes) Überleben im Kapitalismus: Bildung eines politischen Bewusstseins, Kommunikationsorgan von Lohnabhängigen, Demokratisierung betrieblicher Strukturen. Aber Pustekuchen. Mit 14 habe ich als Ferienarbeiter mit Gewerkschaftsblättchen auf der Suche nach etwas Vorwärtsbringenden den Mittagsschlaf vorbereitet – Gewerkschaftsvertreter hatten durch das Austeilen der Zeitung und Einsammeln von Beiträgen noch Präsenz und Gesicht. Beim Studium habe ich noch an die Gewerkschaft geglaubt, lernte aber die professoralen Agenten der Böckler-Stiftung und ihr Beziehungsgeflecht und überflüssige Studien kennen und hatte genug davon. (Eberhard Schmidt ausgenommen). Zwar habe ich viele Jahre Gewerkschaftsbeiträge bezahlt, aber sehe heute keinen Sinn mehr, diesen Verein der Besserverdienenden zu unterstützen.&lt;br /&gt;Was tun? Aussichtslose RGO-Projekte? In die Korruption geraten wie „plakat“? Konkurrierende Gewerkschaften wie in Frankreich, die um einiges mehr erreicht haben?&lt;br /&gt;Ist doch hier alles sinnlos.&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-2015126585757821740?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/2015126585757821740/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=2015126585757821740' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/2015126585757821740'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/2015126585757821740'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/08/verdi-bsirske.html' title='ver.di – BSIRSKE'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-4939579344003983623</id><published>2008-08-12T23:14:00.000+01:00</published><updated>2008-08-12T23:15:14.739+01:00</updated><title type='text'>Blockade</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Ich bin derzeit blockiert, zähle die Tag rückwärts bis zum Ende meines Jobs. Die Überlegungen über Simbabwe nehmen mich derzeit gefangen. Die Art und Weise, wie eine zukunftsfrohe und offene Gesellschaft in nicht vorhersehbare Barbarei zerfällt, ist für mich schockierend. In dem Konflikt dort wird auch etwas über unsere Verhältnisse klar: die Bedeutung der Lohnarbeit in der gesellschaftlichen Entwicklung. Gegenüber der „Barbarei“ der feudalen Verhältnisse scheint sie fortschrittlich zu sein, obwohl sie doch genauso Barbarei impliziert; die Verödung der Welt, die Mechanisierung des Menschen zum Teil einer arbeitsteiligen Maschinerie.&lt;br /&gt;Ein „feudal“ denkender Simbabwer würde sagen: Die Welt ist nicht das Resultat von Arbeit und Intelligenz, sondern ist Natur die angeeignet und erlegt werden will. Der Begriff der „Aneignung“ gehört wesentlich zu dieser Gesellschaft. In der europäischen Geschichte hatte dieser Vorgang eine anderen Namen: Lehen und Gabe. Die Erde ist eine Gabe Gottes, die von Papst und Kaiser weiter geliehen werden. Diese reichen Teile davon als Lehen nach unten weiter. Die Religiösen tun sich noch heute dadurch hervor, dass sie Dankbarkeit betonen. Jede Mahlzeit umschließt ein Dankgebet, aber keinen Dank an den Bauer oder Arbeiter, der sich dafür abgeschuftet hat.&lt;br /&gt;Diese so zustanden gekommenen Eigentumsverhältnisse sind andere als solche durch Arbeit (und dann Tausch). Es kommt zu einer anderen Legitimation; der durch Gewalt, durch Übermacht, auch durch eine politische Machtposition. „Wie kann ein Wahlzettel stärker sein als ein Gewehr?“ fragt Mugabe und da trifft er sich mit Lenin und Carl Schmitt. (Carl Schmitt soll mit seiner „Theorie des Partisanen“ Dutschkes und Krahls Organisationsthesen Pate gestanden haben). In Simbabwe trifft die Bevölkerung, die Lohn verdient und in Marktkategorien denkt, auf den Widerstand der „Traditionalisten“, die nimmt, was da ist, sich um Produktion nicht kümmert – Arbeit ist die Sache von Frauen und Kindern. Recht ist Vorrecht.&lt;br /&gt;In unserer Gesellschaft liegen unterhalb der marktwirtschaftlichen Beziehungen („Bezahlung nach Leistung“)  diese feudal-despotischen Bereicherungs- und Ermächtigungsstrukturen, man konnte sie mehr oder weniger offener auch in den „sozialistischen“ Gesellschaftsstrukturen erkennen. Anscheinend haben sich die Herzen der Menschheit nicht von ihrer vorbürgerlichen Strukturiertheit entfernt und neigen zu charismatischen  Idealisierungen wie jüngst bei Obama oder brutaler Raffgier wie unter den Nazis oder legalisierter Bereicherung heute, wenn es das Pöstchen erlaubt. Adorno meint glaub ich irgendwo, das moderne Individuum neige dazu - da ständig unter dem Druck von Schuld und aggressiven Trieben – zu zerfallen, sei es unter Alkohol oder einer Identifizierung mit einer starken Masse, so als werde es wieder zurück zu einem „Naturzustand“ gezogen. Das Korrelat einer öffentlichen Barbarei ist der Rückzug der Individuen auf ihr Eigentum, ihr „Selbst“.&lt;br /&gt;Der Kern des „Selbst“ ist aber nicht ein individuelles besitzbares Ding, sondern eine (vorübergehende) Kongruenz von gesellschaftlicher Erwartung und individueller Motivation.&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-4939579344003983623?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/4939579344003983623/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=4939579344003983623' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/4939579344003983623'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/4939579344003983623'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/08/blockade.html' title='Blockade'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-9084650356463866883</id><published>2008-07-17T19:47:00.001+01:00</published><updated>2008-07-17T19:49:42.859+01:00</updated><title type='text'>DER GEIER - SIMBABWE</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Kafka:&lt;br /&gt;Es war ein Geier, der hackte in meine Füße. Stiefel und Strümpfe hatte er schon aufgerissen, nun hackte er schon in die Füße selbst. Immer schlug er zu, flog dann unruhig mehrmals um mich und setzte dann die Arbeit fort. Es kam ein Herr vorüber, sah ein Weilchen zu und fragte dann, warum ich den Geier dulde. »Ich bin ja wehrlos«, sagte ich, »er kam und fing zu hacken an, da wollte ich ihn natürlich wegtreiben, versuchte ihn sogar zu würgen, aber ein solches Tier hat große Kräfte, auch wollte er mir schon ins Gesicht springen, da opferte ich lieber die Füße. Nun sind sie schon fast zerrissen.« »Daß Sie sich so quälen lassen«, sagte der Herr, »ein Schuß und der Geier ist erledigt.« »Ist das so?« fragte ich, »und wollen Sie das besorgen?« »Gern«, sagte der Herr, »ich muß nur nach Hause gehn und mein Gewehr holen. Können Sie noch eine halbe Stunde warten?« »Das weiß ich nicht«, sagte ich und stand eine Weile starr vor Schmerz, dann sagte ich: »Bitte, versuchen Sie es für jeden Fall.« »Gut«, sagte der Herr, »ich werde mich beeilen.« Der Geier hatte während des Gespräches ruhig zugehört und die Blicke zwischen mir und dem Herrn wandern lassen. Jetzt sah ich, daß er alles verstanden hatte, er flog auf, weit beugte er sich zurück, um genug Schwung zu bekommen und stieß dann wie ein Speerwerfer den Schnabel durch meinen Mund tief in mich. Zurückfallend fühlte ich befreit, wie er in meinem alle Tiefen füllenden, alle Ufer überfließenden Blut unrettbar ertrank.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;SIMBABWE&lt;br /&gt;Die Situation in Simbabwe ruft anscheinend nach militärischer Gewalt. Die Zanu hat alles in ihren Händen: die Armee, die Medien, weite Teile der Ökonomie, des Geldes, die Passivität Südafrikas und anderer Nachbarn, vor allem die Geschichte des Kampfs gegen die weißen Siedler. Was sie braucht: Öl für die Armee, Geld für ihre Ausrüstung. Ihre Shoppingtouren und Extravaganzen kann sich die Zanuelite mit den immer weniger werdenden Exportprodukten finanzieren: Gold, Tabak, andere Rohstoffe. Die Zanumiliz braucht nicht viel: Chibuku und Mbanje, Bier und Marijuana. Lastwagen werden von der Armee gestellt.&lt;br /&gt;Für die Hungernden gibt es Hilfslieferungen aus den weißen imperialistischen  Nationen. Wenn die Hälfte stirbt, umso besser, sagt Mutasa, der sich als Christ bekennt, jetzt einer der Drahtzieher der Gewalt gegen die Opposition. Pläne sind aufgetaucht, die MDC ganz zu vernichten. Mugabes Wahlparole hieß: 100% Empowerment - Ermächtigung.&lt;br /&gt;Was sollen die Menschen machen? Auswandern, EXODUS, Gefangenenlager rund um Simbabwe, Mugabe und seinen Kriminellen das Land überlassen?&lt;br /&gt;Mugabe wird von sich und seinen Gegnern als „Marxist“ betrachtet, als Kämpfer gegen „Imperialismus“. Er kombiniert das mit privater Bereicherung, Terror usw. usw. Und es gibt genug „Linke“ – in der Regel ohne Beziehung zu Arbeit und Arbeiterklasse – die ihn als ihren Mann betrachten. Der Feind meiner Feinde ist mein Freund. Abscheulich.&lt;br /&gt;Als Gegner von Mugabe ist man in unguter Gesellschaft: multinationale Farming- und Miningkonzerne, den Machtspielern der USA. Sie reden von Menschenrechten und setzen damit ihren Kapitalismus durch.&lt;br /&gt;Der Irrtum der gut gemeinten „Entwicklungshilfe“ war eine Grundannahme, dass sich ein Verhalten durch ein neues ersetzen lasse. Aber das archaische, despotische oder feudale System, das Mugabe repräsentiert, hat nicht nur politischen Charakter, sondern ist Teil einer Struktur, die alle Lebensbereiche umfasst: die Sprache, die Individuen, die Besitzverhältnisse, die sozialen Normen und Werte, die Ökonomie, die Religionen. Man kann nicht einen Teil verändern, ohne dass die anderen Aspekte betroffen sind. Eine Gesellschaft, die um Einheit, Community, Geselligkeit zentriert ist, kann stramm weder in den Individualisierungskapitalismus noch in eine Art von Sozialismus einmarschieren, der durch individualisierte Besitz- und Arbeitsverhältnisse den Gedanken auf Freiheit und Gleichheit erst möglich macht. Man hat sich wenig Gedanken gemacht, wie eine Gesellschaft funktioniert, wo der Glaube an den Rohrstock und die Gewalt die Gesellschaft mehr durchdringt als unser schwächlicher und doch nur oberflächlicher Glaube an die Vernunft der Individuen, wo es Besitzverhältnisse in unserem Sinne nicht gibt, sondern das Land von chiefs und headmen verteilt wird. Wo die körperliche Unversehrtheit nicht als bürgerliches unveräußerbares Recht gilt, sondern Resultat bestenfalls einer christlichen Einstellung ist. So wie bei der MDC.&lt;br /&gt;Es ist nicht immer sinnvoll, die Sache nur moralisch zu betrachten, etwa in Mugabe nur eine üble Parodie von Hitler zu sehen, sondern „Entwicklung“ – als Alternative zur derzeitigen Barbarei – müsste allererst eine Reflexion der kulturellen Wurzeln, die tief in dem Unbewussten der Individuen verankert sind, und der ökonomischen Notwendigkeiten sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mugabe derzeit im Bündnis mit China, Russland, Chávez und Ahmadinedschad. Lässt sich nur auf deren Korruptheit und Konsumgeilheit hoffen. Und ihre Probleme mit effektiver Arbeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Nachricht aus &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.zimbabwesituation.com/jul15_2008.html#Z23"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;Zimbabwesituation&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;"Vier aus der gleichen Familie sind innerhalb von 4 Tagen gestorben. Am Dienstag starb Farai, saß auf einem Felsen neben seinem Grundstück. Er hatte seit Tagen nichts mehr zu essen. Am Donnerstag starb seine Schwägerin – Aids. Am Freitag starb sein Bruder, dann ihre Tante in der Nähe. Die überlebenden zwölf Waisen müssen nun für sich selber sorgen."&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-9084650356463866883?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/9084650356463866883/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=9084650356463866883' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/9084650356463866883'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/9084650356463866883'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/07/der-geier-simbabwe.html' title='DER GEIER - SIMBABWE'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-2326926721108079667</id><published>2008-07-01T22:23:00.001+01:00</published><updated>2008-07-01T22:25:40.005+01:00</updated><title type='text'>SIMABABWE - ÖLKRISE</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;SIMBABWE, EIN BLICK AUF UNSERE ZUKUNFT?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einige nicht sehr relevante Überlegungen, die eben nur mich derzeit beschäftigen.&lt;br /&gt;Hat das, was sich in Simbabwe abspielt, eine mehr als regionale Bedeutung?  Szenen und Bilder aus Science Fictions tauchen auf: etwa die von Mad Max III, oder in Matmâta (Tattooine) in Star Wars. Doris Lessing in ihren Sufiromanen oder im 5.ten Kind verwendet diese Bilder.&lt;br /&gt;Brutalitäten aller Art.&lt;br /&gt;Wird die Welt nach dem Ölrausch so aussehen?&lt;br /&gt;Dadurch, dass die riesige Warenansammlung beschränkt wird, werden sich soziale Konflikte verschärfen und spezifische Formen je nach Tradition annehmen, je nach Kompensationsmöglichkeiten, tödlich oder nur kriminell.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ist spezifisch an Simbabwe?&lt;br /&gt;Die Krise in Simbabwe, seit ca. 95, geht wohl einher mit dem Rückgang der Entwicklungshilfegelder nach dem Ende der Apartheid in Südafrika. Die Ökonomie war an einen Stillstand gekommen, zwei Hoffnungen auf eine wesentliche Verbesserung der Lage haben sich als Täuschung erwiesen: Resettlement und Bildung.&lt;br /&gt;Resettlement scheiterte daran, dass comercial farming ersetzt wurde durch subsistence farming auf Schrebergartenniveau. Die Bauern auf den Resettlementfarmen denken nicht marktbezogen; produzieren für ihr Überleben, den Brautpreis etc., vielleicht noch etwas Überschuss für Schulgebühren, Kochöl etc. Oder in Marxens Kategorien: Gebrauchswerte, nicht Tauschwerte.&lt;br /&gt;Die Bildung orientierte sich an der Oberfläche der weißen Kultur, so wie es die Missionsschulen boten. Die lieferten Qualifikationen für Universitätsabschlüsse, vorwiegend Rechtsanwalt, Kaufmann, Lehrer, vielleicht noch Arzt – kaum Techniker, Handwerker, Farmer. Es fehlt die Vermittlung zwischen High-Tech-Industrie und Subsistencefarming.&lt;br /&gt;Politisch und ökonomisch herrschend ist in dieser „mixed economy“ aber der Weltmarkt. Der bestimmende Bereich der Ökonomie ist Teil des Weltmarkts. Durch ihn werden auf dem Land viele Dinge des täglichen Lebens über dem Subsistenzniveau möglich: Busse, Schulen, Kleidung, Wholesalers, die ihre Produkte anbieten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Gewalt von Seiten der Zanu ist möglich durch die hohe Rate der Arbeitslosen, der an der Bildung gescheiterten. Ihr Ziel ist die ethnische Reinheit, ihr Gegner der zivile Dissident, ihr Traum ein schwarzes Imperium. Gestört wird das durch die Gesetze der weißen Ökonomie, obgleich ihre Waren problemlos integriert werden können. Die Sache ist aussichtslos. Sie werden am Rande der Welt leben. Nicht ohne Vitalität, da sie – im Gegensatz zum modernen Arbeitslosen, Überflüssigen oder Prekären – in einer Gemeinschaft leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inwieweit werden wir in diese Prozesse hineingezogen werden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-         Durch die modernen Medien leben wir in einer Welt. Die Standards unserer Welt beeinflussen auch die „Dritte“ Welt. Nicht nur Grace Mugabe geht in Rom oder Singapur shoppen, sondern tendenziell auch jeder Simbabwer. Es ist kein Problem, die Benzinrechnung eines Angehörigen vom Ausland aus zu bezahlen. Gleichzeitig werden so, ohne es zu wollen, Devisen für die Shoppingtouren der Mugabes beschafft. Der Weltmarkt schafft so allseitige Verantwortlichkeiten.&lt;br /&gt;-         Rohstoffe. Gerade plant die AngloAmerican ein Minenprojekt für 400 Mio. Dollar. Platin für die Katalysatoren der Autos, damit unsere Luft schön sauber bleibt.&lt;br /&gt;-         Flüchtlinge, die Rede ist von 3 Mio. - vor allem in Südafrika. Die Fußballfans werden sich in Wegschauen üben müssen.&lt;br /&gt;-         Die Abwehr der „Barbaren“ barbarisiert das eigene Land. Die moralische Verantwortlichkeit muss verleugnet werden, die Realität ausgeblendet. Definitionen von Gut und Böse, hochwertig und minderwertig sollen die Menschen der Dritten Welt ausgrenzen. Die Caritas wird zum scheinbaren Heilmittel, während man sich gleichzeitig der Rohstoffe bedient, die internationale Gesellschaften herausholen und damit die herrschenden Regimes unterstützen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;DIE ÖLKRISE UND MEINE ILLUSION&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Analysiere ich die Ölkrise, sehe die Ereignisse in Zimbabwe und die Zusammenhänge, wird mir bewusst, dass ich einer Illusion aufgesessen bin; der, dass die Ölkrise zu einer gesellschaftlichen Krise führt, die nur durch Entglobalisierung, Dezentralisierung, Produktion auf Grasswurzelniveau gelöst werden kann. Also: Fahrrad, Energiesparen, regionale Produktion und regionale Warendistribution usw.&lt;br /&gt;Das ist ähnlich der alten linken Illusion von der Erneuerung durch die Krise. In Wirklichkeit ist die Gesellschaft genauso so sehr auseinandergefallen in Klassen und Schichten, Hierarchien, genauso wie sie dadurch zusammenhängt und wie die Schichten voneinander abhängig sind; die Sozialarbeiter und die Armen, die Großkonzerne und die Arbeiter, die Intellektuellen und die Angestellten usw.. Es gibt keine Lösung ohne die gesamte Gesellschaft. Das aber wird dazu führen, dass die Krise nur die Klassengesellschaft auf niedrigerem Niveau reproduzieren wird. So wie sich in Zimbabwe die Gesellschaft in der Krise sich auf zwei verschiedenen Niveau reproduziert und neu formiert: die ärmliche Subsistenzwirtschaft auf der einen, die globalisierte Ökonomie der Städter, Flüchtlinge, Händler andererseits und dazwischen die politischen Eliten, die versuchen, möglichst viel ausländische Währung abzusahnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die „Klimakatastrophe“ gibt zwar die Chance einer globalen humanen Politik, aber durchsetzen werden sich Konzepte von Klassen und Nationen, Kontinenten – ein Rennen um Vorteile und Überleben und Aussterben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genauso werden in Deutschland die Arbeiter fixiert auf das Kapital die notwendigen Einschränkungen in Kauf nehmen, gegebenenfalls Rad fahren und die Heizung herunterdrehen, aber nicht das Lohnarbeitsverhältnis selber in Frage stellen. Die Übergänge dazu erscheinen manchmal abrupt, wie jetzt beim Steigen des Ölpreis, aber normalerweise verlaufen sie schleichend, wie bei Entwertung der Arbeitskraft durch Inflation, Rentenverlust, Zeitarbeit, Teilzeitbeschäftigung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anders gesagt: Eines meiner Zukunftsbilder besteht oder bestand darin, dass die Menschen wie in der Nachkriegszeit oder in Afrika wieder anfangen müssen, sich auf einfachem Niveau zu reproduzieren – Garten, Landwirtschaft, vielleicht Kooperation, gegenseitige Hilfe (wie es bei Kropotkin so schön heißt). Bei Doris Lessing, geprägt durch die misslungenen Farmingversuche ihres Vaters, finden sich diese Bilder.&lt;br /&gt;Daraus wird wohl nichts. Das System ist ein hoch arbeitsteiliger Betrieb. Jeder hat seine Teilfunktion und gleichzeitig immer weniger Anteil am kollektiven Gesamtarbeiter (von dem Krahl geträumt hat), ist auf sich fixiert und immer weniger in der Lage, die gesellschaftlichen Zusammenhänge in sich zu bündeln. Die Zukunft ist Sozialdemokratie, also eine Art „wohl“ geordneter Kapitalismus mit wechselnden Ideologien, mal der liberalen Selbstverantwortung, mal der Sozialfürsorge. Nicht Autonomie und Demokratie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was bleibt für linke Intellektuelle übrig, außer „Gute Nacht, Welt!“ zu sagen? Staunend zu begreifen versuchen, was und wie das vor sich geht? In die Theorie zurückfallen und die Ohnmacht der Kritik? Nach den Rissen zu forschen, den Pflänzchen der Autonomie im Beton? Irre werden wie Reich oder Korsch?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-2326926721108079667?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/2326926721108079667/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=2326926721108079667' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/2326926721108079667'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/2326926721108079667'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/07/simababwe-lkrise.html' title='SIMABABWE - ÖLKRISE'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-1770992935795786948</id><published>2008-06-24T11:15:00.000+01:00</published><updated>2008-06-24T11:16:24.336+01:00</updated><title type='text'>„GEGENSTANDPUNKT“</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Von einem &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.freie-radios.net/portal/index.php"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;freien Radio&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; höre ich einen Kommentar der MG („Marxistisch“!!) über Zimbabwe. Antiimperialistische Dümmlichkeiten. Antiimperialismus ist also: Menschen totschlagen, Hände abhacken, Füße, sie verhungern lassen, vergewaltigen.&lt;br /&gt;Zu den Antiimperialisten zählt man wohl auch noch neben Mugabe: Chávez und Castro, Gaddafi. Alles, was die MG uns damit sagt, dass unser System immer noch das Beste ist. Ich verstehe nicht, wie eine „linke“ Site Host für solche Produkte sein kann.&lt;br /&gt;Ein ähnlich dümmlicher Podcast von derselben Site lässt sich über die „Vertriebenen“ aus. - Gleichgültig, ob sie CDU sind oder nicht, haben auch sie ihre Rechte und verdienen, dass ihre Erfahrungen wahrgenommen werden. Als Kind habe ich das Mobbing der „Flüchtlinge“ erlebt. Die „Linke“ scheint nicht darüber hinausgekommen zu sein.&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-1770992935795786948?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/1770992935795786948/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=1770992935795786948' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1770992935795786948'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1770992935795786948'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/06/gegenstandpunkt.html' title='„GEGENSTANDPUNKT“'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-7134665453121723069</id><published>2008-06-14T22:20:00.001+01:00</published><updated>2008-06-14T22:23:13.430+01:00</updated><title type='text'>ENERGIE FÜR „MINDERLEISTER“</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Seltsam wie in der Linken Entsolidarisierung und Rassismus tief verankert ist. Man muss nur moralisch hoch stehend genug sein – aus irgendwelchen Gründen – oder sich ungerecht genug behandelt darstellen, ist jede Art von Verächtlichkeit erlaubt.&lt;br /&gt;So etwa W. Schmickler in einem satirischen Beitrag über „&lt;/span&gt;&lt;a href="http://youtube.com/watch?v=lip7T352jC4"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;Minderleister&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;“, in dem er die neoliberale Kritik an linken Armutskampagnen parodiert:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;„Es kann in Deutschland keine Armut geben …Fahren sie mal nach Afrika oder nach Indien oder Russland. Da sehen Sie mal, was richtige Armut ist. Für die Kohle, die hierzulande auch noch der letzte Hartz4Empfänger abgreift, für die setzen sich Tag für Tag Hunderte von Afrikanern in irgendwelche morschen Paddelbootchen und ersaufen jämmerlich im Meer.“&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Sein Beitrag war ja ganz lustig und spricht aus dem &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=3278"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;linken Herz&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;, aber die Weltsituation zum Maßstab zu nehmen – und eben auch die afrikanische – das kann doch nicht Satire sein. Es wirkt in den obigen Sätzen so, als wollte er ganz und gar von der Hand weisen, was internationaler Standard ist. Standard, nicht durch die Dummheit und Faulheit der Afrikaner oder Inder, sondern durch ihre Übervorteilung auf dem Weltmarkt. Warum sollte ein Weißer eine größere Menge an Öl, CO2Ausstoß und andere Rohstoffe bekommen als ein Schwarzer? Da frisst sich die Minderleisterparodie in ihrem inhärenten Rassismus selber auf.&lt;br /&gt;Es scheint so, dass in der Konsumlinken das Verwertungsprinzip des Kapitalismus, es müsse immer mehr werden, tief verinnerlicht ist - diese historische Illusion. Auch die Illusion, dass es immer eine technische Lösung für alles gäbe.&lt;br /&gt;Na ja, wir sind wohl oder übel auf dem Weltmarkt angekommen, und können nicht so tun, als käme das Erdöl aus der norddeutschen Tiefebene, als wären Warenbewegungen Naturereignisse ohne politische Implikationen, ohne Konsequenzen für den Rest der Menschheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angesichts der steigenden Gaspreise will Gabriel, der gute Onkel von der SPD, „Sozialtarife“ einführen. Also eine Art Verschmutzungsrecht für Arme. Die Konsequenz wäre, dass diese Leute, die ohnehin nichts im Griff haben, da voll ausgeliefert an und abhängig von der konsumistischen Mittelschicht, keinen Grund sähen, ihren ohnehin schon sinnlosen Energieverbrauch einzuschränken. (Ich kann das an meinem Arbeitsplatz jeden Tag beobachten). Sinnvoller der Vorschlag der Grünen &lt;/span&gt;&lt;a href="http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2008/06/11/dlf_20080611_1915_1a720aa2.mp3"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;Höhn&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;, bzw. der Verbraucherzentrale NRW, jedem Bürger eine Grundmenge an günstiger Energie bereitzustellen und das was darüber hinausgeht, effektiv zu verteuern. Als Maßstab würde Ich 3 to CO2 für jeden pro Jahr vorschlagen.&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-7134665453121723069?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/7134665453121723069/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=7134665453121723069' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7134665453121723069'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7134665453121723069'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/06/energie-fr-minderleister.html' title='ENERGIE FÜR „MINDERLEISTER“'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-1825258605217930735</id><published>2008-05-29T22:17:00.001+01:00</published><updated>2008-05-29T22:19:34.959+01:00</updated><title type='text'>Sozialistischer Kapitalismus ? Flassbeck und Co</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Im Umfeld der Linken, Albrecht Müller hört man öfter von Flassbeck, Exberater von SPD Regierung. Interessante Meinung etwa: Eine Gesamtwirtschaft kann sich nicht verschulden oder kann nicht sparen. Richtig dabei ist sicher, dass, was auf der einen Seite weggenommen wird, auf der anderen wieder auftaucht. Flassbeck, Müller usw. – eben der linke Keynesianismus glaubt aber, dass bei Belebung der wirtschaftlichen Kreisläufe – etwa durch höhere Löhne, Ausgaben für Konsum sich Kapitalismus, also wirtschaftliches Wachstum beliebig fortsetzen lässt. Läuft das gut gelenkt, ist Vollbeschäftigung möglich.&lt;br /&gt;Soweit ich mich erinnern kann, wird von Marx das Problem im zweiten Band vom Kapital abgehandelt. Es geht um das Verhältnis von Produktion von Konsumgüter und Produktion von Investitionsgüter. Die beiden Abteilungen müssen im Gleichgewicht zueinander stehen. Am Ende ist es egal, von wem die Waren konsumiert werden: der herrschenden Klasse oder verdünnissiert von der arbeitenden Klasse. Je nach politischem Management haben wir dann entweder einen rechten oder linken Kapitalismus.&lt;br /&gt;Marx sah das Problem des Kapitalismus eher darin, dass durch die Konkurrenz bedingt, über steigende organische Zusammensetzung des Kapitals die Profitrate tendenziell fällt. – An sich kein Problem, aber die Spielräume für Extraprofite werden immer enger. Die permanenten Revolutionen der Technik, der Konsumsphäre, der Bewegungen des Kapitals über die Welt, sind Resultat dieses Drucks zur Veränderung. Wo diese Innovationsfähigkeit ihre Grenzen hat, ist schwer zu sagen. Nach und nach werden alle Bereiche des Lebens dem Kapitalverhältnisse unterworfen, in Warenform gebracht, sei es menschliche Zuwendung, Bildung und Kultur oder Religion. Es ließe sich nun etwa hypothetisch annehmen, dass es zu dem Fall käme, dass alle menschlichen Bedürfnisse kapitalistisch befriedigt sind, und es keine Möglichkeit mehr gäbe, neue Produkte einzuführen, oder das Rohstoffe wie etwa Öl zu Ende gingen. Das würde natürlich soziale Krise bedeuten, aber nach den nötigen „Umwälzungen“ – weniger Menschen, ärmeres Leben, andere Verteilung – wäre auch ein Profitschöpfen auf einem primitiveren Niveau wieder möglich. Der Kapitalismus ist nun mal ein System von Verlierern &lt;strong&gt;und&lt;/strong&gt; Gewinnern. Nach einer grandiosen Wertzerstörung wie etwa nach dem Weltkrieg kann das Akkumulations- und Bereicherungsspiel wieder munter von vorne beginnen.&lt;br /&gt;Dennoch halte ich das Flassbecksche Modell von der endlosen Reproduktionsfähigkeit des Kapitalismus für falsch. Er sieht von seinen materiellen Voraussetzungen ab. Das sind einmal die Rohstoffe, andererseits die menschlichen Bedürfnisse, die miteinander in einem sinnvollen Verhältnis zueinander stehen müssen. Eine Verknappung des Öls wird eine Verknappung von Lebensmitteln, Verteuerung von Transport, Einschränkung des Handels und damit der Profitproduktion zur Folge haben – also Arbeitslosigkeit, soziale Krise und Konflikte.&lt;br /&gt;Aber selbst, wenn man von dieser schwindenden materiellen Voraussetzung absieht, ist das nächste Problem einer keynesianisch gesteuerten Vollbeschäftigung die steigende organische Zusammensetzung des Kapitals, welche durch Technik etc. menschliche Arbeit immer mehr überflüssig macht. - Gut, würde Flassbeck jetzt sagen, dann müssen eben neue Bereiche in die Warenproduktion eingegliedert werden. Etwa Pflege alter Menschen, neue Dienstleistungen. Wie wird das finanziert? - Aus dem Mehrwert der profitablen Sektoren. Theoretisch kein Problem, ist eine politische Sache. Theoretisch kann der Mehrwert sogar unter die Arbeiter verteilt werden, der Kapitalismus dann unter scheinbar sozialistischen Bedingungen weitergeführt werden. Hauptsache, die Werterzeugung kann immer mehr ausgeweitet werden. Die profitabel erzeugten Produkte müssen schließlich nicht nur dingliche Güter sein, es können genauso „Dienstleistungen“ sein. Hauptsache, sie können verkauft werden und lassen sich als Mehrwert aneignen.&lt;br /&gt;Obwohl dieses Vollbeschäftigungsmodell prinzipiell erfolgreich sein kann, verändert es doch an der Dominanz des Verwertungszwangs nichts.&lt;br /&gt;Es ließen sich ökonomische Systeme denken wie derzeit am Milchmarkt mit der Milchquote. Das wäre aber ein wirklicher Systemwechsel. Merkwürdig, dass die linke Sozialdemokratie nicht auf dieser Schiene denkt. – Klar, sie hat Angst vor dem Vorwurf der Zwangsbewirtschaftung. Es müsste über Ressourcen und Verteilung diskutiert werden, ökonomische und gesellschaftliche Rationalität.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-1825258605217930735?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/1825258605217930735/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=1825258605217930735' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1825258605217930735'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1825258605217930735'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/05/sozialistischer-kapitalismus-flassbeck.html' title='Sozialistischer Kapitalismus ? Flassbeck und Co'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-8096434008207428506</id><published>2008-05-18T16:57:00.003+01:00</published><updated>2008-12-10T05:31:52.342Z</updated><title type='text'>ZIMBABWE</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Die Ereignisse in Zimbabwe schlagen ins Grauenhafte um. Mir zeigen sie die Zukunft der Menschheit. Gangs fallen über Dörfer her, die gegen die Regierung gestimmt haben, brennen Hütten ab, verprügeln die Menschen, schlagen sie tot, mit Stacheldraht, Schraubenzieher, Äxten. Eine Elite - jetzt abgekoppelt von dem globalen Warenstrom - finanziert das, antikoloniale und rassistische Ideologie im Munde. Einer der Initiatoren der Folterkampagne ist &lt;/span&gt;&lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Emmerson_Mnangagwa"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;Mnangagwa&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;, der sich wohl an seinen Landsleuten für die 1965 erlittene Folter rächt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer Anstand hat, setzt sich für den Boykott der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika und der Olympiade in China ein. Mbeki unterstützt, was in Zimbabwe passiert, China liefert die Munition.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht gibt das den deutschen Sympathisanten von China und Südafrika zu denken: &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.guardian.co.uk/world/video/2008/may/18/zimbabwe.violence?gusrc=rss&amp;amp;feed=worldnews"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;Gibson Nyandoro&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; (Video des Guardian). (Viele Informationen auch &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.zimbabwesituation.com/"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;hier&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;.)&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_OOlfWCRXlmM/SDBSG_mUIiI/AAAAAAAAABQ/0VA3wcRoCGQ/s1600-h/nyandoro10d.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5201747849717752354" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_OOlfWCRXlmM/SDBSG_mUIiI/AAAAAAAAABQ/0VA3wcRoCGQ/s320/nyandoro10d.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-8096434008207428506?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/8096434008207428506/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=8096434008207428506' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/8096434008207428506'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/8096434008207428506'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/05/zimbabwe.html' title='ZIMBABWE'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_OOlfWCRXlmM/SDBSG_mUIiI/AAAAAAAAABQ/0VA3wcRoCGQ/s72-c/nyandoro10d.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-3595365591321597498</id><published>2008-05-04T20:00:00.002+01:00</published><updated>2008-05-04T20:04:16.764+01:00</updated><title type='text'>ILLUSIONEN</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Die Generation der Facharbeiter stirbt aus. Sie wäre noch am ehesten der Idee einer an Autonomie orientierten sozialistischen Bewegung näher gekommen. Warum? Sie hat noch soviel Kenntnisse gehabt, mit der sie gesellschaftliche, technische und ökonomische Prozesse durchschauen konnte. Auf eine sehr vereinfachte Weise, aber praktisch orientiert und tendenziell universalistisch. Die eigene Arbeit war ein exemplarisches Modell für andere Vorgänge. So wie es bei einem Projektunterricht als Bildungsprogramm propagiert wird.&lt;br /&gt;Das ist vorbei. Es war noch nie gut angesehen, spießig etc. Der Heimwerker – über ihn macht man sich heute lustig. (Ich gebe zu – manche Typen werkeln übel rum).&lt;br /&gt;Oder der Kleingärtner. Ich bin in so einem Verein. Es stimmt schon; diese Mischung geht auf die Nerven. Ich kann die Ressentiments verstehen. Aber da war doch mehr dahinter: Ein Garten, Maschinen reparieren, zuhause ausbessern, selbst bauen. Diese Leute hatten nicht nur Ahnung von vielen Dingen, sie hatten deswegen auch ein politisches Interesse. Natürlich gezwungenermaßen, weil der Staat ihr Leben für Krieg und Frieden in der Hand hielt.&lt;br /&gt;Was aber heute? Schaue ich mir meine Kollegen am Band an – was haben sie noch drauf? Professionell so gut wie gar nichts, es beschränkt sich auf ein paar Ritualien. Große Freude, wenn sie einen Fehler entdecken. Formal wird die Arbeit so gemacht, dass der Chef nicht klagen kann. Da aber auch er nicht wirklich durchblickt – im Großen Ganzen sind nur die externe Fachleute, Hunderte von Kilometern entfernt, kompetent – kann er an eigener Kompetenz nicht viel weitergeben. Fachlich am Qualifiziertesten ist bei mir der Vorarbeiter, aber er ist zu blöde, um Abläufe wirklich rational zu machen, er befriedigt sich mit Klugscheißereien.&lt;br /&gt;Was also läuft in Wirklichkeit? Es geht um den Lohn. Mit dem kann man was anfangen. Mehr interessiert kaum. Die Menschen sind derart reduziert, dass sie sich nicht mehr dafür interessieren, was sich außerhalb ihres Horizonts abspielt, wollen nichts wissen, wie das, was sie konsumieren, hergestellt wird, welche Leute über ihr Leben bestimmen, welche Alternativen es gibt. Die einzige Alternative ist: mehr haben, fressen, kaufen etc. Keine Ahnung von Ökologie, von Politik, von Ökonomie, von Geschichte. „Eindimensionalität“ hat das Marcuse genannt.&lt;br /&gt;Das Bewusstsein von Ökologie wird allgemein überschätzt. Wie beschrieben, besteht die Schule schon im Technikerbereich in der Hinsicht aus kompletten Trotteln. Ist aber keine Ausnahme, sondern die Regel. In den Zeiten von Privatfernsehen ist die Dummheit zum Allgemeingut geworden, die Tageschau zum Versammlungsort der Bildungselite. Wäre interessant, wie viel Lehrer noch Tageschau anschauen oder Zeitung lesen. Es gibt im Fernsehen eine Fülle von guten Informationssendungen. Aber es ist wie bei den Pisaanalphabeten: ist erstmal ein bestimmter Bildungsschritt nicht gemacht worden, geht der Anschluss, die Bildungsfähigkeit insgesamt verloren.&lt;br /&gt;Wie geht es weiter? Die Vertrottelung wird weitergehen, Leben in Scheinwelten.&lt;br /&gt;Wird die große Krise kommen, ein Ende des Autos, der Fresserei? Die Schichten werden sich abdichten. Die Proleten, jetzt nur noch oral abhängige Fettwanste al la New Orleans, werden mit Apolitik geködert, auf der Basis der asiatischen Sklavenarbeiter. Oder sie werden fallen gelassen, sie verwahrlosen. Das Bedürfnis nach gesellschaftlicher Partizipation wird aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Die Reichen etc. ziehen sich in ihre Konzertpaläste und Villen zurück, in ihre exklusiven Welten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie wird die weitere Entwicklung des Kapitalismus aussehen?&lt;br /&gt;Die Produktion und Distribution wird weiter intelligenter werden, die Tätigkeiten werden weiter differenziert werden. Der Schwerpunkt der Arbeit wird sich von der Produktion ins Marketing verlagern. Es wird eine weitere Entkörperlichung der Arbeit stattfinden, dadurch dass körperliche Arbeit an Maschinen, ausländische Sklaven abgegeben wird. (Auf der anderen Seite dann eine Renaissance des Körpers durch Sport, Styling, Outfit.) Genauso wie die Autonomie des Individuums durch seine Integration in kapitalistische Verwertungsprozesse voranschreitet, genauso wird es parallel dazu eine scheinbare Individualisierung und Differenzierung geben. Die spannende Frage ist, wodurch individuelle Differenzierung und gesellschaftlicher Verwertungszwang außer durch Geld zusammengehalten werden. Dies im produktiven Sektor.&lt;br /&gt;Der in Bezug auf Mehrwert nicht produktive Sektor, also Staat, der seine Einnahmen aus den Steuern bezieht, ist notwendig um soziale Konflikte, bedingt durch das kapitalistische Monopol in der Existenzversorgung, auszugleichen und die Grundlagen der Produktion bereitzustellen. Formal zwar demokratisch, muss er aber die kurzfristigen und egoistischen Teilinteressen der Klassen und Schichten, zu Ungunsten der kapitalistischen Gesamtgesellschaft unterdrücken. Dieses Gesamtinteresse stellt sich als technokratisches Gefüge von Wirtschaftsstimulierung – neoliberal oder keynesianisch – und Sozialarbeitertechnologie dar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo wird es diesem System Konflikte geben? Vermute zunächst:&lt;br /&gt;-         Konkurrenz der Arbeit führt zu Lohnsenkungen&lt;br /&gt;-         Ende der Ölreserven führt zu einer allgemeinen Verteuerung der Lebenskosten&lt;br /&gt;-         Stärkere Verteilungskämpfe auch bei der Umverteilung der Profite untereinander&lt;br /&gt;-         Bindung an die Gesellschaft geht und zerfällt über Wachstum und Produkte, läuft über internationale Ausbeutung und Rassismus&lt;br /&gt;-         Sozialismus wird nicht möglich sein, da individuelle und gruppengebundene Interessen allgemeine überstimmen; Kampf ist angesagt.&lt;br /&gt;-         Alternative ist Nichtkampf, Rückzug, vielleicht genossenschaftliche Lösungen&lt;/span&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-3595365591321597498?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/3595365591321597498/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=3595365591321597498' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/3595365591321597498'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/3595365591321597498'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/05/illusionen.html' title='ILLUSIONEN'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-5116711784667534412</id><published>2008-04-27T18:24:00.002+01:00</published><updated>2008-04-27T18:27:47.915+01:00</updated><title type='text'>DISKUSSION ÜBER ARBEITSEMIGRANTEN</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;MK: &lt;em&gt;Du zeigst Dich in Deinem Blog als Rassist. Hinter diesem Facharbeitersozialismusgerede steckt tiefverwurzelt alter Natiosozialismus. Sozialismus ist dagegen für alle da.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Ich: Also Wurzeln habe ich schon, wer hat keine? Aber etwas zu den Arbeitsemigraten: Sie wurden importiert, um den Arbeitsmarkt für das Kapital kontrollierbar zu machen. Das Kapital setzt auf Internationalismus, wenn es damit politische Begrenzungen im nationalen Rahmen bekämpfen kann. Wie jetzt etwa bei den EU-Verträgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;MK: &lt;em&gt;Aber die deutsche Arbeiterklasse ist doch nur an einem gut funktionierenden Kapitalismus interessiert und hat kein Interesse an einer Systemveränderung. Für das politische System ist es außerdem gleichgültig, wer die Arbeit macht, Inländer oder Ausländer.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Ich: Das stimmt für den beharrenden Teil, also die Arbeiter, die ihren Horizont auf das Leben in ihrem beruflichen Milieu beschränkt haben, die, die nicht in gesellschaftlichen Bezügen denken, sondern sich auf gegebene Konsummöglichkeiten reduziert haben. Alle nehmen mehr oder weniger bewusst gesellschaftlichen Unterschiede und Ungerechtigkeit wahr. Die einen verarbeiten es politisch, die andere individuell. Das gesellschaftlich vorgegebene und dominante Muster ist das der Mittelschicht; nämlich individuell intelligente Anpassung, Fleiß und Aufstieg. Die Verbreitung politischer Lösungsformen hängt von Resonanz in einer Öffentlichkeit ab. Diese Öffentlichkeit gibt es derzeit nicht. Als nicht materiell und praktisch sich durchsetzende Lösung bleibt eine sozialistische Orientierung nur Bewusstsein, Einstellung aber auch Gerede, Attitüde, individuelle Macke.&lt;br /&gt;Die „linke“ Fantasie vieler Arbeiter bleibt allerdings in einem nationalen Rahmen stecken, sei es als nationaler sozialer Kapitalismus oder als nationaler Sozialismus.&lt;br /&gt;Es ist auch nicht übertrieben, zu behaupten, die deutschen Arbeiter hätten in den Gastarbeitern zunächst weniger eine Konkurrenz gesehen als vielmehr eine Möglichkeit, auf deren Rücken aufzusteigen, die unqualifizierte Arbeit an Billigarbeiter abzugeben. Ich selber habe erfahren, wie deutsche Arbeiter durch die Gastarbeiter automatisch zum Vorarbeiter und Industriemeister aufgestiegen sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;MK: &lt;em&gt;Marx geht davon aus, dass der Kapitalismus nationale Besonderheiten im Weltmarkt egalisiert und da er international agiert, notwendigerweise international mit ihm umgegangen werden muss.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Ich: Marx geht von der Erfahrung der Internationalität von 1830 und 1848 aus. Aber das waren historische Sonderfälle, bei denen die Arbeiterklasse auch keine führende Rolle gespielt hat. In Wirklichkeit macht dieser hohe Anspruch auf Internationalismus, der über Rhetorik und Demos hinausgeht, den Bewegungsrahmen nur kleiner.&lt;br /&gt;Man muss stattdessen von dem Bezugssystem ausgehen, in dem sich für die Menschen die politischen Prozesse und Entscheidungen abspielen. Das ist der nationale Rahmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;MK: &lt;em&gt;Das ist doch klassische Sozialdemokratie, am Ende noch mit „Burgfrieden“.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Ich: Der Gedanke einer sozialen Demokratie muss doch nicht schlecht sein. Aber ich glaube nicht, dass die Sozialdemokraten den Bruch mit dem Kapitalismus wirklich wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;MK: &lt;em&gt;Heißt das also Krieg am Band mit „Ostarbeitern?“ Das ist doch Rassismus! Du wirst von Ihnen mit Recht als arroganter Deutscher gesehen, der sie bevormunden will. Sie wollen nur so leben wie die anderen Deutschen und nicht wie Du mit Deinem Sparsamkeitszwang!&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Ich: Krieg oder Kampagnen wären blödsinnig und asozial. Die Gastarbeiter haben zwar als konkurrierendes Element das Machtverhältnis zu Ungunsten der Arbeiterklasse geschwächt, aber gleichzeitig bei den deutschen Arbeitern – ohne es bewusst zu wollen - systemkonforme Haltungen befördert. Sie selber haben eine Erfahrung von Herabsetzung, Missachtung und Diskriminierung, aber beziehen das nur auf sich, ohne die sozialen Verhältnisse ändern zu wollen. Sie haben Angst, ihre materiellen Grundlagen zu verlieren, denken nicht in Alternativen sondern leben in dem Wunsch, das vorhandene deutsche Niveau zu erreichen. Auto, nicht Fahrrad.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;MK: &lt;em&gt;Eine NPD-Parolen lautet: „Volksgemeinschaft statt Globalisierung“.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Die NPD-Klientel entsteht aus dem Bereich der durch Konkurrenz und Globalisierung bedrohten oder ausgeschiedenen Gesellschaftsgruppen. Das nationale Argument ist das letzte, das sie noch für sich in Anspruch nehmen können. Es ist aber ein Skandal, dass nicht alle – ob Leistungsträger oder nicht – einen gesellschaftlichen Platz haben. Die Antifa vermute ich - ich kenn zu wenige - stammt aus dem Mittelschichtsmilieu, ist materiell nicht bedroht, nicht zur Konkurrenz mit Ausländern, Hartz4lern gezwungen.&lt;br /&gt;Sie fühlt sich moralisch überlegen, und ist de facto genauso aggressiv wie ihr Gegner. Sinnvoller, statt gegen die NPD zu marschieren, wäre es, für einen menschlichen Umgang, ein realistisches Selbstbild und realisierbare gesellschaftliche Chancen dieser Klientel zu sorgen und die Institutionen anzugreifen, die Menschen diskriminieren und disqualifizieren: Schule und Betriebe, Gewerkschaften.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;MK: &lt;em&gt;Aber die politische Trennlinie besteht heute zwischen Faschisten und Antifaschisten.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Ich: Nein, das sind nur Profilierungskonzepte einer Elite, die kein soziales Programm mehr hat, die ihre „überlegene“ Identität durch eine Abgrenzung gegen moralisch, bildungsmäßige und andere Unterlegenheit konstruiert. Typisch dafür etwa &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.freitag.de/2008/17/08170501.php"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;Storz&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; im &lt;em&gt;Freitag&lt;/em&gt;, der zu einem Bündnis von Parteien, Gewerkschaften und Kirchen gegen rechts aufruft, also gerade den Institutionen, die marktgläubig Differenzierung, Konkurrenz und Mittelschichtskultur als Leitbild haben. Wie wäre es, wenn Gewerkschaften Diskussion, Information, gleichwertige Bildungsabschlüsse und Löhne für alle zu ihrem Ziel machen würden und nicht Prozentforderungen, Versicherungsmentalität und Marktanpassung.&lt;br /&gt;Die politische Trennlinie liegt in der politischen Intelligenz selber. Darin ob sie in der Lage ist, kollektive Konzepte wirksam werden zu lassen. Also statt technokratischen Konzepten der Existenz – die im Wesentlichen auf der intelligenten Anpassung an Märkte bestehen – politisierte Existenzformen, die die gesellschaftlichen Implikationen politischer Entscheidungen reflektieren können: Bildung, Tarifverträge, Konsumverhalten und Umgangsformen. Also: Markt oder Demokratie.&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-5116711784667534412?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/5116711784667534412/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=5116711784667534412' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/5116711784667534412'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/5116711784667534412'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/04/diskussion-ber-arbeitsemigranten.html' title='DISKUSSION ÜBER ARBEITSEMIGRANTEN'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-4691037998447234751</id><published>2008-04-20T19:52:00.002+01:00</published><updated>2008-04-20T20:05:01.227+01:00</updated><title type='text'>Kleiner Eklat am Band</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Der Kollege hat nun eine private Sache schon fast eine Stunde in der Maschine laufen lassen. Mir geht es langsam auf den Wecker. Und als er es wieder lädt, platze ich. Mein Protest lässt ihn nach Luft schnappen: „Was bist Du für ein Mensch“. Sein Ton macht mich fühlbar zum kalten Ungeheuer. „Keiner will mit dir arbeiten“. Das stimmt, mein Tempo, meine Ökonomie etc. machen es anderen schwer. Oder von mir aus gesehen: Ich kann ihren Trott, die Energieverschwendung kaum aushalten. Überall Lichter an, auch wo nicht gearbeitet wird, Heizungen auch bei 25°an, stundenlang laufen energieaufwendig Maschinen für kleinste Mengen. Wäre ich Chef der Firma, würde ich gleich 15% der Kosten allein mit Energiesparmaßnahmen reduzieren. (Ich verrate mich; ich denke schon wie ein Chef).&lt;br /&gt;Aber ich bin dann doch geschockt über diesen Hassausbruch und mir ist klar, dass ich nun die ganze Ostmafia gegen mich habe. Darin Unterchefin und Gewerkschaften. Sie haben dank ihrer relativen Zuverlässigkeit, vor allem der Frauen, eine Bastion in der Abteilung errichtet und sind überzeugt, dass die Firma ökonomisch eine Art Staatsbetrieb ist, den man gnadenlos für sich nutzen kann. (Vielleicht haben sie Recht, aber de facto ist es asozial, so asozial wie ihr politisches und gewerkschaftliches Verhalten). Weil sie spüren, dass sie potentiell überflüssig sein könnten – durch Rationalisierung, die Maschinerie – versuchen sie möglichst langsam und wenig zu arbeiten.&lt;br /&gt;Für mich Halbzeitler und obwohl älter als die Kollegen, ist die Arbeit am Band eher eine Art Sport und Herausforderung, vor allem am Abend wenn ich dann allein bin ein positiver Stress . (Gut, es gab auch schon Tage, an denen ich durchgehangen habe.) Den Kollegen dagegen in der Routine eines Ganztagesjobs steckend fehlt ein Ausgleich neben der Arbeit, wie bei mir etwa Internet, Schreiben, Lesen, Garten, Sport usw. Schon Radfahren finden sie lächerlich. Die Arbeit und der Hass gegen die Arbeit frisst ihre Seele auf.&lt;br /&gt;Zunächst war ich kaltgestellt. Schlaflose Stunden. Aber ich fühle mich im Recht und brauche ihre Kollegialität nicht. Den deutschen Eliten ist mit dem Import der Arbeiter aus dem Osten gelungen, sich eine abhängige Klientel zu schaffen. Das, was ihr an Verantwortungsgefühl fehlt – ein Korrelat politischer Kritikfähigkeit -, das macht sie mit ihrer Angst, Feigheit und Mobbingbereitschaft umso leichter manipulierbar.&lt;br /&gt;Jetzt beginne ich mir zu überlegen, wie mein Abschied nächstes Jahr aussehen soll. Werde versuchen, einige Unfreundlichkeiten rüberzubringen. Der Chef mit seiner Arroganz soll auch drankommen. Die letzten Abteilungsbesprechungen legt er immer so, dass ich nicht dabei bin.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-4691037998447234751?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/4691037998447234751/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=4691037998447234751' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/4691037998447234751'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/4691037998447234751'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/04/kleiner-eklat-am-band.html' title='Kleiner Eklat am Band'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-4579898665069079178</id><published>2008-04-15T20:18:00.001+01:00</published><updated>2008-04-15T20:20:13.041+01:00</updated><title type='text'>Zu einem Kommentar</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Ein Kommentator meint, Staat wäre auch in Zeiten von Neoliberalismus und Globalisierung notwendigerweise autoritär. - Es ging mir aber bei der Kritik an Reinecke nicht darum, Staat und gesellschaftliche Institutionen grundsätzlich für schlecht zu halten. Ich denke, Reinecke hat darin Recht, als er die spontane Selbstorganisationskraft der Massen kritisch sieht. Das Problem liegt darin, dass sie, will sie wirksam werden, in sich selber staatsähnliche Strukturen ausbildet bis hin zur formellen oder informellen Strafjustiz. – Man kann das zwar durch die permanente Revolution oder Diskussion aufheben, wie es ja wohl auch von Dutschke in seinem „langen Marsch“ gemeint war, aber woher kommt diese kritische Bewegung? Aus der Moral, der Religion, der Vernunft, dem Naturrecht, der Widersprüchlichkeit der Institutionen, menschlichen (biologische) Bedürfnissen, natürlichem Gerechtigkeitssinn, von den „unterdrückten“ Menschen, ihrer Klassenlage, aus den Feindschaftsverhältnissen zwischen Mensch und Staat oder innerhalb der Gesellschaft, dem erreichten neuen Konsumniveau, den Grenzen in der Produktion oder der Geldökonomie, der Energie- und Rohstoffressourcen, Grenzen der Natur oder, oder …??&lt;br /&gt;Das ist ein ziemlich widersprüchliches Geflecht. Warum ist die Bewegung ab dem 11.4.68 totgelaufen? Weil sie versucht hat, dieses Wirrwarr auf ein Feindschaftsverhältnis zu reduzieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur Plattform von Google: Hier ist es die gleiche Problematik wie bei Aldi, einfach zu handhaben, aber im Sog eines Monopols. Bei meinem Blog geht es neben der Abfuhr von Wut eher um Selbstreflexion als darum, auf andere Einfluss zu nehmen. Oder eher um eine Aufforderung mitzudenken, als um Bestätigung von Übereinstimmungen. Eine freie, offene und nicht polemische Diskussion ist schwierig.&lt;br /&gt;Die  gegebene Ohnmacht kann auch die Basis eines neuen Denkens sein. Soll sich wirklich etwas ändern – etwas sehr utopisches – müssen die Bedingungen überlegt werden, worauf es ankommt, wo die Fundamente, oder Quellen, die Wurzeln einer sozialistischen Gesellschaft sind.&lt;br /&gt;Parteibildung, Lagerbildung ist schon deswegen problematisch, weil ich genauso wie andere – nimmt man etwa den berühmten „proletarischen Menschen“ (ein „Begriff“ von 67/68) – ein widersprüchliches Wesen bin. Und das ist zunächst jenseits von Gut und Böse zu denken, oder irgendeinem Lager, diesem Begriff aus der Militärsprache.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Neue Linke ist als Praxis gescheitert und muss neu durchdacht werden. Zentraler Mangel war ihre Bindung an die Mittelschicht. Falsch wäre eine Fixierung auf: Ausgrenzungen und Eingrenzungen, sei es Partei, (Anti-)Parlamentarismus, Gewerkschaft, linke Subkultur, linke Philosophie, linke Milieus usw. anstelle eines vernünftigen Diskussion aller mit allen. Ohne eine Einheit der Gegensätze geht es nicht, sie muss nur immer neu gefunden werden. (Reinecke dagegen will, wenn er die Staatsskepsis streichen will, die Dialektik stillstellen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber ich werde mich interessieren, was bei blogsport.com läuft.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-4579898665069079178?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/4579898665069079178/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=4579898665069079178' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/4579898665069079178'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/4579898665069079178'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/04/zu-einem-kommentar.html' title='Zu einem Kommentar'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-3314595374527723246</id><published>2008-04-12T20:08:00.002+01:00</published><updated>2008-04-12T20:15:15.941+01:00</updated><title type='text'>STAAT und DUTSCHKE</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;In der Taz schreibt &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.taz.de/nc/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&amp;amp;dig=2008%2F04%2F11%2Fa0155&amp;amp;src=GI&amp;amp;cHash=4d90b55b3a"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;Stefan Reinecke&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; - dessen klare Schreibweise ich schätze - eine Kritik der antiautoritären Linken um Dutschke.&lt;br /&gt;„Komplett auf den Müllhaufen der Geschichte gehört die Staatsskepsis“.“Wer dauerhaft sozialen Ausgleich und demokratische Verlässlichkeit will, kommt um Institutionen nicht herum“. Das sagt er zu Dutschke, der in einer rhetorischen Phrase, den „langen Marsch durch die Institutionen“ gefordert hatte. Gegen den Staat, so Reinecke, sind die (Neo-)Liberalen, die globalisierten Ausbeuter. Der Staat ist kein Obrigkeitsstaat mehr.&lt;br /&gt;Ok – der Staat ist „Sozialstaat“, als er doch viele am Leben hält, die sonst in ihrer gesellschaftlichen Trostlosigkeit absaufen und vollkommen verwahrlosen würden. Darüberhinaus übt er sich in antifaschistischer Rhetorik (wie kürzlich im Bundestag anlässlich des Ermächtigungsgesetzes), und segnet die gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse mit einem Anschein von Rechtmäßigkeit ab. Um diesen Anschein zu erhalten, geht er einige Kompromisse ein, kann diese aber im Konfliktfall auch leicht wieder aufgeben. Nur ein naiv Gläubiger kann sagen, dass der „Rechtsstaat“ im Grunde aus mehr als darin besteht, Verlässlichkeit und Gewohnheit zu garantieren. Zum Wesen des Rechts gehört die demokratische Kontrolle der Produktionsverhältnisse. Wie soll das hier funktionieren, wo Demokratie im Rederecht und Medienprivileg der herrschenden bürgerlichen Elite besteht? Der Staat ist nichts anderes als die Spielwiese der kapitalopportunistischen Mittelklasse, ihre Medium der Bereicherung, ein Theater der freien Rede angesichts der Diktatur in den Institutionen. Recht beschränkt sich auf minimale Schutzrechte, etwa körperliche Unversehrtheit. Aber auch die können durch Arbeitsverhältnisse, Umweltpolitik, Erziehung usw. leicht außer Kraft gesetzt werden. Gesund ist, was Geld bringt.&lt;br /&gt;„Die Linke muss den Staat und auch supranationale Institutionen nutzen, um der blinden Macht des Marktes Gerechtigkeitspolitik abzutrotzen.“ – Heißt das, dass wir jetzt den Energieverbrauch auf 2 to CO2/Jahr/Person reduzieren, dass wir faire Preise für Rohstoffe und Waren zahlen? Natürlich nicht. Dieses Staatsmodell ist nur eine Lüge, mit der die Mittelklasse notwendige Konflikte vermeiden und sich seine Privilegien sichern kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sicher – Reinecke hat in einer Kritik an Dutschke recht. Dutschke personifizierte ein religiöses Charisma; man denke nur an die Rhetorik einer machbaren Geschichte. Aber auch das gehört zum Sozialismus. Die Differenz zu früher liegt nur darin, dass wir an dieser Utopie als einzig richtiger festhalten und gleichzeitig mit Trauer und Verzweiflung wissen, dass es wohl nicht mehr möglich sein wird.&lt;br /&gt;Reinecke spricht vom „blauäugige(n) Vertrauen in Selbstorganisationskräfte der Massen“. Ja – das ist dasselbe Paradoxon. Die Spontaneität der Menschen, ihre demokratische Selbstorganisation bedarf der institutionellen Voraussetzungen, der Aussicht auf Realisierbarkeit, die eben durch diese Institutionen verhindert wird.&lt;br /&gt;Recht und Gerechtigkeit organisieren sich derzeit jenseits des Staats.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-3314595374527723246?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/3314595374527723246/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=3314595374527723246' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/3314595374527723246'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/3314595374527723246'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/04/staat-und-dutschke.html' title='STAAT und DUTSCHKE'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-7530529471488126236</id><published>2008-04-11T21:31:00.000+01:00</published><updated>2008-04-11T21:32:40.160+01:00</updated><title type='text'>ROMAN HERZOG: PLÜNDERER</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Einer, der das Zigfache eines Durchschnittsrentners erhält, erlaubt sich die Rentenerhöhung von 1,1% - de facto im Laufe der letzten Jahre durch Inflation eine Senkung um rund 10 % - eine “Ausplünderung“ der Jungen durch die Alten zu nennen. Also einer der Chefplünderer.&lt;br /&gt;Keine Plünderung ist die neoliberale Reform, von ihm in seiner Ruckrede angefordert, die eine Rentenbeitragserhöhung durch Riester um 4 % bedeutet, 2% Entlastung der Arbeitgeber. Arbeit soll billig sein, ist die Devise der Plünderer.&lt;br /&gt;Dieser Typ aus dem Milieu der Befürworter des Ermächtigungsgesetzes, Assistent des Nazijuristen Maunz, machte sich populär, als er von der „Kuschelpädagogik“ redete, diesen misslungenen Versuchen, Menschlichkeit in die Schule zu bringen. Erfolgreich stiefeln jetzt die Produkte der Herzogschen Antikuschelpädagogik durch die Lande. Man versteht sich.&lt;br /&gt;Sein Demokratieverständnis offenbarte er nach den Wahlerfolgen der Linken: Wahlrecht ändern! Jawoll, Herr Herzog!&lt;br /&gt;George Orwell stellt in seiner Animal Farm die Plünderer als Schweine dar. - Welche Beleidigung für Tiere, die für das Wohlergehen der Menschen millionenfach den Opfertod von Jesus wiederholen müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der größte Skandal an den Äußerungen von Herzog ist aber das kommentarlose Schweigen der Presse. Da ist keiner, der ihm endlich das Maul stopft.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-7530529471488126236?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/7530529471488126236/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=7530529471488126236' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7530529471488126236'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7530529471488126236'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/04/roman-herzog-plnderer.html' title='ROMAN HERZOG: PLÜNDERER'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-6740764177303686901</id><published>2008-04-09T21:13:00.001+01:00</published><updated>2008-04-09T21:15:11.272+01:00</updated><title type='text'>KONSUMKOTZMASCHINE</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Ich träume, wie ich an einer Maschine arbeite, auf deren Band die vollgefüllten Teller gestellt werden. Sie spuckt alles wieder kleingehäckselt wieder aus. Es stinkt nach Kotze.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Maschine, die die konsumierenden Menschen überflüssig macht. Wichtig ist aber, dass diese Maschine noch von Menschen bedient wird. Ohne Ausbeutung lebendiger Arbeitskraft kein Mehrwert und kein Profit. Die Konsumkotzmaschine würde die Suche nach Komapatienten, die jahrelang mit Astronautennahrung dahingepflegt werden, überflüssig machen. Aber wer bezahlt die Maschine? Man könnte folgende Lösung finden: die Angehörigen eines medizinisch gut versorgten Komapatienten bekommen die Erlaubnis zum Sterben ihres Angehörigen unter der Bedingung einer Zahlung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oder anders: Es wird durch neue Maschinerie zuviel produziert – Überakkumulationskrise! Wer frisst den ganzen Dreck? Also: eine Konsummaschine. Wer zahlt sie? Die, die die restlichen Lebensmittel konsumieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oder ein Kapitalismus ohne Kapitalisten. Da die Klasse fehlt, die den Mehrwert aufbraucht, verfrisst usw., muss diese Arbeit von einer Maschine übernommen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine philosophische Interpretation: ein Großteil des konsumierenden Lebens könnte auch von einer Maschine übernommen werden. Oder die, die ihren Lebenssinn aus dem Konsumieren von Waren beziehen, ihr Leben ist so leer wie eine Maschine. Ihren Lebenssinn füllen sie mit dem Besitz von Dingen. Dinge, die sie in Kotze verwandeln. Die großen Taktgeber der Medien führen ihnen vor, was sie zu haben haben. Sie konsumieren mit anderem auf dem Level von Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit zur menschlichen Spezies über den Besitz der zu habenden Waren. Wie eine Konsumkotzmaschine funktionieren zu können, definiert ihren Lebenssinn. Die durch einen Tauschwert gesellschaftlich objektiv gewordenen Waren vermitteln dem Konsumenten den Anschein gesellschaftlicher Werthaftigkeit. Damit auch Austauschbarkeit und Identitätslosigkeit. Wesen ohne Seele: Maschine.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Geruch oder Gestank? Obwohl an sich körpereigen stößt die Kotze doch ab. Und ist gleichzeitig eine biologische Aufforderung, selber zu kotzen. Die Maschine nimmt damit einen lebendigen, mehr noch unangenehm kollegialen und menschlichen Charakter an. Auch bei Kindern kann man diese Gerüche kennenlernen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine eigene Arbeit steht in diesem Kreislauf von Rein und Raus. Teils stehe ich vor, teils hinter der Maschine.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-6740764177303686901?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/6740764177303686901/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=6740764177303686901' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/6740764177303686901'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/6740764177303686901'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/04/konsumkotzmaschine.html' title='KONSUMKOTZMASCHINE'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-1188452651258661000</id><published>2008-04-07T19:28:00.002+01:00</published><updated>2008-04-07T19:31:48.239+01:00</updated><title type='text'>LINKS GELÖSCHT</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Zuerst die „Junge Welt“. – Was hier an Blödsinn über Mugabe und Tsvangirai geschrieben wurde, zeigt, dass hier immer noch die alten Kämpfer am Werk sind: alte Konfrontationen ohne Rücksicht auf menschliche Werte und Rechte, eben Stalinismus. Es gibt zwar gewichtige Argumente gegen Tsvangirai – etwa ein fehlendes Programm, das die Autonomie wiederherstellt ohne die alten kolonialen Wirtschaftsstrukturen wiederzubeleben – aber ihn nur als Agenten von Großbritannien darzustellen, ist destruktive und dümmliche Polemik. Offensichtlich sind die faschistischen Beerhallveteranen, die sich jetzt wieder breit machen wollen, ihre politischen Anverwandten.&lt;br /&gt;Dann der SpiegelOnline. Bedauerlicherweise werde ich damit auf einigen politischen Klatsch verzichten müssen; vor allem werde ich nun nicht mehr sehen können, wie die Gehirnreste der deutschen „Intelligentsia“ mit neoliberalen Ressentiments blödgeknetet werden, dem Ethnozentrismus der Erfolgreichen. Dafür brauche ich mich über die Ersetzung von Diskussion und Argumentation durch polemische Anmache nicht mehr zu ärgern.&lt;br /&gt;Aber klinkt man sich da nicht auf wichtigen „Diskussionszusammenhängen“ aus und begibt sich ins Sektierertum?&lt;br /&gt;Warum soll man aber immer auf die halblinke Intelligentsia, bzw. auf die lautstärkste Fraktion des Bürgertums starren?&lt;br /&gt;Man sieht, dass man bewusst oder unbewusst großen Respekt vor dieser Medienmacht hat. Dagegen helfen all die guten Argumente nicht, die man sich als politisch-philosophischer Heimwerker mühsam zusammenbastelt. Denn sie haben ja Kapital und Macht und damit in der Hand, was „Realität“ ist.&lt;br /&gt;Manchmal oder oft, wenn ich an linke Ohnmacht denke, fällt mir nur die Vision ein, wie alles zusammenbricht, Bilder wie in manchen von Romanen Doris Lessing.&lt;br /&gt;Aber das ist zu kurz gedacht. Wo immer es Elemente von Krisenhaftigkeit gibt, etwa Finanzsystem, Energie, gesellschaftliche Moral, internationale Beziehungen, gibt es doch für den Kapitalismus ein enormes Reservoir an Lösungsmöglichkeiten, die gerade durch die Krise seine immanenten Methoden unterstützen und ihn sogar noch expandieren lassen. Das wären Wissenschaft, Technik, bürgerliche Medien, die Macht der Gewohnheit, der Individualismus der Menschen, die individuelle Bedürftigkeit und Not.&lt;br /&gt;Dagegen wirken unsere Konzepte von: Diskurs, gesellschaftlicher Gerechtigkeit, Gemeinschaft, Priorität von Beziehungen vor Individualität, die Selbstverständigung der menschlichen Seele durch ihre Entfaltung in der Kunst, Weg nach innen und außen statt Besitznahme von möglichst vielen Dingen – als veraltet, „romantisch“. Und noch viele andere abschätzige Formeln ließen sich finden.&lt;br /&gt;Manchmal denke ich an militante Aktionen. Sie würden die Gefühle von vielen – voll Wut über die tägliche Diskriminierung, Ohnmacht – ausdrücken, aber doch nichts Neues bringen.&lt;br /&gt;Manchmal denke ich, die Menschheit muss erst am Abgrund angelangt sein, um sich bewusst zu werden, was sie alles verpasst hat. Das ist dann der einzige wahre revolutionäre Moment. Die Erkenntnis kommt dann aber zu spät.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem &lt;/span&gt;&lt;a href="http://unsortiert.blogspot.com/feeds/posts/default"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;Blog&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; lese ich ein Gedicht dieser etwas katholisierenden Chr. Busta:&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;&lt;br /&gt;"Ich glaube, daß jeder Mensch&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;mit einer unerfüllten Sehnsucht&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;von dieser Erde scheidet.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Aber ich glaube auch,&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;daß die Treue zu dieser Sehnsucht&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;die Erfüllung unseres Lebens ist."&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-1188452651258661000?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/1188452651258661000/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=1188452651258661000' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1188452651258661000'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1188452651258661000'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/04/links-gelscht.html' title='LINKS GELÖSCHT'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-1901158632940920122</id><published>2008-03-31T11:14:00.000+01:00</published><updated>2008-03-31T11:15:42.137+01:00</updated><title type='text'>BLOCKADE</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Manche glauben, sie bräuchten solche Überlegungen, wie ich sie in diesem Blog unternehme, nicht ernst zu nehmen. Sie glauben, meine Meinung wäre nur eine absonderliche Minderheitsmeinung und von daher nicht relevant. Man bräuchte sich also keine Gedanken zu machen über Alternativen zu diesem Wirtschafts- ung Gesellschaftssystem. Im Großen und Ganzen wäre ja alles in Ordnung. Die Probleme gingen nicht von der Autorität, den herrschenden Instanzen, seien es Staat oder Unternehmer aus, sondern eher von der Seite der Mitläufer, seien es Gleichaltrige oder Kollegen. (Da ist was dran. No doubt.) Und sie projizieren ein Leben mit Beruf und Konsumgütern, sehen sich als materiell gut ausgestattet und wohl versorgt an. Eigentlich hätten sie keinen Grund zu klagen. (Ohne Begriff für ihr Unbehagen, dieses KeinBockaufNichts, die in Panik treibende Angst vor jeder Änderung, die Wüste, in der sie leben.) Vorgelebt wird ihnen dieses safe life in Fernsehen und Internet. Katastrophen sind individuell verschuldet. Eine starke Persönlichkeit kann mit Beziehungsabbrüchen und Existenzbrüchen leben. Man kämpft sich durch und braucht nicht mit Unmöglichem auffallen. Mit der Religion ist auch das Verlangen nach Transzendenz und der Aufbruch zu etwas Neuem abgeschafft. Das Leben steckt in einer Sauce von Schokolade und Pommes Frittes.  Daneben ist der Warenhimmel voll mit Dingen, die es noch zu erreichen gibt. So wie für die Völker der Dritten Welt die Erste das Paradies darstellt und es keinen Grund gibt, durch ein System von Arbeit, Begrenzungen und Zumutungen hindurchzugehen.&lt;br /&gt;Vielleicht sind die Utopien meiner Kindheit: Religion als Versprechen von lebensvoller Ordnung, Musik als Verbindung von individueller Seele und Gemeinschaft, Wissen und Arbeit als kollektive Autonomie – obsolet geworden und können ersetzt werden durch: Job, Geld, Freizeitindustrie - statt: Leben in Unzufriedenheit, Reflexion des Unglücks, Versuche, Gedanken und Experimente von Alternativen, das „gute Leben“ wenigstens denken.&lt;br /&gt;Zugegeben; ich moralisiere mit solchen Begriffen. Es ist zu klar, was besser ist. Ich werde damit meinen Kontrahenten nicht gerecht.&lt;br /&gt;Aber ihr System ist auf Sand gebaut. Der Markt, der ihnen die schönen Dinge verspricht, nimmt ihnen oder anderen über kurz oder lang die Existenzgrundlagen, macht sie bestenfalls zum Teil eines langfristig gesehen überflüssigen parasitären Systems. Parasitär im Energieverbrauch, im Verbrauch von Ressourcen. Produktiv nur in den Finten, sich die Arbeit anderer Menschen anzueignen, sich in den Waren- und Geldstrom einzuklinken.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-1901158632940920122?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/1901158632940920122/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=1901158632940920122' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1901158632940920122'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1901158632940920122'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/03/blockade.html' title='BLOCKADE'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-2491449327589383732</id><published>2008-03-30T15:06:00.000+01:00</published><updated>2008-03-30T15:07:44.816+01:00</updated><title type='text'>PENDLERPAUSCHALE</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Mit CSU-Huber ist Lafontaine für die Einführung der Pendlerpauschale. Damit macht er die ökologischen Ansprüche der Linken unglaubwürdig und unterstützt die ökologisch bewusstlose Idiotie.&lt;br /&gt;Die Zumutbarkeitsregelung für Arbeitslose, nötigenfalls 1 Stunde zur Arbeit mit dem Auto zu fahren, in Frage zu stellen, das hätte Sinn, ist aber nicht populär. &lt;br /&gt;Es zeigt, wie das Verlangen nach Macht korrumpiert. – Schade, ich habe mehr erwartet.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-2491449327589383732?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/2491449327589383732/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=2491449327589383732' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/2491449327589383732'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/2491449327589383732'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/03/pendlerpauschale.html' title='PENDLERPAUSCHALE'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-1657878104815703445</id><published>2008-03-19T19:53:00.000Z</published><updated>2008-03-19T19:54:50.307Z</updated><title type='text'>„TEUFELSBRATEN“</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Der Film hat mich bewegt. Dieser wütende Vater, ein eifersüchtiger Gott. Die keifende Mutter, der abergläubische Katholizismus. Das kenne ich so. Am Ende verlässt das Mädchen das Milieu. Sie hat ihr Milieu, vielleicht sogar ihre Klasse, verraten, kann  die Destruktivität nicht mehr ertragen. Mit Elias Kultur- und Zivilisationstheorie zeichnet Frau Hahn ihre Herkunft als rückständig und barbarisch. Da ist das Essen nicht mit Messer und Gabel, da ist die körperliche Gewalt , da ist der Dreck überall, der Alkoholismus, die Unfreundlichkeit, das Unverständnis, eine zugebretterte Welt mit vielen Tabus. Auf der anderen Seite aber die Welt der Freundin aus der Mittelschicht mit dem guten Benehmen, Verständnis, Toleranz und Freundlichkeit, Schönheit, Geschmack. Und dazwischen die Heldin der Geschichte, die hochbegabt und einem natürlichem Instinkt für Kultur durch Demütigungen und Beschämungen durchgeht, um endlich mit Hilfe von Literatur, Bildung und Schule ihr Milieu hinter sich zu lassen.&lt;br /&gt;Und landet dann bei einem Mann wie Dohnanyi, landet in diesem bürgerlichen Zentrum moralischer Arroganz und Heuchelei, das sich der SPD zur Machterhaltung bedient. Irgendwas ist da wohl falsch gelaufen. Die Sentiments, Ressentiments und Gefühle – die in dem Vater wabern, in den Frauen ihr Unwesen treiben – sind nicht zum aufgeklärten Gedanken geworden, sind nicht durch das Fegefeuer des Diskurses gegangen, sondern im Narzissmus der Selbstbestätigung im sozialdemokratisch manipulierbaren Warenkonsum stecken geblieben: Fernseher, Kleider, Alkohol. &lt;br /&gt;Zwar finden sich im Film Versuche diesen Vater zu verstehen, aber das begangene Unrecht verunmöglicht ein Verständnis. Es bleibt nur der Weg in die Sackgasse der Distinktion, der Hochkultur, der schönen Künste. Wir haben keinen Einblick in das Leben und Arbeitsleben des Vaters, angedeutet nur wird was von Streik usw. Es ist nicht erkennbar, dass sein Leben die Kehrseite der guten Geschäfte des Bürgertums ist, der Januskopf des freundlichen Händlers. Sein Verhalten in Konfliktsituationen orientiert sich an Entweder-Oder, Freund-Feind, Alles oder Nichts, bewegt von der Angst und Bedrohung der sozialen Existenz, steht im Gegensatz zum bürgerlichen Kaufmanns- und Kulturmilieu, in dem Konflikte durch Verständigung, nicht mit Gehorsamsforderungen, sondern Verhandlungen gelöst werden. Die Kinder stehen dort als Nachfolger und Mitarbeiter im Geschäft schon fest.&lt;br /&gt;Nun gut, diese Geschichte ist vorbei. Ihre Generation stirbt langsam weg. Ihre Barbarei, Unglück, Gewalttätigkeit entfernt sich von der Gegenwart wie ein brodelnder Stern und genauso entfernen sich von uns ihre Energie und ihr innerstes Verlangen nach einer wirklich menschlichen Gesellschaft, in der die anfallenden Lasten gerecht verteilt werden.&lt;/span&gt; &lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-1657878104815703445?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/1657878104815703445/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=1657878104815703445' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1657878104815703445'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1657878104815703445'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/03/teufelsbraten.html' title='„TEUFELSBRATEN“'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-1692726486327391968</id><published>2008-03-16T12:29:00.000Z</published><updated>2008-03-16T12:30:34.454Z</updated><title type='text'>MARX - 125.Todestag</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Ein paar Offizielle durften im SWR-Funk über Marx diskutieren. Schreckliches Niveau. Einer, der immer meint, man könne Jesus auch nicht für die Inquisition verantwortlich machen. – Natürlich kann man das. Wer aber von der Bibel schon nichts versteht, wie soll der Marx verstehen?Marx entfaltet im „Kapital“ den Begriff des Kapitals nicht nur als ökonomischen Prozess, sondern gleichzeitig als eine zunehmende Verblendung über den wahren Charakter der Mehrwertproduktion. Der Warenfetisch verschleiert mit den ökonomischen Kategorien immer mehr den Ausbeutungs- und Herrschaftscharakter. Wie dieser Schleier zerreißen soll (Mt 27,51), ist bei Marx nur unzureichend entwickelt. Ja, die ökonomische Krise, - aber die haben und hatten wir ja schon in allen Varianten – und können nur hoffen, dass keine große kommt. Denn ohne die Vorstellung von einer neuen Gesellschaft führt die Krise nur zu wachsender Konkurrenz und Barbarei. Deren brutalste Form war die kommunistische Partei.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-1692726486327391968?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/1692726486327391968/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=1692726486327391968' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1692726486327391968'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1692726486327391968'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/03/marx-125todestag_16.html' title='MARX - 125.Todestag'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-1899945063015153215</id><published>2008-03-14T18:23:00.000Z</published><updated>2008-03-14T18:26:52.614Z</updated><title type='text'>KOCHKUNST</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Am Beispiel von &lt;strong&gt;Kochen&lt;/strong&gt; und Essen lässt sich die gesellschaftliche Verlagerung von der Produktionsgesellschaft zur Distributions- und Konsumgesellschaft betrachten.&lt;br /&gt;Kochen erfordert eine gewisse praktische Intelligenz. inzwischen geht diese Kunst anscheinend in breitem Ausmaße verloren und wird zu einer Angelegenheit von Spezialisten, Kochshows, Hobby in immer teureren Einbauküchen.&lt;br /&gt;Die neue Esskultur ersetzt die biedere Handarbeit des Arbeiterhaushalts durch &lt;strong&gt;individuellen&lt;/strong&gt; Geschmack mit vulgären (Currywurst) oder erlesenen Varianten („mediterrane“ etc.).&lt;br /&gt;Das Geld wirkt als Zaubermittel, das die Arbeit überflüssig macht. An die Stelle von Arbeit mit den eigenen Händen tritt eine magische Beziehung zur Wirklichkeit, die über das Geld. Die Wirklichkeit als Konstruktion durch Handarbeit wird ersetzt durch Rituale des Gelderwerbs. Basis dafür sind Bildungsabschlüsse, ein gewisses Auftreten, Zertifikate, ist der Kauf magischer Produkte (Handy, Filme, Spiele, Bilder), Spekulationen an der Börse, „Geschäfte“, Markenartikel mit Aura und einem „Image“, das weit über Funktion und Realität eines Produktes hinausgeht. Das, was Marx auch mit „Warenfetisch“ gemeint hat.&lt;br /&gt;Während die schulische Ausbildung immer toller wird, die Spezialisierung sich ausweitet, nimmt gleichzeitig &lt;strong&gt;praktische Intelligenz&lt;/strong&gt; immer mehr ab.&lt;br /&gt;Es ist nicht nur der Facharbeiter, der verschwindet, sondern es gehen gleichzeitig soziale Zusammenhänge im Fortschreiten der Individualisierung verloren. Mit der Abnahme der praktischen Fähigkeiten – sei es Haushalt, Reparatur, Garten, Produktion – schwindet die Autonomie der Menschen trotz des Wachsens der Individualisierung.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Autonomie&lt;/strong&gt; bestand darin, die Gegenstände des Alltags tendenziell selber herstellen zu können - in einem ökonomischen Umgang mit diesen Dingen. &lt;strong&gt;Individualisierung&lt;/strong&gt; dagegen bedeutet die individuelle Auswahl von Marktprodukten nach Lust und Laune vermittelt über das Geld, das man sich durch Einklinken in die Geldströme über Zertifikate, Positionen „erwirbt“. Ein Telefon ist noch begreifbar und potentiell nachbaubar, ein bisschen Strom und mechanische Teile, ein Handy dagegen ist geballte und nicht mehr nachvollziehbare Intelligenz.  Man kann es nur noch erwerben. Selbst für die Arbeiter in der Handyproduktion bleibt der Kern nicht mehr verstehbar.&lt;br /&gt;Eine Veränderung des Bildes von Wirklichkeit geht damit einher. An die Stelle eines konstruktiven Wirklichkeitsverständnis („Machbarkeit“) tritt das sich anpassende Denken, das nicht mehr die Welt aus Teilen zusammensetzt, sondern die Wirklichkeit so wie sie ist laufen lässt – das ist ja die neoliberale Illusion – und nur versucht, die vorhandenen Bewegungen und Ströme in die privaten Häfen fließen zu lassen.&lt;br /&gt;Wie kann angesichts dieser neuen Art von Wirklichkeitskonstitution &lt;strong&gt;Autonomie, Sozialismus&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;Revolution&lt;/strong&gt; aussehen? Kann man damit rechnen, dass die neokapitalistische Welt in eine Krise gerät? Bis jetzt wird die Bankenfinanzkrise ja recht elegant gemanagt. Aber ist eine solche Krise überhaupt wünschenswert angesichts der Verkommenheit der Linken, die über keinen Begriff von freier Produktion verfügt? Deren Denken bestenfalls ordoliberal ist, keynesianisch?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Habermas hat in seinen Schriften um 68 den Primat von gesellschaftlicher Interaktion und  Politik gegenüber Arbeit und Technik betont. Alle Linken haben ihn damals mit Recht des Revisionismus geziehen, ohne freilich Alternativen dazu entwerfen zu können. Letztlich sind die linken Modelle, ML oder Sponti, im Großen und Ganzen doch auf politische Konfigurationen fixiert geblieben. Die wenigen praktischen Versuche wie etwa LIP in Besançon waren ohne allgemeine Bedeutung. Der Abgrund zwischen produktionsorientierter und an der Verteilung orientierten Politik wurde nicht aufgearbeitet. Inzwischen hat sich die Produktion durch Auslagerung  und intelligente Mechanisierung vollständig verändert. Die distributionszentrierte Sicht macht Arbeit, Arbeiter und die Produkte zum Teil von Geld- und Warenströmen und setzt diese Sicht durch. (Man kann das derzeit gut an der Rentendiskussion studieren). Die materielle Seite der Produktion ist zwar nicht unproblematisch – Arbeitslosigkeit, Rohstoffprobleme, Naturzerstörung – aber ihre Bedeutung ist im Hinblick auf ihren Tauschwertcharakter nur noch relativ.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angesichts des Siegeszugs des Warenfetischs und der gleichzeitigen Lächerlichkeit von linken Produktionsutopien stellen sich Fragen nach gesellschaftlicher Gerechtigkeit, nach einer Moral, nach der Entwicklung des gesellschaftlichen Ganzen. Sie werden aber, da auf die Basis der individuellen Ohnmacht und Isoliertheit fixiert, nur der Beliebigkeit und der Faktizität der Vormacht und des Vorrechts überlassen. Mit der Aufgabe des autonomen Produzenten und der freien Assoziation der Produzenten wird auch der Begriff von Recht aufgegeben. Das war sogar Hermann Heller, dem Theoretiker der sozialdemokratischen Staatslehre (Sozialstaat plus Wirtschaftsdemokratie), klar. Deswegen hat er den Rechts- und Sozialstaat an die Idee einer Wirtschaftsdemokratie gebunden. Aber das war nur angedacht. Die daraus erfolgte Montanmitbestimmung – ohnehin nur in den Händen der Eliten – war nur eine misslungene Form der Produzentendemokratie.  Der Gegner Hellers  C. Schmitt hat sich mit der Macht des Vorrechts der herrschenden Klassen wieder durchgesetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Produzentendemokratie war eine Art, die Wirklichkeit zu begreifen und zu beurteilen. Sie gab den Maßstab für Recht und Unrecht, Mehrwert und Ausbeutung, produktiv und unproduktiv. In der Gesellschaft, in der die „Teilhabe“ über die Distribution erfolgt, gelten ganz neue Kriterien. Einwenden ließe sich, dass auch hier die Produktion noch „Basis“ wäre. Aber es ist eine „Basis“, die ihren materiellen Charakter verliert: importierte Produkte, Arbeitsemigranten, Ölökonomie. Vorwiegend wird das „Sozialprodukt“ – einen Begriff, den man nur satirisch verwenden kann – verteilt über Staatsausgaben, Zinsen, Gewinne und erst am Ende in einem kleinen Anteil von Löhnen aus der Mehrwertproduktion.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soll man als Linker, wo sich die Möglichkeit einer autonomen Produzentengesellschaft immer mehr von ihrer Realisierbarkeit entfernt, das Denken aufhören, die Kritik einstellen, die Utopie vergessen, das Projekt Geschichte als beendet ansehen? Oder soll man sich darauf kaprizieren, an den Ereignissen immer wieder die Sinnlosigkeit ihres Fortschritts nachzuweisen, da doch solche „Dinge“ wie Autonomie, Verantwortung, Gerechtigkeit, Gemeinschaft, Zusammenleben, Versöhnung schon längst auf dem Müllhaufen der Romantik gelandet sind, weil es sich um nicht käufliche Dinge handelt? „Sozialromantik“.&lt;/span&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-1899945063015153215?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/1899945063015153215/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=1899945063015153215' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1899945063015153215'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1899945063015153215'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/03/kochkunst.html' title='KOCHKUNST'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-4436078495854383825</id><published>2008-03-02T17:20:00.001Z</published><updated>2008-03-02T17:22:25.986Z</updated><title type='text'>LITTELL</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Nachdem, was zuerst über Littells Buch berichtet wurde, spürte ich Abwehr dagegen, Verdacht auf die französische Neobürgerlichkeit, Bedienung der Ressentiments gegen den Boche. Auch halte ich es nicht für möglich, authentisch vom Gesichtspunkt eines anderen zu schreiben.&lt;br /&gt;Beim Lesen dieser ersten 120 Seiten bin ich dann still geworden. Zuerst sind es viele dicke Sätze – man schluckt sie – dann werde ich in das Subjekt des Romans hineingestoßen: Selbstmordfantasien, jemand ist ehrlich, will die Wahrheit, will nicht verleugnen. Man nimmt ihm die Bekenntnisse, die Gefühle ab – Nichtigkeit, Ekel, Erbrechen. Gleichzeitig wird klar, dass es einen solchen SSler nicht gibt. Diese Leute hätten sich nur herausgeredet, hätten die Verantwortung abgelehnt, hätten sich als sauber, harmlos oder wenigstens banal dargestellt. Wer steckt also hinter diesem erzählenden Subjekt? Man erinnert sich an die existenzialistische Literatur; „Ekel“, „Die Fliegen“. - Ich meine: das Subjekt sind wir. Wir die Nachgeborenen, die, die überlebt haben. Was passiert ist, stellt jede positive Zukunft in Frage. Die Gerechtigkeit würde ein Ende der menschlichen Geschichte verlangen.&lt;br /&gt;Dem Autor ist das wohl nicht klar. Denn sonst hätte er das nicht schreiben können. Er hat sich auf ein Spiel eingelassen und weiß vielleicht nicht, wie ernst es ist. Zumindest verraten seine Interviews nicht viel davon. Angesichts des Bösen wird das eigene Böse zum Guten.&lt;br /&gt;Also doch eine Lüge? Wir werden mit der Fragilität von Moral und gutem Selbst konfrontiert. Wir hätten an die Stelle von Aue geraten können, bzw. er ist uns nicht mehr so fern.&lt;br /&gt;Da sind Bildungsfetzen, irgendwelche zerstückelte Bildungstrümmer, Phrasen, Worte. Was als "humanistisch“ läuft, eine Vorform der &lt;/span&gt;&lt;a href="http://la.wikisource.org/wiki/Commentarii_de_bello_Gallico_-_Liber_IV"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;Barbarei&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;. Der zentrale Punkt der griechischen Tragödie, ihr Ziel, aber war die Katharsis. Ist die noch möglich?&lt;br /&gt;Jedenfalls ist „geistvoll“ oder „kultiviert“ mehr als mit Zitaten zu spielen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann die Sendung in Arte. Von Großereignis ist die Rede. Stolz präsentieren sich Beteiligte. Schirrmacher, der wohl ehrlich meint, so oder irgendwie ließe sich Vergangenheit bewältigen. Dazu passt, dass der Autor die Ursache des Bösen im Staat sieht, wie Hilberg in der Bürokratie usw., im Totalitarismus. Die Beteiligten sind nur durch ein zufälliges Schicksal Verstrickte. Das ist die Lüge.&lt;br /&gt;Sie besteht in der Ausschaltung des Subjekts, die im Roman vollzogen wird – ein Trick dazu ist die Homosexualität des Berichtenden. Natürlich sind die begangenen Taten Folge von für den „normalen“ Menschen wesensfremden Motiven, „ichfremd“. Aber gerade deswegen kommt der „Roman“ uns auch so nahe – weil er diese für uns fremden Motive in uns selbst anspricht. Wir sind ja auf demselben Mist wie unsere Väter gewachsen.&lt;br /&gt;Aber die Bürokratie, der Staatsterror hat eine subjektive und individuelle Seite. Solange sie strukturalistisch entfremdet bleibt, oder Verantwortung negiert wird wie bei der Nazigeneration, wird diese Seite nicht adäquat bewusst. Es bleibt bei Ausreden und potentiellem Wiederholungszwang. Die Ohnmacht schafft die Allmacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Identifikation des Lesers erfolgt paradoxerweise über die Homosexualität des Roman-Ichs: „Es interessiert mich, aber es bin nicht ich“. Sie führt den Roman zu verschiedenen Aspekten. Als Homosexueller ist er außerhalb der Gesellschaft, es gibt keine Bindungen an andere Menschen. Das ist ein übles Klischee, aber es funktioniert. Dieser Status ermöglicht dem Berichtenden die Wahrheit ungeschminkt zu sagen. Durch seine Homosexualität gerät er schließlich wider Willen in den verbrecherischen Sicherheitsdienst. Darüber hinaus lässt sich durch die Homosexualität des Berichtenden die Komplexität menschlicher Beziehungen auf Männerbeziehungen und Gewalt reduzieren. Der Homosexuelle, zur ständigen Tarnung gezwungen, führt ein Innenleben, das dem Roman die Form gibt und Identifikation erzwingt. Endlich bietet – wieder ungerecht - die Homosexualität dem Roman das männliche Material zur Verfügung: Sperma, Blut, Scheiße, Gestank, Leichen. Wie überhaupt männliches Denken sich äußert in den Zahlen und Berechnungen, Beschreibung von Maschinen und Maschinerien, bürokratischen Apparaten.&lt;br /&gt;Apropos Maschine: Schuld wird von Aue abgestritten und erdrückt ihn doch als Gefühl, kehrt als Sehnsucht nach dem schuldlosen Urzustand negativ wieder, als ein verstecktes Verlangen nach Jungfräulichkeit in der Spitzenfabrik, mit deren Produkte Brautkleider dekoriert werden.&lt;br /&gt;Interessant wäre, ob der männliche Blick gesprengt wird, ob das Andere (Geschlecht) auftaucht. Aber ich werde das Buch nicht weiterlesen. Es fehlt mir die Perspektive der Wende, der Revolution – Umkehr -, die Katharsis, die Versöhnung. Bücher dieser Art bringen Publikum und Retter nur in Wartestellung für das nächste Auschwitz. Man gewöhnt sich daran. Es führt nicht darüber hinaus. Er missbraucht die Geschichte für eine coole Attitüde, die Konstruktion der eigenen Güte angesichts des Bösen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die bisher einzig authentische Annäherung an den Judenmord bleibt „Shoa“ von Lanzmann.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-4436078495854383825?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/4436078495854383825/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=4436078495854383825' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/4436078495854383825'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/4436078495854383825'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/03/littell.html' title='LITTELL'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-8685707958074532453</id><published>2008-02-27T09:02:00.002Z</published><updated>2008-02-27T09:07:57.824Z</updated><title type='text'>FRAUENJOBS</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Diese Woche muss ich stundenweise bei den Frauen arbeiten, werde hin- und hergeschoben. Die meisten aus dem Osten kommend sind Kommandieren gewohnt. Spielt vielleicht auch eine Rolle meine schlechten Beziehungen zu Kollegen. Ich mit Mp3Player auf den Ohren - Kafkas Prozess und eine Adoptionsstory – gebe mich sozial nicht gerade sehr interessiert. Nach 1 ¾ Stunden ziehe ich ab, als ich mal wieder woanders hingeschickt werde, zum Glück gibt es dann für mich wieder grobe Männerarbeit. Die Frauen mögen es gerne genau und akkurat, penibel und pedantisch. Mich interessiert nur der Sinn der Sache, eine Falte mehr oder weniger schadet nicht. Da ich nur alle 4 Wochen diesen Job machen muss, kapier ich ohnehin nicht viel davon, wie es korrekt getan werden sollte. Ich habe die Vermutung, der Chef will uns Männer mit dieser Arbeit nur schikanieren, zeigen, wie er uns degradieren kann. Sind zwei Junggesellinnen darunter, schwer erträgliche Besen, Goldzähne im Mund. Ich hatte immer schon viel Respekt vor diesen Kalibern. Mit wenigen Kommandotönen sind sie in der Lage, einem jegliches Selbstbewusstsein zu nehmen, mühsam erworben durch Hetze, harte Arbeit und antrainierte Geschicklichkeit.&lt;br /&gt;Heute bin ich mit einer Art Gebet zur Arbeit: Ich nehme alles an, wie es kommt und werde versuche, das Beste daraus zu machen. Früher hieß es: „Herr, Dein Wille geschehe.“ Ein Christ würde mir sagen, dass mir die Damen Bescheidenheit lehren und ich dankbar für diese Lehre sein soll. Mir gefällt da mehr Don Juans Matus Lehre von den kleinen Tyrannen. Aber im Ernst: Ich zähle die verbleibenden Tage, ducke mich, versuche die Herausforderungen anzunehmen. Zu lernen gibt es da nicht mehr viel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diesen Typen fehlt das Bedürfnis zu kommunizieren, zu teilen, weiterzugeben. Es geht um Macht und Machterlebnisse. Das macht sie gleichzeitig so dümmlich. Sie fühlen sich toll, es fehlt ihnen eine gewisse Bedürftigkeit, das Gefühl von Schwäche, das sie aufmerksam und neugierig macht für andere. (Ich assoziiere das mit dem &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.ard-digital.de/index.php?id=10067&amp;amp;languageid=1&amp;amp;stationID=3509&amp;amp;eventID=106905036"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;Ost-Typus&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;, aber man kann es ja auch und vornehmlich bei deutschen Handwerkern finden.)&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:#000000;"&gt;Was sind die Bedingungen, wie Menschen miteinander verträglich umgehen? Wie lernt man das?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-8685707958074532453?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/8685707958074532453/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=8685707958074532453' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/8685707958074532453'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/8685707958074532453'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/02/frauenjobs.html' title='FRAUENJOBS'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-4791279646120795487</id><published>2008-02-21T18:11:00.000Z</published><updated>2008-02-21T18:13:53.176Z</updated><title type='text'>BEREICHERUNG</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Zwei Sachen verfolge ich derzeit: die Sarrazindebatte und die Zumwinkelsache. In beiden kann man beobachten, wie die individuelle Unvernunft und Bereicherung zum gesellschaftlich ausweglosen Prinzip geworden sind.&lt;br /&gt;Was will man schon an Zumwinkel kritisieren: er sorgt für Profit und gute Börse, setzt das auch in seinem Privaten fort, wenn er Steuern abzweigt. Das Gleiche macht die Sozialarbeiterlinke, wenn sie zu Geldverschwendung und Bereicherung auf Kosten von Natur und Weltbevölkerung aufruft. Man sieht auch, hört man solche Leute wie Gysi und Schreiner – Leute, auf die man auf Grund von Alternativlosigkeit seine letzten Hoffnungen setzt – dass sie sich genauso blöde verhalten wie die herrschenden Großkonsumenten.&lt;br /&gt;Interessant auch wie viele linke Blogs, die hier ihr Innerstes herauskehren, die übliche stupide asoziale Bürgerlichkeit zeigen. Schön, dass es getoppt wird von Bruder Broder. Hier ist die Kausalität von Intelligenzmangel und politischem Zynismus leicht erkennbar. Ich stehe allein, wie ich sehe, auf der anderen Seite, und fühle mich nicht mehr einsam.&lt;br /&gt;Die Kritik an der Bereicherung ist lächerlich, ist sie doch hier allgemeines und lebensnotwendiges Prinzip. Die unten würden das genauso machen, wenn sie die Möglichkeiten hätten. Es gibt keinen Anlass zur Hoffnung auf etwas Anderes. Fordern die Gewerkschaften seit Neuestem Betriebsdemokratie, umweltgerechtes Verhalten? Gibt es endlich eine Abkehr von den Prozentforderungen?&lt;br /&gt;Da gibt es eine interessante Idee einer &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27314/1.html"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;CO2-Kreditkarte&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; auf der Basis von sozial gerechtfertigten Verschmutzungsrechten von 2 to CO2 je Mensch. - Man lese die Diskussion darüber: Das ist Deutschland. (Mit Ausnahme &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.heise.de/tp/foren/S-Mehr-Buerokratie-und-unproduktive-Handelstransaktionen-oder-wirksame-Massnahmen/forum-132354/msg-14452804/read"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;eines&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="color:#666666;"&gt; &lt;/span&gt;Gerechten).&lt;br /&gt;Manchmal scheint mir das irre Verhalten von Vietnamveteranen, sich in die Wälder zurückziehen, die einzige Alternative.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-4791279646120795487?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/4791279646120795487/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=4791279646120795487' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/4791279646120795487'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/4791279646120795487'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/02/bereicherung.html' title='BEREICHERUNG'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-3012613783267957077</id><published>2008-02-15T09:08:00.001Z</published><updated>2008-02-15T09:12:02.565Z</updated><title type='text'>GÖTZ ALY – DENUNZIANT</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Es Ist mir nie ganz klar geworden, wie der stalinistische Terror funktioniert hat. Stalin kann doch nicht alle gekannt haben, die er in den Gulag gebracht hat. Es lässt sich nur denken, dass irgendwelche Beamte, vielleicht in der Staatsanwaltschaft, der Polizei, auf Grund von wechselnden Merkmalen des Abweichlertums, der „Volksschädlichkeit“ usw. Leute denunziert haben und dann verhaften ließen. Vielleicht gab es hinter diesen Beamten Ideengeber, die die Merkmale möglicher Opponenten identifiziert haben. -  Oder es war ganz anders und die jeweils Herrschenden in irgendwelchen Komitees haben ihre Opponenten oder mögliche Rivalen als Klassenfeinde denunziert.&lt;br /&gt;Also ich habe den Eindruck, wenn ich etwa die Berichte von Buber-Neumann und anderer Opfer des Stalinismus lese, dass der Weg von der Schuldkonstruktion, der Denunziation zur „Säuberung“ weitgehend unerforschter ist. Oder wenn erforscht, dann im Publikum - zu dem ich mich zähle – nicht angekommen.&lt;br /&gt;Wie auch immer. Es lässt sich ja am lebenden Objekt studieren. Da ist die Arbeit von Aly über die 68er, die seiner These nach parallel zu der Machtergreifung Hitlers 33 ist.&lt;br /&gt;Aly aus guter Familie stammend, bis 76 in der maoistischen Roten Hilfe. Es passt zu der selbstbewussten und arroganten Art eines Naziabkömmlings, jetzt seine maoistische Vergangenheit dadurch zu bewältigen, dass er sie anderen vorwirft.&lt;br /&gt;Ein Teil läuft über die Selbstanzeige, Selbstbezichtigung, ein anderer über die Denunziation. Bei Stalin war es die Folter, heute ist es die Folter der Bedeutungslosigkeit und Irrelevanz..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Waren die 68er Maoisten und Stalinisten? Für Aly in seiner Selbstüberschätzung waren natürlich die Maoisten der Kern von 68. Mag sein, dass das in Berlin so war. Andernorts waren Maoisten nur Sekten, die durch ihre dümmliche Gewaltsamkeit, ihre faschistoide Gleichförmigkeit aufgefallen sind. In einer Basisgruppe versuchte uns ein Maoist mit Stalinbart und Bronsongesicht mit „Lohn, Preis und Profit“, auch Stalintexten auf die richtige Linie zu bringen. Wir rangen ihm die Durcharbeitung der „Deutschen Ideologie“ ab, dann Habermasens „Logik der Sozialwissenschaft“, Holzkamps Konstruktivismus. Irgendwann wurde es ihm zuviel, sein Adjutant im Indianermantel verschwand schon vorher – in der Drogenszene.&lt;br /&gt;Was die Maoisten in Berlin, Rotzeg, Rotzpäd usw. produzierten, war unerträglich. Mir hat dieser Schwachsinn für ein halbes Jahr die Sprache verschlagen. Mit Marxstudium war dann ein Kontra möglich. Es hat auch ein wenig in die Realität geführt. Gegen den linken Autoritarismus haben sich viele Positionen gebildet: die Hausbesetzer, die Spontiszene, das SB, DritteWeltGruppen, Selbsterfahrungsgruppen, in Berlin dann endlich „Die soziale Revolution ist keine Parteisache“. Wäre interessant zu wissen, wo sich Aly da bewegt hat. Wie hat er sich damals sein Geld verdient?&lt;br /&gt;Wir Linken waren Ausgestoßene und haben diese Erfahrung auch bei anderen reproduziert. Deswegen diese Konkurrenz der Radikalität. Wir haben das Schuldbewusstsein von unserer Eltern übernommen und es dadurch zu bewältigen versucht, dass wir uns mit ihren Gegnern identifiziert haben. &lt;br /&gt;Natürlich habe ich mit meinen Eltern gestritten. Diskussionen endeten in der Regel damit, dass man sich gegenseitig zum Faschisten deklarierte. So clever war man damals also auch schon. Eines Tages bin ich zu meinem Vater gefahren und es erschien mir sinnlos, ihm eine falsche Haltung vorzuwerfen, wo die Umgebung einfach keine andere zuließ. Ich begann seine Sicht zu reflektieren, auch wenn es moralisch nicht korrekt war. – Ich hörte auf, Vorwürfe zu machen, zu unterstellen. Dann begann er von sich aus zu erzählen, dass er mit 14 oder 16 in der HJ war.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-3012613783267957077?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/3012613783267957077/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=3012613783267957077' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/3012613783267957077'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/3012613783267957077'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/02/gtz-aly-denunziant.html' title='GÖTZ ALY – DENUNZIANT'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-7747177897040654420</id><published>2008-02-15T09:07:00.000Z</published><updated>2008-02-15T09:08:45.487Z</updated><title type='text'>BLICK AUS DEM FENSTER</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schaue aus dem Fenster, wo ich arbeite. Es ist keine Arbeit mehr da. In einer halben Stunde ist Schluss. Rundherum Mauern, geschlossene Fenster, kaum ein Mensch.  Dann das Denkmal für die 700 Toten, die die Maschinerie zermahlen hat. Ich brauche das nicht zu befürchten, bin auf der sicheren Seite. Man hat sie abgeholt. Sie ahnten vielleicht, wo es hingeht. Heute sind sie zum Gedenkgut geworden, ohne Gesichter, nur eine graue Maschine, keine Namen. Vielleicht will mir das Denkmal sagen, es ist es besser, dass man ganz vergessen wird. - Beton, Steine sind „in“.&lt;br /&gt;Aber was ich sehe, ist eine Lüge, es ist nichtssagend.&lt;br /&gt;Da ist etwas Unerledigtes für die Überlebenden, ein Strudel, der nachzieht. Jeder Sonnenuntergang mehr macht die Entfernung zu jenem Ereignis größer und damit die Möglichkeit einzugreifen, überhaupt zu begreifen. Man steht so dumm und blöde da, wie damals manche Leute - das waren noch die Besten - dagestanden sind. Hat Angst, einzugreifen, alles anzuhalten. Nur eine Wut auf die Mächtigen.&lt;br /&gt;Im  Feuilleton macht ein Maoist und Nazisohn Furore, der 68 mit 33 gleichsetzt. Es wird reproduziert. Das Bürgertum atmet auf. Das wusste es schon immer. Aber schön, dass es gesagt wurde.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-7747177897040654420?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/7747177897040654420/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=7747177897040654420' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7747177897040654420'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7747177897040654420'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/02/blick-aus-dem-fenster.html' title='BLICK AUS DEM FENSTER'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-6696592870262103626</id><published>2008-02-13T10:41:00.001Z</published><updated>2008-02-13T10:44:07.902Z</updated><title type='text'>KRÖNIG NACH AFGHANISTAN</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Die Achse des Guten hat sich schon ziemlich weit in den Deutschlandfunk hineingefressen. Neuester &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/737258"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;Auswurf&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; ein Plädoyer von Krönig für den deutschen Einsatz in Afghanistan. Krönig lebt in England, dort gehört das Killen zur Jugendkultur, die Welle brandet zurück aus Afghanistan ins Heimatland in Alkoholismus und Jugendverwahrlosung. Menschen, die ihre Jugend mit Töten verbracht haben, sind &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.guardian.co.uk/uk/2008/feb/03/afghanistan.iraq"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;nicht mehr gesellschaftsfähig&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;. Dasselbe konnte man hier bei Türken beobachten, die im Kurdenkrieg waren. In Amerika hohe Selbstmordraten, Scheidungen und wohl noch einiges mehr. Ist von Toten die Rede, nur von westlichen. In Afghanistan sind &lt;/span&gt;&lt;a href="http://de.today.reuters.com/news/newsArticle.aspx?type=topNews&amp;amp;storyID=2008-02-08T184845Z_01_SCH867715_RTRDEOC_0_NATO-AFGHANISTAN-2ZF.xml&amp;amp;archived=False"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;78 Kanadier&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; gestorben, wie viele sie getötet haben, wird uns nicht verraten. Man zählt die Afghanen nicht so genau.&lt;br /&gt;Warum aber sind unsere politischen „Denker“, besser: Formelgeber, nicht „populistisch“ und fordern – 86% Zustimmung im Rücken – den Ausstieg aus Afghanistan. Ich denke über Gründe nach:&lt;br /&gt;1.)   Diese Schicht ist gewaltgeil. Sonst wäre sie ja nicht oben. Ohne den Willen zu unterdrücken, wenn sein muss, zu töten, kann man keine bürgerliche Politik betreiben. Es ist einfach immanent. – Das klingt aber doch etwas &lt;strong&gt;zu&lt;/strong&gt; stark. Nicht? Ich verweise auf einen &lt;/span&gt;&lt;a href="http://vom-fliessband.blogspot.com/2007/05/raf-debatte.html"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;früheren&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; Eintrag über den Zusammenhang von militärischem Grad und politischer Stellung.&lt;br /&gt;2.)   Die „Westorientierung“ (nur West, nicht Ost? - also allgemein - das sich an den Starken Orientieren, seien sie Russen oder Amis).  Deutschland ist in die Nato eingebunden und verpflichtet, will sie sich weiterhin „beschützen“ lassen, Gegenleistungen zu bringen. Wer bedroht uns, oder könnte uns bedrohen? – Klar: die ehemaligen Alliierten. Warum wird dieses Argument nicht öffentlich vorgebracht?&lt;br /&gt;3.)   Amerika ist von Al Kaida bedroht. In seiner rassistischen und menschenfeindlichen Brutalität ist Al Kaida ja das Böse schlechthin. Wenn wir sie töten, dann mit Grund. Schon die Tatsache, dass wir X-mal mehr töten als sie, beweist, dass wir mehr Recht haben. Die Tatsache, dass sie massenhaft auftreten und massenhaft getötet werden, beweist ihre Minderwertigkeit. Jedes Jahr, so Krönig, mutieren 500 000 afghanische „Buben“ (Krönig) potentiell zu Taliban. Darüber, wie Amerika in der Welt auftritt und  sich seine Vorteile sichert - auch für „uns“ holen sie ja das Öl raus - müssen wir uns keine Gedanken machen. Wir sind ja Demokraten, wenn auch nur „kurzatmige Mediendemokratien“ (Krönig) und brauchen das Öl, die Rohstoffe und das Geld – nötiger als der Rest der Welt. Wir können uns Armut nicht leisten.&lt;br /&gt;4.)   Was das Volk denkt oder will, was soll´s. Wir wissen ja, es ist faul und bequem, eben „postheroisch“(Krönig). Auch die britischen Eliten machen ihre Politik gegen eine Volksopposition von 62%. Noch mehr wie man sich seine Vorteile gegenüber dem Muslim sichert, sollen wir von den Israelis lernen,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum ziehen die Damen und Herren der Achse des Guten nicht selber nach Afghanistan, wenn es sie so sehr drängt? Es gibt da sicher eine Privatarmee a là Blackwater, die sich um solche Heroen drängt. Warum zieht die Schrumpf- und Rumpf-SPD der &lt;/span&gt;&lt;a href="http://b-republik.de/"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;Berliner Republik&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; nicht gleich mit. - Zurück ins „Vaterland“ freilich nur nach der Gerichtsverhandlung über Mord und Mordkomplott.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-6696592870262103626?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/6696592870262103626/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=6696592870262103626' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/6696592870262103626'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/6696592870262103626'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/02/krnig-nach-afghanistan.html' title='KRÖNIG NACH AFGHANISTAN'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-4206931743888388532</id><published>2008-02-12T10:33:00.001Z</published><updated>2008-02-12T10:36:30.569Z</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Moral'/><title type='text'>GRENZEN DER MORALISIERENDEN KRITIK</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Meine Kritik hier ist vorwiegend eine moralische, will sich an Gerechtigkeit, Gleichheit orientieren, für die wir Opfer zu bringen haben, uns selbst beschränken sollen, einen egoistischen Standpunkt aufgeben sollten zugunsten eines allgemeinen. Und dergleichen mehr.&lt;br /&gt;Mit moralisch ist also gemeint eine individuelle Entscheidung mit der Betonung des Allgemeinen.&lt;br /&gt;Eine solche Kritik konstruiert immer gleich so etwas wie Schuldbewusstsein, Verantwortung – mit dem Wissen um die Konsequenzen eigenen Verhaltens werden wir ja unmittelbar verantwortlich, schuldig, sündig oder gerecht. Das ist die Konsequenz des Apfels im Paradies - der Freude an der Erkenntnis. Die Intellektuellen sind die Schlangen, die diesen Apfel rüberreichen. Frei nach Mathäus 10,16.&lt;br /&gt;Nun kratzt eine solche Kritik immer nur an der Oberfläche. Wir wissen ja seit Freud und Fechner, dass nur ein Siebtel von uns über das Bewusstsein, das Ich, überhaupt erreichbar ist.&lt;br /&gt;Also: wenn die Menschen im Kapitalismus sich so oder so verhalten, etwa konsumistisch, idiotisch, gute Geschäfte machen wollen, sich ihre Nischen suchen, Innovationen einbringen, Spenden verteilen, dann sind sie ja so gefangen in dem Verwertungsgefängnis, sich auf Teufel komm raus als Individuen reproduzieren zu müssen – wie soll man es ihnen vorwerfen? Wenn sie sich ohnmächtig fühlen  - das ist realistisch – und deswegen [„auf mich kommt es ohnehin nicht an“, „was hab ich schon zu sagen“] die moralische Frage erst gar nicht stellen oder sie in einer billigen Weise beantworten [„linke Besserwisser“, „Sektierer“, „moralisierend“, „Es kommt auf jeden Einzelnen drauf an“] – wie soll man es ihnen verdenken?&lt;br /&gt;Beim Besuch eines Paares aus den Bereichen Unternehmensberatung und Sozialmanagement stelle ich fest, wie ihr Mind eigentlich offen ist, wie sie meine Kritik [„Produktionsverhältnisse ändern …“] mit der ihren zu vereinbaren suchen, wie sie sich in eine gute Sache eingelassen haben - freilich ohne die Zusammenhänge zu sehen, in denen sie bedingt durch Ökonomie und Herkunft, drinstecken. Wie sie die Übernahme meines Stanpunkts nur arm machen würde und sie ihre Existenz verlieren würden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber ist da noch Gutes drin in der Weiterentwicklung des Kapitalismus? Wird er am Ende doch nicht an einem guten Ende ankommen? Ist nicht die Befriedigung der biologischen Bedürfnisse  schon weit fortgeschritten? Und könnte man sich nicht denken, dass so die andere und bis jetzt vernachlässigte Dimension des Sozialen, der Verständigung, Kommunikation, des Verständnisses bis hin zur Empathie mittels Einfühlung, Literatur, Kunst, sozialer Erfahrung und Reflexion eigener Gefühlslagen, dass das auch so fortschreitet  - man denke nur an die neuen Marketingmethoden, in denen sich auch etwa ein Linker wie &lt;/span&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Br%C3%BCckner"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;Peter Brückner&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; engagiert hat – dass also diese neuen Sozialtechnologien, Managementmethoden zu einem neuen menschlichen Sozialismus führen, wenn erst mal das Ökonomische konsequenterweise politisiert und dann sozialisiert wird????&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oder geht alles nur in Richtung EGOKULTUR? Einem Fest der Individualisierung? Einem Wettbewerb der Schönheiten? Der Reichen und Hübschen, wo man wie jetzt bei der Berlinale bewundernd daneben stehen darf, 600 € für das Büffet? Fallen da nicht auch ein paar Brosamen ab für uns, Ideen, wie wir uns hübsch machen können, wie man nett lächelt, schön singt. Haben wir da nicht was aufzuholen?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-4206931743888388532?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/4206931743888388532/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=4206931743888388532' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/4206931743888388532'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/4206931743888388532'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/02/grenzen-der-moralisierenden-kritik.html' title='GRENZEN DER MORALISIERENDEN KRITIK'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-7245578066501566325</id><published>2008-02-11T10:03:00.000Z</published><updated>2008-02-11T10:06:00.801Z</updated><title type='text'>HUNGER</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;„Skandal“ schreit die Sozialarbeiterlinke. „&lt;/span&gt;&lt;a href="http://de.indymedia.org/2008/02/207624.shtml"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;Berliner Links-Senat empfiehlt Unterernährung&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;“ Th. Sarrazin, Sparmeister in Berlin und unbekannter Schichtherkunft, bringt einen Speiseplan, nach dem sich für 4,25 € am Tag leben lässt.&lt;br /&gt;Ich rechne nach: ca. 2100 kcal am Tag, nicht 1800 kcal wie bei indymedia behauptet. Würden mehr Kalorien reingerechnet - finanziell kein Problem - käme die Klage, Sarrazin wollte die HartzVierler verfetten.&lt;br /&gt;In unserem Haushalt kommen wir problemlos mit einem Betrag weit unter den 4,25 € je Person aus. Wir essen zweimal in der Woche Fleisch, zweimal Fisch. Wegen der Haltung essen wir kein Schweinefleisch, kein Geflügel. Aus dem Kleingarten haben wir biologisches Gemüse und Obst. Wir kochen natürlich selber, backen das Brot und natürlich gibt es auch Kuchen. Ich bin bei der Arbeit mittelschwer belastet, fahre Rad, jogge pro Woche 60 km und leide weder an Auszehrung noch an Mangelerscheinungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Würden diese Antifakinder der Mittelschicht sich Gedanken machen, wie man das Konsumniveau allgemein senken könnte, sei es aus Gesundheits- oder ökologischen Gründen, sei es zur Erreichung von Weltgerechtigkeit, - dann könnten wir uns verständigen. Aber es geht ihnen ja nur um ihr Privileg, aus einem Warenkorb Geschenke zu verteilen, für den sie andere arbeiten und bezahlen lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Etwas anderes ist der Versuch, auf HartzVierler durch finanzielle Kürzungen Zwang auszuüben, irgendeine Arbeit azunehmen. Bei Sarrazin denke ich nicht, dass er sich kritisch zu den kapitalistischen Kapitalverwertungszwängen verhält. Aber die Kritik daran ist etwas anderes als das Sozialgejammer.&lt;br /&gt;Für Heranwachsende ist HartzIV zu niedrig, nicht nur was Essen, vor allem was Bildungskosten angeht. Die wären aber nicht sinnvoll als individuelle Zahlung, sondern als staatliche Leistung für die Teilnahme an Sport, Arbeitsgemeinschaften, Clubs, Musik usw.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-7245578066501566325?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/7245578066501566325/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=7245578066501566325' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7245578066501566325'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7245578066501566325'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/02/hunger.html' title='HUNGER'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-3449911828458219389</id><published>2008-02-09T18:07:00.000Z</published><updated>2008-02-09T18:14:41.149Z</updated><title type='text'>LINKSRUTSCH</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;„Der" Wähler orientiert sich neu. Die Mehrheiten ändern sich, der Trend geht nach links. Journalisten packen alte Sätze aus. Man darf wieder über Ungerechtigkeit reden. Manchen kommt es so ungelegen, dass sie nicht mehr durchblicken. (Schöne Fehlmeldung im &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,533971,00.html"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;Männermagazin&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;, statt +2 gewünschte -2. Der Schock macht eine Korrektur unmöglich.)&lt;br /&gt;Zunächst bedeutet der Zuwachs der Linken eine Themenveränderung bei den anderen Parteien: Ungerechtigkeit statt dummem Antikommunismus und sozialer Ausgrenzung. Die SPD beginnt wach zu werden, kommt mit linken Sprüchen. Gleichzeitig behandelt Ypsilanti die Linke als Schmuddelkind.&lt;br /&gt;Was würde sich durch eine Regierungsbeteiligung der Linken aber verändern?&lt;br /&gt;Inhaltlich kaum was (siehe Berlin, wo die Linke die Schulden der CDU abarbeitet). Ein paar linke Leute oben, linkes Blabla, Fähnchen setzen in Hundehaufen.&lt;br /&gt;Gäbe es vielleicht einen „Wind of Change“? Linke Themen kommen in die Diskussion, es findet eine Politisierung von entpolitisierten Bereichen statt. Also was Einkommen, Bildung, Konsumverhalten angeht.&lt;br /&gt;Ich bin skeptisch.&lt;br /&gt;Was bedeutet die Artikulation von „Ungerechtigkeit“? Ich will x % mehr verdienen, die anderen verdienen zuviel? Alle sollen so ein bisschen verdienen wie die Manager? Deutsche Exportweltmeister für immer? Überhaupt Weltmeister in irgendwas oder allem?&lt;br /&gt;Ich denke, die Gesellschaft ist schon so „differenziert“, in eine Vielzahl von Egoismen zerfallen [Arbeiter“klasse“ nur Teil davon], dass eine linke Politik - „Solidarität“ - nur eine Basis in der Propaganda, aber nicht im praktischen Verhalten hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;Ein Kommentar sagt:&lt;br /&gt;Du hast einen vollkommen falschen romantischen Ansatz. Du träumst von einer idealen solidarischen gleichen Welt. Aber die Zeit der Bauern, wo die Unterschiede nicht groß – wenn auch subjektiv bedeutsam – waren, wo jeder mehr oder weniger das Gleiche gemacht hat: Kühe melken, ausmisten, Futter holen usw., diese Zeiten sind historisch obsolet.&lt;br /&gt;Warum gehst Du stattdessen nicht von der Realität heute aus: Jeder ist durch die gewachsene Arbeitsteilung in Irgendwas spezialisiert. Du träumst immer noch vom Universalismus, deswegen arbeitest Du auch auf Hilfsarbeiterniveau. - Diese Zeiten sind vorbei. Das Ganze funktioniert nur noch auf einem hohen technologischen Niveau. Das ist die berühmte Basis, das sind die „materiellen Verhältnisse“, von denen Marx gesprochen hat. Es hat keinen Sinn, zu einer vorintelligenten Produktionsform zurückzubewegen. Sei realistisch.&lt;br /&gt;Es würde bedeuten, dass jeder in seiner Spezialisiertheit zu einem gesellschaftlichen Ganzen beiträgt: der Techniker, der Pädagoge, der Künstler, der Finanzierungsexperte, der Unterhalter, der Kritiker und am Ende der Politiker.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;&lt;br /&gt;Meine Antwort:&lt;br /&gt;Die Frage ist, wie sich das Einzelwissen von Fachleuten zu einem sinnvollen Ganzen, genannt auch „Allgemeinwohl“, fügt. Ob über die Konkurrenz oder Hierarchie der Experten - oder über die Politisierung des Experten. Das hieße, dass er die Auswirkungen seiner Techniken reflektieren müsste, sich die Frage stellen lassen müsste, was es zur Erreichung gesellschaftlicher Werte wie Gleichheit, Umwelt, Gerechtigkeit, Menschenwürde beiträgt. Ich will also auf die gegebene Intelligenz nicht verzichten, sondern sie ausweiten und herausfordern, „politisieren“.&lt;/span&gt;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein eingedeutschter Kollege, von Bild und Lokalzeitung unterrichtet, findet Lafontaine „gefährlich“. Meint wohl seinen „Populismus“, vielleicht seine oft ausgebeutete Rede vom „Fremdarbeiter“. Ich bin sauer über soviel dummen Opportunismus und beschließe wütend, ihn von jetzt ab einfach zu ignorieren. Obwohl ich seine vorkapitalistische ruhige Art mag, - die Art, wie er die Zeit vergessen kann, manchmal hasse, manchmal bewundere. Auch die Arroganz bewundere, mit der er im Kopf anderswo beheimatet, uns arme, gehetzte deutsche Schweine bemitleidet.&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-3449911828458219389?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/3449911828458219389/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=3449911828458219389' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/3449911828458219389'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/3449911828458219389'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/02/linksrutsch.html' title='LINKSRUTSCH'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-7740830474792183934</id><published>2008-02-02T13:52:00.000Z</published><updated>2008-02-02T14:05:22.414Z</updated><title type='text'>Schlagen</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Ist die Tabuisierung des Schlagens bürgerlich?&lt;?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Zu den bürgerlich liberalen Umgangsformen gehört die Tabuisierung des Schlagens. Ich wurde&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;geschlagen – in meinem Milieu, meiner Klasse war das zu jener Zeit nicht unüblich – und habe geschlagen. Mir stellt sich die Frage, ob diese bürgerlich-liberale Tabuisierung der Gewalt nichts anderes als ein Mittel ist, um - begünstigt durch reichliches Einkommen und freundliche Umwelt – jene noch mehr zu diskriminieren, die&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt;  &lt;/span&gt;unter gesellschaftlichem Druck, Erfahrung von Benachteiligung, von eigener Schwäche und Verletzbarkeit zum Schlagen als Ordnungsmittel greifen?&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Ist körperliche Gewalt proletarisch?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Es gibt eine falsche Verherrlichung körperlicher Gewalt innerhalb der radikalen Linken, der Abfuhr der Affekte von erlittener Ohnmacht in Krawalldemos etwa, oder in der Ikone vom starken und auch handgreiflichen Proletarier.&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt;  &lt;/span&gt;– Gewalt hat eine Tendenz zur grenzenlosen Ausweitung. Aber es ist zu leicht und billig jede körperliche Gewalt mit ihren großen historischen Explosionen im Völkermord gleichzusetzen. Wer in jedem Schlag nur den Faschismus sieht, interpretiert bewusst falsch und trägt zur Verfeindung bei. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Sinn von Schlagen&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;In meinem Fall interpretiere ich die Schläge, die ich bekommen habe - es waren viele, von Eltern, Lehrer – als im Effekt Versuche, das weiterzugeben, was selber empfangen wurde, eine Art von negativer Erbschaft. Als Geschlagener erfahre ich so etwas über die Biografie der Schlagenden, ihre Gefühle und wie sie sich selbst empfunden haben. Jetzt wo sie tot sind und schaue ich auf ihr Leben, kann ich sie besser verstehen. Vielleicht auch, weil im Geschlagenen mit jedem Schlag Todeswünsche gegenüber dem Schlagenden erzeugt werden und dieser Todeswunsch mit seinem Tod befriedigt wurde und so sich das&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="color:red;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Verhältnis „entspannt“ hat.&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Beim&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt;  &lt;/span&gt;Schlagen, so meine Vermutung, wird auch etwas Inneres exterritorialisiert. Jemand wird weggestoßen, der etwas verdrängtes eigenes Inneres darstellt. Sei es ein eigener Affekt, eine eigene unterdrückte Handlung. Es gibt sicher Unterschiede zwischen einem affektiven Schlagen und einem Schlagen mit kühler Hand. In dem einen Fall ist das Böse gefühlsmäßig präsent und unmittelbar bedrohlich, aber die Zuschreibung des Bösen ist nicht fest und endgültig. Der Schlagende ist vom Bösen so affiziert, dass er auf das Böse spiegelbildlich - vielleicht „mimetisch“ - böse reagiert. Es ist gleichgültig, ob es eine Ideologie dafür gibt oder nicht – reine „Spontaneität“ gibt es ohnehin nicht. Im anderen Fall ist es personifiziert und kontrollierbar, bezieht sich entweder auf die Person oder auf ihre Taten. Hier wird dann von Vergeltung, Rache, Bestrafung, Buße usw. gesprochen. Nietzsche sieht in der Rache die Urform des Rechts; Gleiches wird mit Gleichem vergolten - eine Vorform der sozialen Gleichheit und Gerechtigkeit.&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt; &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;In der schlagenden Gesellschaft wird die Trennung der gesellschaftlichen Individuen untereinander zum bestimmenden Prinzip. Moralische und auch übrige Reinlichkeit sind oberste Werte, das Mitgefühl, die Identifikation und Empathie wird verweigert. Die Individuen erleben sich als voneinander unterschiedene und getrennte. Es gibt Böse und Gerechtfertigte. Der Schlagende sieht in dem anderen das Böse. Der Geschlagene sieht in sich das Böse, wie wiederum auch im Schlagenden das Böse. Trennung, Abstoßung, Ausstoßung, Unterdrückung, Absonderung, Strafen, Kontrollieren usw. sind die Modi einer schlagenden Gesellschaft. [Manchmal kommt es mir vor, dass der &lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;urteilende&lt;/i&gt; Verstand, der klassifiziert, in Begriffe ordnet, der die Dinge voneinander trennt und sie auseinander hält, definiert und voneinander abgrenzt, der Namen gibt, Identitäten und Unterschiede erzeugt, ein Teil dieses strafenden und schlagenden Gesellschaftssystems ist. Dabei ist die schlagende Geste die Vorform des urteilenden Verstandes.]&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Die Wirkung des Schlagens ist eine &lt;b style="mso-bidi-font-weight: normal"&gt;Abgrenzung&lt;/b&gt;. Aber sie kann auch wieder eine &lt;b style="mso-bidi-font-weight: normal"&gt;Beziehung&lt;/b&gt; herstellen. Im traditionellen Recht in Zimbabwe etwa muss ein Toter durch die Einheirat einer Frau aus der Familie des Täters gesühnt werden. Deren erstes Kind gehört wieder zu der Familie der Frau. - Die jugendlichen Ausländer, die auf die deutschen Rentner einschlagen, stellen eine Verbindung zu jenen her, die sich von ihnen abgrenzen wollen. Sie gehen nicht indifferent aneinander vorbei, sondern stehen sich gegenüber.&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Auch das begriffliche Denken, das zwischen den Dingen unterscheidet, bringt diese durch die Begriffe zueinander in einen Zusammenhang, in einen (flüchtigen) systematischen Zusammenhang. Jeder Begriff enthält sein Gegenteil in sich - alte dialektische Weisheit.&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Die Dialektik des Schlagens&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Aber nicht nur der Geschlagene ist ausgesondert. Auch der Schlagende hat sich schmutzig und schuldig&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;gemacht. Es hängt an ihm wie der schlechte Ruf an dem Henker. Er nimmt eine Schuld auf sich, muss Rache, Distanzierung, Isolierung fürchten. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Schlagen ist einerseits eine „impulsive“ Regelung von sozialer Ordnung, andererseits immer auch eine Verletzung dieser Ordnung, eine Zerstörung sozialer Beziehungen, die Rache, Schuldgefühle, Scham, Trennung und Distanz nach sich zieht. Wenn ein Kind nach den Schlägen weint, bringt es damit auch die Trauer über eine zerstörte Hoffnung, über zerstörtes Vertrauen und eine zerstörte Beziehung zum Ausdruck.&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;"Vorteile" des Schlagens&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Dabei ist das Schlagen als eine „materielle“ Handlung relativ einfach zu behandeln: eine Tat, die sich verfolgen, rechtfertigen, bezeugen, quantifizieren lässt. Ihre „Objektivität“ macht sie behandelbar, schafft &lt;strong&gt;„&lt;/strong&gt;Klarheit&lt;strong&gt;“&lt;/strong&gt;, ist eine „einfache“ Lösung, überfordert nicht den nach Eindeutigkeit verlangenden Sinn. – Ganz anders bei seelischer Grausamkeit, bürgerlicher Kälte, Indifferenz, Schweigen, Ignorieren, dem Gebrauch materieller Abhängigkeit. Diese „Klarheit“ und „Eindeutigkeit“ der Schläge wird als ein Vorteil gegenüber den intellektuellen Winkelzügen einer nichtschlagenden Pädagogik propagiert, &lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt; &lt;/span&gt;obwohl sie immer auch mit der üblichen Ungerechtigkeit verbunden ist, die mit asymmetrischen Verhältnissen einhergeht. In Afrika habe ich erlebt, wie ein 8jähriger Schüler vor versammelter Schule vom Direktor mit Schlägen und Fußtritten traktiert wurde. Derselbe Direktor erzählte mir, wie er immer, wenn er seinen alten Lehrer trifft, diesem ein Bier als Entlohnung für die Schläge spendiert, die er von ihm bekommen hat. Seine Klassenkameraden, die es nicht so weit gebracht haben, dürften weniger spendabel sein. &lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Ist das staatliche Gewaltprivileg eine notwendige Kulturbedingung?&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Schlagen ist Ausstoßung aus einer Gemeinschaft, eine Feinderklärung bis zur Todesdrohung und Tötung, andererseits aber auch eine Regelung von sozialer Ordnung auf einem konservativen Niveau. „Konservativ“ in dem Sinne, dass diese Ordnung geregelt oder wiederhergestellt wird, dass die Motive und Intentionen des Ausgestoßenen nicht gewürdigt, verstanden und abgelehnt werden. Nun lebt Gesellschaft immer von der Verdrängung und Unterdrückung gemeinschaftsfeindlicher Handlungen, aber diese Unterdrückung muss für jeden nachvollziehbar sein und unter den gegebenen historischen Veränderungen neu ausgehandelt werden.&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;color:#000000;"&gt;Der von seinen Entführern misshandelte Reemtsma wird in seinen Tätern nur das Böse der Gewalt an sich sehen und nicht nach ihren Gründen, geschweige denn ihrer Verständlichkeit fragen. Das Kapital, das er in die Manipulation der bürgerlichen Öffentlichkeit investiert, lässt seine Herkunft aus der Ausbeutung anderer Menschen nicht mehr erkennen. Die Macht des Geldes wirkt nicht über Schläge, Gewalt und ist trotzdem gewaltförmig. Reemtsma kann sich ein linkes Image kaufen, irgendwelche intellektuelle Prostituierte lassen sich immer finden, aber die Lösung liegt nur in der "Expropriation der Expropriateure", der Enteignung der Enteigner.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span style="font-size:100%;color:#000000;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt; &lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt; &lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Gewalt in der Bibel&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;In der menschenfreundlichen Bibel heißt es im Psalm 137,9: „Wohl dem, der deine (Babylons) jungen Kinder nimmt und zerschmettert sie an den Stein!“. Luther gibt hier eine denkwürdige Auslegung: „Der Fels ist Christus, die kleinen Kinder aber sind unsre bösen Triebe und Wünsche. Was soll man tun, wenn man diese Triebe und Wünsche spürt? &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Wie soll man sie überwinden? Antwort: wenn man sie an den Felsen Christus &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;schmettert...“. Hier werden auf sehr gefährliche Weise Kindheit mit böser Triebhaftigkeit gleichgesetzt und es wird der ideologische Kern einer schwarzen Erziehung entwickelt. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;color:#000000;"&gt;(Eine radikale Deutung versucht &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.melanchthon-akademie.de/93.html"&gt;&lt;span style="font-size:100%;color:#000000;"&gt;Petra Bosse-Huber&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;.)&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span style="font-size:100%;color:#000000;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Gewalt in der Familie&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;In einer Familie kommt es zu einem Konflikt zwischen Geschwister. Es geht um schmutzige Handtücher. Der eine schreit auf den anderen ein. Die Mutter fängt auch zu schreien an. Der Vater hält die Mutter erst zurück, schreit schließlich auch und schlägt auf ein Kind ein. Mit gellenden Schreien und nach Luft japsend rennt das Kind in sein Zimmer. Alle haben Schuldgefühle und rechtfertigen sich aggressiv.&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Was geht hier vor sich? Dieses Kind ist überzeugt, dass alle gegen es sind und sein Bedürfnis nach seiner Freiheit. Mit seinem Schreien gibt es seiner Wut darüber Ausdruck. Warum schlägt der Vater? Er empfindet seine Wut als ungerechte Anklage, als „böse“.&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Die Familie bildet eine Gemeinschaft dadurch, dass die Mitglieder sich mit gegenseitigen Erwartungen gegenüberstehen. Diese Erwartungen führen zu Konflikten, wenn sie die Entscheidungen und Wünsche eines Mitglieds in Frage stellen. Das Schlagen ist, genauso wie es ausgrenzt, Ausdruck dieser gegenseitigen Abhängigkeit. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Im bürgerlichen Verständnis sind diese Gefühle – etwa von Wut, Zorn – zu unterdrücken zugunsten der Freiheit des Individuums, seiner Unabhängigkeit und Autonomie. Man mag es das Prinzip der „bürgerliche Kälte“ nennen. In einer metabürgerlichen Gesellschaft hat Verständigung Vorrang vor Unabhängigkeit.&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span style="font-size:100%;color:#000000;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Psychologie des Geschlagenen&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Der Geschlagene fühlt sich identifiziert als böse, ausgestoßen. Er trägt eine innere Marke mit sich, fühlt sich als außerhalb der Gemeinschaft, in gewisser Weise „vogelfrei“. Er hat zu befürchten, immer wieder geschlagen zu werden. Schlimmer, er hat das Gefühl, dass dazu ein Recht besteht. Er hat Angst, ist schuldbewusst, hat kein Selbstbewusstsein, geht auf Distanz. Ihm bleibt of nur die Identifikation mit den Andersartigen. Manchmal scheint eine ganze Gesellschaft in Outlaws&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt;  &lt;/span&gt;zu zerfallen und nicht nur die Geschlagenen zählen dazu, sondern alle anderen, die Schläge nur zu befürchten hatten.&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Der Geschlagene kann auch einen „verschlagenen Charakter“ annehmen, das bedeutet, er täuscht vor, man kann ihm nicht glauben, was er vorspielt, man kann ihm nicht trauen. Er kann aber auch sadistisch werden und sich daran freuen, dass anderen das widerfährt, was ihm widerfahren ist. Oft ist das Leben von Geschlagenen von unbewussten Rachephantasien verdorben.&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span style="font-size:100%;color:#000000;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Die Versöhnung&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Gibt es eine Lösung aus der Gewalt? Gewalt zerstört, führt etwas Anderes in die Gesellschaft ein, verändert. Gewalt kann nicht zurückgenommen werden, aber auch die Rache, das Recht und die Gerechtigkeit können das nicht wiederherstellen, was zerstört worden ist. Eine Versöhnung im einfachen Sinne der Anerkennung der Schuld, der Übernahme von Buße und&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt;  &lt;/span&gt;Wiedergutmachung ist keine Lösung, denn wird die Ursache der Aufhebung des Gleichgewichts nicht weiter wirksam sein? Beziehungen können sich nur verändern, wenn sie von beiden Partnern als Schuld anerkannt werden. Im Grunde ist das ja in dem christlichen Vergeben und Schuldbekenntnis enthalten. Andererseits bleiben ein Schuldbekenntnis und eine Vergebung historisch nur bedingt folgenreich, wenn sie nicht konkret werden und neue Beziehungsstrukturen bewirken.&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:red;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Wo Gewalt auftritt ist es ein Symptom einer schon lange vorsichgehenden&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt;  &lt;/span&gt;falschen Entwicklung. Es hat keinen Sinn, nur das Symptom zu unterdrücken. &lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-7740830474792183934?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/7740830474792183934/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=7740830474792183934' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7740830474792183934'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7740830474792183934'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/02/schlagen.html' title='Schlagen'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-3856060326352512388</id><published>2008-01-23T21:31:00.000Z</published><updated>2008-01-23T21:43:08.905Z</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='POOR IS FUTURE'/><title type='text'>FAKTEN ZUR „ARMUT“</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;„Das mittlere verfügbare Jahreseinkommen der Bevölkerung lag 2005 bei 15.617 Euro pro Person. Als armutsgefährdet galten alleinlebende Personen, wenn sie weniger als 781 Euro im Monat zum Leben hatten. Unterhalb dieser Schwelle habe man kaum Chancen auf eine umfangreiche Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.“ So zitiert die &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.jungewelt.de/2008/01-22/046.php"Neues Fenster&gt;Junge Welt&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; am 21.01.08.&lt;br /&gt;Warum heißt es nicht im Erbendeutsch „Teilhabe“? „Umfangreiche Teilhabe“. Mit ihrem Geld, was genau das kaputtmacht, was sie haben wollen: Reichtum. Das ist das Leben in einer bestimmten Zeit, wie man es von seinen Eltern und Vorfahren, der Gesellschaft in der man lebt, bekommt und das man weitergibt an die nächsten Generationen in ihrer Suche nach dem menschlichen Glück, der Suche nach der menschlichen Bestimmung. Welche Idiotie, das an Geld zu knüpfen. In einer Welt, wo die Mehrzahl der Menschen mit fast gar nichts an Geld auch lebt. „Teilnahme am gesellschaftlichen Leben“ Was soll das sein: Geburtstagsparties, Opernbälle, Demos gegen die Luxusgesellschaft? Zuerst werden wir von ihren Opernbällen ausgeschlossen und dann sollen wir auch noch unglücklich darüber sein. Es ist offensichtlich eine typische mittelschichtsorienierte Definition dessen, was „umfangreiche Teilnahme am gesellschaftlichen Leben“ bedeutet. Auch wenn sie sich immer zur einzigen Gesellschaft machen will, sie ist es nicht.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-3856060326352512388?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/3856060326352512388/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=3856060326352512388' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/3856060326352512388'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/3856060326352512388'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/01/fakten-zur-armut.html' title='FAKTEN ZUR „ARMUT“'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-3172216368731737710</id><published>2008-01-15T18:22:00.000Z</published><updated>2008-01-15T18:34:01.174Z</updated><title type='text'>RENTENBERECHNUNGEN</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Die Taz &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/wer-spart-verliert/?src=SZ&amp;amp;cHash=60348fad01"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;legt nach&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;. Offensichtlich ist der konsumistische Schleuderkurs selbst intern auf Fragezeichen gestoßen. Jetzt erfahren wir:&lt;br /&gt;1500 € netto (also 2500 € brutto) gibt nach 32 Jahren &lt;strong&gt;680 €.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Als Quelle wird Monitor genannt, der bezieht sich auf „regionale Versicherungsträger“.&lt;br /&gt;Am gleichen Tag veröffentlicht ein Organ für neoliberalen Polit- und Männertratsch eine andere Rechnung:&lt;br /&gt;1900 € brutto ergeben nach 35 Jahren Grundsicherungsniveau, also &lt;strong&gt;680 €&lt;/strong&gt;. Diese Zahl hat das Männermagazin&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; vom Paritätischen Wohlfahrtsverband. (Die Aussage: „…wird die Durchschnittsrente in 14 Jahren auf das Niveau der Grundsicherung gesunken sein“ ist völliger Blödsinn: Durchschnittsrente in 14 Jahren, das wäre heute 30 000 geteilt durch 12, also 2500 brutto).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich versuche nachzurechnen. Das Problem fängt an mit Brutto und Netto. Anscheinend bezieht sich die Taz auf ein Durchschnittseinkommen, also ca. 30 000 €. Also simple Rechnung (das bedeutet ich lasse Erziehungszeiten, Ausbildung usw. weg):&lt;br /&gt;32-mal aktueller Rentenwert 26,27 € gibt  840,64 €. Davon ziehe ich die 14 % ab, die der Nachhaltigkeitsfaktor (2004 Rot-Grün) bewirkt und komme auf (840,64 mal 86%) &lt;strong&gt;723 €.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Dabei aber nicht eingerechnet sind: Lohnzuwächse, Erhöhung des Rentenwerts, Veränderungen der Beschäftigtenzahl etc. Aber der Nachhaltigkeitsfaktor wirkt sich nur indirekt dadurch rentensenkend aus, dass er eine Steigerung des Rentenwerts verhindert, durch Inflation also die reale Kaufkraft absinkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das andere Beispiel ist realistischer: 1900 €  (mit Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld oder ohne??) ergibt 22 800 im Jahr, sind ca. 76 % des Durchschnitts, ergeben nach 35 Jahren 698,78 € - 14 % letztendlich „netto“ &lt;strong&gt;601 €.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Was ist &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.tacheles-sozialhilfe.de/info/grundsicherung.html"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;&lt;em&gt;Grundsicherungsniveau&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;? Es ist, da Miete, Heizkosten etc… mit eingerechnet werden, variabel: von 337€ aufwärts bis 680 €. (Bei meinen Heizkosten, samt Kochen und Warmwasser – Energiesparhaus -  von 14 € je Person und Monat würde ich bei einer absehbaren Mikrorente von 363 € nichts bekommen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der &lt;/span&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nachhaltigkeitsfaktor"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;„&lt;em&gt;&lt;span style="color:#666666;"&gt;Nachhaltigkeitsfaktor&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;“&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; verdient einen besonderen Kommentar: Immer weniger Arbeitende zahlen für mehr Rentner. Schlimm? Kein Problem, wenn bei wachsender Produktivität – diesem Lebenselixier des Kapitalismus – immer weniger Zeit für die Herstellung eines gegebenen Standards gesellschaftlichen Reichtums produziert wird. Oder auf hochdeutsch: immer weniger Leute erarbeiten immer mehr. Deswegen auch natürlich steigende Arbeitslosigkeit.&lt;br /&gt;Problem? Der Sozialversicherungsanteil am Lohn steigt. - Mit dem Nachhaltigkeitsfaktor soll das reduziert werden.&lt;br /&gt;Und jetzt? „Rentenlücke, Rentenlücke“!! Was tun? Private Rentenversicherung, Riesterrente, betriebliche Rentenversicherung.&lt;br /&gt;Und dann? Jetzt zahlen die Leute, was sie ohne Nachhaltigkeitsfaktor in die Rentenkasse mehr einbezahlt hätten, in die Privatkasse. Was haben sie gewonnen?&lt;br /&gt;Nichts. Ich nehme an, dass sie sogar noch viel mehr als früher zahlen werden. Aber - der Arbeitgeberanteil wurde gesenkt. Eine schöne stille Lohnsenkung.&lt;br /&gt;Wie gesagt, das wurde durchgesetzt von Rot-Grün, vorbereitet und intelligent durchdacht von den Knotenpunkten der Verflechtung von Kapital und Politik: Lauterbach, Raffelhüschen, Rürup, Riester.&lt;br /&gt;Wie war das möglich? Es gibt diese allgemeine Entsolidarisierung, bedingt durch das Gefühl, dass man von den staatlichen Institutionen abgezockt wird und dass andere Menschen dadurch Vorteile hätten – diese Mixtur von Wahn und Wahrheit.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-3172216368731737710?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/3172216368731737710/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=3172216368731737710' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/3172216368731737710'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/3172216368731737710'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/01/rentenberechnungen.html' title='RENTENBERECHNUNGEN'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-5585770842180680192</id><published>2008-01-12T21:00:00.000Z</published><updated>2008-01-12T21:01:58.775Z</updated><title type='text'>LINKE ÖKONOMIE?</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;In der &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.taz.de/nc/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&amp;amp;dig=2008%2F01%2F11%2Fa0161&amp;amp;src=GI&amp;amp;cHash=506549bf34&amp;amp;type=98"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;Taz&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;&lt;span style="color:#666666;"&gt; &lt;/span&gt;lese ich, wie hart es die jungen Deutschen haben. In einer schlampigen Rechnung, wie sie in Journalistenkreisen üblich ist – man kann sich vorstellen, wie sie zuhause rechnen – wird am Beispiel einer Erzieherin vorgerechnet, was von 1500 Netto übrig bleibt. Nämlich nichts.&lt;br /&gt;Auch bei einem Krankenpfleger bleiben von 1700 nichts übrig, nicht mal Geld für die Riesterrente, wie es die unvergleichlich ärmere Erzieherin sich vom Munde abspart. Aber sie verraucht ja auch nicht 240 € im Monat. – Führen die beiden schon ein allerärmlichst Leben, wartet auf sie in der Rente nur noch bitterste Armut: „der 33-Jährige rechnet mit einer Rente knapp über Sozialhilfeniveau“.&lt;br /&gt;Man weiß nun nicht genau, wer soviel prognostische Fähigkeiten hat, der Journalist oder der Pfleger, aber mein Vertrauen in die Rechenkünste beider ist mir sowieso schon verloren gegangen.&lt;br /&gt;Welchen Sinn sollen solche Armuts- und Jammerartikel haben? Sie reproduzieren Lagerdenken, tragen aber nichts zum Aufbau einer neuen Ökonomie bei. - Ökonomie ist immer Haushalten mit knappen Ressourcen. Dass die Ressourcen bei uns knapp wären im Weltmassstab – und das ist die „Benchmark“ einer linken Ökonomie – ist Theater, linke oder rechte oder sonst welche Propaganda.&lt;br /&gt;Natürlich denke ich, schaue ich auf mein Einkommen, auch auf die Relation zu den Gehältern um mich herum, vergleiche meines mit Durchschnittseinkommen und fühle mich ungerecht behandelt usw. Aber sinnvoll ist nicht Erhöhung, sondern die Reduzierung des „Reichtums“.&lt;br /&gt;Das gesellschaftliche Gefüge durch Lohnforderungen zu verändern, ist eine alte Illusion. Es ist zwar unpopulär, eine Verallgemeinerung der Armut – besser einer &lt;em&gt;haushälterischen Bescheidenheit&lt;/em&gt; – zu verlangen, aber auf die lange Dauer gibt es keine anderen ökologisch und sozial verträglichen Optionen.&lt;br /&gt;Ich werde nichts zu dieser Option beitragen können. Die leise, aber nicht schweigende Stimme der Vernunft wird übertönt werden von 1001 Rechtfertigungen, warum die einen mehr verdienen als die anderen, von Verteilungskämpfen, schließlich Kriegen. Danach wird wieder kurz die Wahrheit aufblitzen, so wie nach 45, als sogar die CDU den Sozialismus verlangte, und dann wird die individuelle Bereicherung wieder weitergehen bis zur nächsten Katastrophe.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-5585770842180680192?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/5585770842180680192/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=5585770842180680192' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/5585770842180680192'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/5585770842180680192'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/01/linke-konomie.html' title='LINKE ÖKONOMIE?'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-7576234461125643871</id><published>2008-01-09T10:24:00.000Z</published><updated>2008-01-09T10:25:14.698Z</updated><title type='text'>GEGENFRAGE</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Der letzte Eintrag zeigt mich eigentlich recht zufrieden über die Verhältnisse. Ich kann froh sein, durch sozialdemokratische Politik mich nicht in die Beschäftigung mit der Gründung irgendwelcher Geschäfte stürzen zu müssen, beliebige Ideen also neu und originell verkaufen zu müssen, sondern stattdessen mit nur genügend Geduld meine letzten paar hundert Tage am Band abzuleisten.&lt;br /&gt;Wie solle es Revolution geben, wenn schon einer wie ich zufrieden ist? Und ich mich nur noch mit Existenziellem, um meine individuelle Existenz, Vergangenheit, Zukunft, Alter, Tod befasse? Was hat das noch mit Klassenpolitik zu tun, mit Revolution? Bestätigt das nicht jenes bürgerliche Prinzip, dass der Einzelne vor allem sich um sich selbst kümmern solle, sich einen privaten Bereich besorgen soll und anderen ihre Freiheit lasse?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gut, auch ich genieße meine private Freiheit. Andere ständig kritisieren zu müssen ist einfach unangenehm und ein Unglück. Es gibt auch diese Differenz von Einzelnem und Gesellschaft, von privatem Leben und Politik. Es geht nicht alles ineinander über.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Beispiel für die allgemeine Privatpolitik zeigt die IG Metall, die sich gegen einen allgemeinen Mindestlohn wendet, aus Angst und Sorge, dass ihre Mitglieder auf das Niveau runterkommen, wo sich eine große gesellschaftliche Gruppe schon befindet. Die gleiche Gewerkschaft trägt die Parole der &lt;strong&gt;Solidarität&lt;/strong&gt; vor sich her.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-7576234461125643871?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/7576234461125643871/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=7576234461125643871' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7576234461125643871'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7576234461125643871'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/01/gegenfrage.html' title='GEGENFRAGE'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-2103462737608353256</id><published>2008-01-04T22:05:00.000Z</published><updated>2008-01-04T22:06:41.507Z</updated><title type='text'>NEUES VOM BAND?</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Ich bin bei meiner Arbeit vor allem mit Hören von Podcasts beschäftigt, Rundfunksendungen quer durch die Republik. Themen sind Tagespolitik, philosophische und andere Diskussionen, Journalistisches aller Art, Vorträge, Interviews. Ich werde regelrecht verwöhnt mit Sätzen, denen ich begeistert zustimme und anderen, die mich verärgert zu Analysen bewegen. Während der Geist Stoff bekommt, sind die Hände bei der Arbeit. Und ist die Zeit um, die MP3-Dateien durchgehört, kann ich zufrieden nach Hause fahren. – Skeptisch bin ich, wie das auf Kollegen wirkt. Vielleicht gelte ich irgendwie nicht richtig anwesend, aber als Halbzeitler sind die Erwartungen an mich nicht so anspruchsvoll. Ich mache meine Jobs - aus, fertig. Dann da und dort mal Smalltalk. Ich kenn mich mit Lohnabrechnung und Tarif aus. Zuhause rechne ich meine Rente durch.&lt;br /&gt;Gesamtgesellschaftlich betrachtet ist es gar keine typische Situation, in der ich mich hier am Band befinde. Schaue ich um mich, dann sind die meisten Menschen bei ihrer Arbeit in Situationen, in denen sie es sich nicht leisten können, Mp3 zu hören, sind zu Aufmerksamkeit gezwungen, der Kopf ist ausgefüllt mit ständigen Bemühungen, neuen Herausforderungen gerecht zu werden, beschäftigt mit dem Verarbeiten von Beleidigungen und Bemühungen, andere zu übertrumpfen.&lt;br /&gt;Ich tu einiges, um meine vermasselten Beziehungen zu Kollegen zu reparieren. Aber wenn ich in zwei Jahren in Altersfreizeit bin, werde ich wohl kaum mehr Beziehungen zu Kollegen haben. Ich denke nicht, dass die Ursache dafür nur in meinem Charakter liegt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-2103462737608353256?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/2103462737608353256/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=2103462737608353256' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/2103462737608353256'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/2103462737608353256'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/01/neues-vom-band.html' title='NEUES VOM BAND?'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-7502861816424505098</id><published>2008-01-04T08:17:00.000Z</published><updated>2008-01-04T08:20:54.377Z</updated><title type='text'>RELIGIONSMONITOR</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Bertelsmann tut was für die Kirchen. 70 sind religiös, 18 hochreligiös. Die Kirchen jubeln: Die Menschen wollen begleitet sein in wichtigen Lebenspassagen, und die Kirche können ihnen passende Rituale bieten. Die Pfarrer brauchen nicht mehr Sozialarbeiter sein, sondern dürfen Religion verbreiten und von Gott reden. Die Religion stirbt also doch nicht ab, wie mal (von &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.payer.de/religionskritik/lenin03.htm"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;Marxisten&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;?) gesagt.&lt;br /&gt;Schaut man sich diese „Religiosität“ genauer an, sieht man nur Diffuses: Gefühle, "Ehrfurcht, Geborgenheit, Schuld, Freude, Angst und Liebe", Meditieren, Transzendenz, „Werte“. Der Kirchenkritiker findet sich plötzlich als „Religiöser“ wieder. Und sieht sich als Teil einer religiösen Propaganda.&lt;br /&gt;Aber die Bertelsmannstudie zeigt, was an „religiösen“ Themen ansprechbar ist und bei verschiedenen Schichten Resonanz findet. Abgefragt werden dazu nicht nur Postleitzahl, auch Familienstellung, soziale Schicht. So werden dann Pfarrer für ihre Predigt oder auch Zeitschriften für ihre Artikel wissen, welche Begriffe sie oft genug nennen müssen, um auf Resonanz zu stoßen. Und so wären die Kirchen, die jetzt mehr und mehr auf Steuereinnahmen verzichten müssen, wieder im gesellschaftlichen Rennen, könnten ihr Angebot den Bedürfnissen ihrer potentiellen Schäfchen anpassen, die ihnen auch jetzt immer noch in Scharen davonlaufen.&lt;br /&gt;Dass sich die Bertelsmannstiftung, die sich sonst so für Neoliberalismus stark macht, hier Pomotion für die religiöse Linie macht, verwundert. Aber vielleicht müssen die neoliberalen gesellschaftlichen Entgleisungen: Billiglöhne, Sozialdumping, Verwahrlosung, Konsumidiotie usw. durch metaphysische Visionen von „Ehrfurcht, Geborgenheit, Schuld, Freude, Angst und Liebe“ aufgefangen werden und die Menschen durch Begriffsvortäuschungen wieder an die Kirchen gebunden und von ihrem affirmativen Moralkodex gegängelt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wahrheit von Religion durch eine Umfrage herauszufinden, wer würde das für sinnvoll halten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie war das aber mit dem „Absterben der Religion“ etwa durch „Sozialismus“? Es war eine arrogante Form von Wissenschaftsgläubigkeit, ein plumper Positivismus – menschenfeindliche Hybris. Der „Materialismus“ vieler Linker ist bestenfalls eine naive Form eines Pantheismus oder oft nur affirmative Ideologie. Man soll sich auf das Faktische reduzieren lassen. - Die Religion „stirbt“ aber in dem Maße „ab“, wie sie zur Erkenntnis  der paradoxen und ambivalenten menschlichen Situation fortschreitet: Freiheit und Determination, Identität und Vergänglichkeit, Geist und Natur, Individualität und Einheit.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-7502861816424505098?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/7502861816424505098/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=7502861816424505098' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7502861816424505098'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7502861816424505098'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2008/01/religionsmonitor.html' title='RELIGIONSMONITOR'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-957588675309918562</id><published>2007-12-27T13:49:00.000Z</published><updated>2007-12-27T13:53:15.579Z</updated><title type='text'>IDEALE EINES IDEALISTISCHEN LEHRERS</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Die&lt;span style="color:#666666;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/ein-idealist-packt-aus/?src=SZ&amp;amp;cHash=f6a8063183"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;taz&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; berichtet von einem Lehrer, der mit 59 nach 35 Jahren Hauptschule in Berlin aufgibt. Er „wollte &lt;em&gt;den&lt;/em&gt; Kindern etwas beibringen, die am ärmsten dran sind“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sympathisch wirkt sein Versuch, sich mit den Underdogs zu befassen, ihre ganzen Störversuche in Kauf zu nehmen und sich mit ihren Problemen auf einer menschlichen Ebene zu befassen. Dabei wird ihm klar, dass der linke Multikultikult heuchlerisch ist, dass entgegen der linksliberalen Ideologie gesellschaftliche Überlebensfähigkeit eines Menschen von einer Familie abhängt, die im bürgerlichen Sinne funktioniert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch nachdem er nun clever mit Burnout (und damit gut gesicherter und nicht durch eine mögliche Altersteilzeit reduzierte Rente) aussteigt, stelle ich doch die Frage, inwieweit Schule als linkes Projekt überhaupt möglich sein kann. Schule innerhalb eines linken Projekts sollte sein:&lt;br /&gt;-          demokratische Schule. Das bedeutet, Beziehungen herstellen, Äußerung von Interessen ermöglichen, demokratische Abstimmung. Prüfungen müssen extern, Unterricht von Benotung getrennt sein.&lt;br /&gt;-          ohne Schulpflicht. Das dürfte als eine gefährliche Utopie erscheinen, mit der Konsequenz von faulen, asozialen Analphabeten. Übergangsweise läuft die Demokratisierung aber zumindest über Wahlmöglichkeiten, Projekte etc. Die Tour über die Staatsautorität, die auch dieser Lehrer eingeschlagen hat, geht nicht. Wie soll er als Beamter ernst genommen werden können?&lt;br /&gt;-          positives Klassenbewusstsein. Schule soll nicht primär Über- und Unterlegenheitsgefühl, sondern Fähigkeiten vermitteln. Das Bewusstsein von Klassengesellschaft, ihren Mechanismen der Ausgrenzung und Unterdrückung ist essentiell. Zum Klassenbewusstsein gehört das Bewusstsein von der historischen Niederlage der Arbeiterklasse. Die Alternative liegt nicht in Siegparolen, Suche nach individuellem Vorsprung, sondern im intelligenten Umgang mit der Frustration&lt;br /&gt;-          Lehrer sind nicht linke Caritas, brauchen keinen „DemVolkeDienen“-Komplex, auch Helfersyndrom genannt. Das ist nur Kehrseite von Herablassung und Herrschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich selber hatte die Option, Lehrer zu werden. Blauäugig wie ich war, wurde mir bald klargemacht, dass „Lehren“ eine Form der Herrschaft ist. Während ich als Schüler die Aussicht hatte, durch die Schule an dieser Herrschaft zu partizipieren, war Schule für andere (meine Schüler) eine Möglichkeit, &lt;em&gt;nicht &lt;/em&gt;um der „Macht“ zu widerstehen, sondern sie scheinbar - in einer oft blödsinnigen und niederträchtigen Form – selbst zu übernehmen. Ich habe nach Lehrern gesucht, die mit ihren demokratischen Vorstellungen ähnlich gescheitert sind, aber der Typ des „guten Lehrers“ hat die Szene beherrscht. Der „gute Lehrer“ begeistert die Klasse mit seiner Persönlichkeit, er hat die Klasse im „Griff“. Genauso wie er eine individuelle Lösung auf die Legitimationsprobleme der Schule ist (Zwang kontra Demokratie), so kann er seinen Schülern auch nur individuelle Lösungen anbieten.&lt;br /&gt;Ich jedenfalls kam zur Erkenntnis, dass Schule als linkes Projekt nicht möglich ist. Bitter war, meine eigenen Kinder in diesen Laden schicken zu müssen, sie zu absurden und sinnlosen Dingen drängen zu müssen. Was ich dabei an Lehrertypen so kennen gelernt habe, ist entmutigend und macht misanthropisch:&lt;br /&gt;-          die Grundschullehrerin, mit der ich und mein Sohn es 4 Jahre lang zu tun hatte&lt;br /&gt;-          der Lehrer, der stolz von seiner Menschenkenntnis erzählt, wie er von Beginn an weiß, wie der Schüler abschließen wird,&lt;br /&gt;-          die Lehrer, deren Unterricht daraus besteht, dünne Sätzchen von der Tafel abschreiben zu lassen&lt;br /&gt;-          die Lehrer, die monatelang zur Korrektur von Arbeiten brauchen – eben faule Säcke&lt;br /&gt;-          die Lehrer ohne Fachwissen, aber sehr, sehr viel Selbstbewusstsein&lt;br /&gt;-          der Lehrer, der in einer halben Stunde die Trigonometrie einführt, die restliche Zeit Erzählungen über seine Autos, womit er zu den „guten“ Lehrern zählt.&lt;br /&gt;-          die Lehrer, die viele Tests schreiben lassen, ohne aus deren fatalen Ergebnisse Konsequenzen ziehen&lt;br /&gt;-          viele Lehrer lassen die Klassenarbeiten in den letzten Wochen vor den Ferien, Zeugnissen schreiben&lt;br /&gt;-          schon in den ersten Grundschulklassen werden Klassenarbeiten geschrieben. Während ich meine ersten Klassenarbeiten in der vierten Grundschulklasse geschrieben habe – weiß der Teufel, wie die Noten vorher zustande kamen – soll heute der Selektionsdruck die bei mir noch üblichen Schläge ersetzen. Der geheuchelten Menschenfreundlichkeit antworten die so Disqualifizierten mit Zynismus.&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-957588675309918562?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/957588675309918562/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=957588675309918562' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/957588675309918562'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/957588675309918562'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2007/12/ideale-eines-idealistischen-lehrers.html' title='IDEALE EINES IDEALISTISCHEN LEHRERS'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-723000807722657992</id><published>2007-12-12T10:01:00.000Z</published><updated>2007-12-12T10:09:53.540Z</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='&quot;Kultur&quot;'/><title type='text'>LINKSPARTEI UND KULTUR</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;&lt;strong&gt;Die Linke&lt;/strong&gt; forderte eine &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26703/1.html"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;"&lt;span style="color:#333333;"&gt;Entscheidung des Bundestages für ein Staatsziel Kultur&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;": Zunächst löst das bei mir Empörung aus. Ich denke an diese Kuturmafia, die die linke Szene mit ihrem Selbstdarstellungsdrang und Eitelkeit beherrscht. In der Regel kommen diese Künstler aus gutem Hause oder wenn nicht, dann betreiben sie doch das Geschäft der bürgerlichen Eliten. Sie geben ihnen ein Gefühl der Überlegenheit. Die so genannte Kultur geht oft in die Verehrung von außerordentlichen Persönlichkeiten über im Verhältnis zu denen die Normalsterblichen sich als miserabel und unfähig fühlen.&lt;br /&gt;Gleichzeitig, durch die Verwobenheit mit dem bürgerlichen Publikum, das sich mit ihren Leistungen ziert und über große Summen von Geld verfügt, werden hier exorbitante Gelder verdient. Es entsteht ein Preislevel, der der breiten Masse, selbst wenn sie Interesse daran hätte, Ausbildung und Praktizieren und Teilnahme an einer so genannten Kulturaktivität schwer macht.&lt;br /&gt;Ein großer Teil der künstlerischen Aktivitäten besteht zudem darin, sich von den breiten Massen abzugrenzen und durch Auserlesenheit fernzuhalten. Zudem aber verfügt die bildungsbürgerliche Klasse über die öffentlichen Einnahmen und weiß die Ausgaben in ihre Richtung zu lenken und für ihre Interessen zu nutzen. Auf Kosten der Allgemeinheit werden zahllose teure esoterische Kultureinrichtungen finanziert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Letzten Freitag konnte man in Arte die Direktübertragung aus der Scala von &lt;strong&gt;Wagners Tristan&lt;/strong&gt; sehen und hören. Angesichts der Leistung von W. Meier – besonders im letzten Teil - kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Perfekt gesungen, ganz in der Musik, ohne Eitelkeit und Stargehabe. Abgesehen vom Inhalt der Oper: die Nacht und ihre Ruf zum Untergang des Bewusstseins, zum Versinken in Nacht, Schlaf und Tod, unbedingte Liebe, Verschmelzung, Auflösung des Ichs. Dargestellt durch ein düster graues Bühnenbild, Kleidung, wenige aber passende Farben. Das Orchester mit Barenboim drückt die die seelischen Vorgänge präsent und perfekt aus, ohne im Vordergrund zu sein.&lt;br /&gt;Fragen über die Ambivalenz Wagners, seinen Antisemitismus etc. lasse ich hier weg. Warum etwa reduziert er „Liebe“ - vielleicht unabsichtlich? - im Liebestrank auf einen Hormoncocktail und folglich falschen Zauber? Warum ziehen seine Opern die politische Prominenz an? Köhler, Craxi, Napolitani (&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26806/1.html"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;Cossiga&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;?). Der widerliche Bock Fischer führt seiner neuen Dame vor, welche fatalen Folgen ein zeitweiliger Hormonstau haben kann. Oder will er am Lebensabend von ewiger Treue, unbedingter Liebe sprechen: „Doch alle Lust will Ewigkeit, will tiefe, tiefe Ewigkeit“ Finden sich diese Herren in der Scala ein, weil sie sich eben gerne in Kultur, Geschichte und großen Leistungen baden. Oder weil sie zwar viel beschäftigt sind, aber in Wirklichkeit selber nichts Gescheites zustandekriegen? Warum zieht Wagner die Hitlers und Merkels an? Ist es die Theatralik des großen Individuums, das tragisch zum Scheitern verurteilt ist? Ist es der Todes- und Tötungsdrang? Die Verbindung von solchem mit Elitenambiente? Würde man diese Leute auch finden bei „Wozzek“ und „Lulu“?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Leistungen sind möglich durch Künstler, die durch die Welt jetten, einer Weltelite, aus sehr speziellen Familien. Begabung reicht nicht, Arbeit auch nicht. Mit Neid und gegen meine Überzeugungen verfalle ich in Bewunderung, etwa der W. Meier, ob meine Verehrung ihr oder der Musik, die sie singt, gilt. Solche Leistung ist nur möglich auf dem Hintergrund der Existenz einer privilegierten Bildungselite, großzügigen materiellen Ressourcen. Es braucht die Möglichkeit, sich materiell abgesichert zurückziehen zu können, der Konkurrenz mehrer Opernhäuser usw. Und nach der geschmäcklerischen Meinung eines Rezensenten war es doch nur „&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/?sid=dd7a18afde0f93472360763391fb878c&amp;amp;em_cnt=1255010"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#666666;"&gt;Mittelklasse&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;, mit einigen Glanzpunkten und den Defiziten des Wagnergesangs, die heute scheinbar auch an großen Häusern schwer zu überbrücken sind“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie vereinbare ich diese meine Bewunderung mit meinem Affekt gegen die Kulturhimmelei der Linken? Ich denke, Kultur muss heruntergeschraubt werden. Die (kritische) Aneignung der traditionellen bürgerlichen Kultur ist wichtig, etwa Theater und Musik. Aber auf einer breiten Basis – nicht als Privileg. (Ich denke hier an die vielen Chöre in Kuba). Die Frage, warum „Kultur“ zum Zuschaufernsehen verkommt, müsste erörtert werden.&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-723000807722657992?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/723000807722657992/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=723000807722657992' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/723000807722657992'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/723000807722657992'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2007/12/linkspartei-und-kultur.html' title='LINKSPARTEI UND KULTUR'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-6069415860222758321</id><published>2007-12-11T20:26:00.000Z</published><updated>2007-12-12T10:01:22.299Z</updated><title type='text'>MUGABE, MERKEL UND BISMARCK</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Der zimbabweanische Informationsminister Ndlovu im &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.herald.co.zw/inside.aspx?sectid=28107&amp;amp;livedate=12/10/2007%2012:00:00%20AM&amp;amp;cat=1"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000099;"&gt;Herald&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;: „Germany, he said, needed a leader like Otto von Bismarck, who fought for its unification and eradication of injustices.” Diese Lächerlichkeit aus dem Mund eines “Marxisten“ ist für Außenstehende nur schwer zu verstehen. Anders, wenn man weiß, dass eine der Lieblingstopics zimbabweanischer Schulerziehung Bismarcks Außenpolitik und die Aushebung von Schützengräben im ersten Weltkrieg ist. Jeder Unsinn von Bildungsgut soll recht sein, Hauptsache, es dient dem Zweck der Differenzierung von Eliten und Massen. Etwas Ähnliches findet ja auch unseren Schulen statt. Der Blödsinn wird bei den Afrikanern nur offensichtlich.&lt;br /&gt;Natürlich ähnlich blödsinnig der Vorwurf an Merkel, sie hätte ihre „Nazi inclination“ mit einem angeblichen Verbot von Scientology und Drehverbot für Cruise gezeigt. Aber es zeigt das Niveau der herrschenden Banditen in Zimbabwe.&lt;br /&gt;Die gute Merkel hat in Lissabon ihr moralisch Bestes versucht. Nicht bekannt wird aber die Essenz der Lissabonner Verträge: weiterhin gute Geschäfte mit Afrika (Edelmetalle, Erdöl, Tierfutter etc.). Auch die der Export von Atomkraft ist schon vorgesehen. Die afrikanische Oberschicht darf also weiter auf europäischem Konsumniveau bleiben, schon dank der Hintermänner Merkels.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-6069415860222758321?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/6069415860222758321/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=6069415860222758321' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/6069415860222758321'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/6069415860222758321'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2007/12/mugabe-merkel-und-bismarck.html' title='MUGABE, MERKEL UND BISMARCK'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-2722963238897676877</id><published>2007-12-08T22:36:00.000Z</published><updated>2007-12-08T22:50:49.944Z</updated><title type='text'>HEILSVERSPRECHEN: PAPST UND MARX</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Was hat der Papst auf einer Seite verloren, deren Thema eigentlich das Leben am Fließband sein sollte? Weil er den Sozialismus angreift? Weil so vieles so leicht kritisierbar ist, von dem was er schreibt? Als Ex-Katholik reizt mich die kirchliche Phraseologie, der Anspruch auf große Wahrheiten, dieses Spiel mit Grenzen, die zwischen Gut und Böse, Richtig und Falsch gesetzt werden. Der exklusive Wahrheitsanspruch ist verletzend, eine Anmaßung.&lt;br /&gt;Frage des Papstes: Was können wir hoffen?&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Hoffen&lt;/strong&gt; ist etwas wünschen und verlangen, was nicht sicher ist. Der auf etwas Hoffende ist voll gespannter Erwartung, teils mit Freude, teils mit Angst. Er weiß aber, dass seine Hoffnung auch enttäuscht werden kann. Er weiß um sein Nichtwissen, die Ungewissheit. Hoffen ist etwas anderes als &lt;strong&gt;glauben&lt;/strong&gt;, also etwas für wahr halten, obwohl es nicht beweisbar ist. Glauben aber hat in der Regel eine erfahrungsbezogene Basis, bezieht sich auf ein Vertrauen, das sich in der Vergangenheit bewährt hat. Man kann jemandem Vertrauen und Glauben schenken, wenn man sich seines Verhaltens nicht sicher ist. Einem erwiesenen Übeltäter wird man aber nicht glauben.&lt;br /&gt;Die Atheisten etc. leben laut Papst „hoffnungslos“, ohne den Glauben an die katholischen Versprechungen von ewigem Leben, himmlischer Gerechtigkeit und Belohnung für die Entbehrungen im irdischen Leben. Na ja – warum soll Hoffnung unbedingt christliche Hoffnung sein? Man kann sich die Wiederkehr von Jesus wünschen, genauso wie die eines anderen Propheten. Man kann aber auch hoffen, dass es eine Gerechtigkeit gibt, die allen gerecht wird und nicht nur ein paar dogmatischen Sektierern. Also so „wahrhaft menschlich“.&lt;br /&gt;Für den Papst ist die Sache allerdings einfach: Irdische Gerechtigkeit gibt es nicht und wird es nie geben und die metaphysische, die ist sein Metier. Zu versuchen irdische Gerechtigkeit herzustellen, das führe zu nur zu größerer Ungerechtigkeit. Unglaublich aber wahr: der Papst ist der Überzeugung, Menschen können nie Gerechtigkeit herstellen, das kann nur der himmlische Jesus mit Gericht und Fegefeuer. „&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;em&gt;Eine Welt, die sich selbst Gerechtigkeit schaffen muß, ist eine Welt ohne Hoffnung.“&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;strong&gt;Gerechtigkeit&lt;/strong&gt; ist dem Papst sogar die zentrale Frage der Theologie. &lt;/span&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;em&gt;„Ich bin überzeugt, daß die Frage der Gerechtigkeit das eigentliche, jedenfalls das stärkste Argument für den Glauben an das ewige Leben ist.“&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Denn:&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;em&gt; „Nur Gott kann Gerechtigkeit schaffen.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Wir wissen, dass der Vater des Papstes ein &lt;strong&gt;Polizeiobermeister&lt;/strong&gt; war. Seine Haltung dürfte eine obrigkeitsstaatliche gewesen sein, natürlich arbeiterfeindlich, schon durch die ständigen Ortswechsel in misstrauischer Distanz zu den Untertanen. Der Sohn will und muss schon deswegen etwas Besseres werden. Man kann ahnen, welche Erfahrung sich hier mit dem Begriff von Gerechtigkeit verbindet, und man kann sich vorstellen, was da über den Sozialismus gedacht wurde. Die &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnchner_R%C3%A4terepublik"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000099;"&gt;Münchner Räterepublik&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; hatte die Konfrontation zwischen Arbeitern und Bürgertum blutig verschärft. Kein Wunder, wenn der Sohn dann so über Marx urteilt: Die Hoffnung auf eine menschliche Gerechtigkeit wird immer enttäuscht werden. Marx „&lt;em&gt;hat zwar sehr präzise gezeigt, wie der Umsturz zu bewerkstelligen ist. Aber er hat uns nicht gesagt, wie es dann weitergehen soll.“&lt;/em&gt; [Wo hat Ratzinger von Marxens „präzisen“ Umsturzplänen gelesen? Man sieht hier die Oberflächlichkeit seiner Argumentation.] Es mag stimmen, dass sich der Marx wenig mit den institutionellen Grundlagen einer neuen sozialistischen Gesellschaft beschäftigt hat. Nicht nur weil ihm deren Probleme – sieht man von dem sehr kurzen Zwischenspiel der &lt;/span&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pariser_Commune"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000099;"&gt;Pariser Kommune&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; ab – sehr fern lagen, vielleicht aber auch, weil der &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.bautz.de/bbkl/m/marx_h.shtml"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000099;"&gt;Anwaltsohn&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; Marx die Arbeiter in seinen innersten Überzeugung noch gar nicht für fähig hielt, eine neue Gesellschaft zu begründen und sich deswegen auf die politische Opposition beschränkt hat.&lt;br /&gt;Gerechtigkeit ist also nicht erreichbar – das sagt der Sohn eines Polizisten. Aber vielleicht ist die bürgerliche Ungerechtigkeit besser als die sozialistische. Der christliche Gott ist ohnehin ein bürgerlicher Gott. Er sagt: arrangier dich, geb dem Kaiser, was des Kaisers ist; wenn du Sklave oder Sklavenhalter bist, bleib es; im Herrn sind wir alle Brüder.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Marx&lt;/strong&gt; „&lt;em&gt;hat vergessen, daß der Mensch immer ein Mensch bleibt. Er hat den Menschen vergessen, und er hat seine Freiheit vergessen. Er hat vergessen, daß die Freiheit immer auch Freiheit zum Bösen bleibt&lt;/em&gt;.“&lt;br /&gt;Hier wird das Menschenbild des Papstes deutlich: dem freien Mensch ist nicht zu trauen. „&lt;em&gt;Weil der Mensch immer frei bleibt und weil seine Freiheit immer auch brüchig ist, wird es nie das endgültig eingerichtete Reich des Guten in dieser Welt geben. Wer die definitiv für immer bleibende bessere Welt verheißt, macht eine falsche Verheißung; er sieht an der menschlichen Freiheit vorbei&lt;/em&gt;.“&lt;br /&gt;Also Freiheit tut nicht gut. Besser der Mensch unterwirft sich [oder wird unterworfen?], etwa der Lehre einer Kirche, ihrem Credo und ihren Ritualien. - Angst [diesen Begriff mag der Papst wohl nicht], Furcht ist gut, hat „&lt;em&gt;in der Liebe ihren Ort&lt;/em&gt;“. „&lt;em&gt;Wir alle wirken unser Heil ,mit Furcht und Zittern’ (Phil 2, 12)&lt;/em&gt;“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was aber ist die richtige &lt;strong&gt;Liebe&lt;/strong&gt;? Der gute Mensch liebt nicht die Menschen direkt. Er lebt zölibatär, braucht die &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.jungewelt.de/2007/12-06/019.php"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000099;"&gt;sexuelle Abstinenz&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;, um an seine religiösen Vorstellung gebunden zu bleiben. Liebe ist nicht schmutzige und geile Materie, nein: „&lt;em&gt;über allem steht ein persönlicher Wille, steht Geist, der sich in Jesus als Liebe gezeigt hat&lt;/em&gt;“&lt;br /&gt;Liebe ist also Geist, Wille – aber nur wahrhaft gut als Gottes Liebe. Glauben wir uns von Gott geliebt, dann lieben wir auch automatisch ihn. Dieses Tauschgeschäft der Liebe sieht der Papst höchst realistisch, urbürgerlich. Dann kommt der nächste Schritt: Lieben wir Gott, erst dann können wir wahrhaft auch andere lieben, sind ja auch Kinder Gottes [wahrscheinlich mehr oder weniger …] „&lt;em&gt;Aus der Liebe zu Gott folgt die Teilnahme an Gottes Gerechtigkeit und Güte den anderen gegenüber&lt;/em&gt;.“&lt;br /&gt;Man sieht hier die gnostischen Wurzeln des Christentums. Würde der Papst – eingesperrt in das Gefängnis seiner einsamen Seele – seine Missachtung der „materialistischen“ Menschen aufgeben, wäre es notwendig, die Menschen als hier und jetzt einzig reale und bedeutsame Wesen zu begreifen und nicht nur als schlechte Gestalten idealer, geistiger und abstrakter Wesen, missratene Abkömmlinge irgendwelcher Ideen.&lt;br /&gt;Wie soll Liebe ohne ihre materielle Basis möglich sein, angefangen beim Säugling, als Fest der Natur in der freudigen sexuelle Erwartung und Befriedigung? Wir Menschen sind doch an Erfahrung, an Lust, an Glücksverlangen gebunden. - Eine Theologie, die ihre materiellen Wurzeln abstreitet und verleugnet, ist eine Theologie der Lüge.&lt;br /&gt;Die Ungerechtigkeiten der Welt, das &lt;strong&gt;Leiden&lt;/strong&gt; daran, die Versagungen und Entbehrungen – sie werden durch die Hoffnung auf gerechte Entlohnung im Jenseits kompensiert. Deswegen auch diese Liebe zum Leiden.  Wiederholt zitiert der Papst Märtyrer. Man spürt, wie er gerne ein Szenario von Sadomasochismus ausbreiten würde. Die Welt als Hölle und mittendrin der Christ mit dem verzückten Blick zum Himmel. Und man findet hier wieder die katholische Liebe zum Getto, zur Mauer gegen die Welt, gegen alle, die nicht so denken, wie sie. Schlecht sind: Fernseher, Naturwissenschaften, moderne Literatur, der Protestantismus, die Stadt und so weiter und so fort. Es ist das alte Landmädchengetto.  Im Leiden ist Sinn.&lt;br /&gt;Wenn ich so richtig leide, dann bin ich gut. Meine Rache wird mein Glaube und meine Hoffnung sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es wundert nicht, dass der Hoffnungsenzyklika des Papstes mit einem Marienhymnus abschließt. Freud hat 1912 die Psychologie des Marienkults in seiner Betrachtung „Über die allgemeinste Erniedrigung des Liebeslebens“ beschrieben. Auf der einen Seite Idealisierung der Frau zur „unbefleckten“ Göttlichkeit, auf der anderen die Erniedrigung der Sexualität.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum eine Auseinandersetzung mit einer Papstenzyklika in einem Fabrikblog?  Die Kirche drückt ein allgemeines Denken aus, eine allgemeinmenschliche Art, sich mit den Verhältnissen abzufinden und sie zu rechtfertigen. Mit Blick auf ihre moralischen Ansprüche ließe sich hoffen, dass die katholische Kirche sich für soziale Gerechtigkeit einsetzt. Als Trägerin einer sozialen Idee, einer Gemeinschaftskultur und als moralische Instanz hat sie öffentlichen Einfluss. Aber sie verteidigt nur die bürgerlichen Verhältnisse, ist Teil der repressiven Kräfte und trägt zur allgemeinen Hoffnungslosigkeit bei.&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-2722963238897676877?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/2722963238897676877/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=2722963238897676877' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/2722963238897676877'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/2722963238897676877'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2007/12/heilsversprechen-papst-und-marx.html' title='HEILSVERSPRECHEN: PAPST UND MARX'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-5932978452599945940</id><published>2007-12-01T14:00:00.000Z</published><updated>2007-12-01T14:03:22.261Z</updated><title type='text'>PISA, IGLU</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Bei indymedia eine Erläuterung zur Selektion gemessen bei der &lt;/span&gt;&lt;a href="http://de.indymedia.org/2007/12/201034.shtml"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#3333ff;"&gt;Iglu-Studie&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;: Arbeiterkinder müssen um Einiges bessere Leistungen zeigen, um für das Gymnasium würdig befunden zu werden. Diesbezügliche Ergebnisse von Kindern an- und ungelernter Arbeiter werden erst gar nicht bewusst gemacht.&lt;br /&gt;Aber ob das bürgerliche Gymnasium ein Ort für Arbeiterkinder ist? Verdrängung der Arbeitswelt, Rechtfertigung der Selektion und Ungleichheit. Andererseits lernen, mit Sprache umzugehen, Geschichte, Naturwissenschaften. Ob man aber im Gymnasium wirklich lernt, wahrhaftiger zu denken?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-5932978452599945940?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/5932978452599945940/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=5932978452599945940' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/5932978452599945940'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/5932978452599945940'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2007/12/pisa-iglu.html' title='PISA, IGLU'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-1927879672004763907</id><published>2007-11-30T08:35:00.000Z</published><updated>2007-11-30T08:39:32.282Z</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Über mich'/><title type='text'>ALTERSTEILZEIT</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Nachdem ich 2003 diesen Job angenommen habe oder annehmen musste, war ich entschieden, meine Arbeitslaufbahn so bald wie möglich zu beenden. Durch Änderung der Gesetzeslage gezwungen, schloss ich bald darauf den Vertrag über Alterteilzeit ab. Jetzt trete ich sie an und werde also in 18 Monaten zu arbeiten aufhören und 18 Monate später in Rente gehen.&lt;br /&gt;Ich gehe damit einen Weg des geringsten Einsatzes. Mit schlechtem Gewissen, wenn auch einigen Argumenten.&lt;br /&gt;Zwar werde ich in der mir verbleibenden darauf folgenden Lebenszeit nicht viel erreichen, vielleicht nicht einmal Sinnvolles tun können, aber das wird immer noch mehr Bedeutung haben, als ein kleines und ersetzbares Rädchen in einer fragwürdigen Produktion zu sein.&lt;br /&gt;Meine Arbeit hat wenig mit dem zu tun, was zu tun notwendig wäre. Die politischen Verhältnisse sind durch die  Zersplitterung der Gesellschaft in miteinander konkurrierende Individuen so zementiert, dass eine Politisierung und Demokratisierung der Lebens- und Arbeitsverhältnisse – ohne dass es nur zum Nutzen einer Elite wird – unwahrscheinlich ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie man das aus dem Blog ersehen kann, ist das eine von mir immer wieder gemachte Erfahrung, auch Selbsterfahrung. Man kann sich Gedanken machen, unter welchen Bedingungen sich das verändern könnte, welche Komplexe Sozialismus entgegenstehen, unter welchen Bedingungen eine sozialistische Bewegung möglich wäre. Die Praktiker würden einwenden, the proof of the pudding ist the eating. Oder nur bei der Veränderung werden die Verhältnisse klar. Ich dagegen bin isoliert, kommuniziere mit der „Gesellschaft“ bestenfalls über diesen Blog. Andererseits meine Ich dagegen: was möglich oder nicht möglich ist, lässt sich auch heute schon erkennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Derzeit laufe ich unter Urlaub und werde keiner Arbeit zugeordnet. Suche mir selber also Arbeit, schleiche durch die Fabrik auf der Suche nach Arbeiten. Verstecke mich für Denkpausen. Das Gefühl überflüssig zu sein. Wie schön wäre es doch, meine Arbeit am Band zu haben. Dort kann ich mich nützlich fühlen. Hetzen. Stapeln. Rennen.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Der Mensch ist ein sehr flexibles Wesen. Der Kapitalismus ist zwar ein krisenhafter Prozess, aber wenn die Menschen in seinen Krisen keine Alternative finden, gewinnt er aus den Krisen neue Kraft und ein neues Verwertungsfeld. Die Hoffnung auf eine Krise ist umsonst, wenn die Menschen nicht bereit sind, die Krise in ihrem Sinne zu bewältigen. So wird also die Geschichte weitergehen, ohne dass elementare Bedürfnisse des Menschen historisch bedeutsam werden: Gerechtigkeit, menschliches Zusammenleben ohne Übervorteilung oder Benachteiligung, ein verantwortliches Leben, Autonomie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Krisenelement, an dem meine Argumentation oft ansetzt, ist die Moral und die moralische Rede und Geste im Widerspruch zur Realität. Recht und Gerechtigkeit hängen damit zusammen. Aber ist das nicht ein falscher und autoritätsorientierter Ansatz? Ist es nicht typisch für Autoritären mit der Moral und gegen die Lust zu argumentieren? Führt nicht diese Moralfixierung zu dem aggressiven Krampf innerhalb der Linken, zu der Konkurrenz der Radikalität und Militanz? (Oder ist es so, dass die aggressive Lust sich moralischer Argumente bedient?) Wie lustfeindlich ist diese Argumentation für Beschränkung, Ökonomie und Ökologie?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie würde eine lustorientierte linke Argumentation und Politik aussehen?  Es geht um die Beteiligung von allen, gelebte Solidarität, Gemeinsamkeit und Gerechtigkeit, es geht um Vernunft und gegen Zerstörung, Entfaltung des Menschen, Friede und Zusammenleben statt Konkurrenz und Krieg. Eine linke Argumentation kann sich nicht mehr an biologischen Bedürfnissen orientieren, das schafft der Kapitalismus mit seiner „Biopolitik“ besser. Abgesehen davon bedeutet Sozialismus heute Begrenzung der „biologischen“ Bedürfnisse zugunsten von sozialem Zusammenleben. Ökonomie und Vernunft bedeuten aber auch Selbstbeschränkung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was hat das mit der empirischen Arbeiterklasse zu tun? Sie stellt ja keine großen Ansprüche, ordnet sich den Gegebenheiten unter, beschränkt sich in ihren Forderungen auf das erreichbare Materielle (träumt nebenbei vom großen Lottoglück - für das Geschäft der Privatsender und staatlichen Lotterie). Sie ist gewissermaßen „wunschlos unglücklich“. Ihr wird ja von klein an gezeigt, dass sie kein Recht auf mehr hat, dass sie nichts bringt und nicht mehr als ihr Schicksal verdient. Übrig bleibt nur eine stumme Verbitterung, eine schweigende Abgrenzung und ein Rückzug auf das konfliktlos Erreichbare. Die Bescheidenheit, der Realismus auf der einen Seite bedingt aber eine Verantwortungslosigkeit in anderen Bereichen, wie Faschismus, internationaler Rassismus und Ökologie zeigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde nach der Teilzeit mein letztes Lebensdrittel anfangen. Ohne das Gefühl, etwas wirklich Positives geleistet zu haben. Meine Ressentiments und Abneigungen gegenüber dem, was läuft und gelaufen ist, sind größer als irgendwelche positiven Leistungen. Das, was hätte sein sollen, die Umdrehung der 68er Bewegung in eine positive gesellschaftliche Kraft hin zu Demokratie und Sozialismus in allen wesentlichen gesellschaftlichen Institutionen, ist misslungen. Mit den „Grünen“ wurde nur eine neue Variante des bürgerlichen Liberalismus generiert. Mir übrig geblieben ist nur eine Schwäche, eine individuelle Vernarrtheit, dann ein unbegriffener historischer Prozess, der alle solche Ideen schluckt und eine nachwachsende Generation, die dem Gedanken an Autonomie entfremdet ist durch das verlockende Angebot eines bedenkenlosen Konsumkapitalismus, sich einordnet oder darunter leidet, wenn sie nicht ein Rädchen im Getriebe sein kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich angebracht wäre dann das Leben eines Kynikers, der im öffentlichen Raum die unanständigen Wahrheiten demonstriert, zu der sich die Abhängigen und um ihren Ruf besorgten nicht mehr bekennen können: die globale Ungerechtigkeit einer rassistischen Weltpolitik, die Umweltzerstörung durch den Konsumblödsinn, die Arroganz der Kulturmafia, die moralische Idiotie des Arbeitsplätze Schaffens.&lt;br /&gt;Die Schweine sollten bei ihrer Schweinerei wenigstens ein schlechtes Gewissen bekommen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-1927879672004763907?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/1927879672004763907/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=1927879672004763907' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1927879672004763907'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1927879672004763907'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2007/11/altersteilzeit.html' title='ALTERSTEILZEIT'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-2474101031160333141</id><published>2007-11-26T22:35:00.000Z</published><updated>2007-11-26T22:37:03.803Z</updated><title type='text'>ANTISEMITISMUS ZUHAUSE</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Zum Kaffeekränzchen eingeladen. Die Dame des Hauses hat sich ein Buch gekauft, „Die Israellobby“. Man sehe eben, dass die Amerikaner auch langsam wach werden. Ich meine etwas provokativ, die Amis wären immer schon antisemitisch gewesen. Ihre Freundin springt ihr zur Seite – beide waren zu Hitlers Zeiten Lazarettschwestern - :“Die Juden und das Kapital, die gehören zusammen. Die haben alles in ihren Händen.“ Usw. Wir bekommen einen tiefen Einblick in die deutsche Seele. „In Berlin da waren nach dem Krieg 2 Tausend Juden, heute sind es 20 000 und alle bekommen Renten von uns bezahlt.“ Die arme Rentnerin, ich schätze ihre Rente auf über 2000 €, leidet also wieder mal unter den Juden. Die Zahl von 170 Tausend Juden in Berlin vor Hitler war mir in dem Moment leider nicht präsent. In solchen Momenten wäre ich gerne Antideutscher. Aber Israel und seine Apologeten machen es unmöglich.&lt;br /&gt;Es geht weiter mit einer verkorksten Diskussion über die Schule. Mein Plädoyer für eine Schule, die sich um alle kümmert und sich an die unterschiedlichsten Voraussetzungen anpasst, hat keine Chance. Ohne Schulpflicht nur Faulheit und Dummheit. Die Versager sind selbst schuld, ihnen ist nicht zu helfen.&lt;br /&gt;Obwohl diese Unteroffiziersschicht des Kapitals selbst nur eine untergeordnete Funktion innehat, wiegt doch das kleine Überlegenheitsbewusstsein, geschafft zu haben, was anderen nicht geglückt ist, das Verlangen nach sozialer Gerechtigkeit auf.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-2474101031160333141?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/2474101031160333141/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=2474101031160333141' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/2474101031160333141'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/2474101031160333141'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2007/11/antisemitismus-zuhause.html' title='ANTISEMITISMUS ZUHAUSE'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-9006401860130411631</id><published>2007-11-22T20:14:00.000Z</published><updated>2007-11-22T21:49:20.548Z</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tod'/><title type='text'>ENTSCHEIDUNG ÜBER LEBEN UND TOD</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Merkwürdig wie die Mittelschicht, die Ärzte und Pfarrer, den Menschen das eigenbestimmte Sterben verbieten wollen. Es soll ihr Vorrecht bleiben, darüber zu entscheiden, wann jemand sterben darf oder weiterleben soll. Traditionell war es immer schon das Vorrecht von Richtern, Offizieren und Pfarrer über das Leben der Untertanen zu entscheiden. Dieses Recht soll aufrechterhalten werden. Mit allen Mitteln wird gegen die Schweizer Dignitas gekämpft. Das Argument der Geldgier ist allerdings angesichts der Einnahmen in Hospizen und Krankenhäusern lächerlich. Dass sich die Verzweifelten auf Parkplätzen töten wird als unwürdig bezeichnet, dass man ihnen nur noch diesen Ort lässt, ist es scheinbar nicht. Und dass Tausende in Verkehrsunfällen auf diesen angeblich unwürdigen Plätzen sterben, das ist in Ordnung. Das Krankenhaus aber scheint der ideale Platz zum Sterben sein. Hier ist man ja den Göttern am nächsten, zumindest den Halbgöttern in Weiß.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-9006401860130411631?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/9006401860130411631/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=9006401860130411631' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/9006401860130411631'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/9006401860130411631'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2007/11/entscheidung-ber-leben-und-tod.html' title='ENTSCHEIDUNG ÜBER LEBEN UND TOD'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-5996388157517414098</id><published>2007-11-13T17:24:00.000Z</published><updated>2007-11-13T17:29:14.084Z</updated><title type='text'>TÖTEN OHNE TRAUMATISIERUNG</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Im SWR gab es eine Sendung über einen in Afghanistan durch ein Attentat traumatisierten Soldaten, der jetzt nicht mehr „arbeitsfähig“ ist. Die Sendung war ein Plädoyer für mehr staatliche Nachsorge für solche Fälle. Merkwürdige Politik dieses Senders: einerseits wird schon kampagnenartig für den Afghanistaneinsatz mobilisiert, andererseits soll für den Kriegsfall ein vom Sozialstaat versichertes Normalleben aufrechterhalten werden. Der von einem katholischen Prälaten &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.swr.de/unternehmen/gremien/-/id=3496/nid=3496/did=213538/d6gg58/index.html"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000066;"&gt;kontrollierte&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; Sender, der sich sonst für Besinnung und Besinnlichkeit stark macht, verfolgt hier eine Politik, die den Staatskult und seine tödliche Gewalt nicht in Frage stellt.&lt;br /&gt;Den Krieg zu einem Versicherungsfall zu machen entspricht der gleichen moralisch verkommenen Haltung, mit der Soldaten von der Regierung in den Krieg geschickt werden. Man packt sie sicher ein, umgibt sie mit Panzern, lässt sie mit Flugzeugen über den Ländern jagen und umsorgt sie mit heimischen Sicherheitsdiensten.&lt;br /&gt;Was machen sie eigentlich dort? Ich höre nur immer wieder Verharmlosendes von „Sicherung des zivilen Aufbaus“. Aber die deutsche Armee ist inzwischen längst verstrickt in den Krieg, sogar mit einer &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.jungewelt.de/2007/11-12/030.php"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000066;"&gt;Militäroperation unter deutschem Kommando&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;. Zum Töten und nicht zum Bäumepflanzen wird ja auch die KSK. Die Tornados machen nicht nur hübsche Luftbilder, sondern liefern den „Verbündeten“ Ziele zum Töten. Wie soll auch eine „Sicherung“ ohne militärische Drohung vor sich gehen? Es geht natürlich darum, die Taliban letzten Endes wegzuputzen.&lt;br /&gt;Der in der Sendung mit viel Mitgefühl beschriebene Soldat soll zwar das Recht haben, andere zu töten, aber Angst um das eigene Leben soll nicht aufkommen dürfen. Diese Traumatisierung wäre doch eine erste menschliche Erkenntnis, die uns alle vielleicht weiterbringen könnte. Anscheinend aber ist der Taliban kein uns gleichwertiger Mensch, des Mitgefühls nicht wert, nur zum Töten gut. Die deutsche Politik macht nicht einmal den Umweg über das Böse, den Bush für seine Politik nötig hat. Es ist hier self-evident. Tödliche Feindschaften sind in Deutschland Bestandteil der allgemeinen Sozialisation, ein Problem nur, wenn sie etwa wie gegen Schleyer in die falsche Richtung gehen.&lt;br /&gt;Dieser „traumatisierte“ Soldat entblödet sich nicht, vom Spaß bei seiner Arbeit zu reden, von dem guten Verhältnis zu den anderen Nationen. Gemeint sind dabei: Italiener, Spanier, Niederländer und andere Europäer. Von Afghanen oder Taliban ist keine Rede.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was soll hier eine Traumatherapie? Verhindern von Flashbacks, die existenzielle Unsicherheit, in die jemand gestürzt wurde, wieder in ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit zurückführen. „Es ist ja alles gut.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber nichts ist gut. Das sollten die Traumatisierten und vor allem die Gesellschaft, die sie vorschiebt, begreifen. Es kann nur gut gemacht werden.&lt;br /&gt;Wie würde eine Friedenstruppe aussehen? Sie würden einmal die Sprache der Menschen dort lernen, sich mit ihrer Kultur beschäftigen, sich im Islam vertiefen. Sie würden die Argumente der Taliban verstehen lernen und aus ihrer Argumentation für den Westen Konsequenzen ziehen. Sie würden sich in Ortschaften abseits von Straßen und die Flüchtlingslager in Pakistan begeben, um dort ihre Anliegen vorzutragen. Es gäbe dort sicher auch nützliche Jobs für sie: in Küchen, Gärtnereien, beim Bau von Toiletten usw. Am Ende hätten alle dazugelernt und wären vielleicht bereit, sich zu verändern, Privilegien aufzugeben.&lt;br /&gt;Stattdessen wird fünfmal soviel in das Militär investiert wie in eine so genannte Entwicklungshilfe, die nur dazu dient, die Entwickler zu bereichern. Sogar Tomaten werden aus Deutschland eingeflogen. Abseits von Kabul sterben täglich 900 Kinder.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-5996388157517414098?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/5996388157517414098/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=5996388157517414098' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/5996388157517414098'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/5996388157517414098'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2007/11/tten-ohne-traumatisierung.html' title='TÖTEN OHNE TRAUMATISIERUNG'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-7883461122334787040</id><published>2007-11-03T10:21:00.000Z</published><updated>2007-11-03T10:24:25.389Z</updated><title type='text'>VERMISCHTES</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Bei meiner Arbeit gibt es keine erwähnenswerte Bewegung, in den Medien aber scheinbar aufregende Dinge, die mit einem Kommentar hier eine Bedeutung bekommen, die sie eigentlich nicht verdienen. Da sind Mosebach, Loriot, Mahler, Nina Hagen, Merkel in Indien und eine kleine Diskussion.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;BÜCHNERS ERBEN&lt;br /&gt;Mosebach wurde der Büchnerpreis verliehen. Man fragt sich, wie ist das möglich, dass ein Literat, der um skurrile Fantasien kreist und diese im bildungsbürgerlichen Jargon bedeutungsvoll aufbläst, einen Preis bekommt, der den Namen von Büchner trägt? Was man sieht, ist, wie das Bürgertum alles vereinnahmt; Hauptsache es bleiben selbstromantisierende Geschichtchen.&lt;br /&gt;Mosebach wünscht sich im Rahmen der modischen Nostalgie die lateinische Messe zurück. Als Johannes XXIII. das „Aggiornamento“  forderte, also dass es Tag werde in der Kirche und sie sich „aufkläre“, konnte man hoffen, dass die Kirche ihre Fantasien und Riten mit der Realität konfrontiert  und mit den Menschen solidarisch wird. Aber Bewahrer von Plüsch, Pomp und &lt;/span&gt;&lt;a href="http://literaturen.partituren.org/de/archiv/2007/Ausgabe1007/index.html?inhalt=20070928114027"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Sopha&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; haben schnell wieder Macht und Sagen übernommen.&lt;br /&gt;Wie hat Büchner gesagt? Friede den Hütten! Krieg den Palästen!&lt;br /&gt;Die Preisverleihung und die Diskussion drumherum zeigt aber den elitären und antidemokratischen Trend im herrschenden Bildungsbürgertum. Oder soll man es auf dessen Hang zum Theatralischen und Übertrumpfenden zurückführen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;FERNSEHEN&lt;br /&gt;Das Fernsehen ist eine Art Bewunderungsmaschine. Wir gucken zu, wie toll andere sind und vergessen unsere eigene Mickrigkeit und Ohnmacht.&lt;br /&gt;Vor kurzem ein „Gespräch“ mit Loriot. Richtig spannend wird es, als das Gespräch auf seine Militärzeit in Russland kommt – natürlich als Offizier. Da war der arme Mann also alleine und denkt über seine Lage nach und er memoriert die Shakespeareschen Monologe über Schicksal und Tragik. Gerne hätte ich gewusst, was er über die ermordeten Russen gedacht hat, etwa wie es &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.taz.de/nc/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=sw&amp;amp;dig=2007%2F10%2F26%2Fa0106&amp;amp;src=GI&amp;amp;cHash=f86c0d700d"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Horst-Eberhard Richter&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; reflektiert hat. Aber wahrscheinlich hat unser Staatskomiker überhaupt nicht an sie gedacht. Er war nur froh, als die Amerikaner dann auf sie geschossen haben.&lt;br /&gt;Also dieser Unterhaltungskünstler spielt in Russland sein privates Theater, er denkt nicht nach über die Folgen seiner Tätigkeit, Desertieren, Widerstand usw. Nein, er betet gläubig zur selben Vorsehung, die auch von seinem Führer angerufen wurde und die für viele andere nur den Tod „vorgesehen“ hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;MERKEL IN INDIEN&lt;br /&gt;Merkel vertritt in Indien die Sache des Klimaschutzes. Eine &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.otz.de/"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ost-Zeitung&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, in westdeutscher Hand (&lt;/span&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/WAZ-Mediengruppe"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;WAZ&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, Ottoversand), schreibt, es wäre schon richtig den Indern Klimapolitik zu lehren. Zwar wäre der durchschnittliche CO2-Ausstoß gering, aber in der Summe „erstickend“. Man vergleiche: Indien mit ø &lt;/span&gt;&lt;a href="http://eco2.ecospeed.ch/privat/index.html?us=0&amp;amp;ln=0"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;1,2 to/Person/Jahr&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, Deutschland mit ungefähr der 10 fachen Menge.&lt;br /&gt;Als Entwicklungshilfe versucht „Alice“ Merkel den Indern noch 120 Eurofighter zu verkaufen. Schmutziger geht es nicht mehr. Es nennt sich Friedens-, Entwicklungs- und Klimapolitik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;REALITÄT&lt;br /&gt;Ein Jugendlicher wirft gegen mich ein: Wofür bist Du eigentlich? Bist Du für die Linkspartei oder nicht? Ich: Ich wähle die Linke, weil es nichts Besseres gibt, aber Parteien interessieren mich eigentlich nicht. Ich setze auf Demokratisierung von Institutionen in Betrieb, Schule usw.&lt;br /&gt;Damit kann er nicht viel anfangen. Denkt wohl, wozu sich um den ganzen Kram kümmern, wenn es dafür Fachleute gibt. Als Einzelner kann ich doch ohnehin nichts ausrichten.&lt;br /&gt;Demokratie oder Technokratie?&lt;br /&gt;Es fällt ihm auch schwer, an die Kraft von Argumente und Vernunft zu glauben. Diskussionen, schon gar nicht politische, werden in der Schule nicht mehr geübt. Es zählt, was Fakt ist. Und Fakt ist, was in Medien, im Freundeskreis zur Tatsache wird.&lt;br /&gt;Eigene Tätigkeit zählt nicht. Das können andere besser.&lt;br /&gt;Leben gibt es in der virtuellen Welt. In Spielen und Internet kann man sich als Normal- oder Besserverdiener fühlen. Lehrer erklären der Klasse, die meisten würden später über der Beitragsbemessungsgrenze liegen und deswegen privat versichert sein (63 000 € jährlich).&lt;br /&gt;Welches Konzept habe ich? Ich setze, kann man mir vorwerfen, auf politische Apathie, das Unbehagen und Misstrauen gegen das politische Lügentheater. Irgendwie entwickelt sich dabei – so eine Hoffnung - einmal eine neue politische Praxis der „Basis“. (Dabei ist die „Basis“ selber Teil des herrschenden repressiven Überbaus).&lt;br /&gt;Was könnte ich ihm als alternative Praxis empfehlen? Das „Kapital“ lesen, Hegel, einen Garten halten, alternative Technik studieren, versuchen, Gleichdenkende suchen und nicht die Konkurrenz um technische Größenfantasien, das survival of the fittest, mitzumachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;TRAUM&lt;br /&gt;Ich absolviere eine Prüfung. Mir wird bescheinigt, dass ich nicht die Kompetenz habe, andere zu beurteilen. - Ich fühle mich vollkommen gedemütigt und beschämt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;NINA HAGEN&lt;br /&gt;Sie denkt das Abseitige und Widersprechende nicht nur, sie schlüpft in es hinein. Nicht ohne ihre ironisch kritische Haltung dazu spüren zu lassen. Weil sie aber braver Medienmensch ist, unterhaltsames Theater anbietet, kann man ihre Spielereien zwar witzig finden, aber nicht richtig ernst nehmen. Interessant nur, wie viele Jugendliche über sie empört sind,  wie also plumpe Bürgerlichkeit sich wieder durchsetzt.&lt;br /&gt;„Gruppentherapie“ ist ein Schimpfwort, entnehme ich dieser Diskussion. Es zeigt, wie diese in ihrer Erziehung schockgefrosteten Typen panische Angst haben vor dem Anderen hinter der ordentlichen bürgerlichen Welt ihrer ritualhaft reproduzierten „Fakten“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;HORST MAHLER&lt;br /&gt;Es muss ein suizidaler Hang der Vaterlosen sein, der ihn antreibt. Wie könnte er sich sonst von Friedmann so zum Affen machen lassen. Er bringt einen von Marx nicht angekratzten Hegel mit seiner Verehrung eines idealisiertes deutsches Reichs, das aber im Gegensatz zu seiner Rede, sich nur ethnozentrisch negativ verhält zum „Jüdischen“. Statt konkret zu kritisieren, hält er eine Abstraktion gegen die andere. Und Friedmann, nicht dumm, unterstellt ihm Neid auf die jüdische Rasse. Eine Rasse, die ja um im &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Nazijargon&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; zu bleiben, die arische besiegt hat und damit ihre historische Überlegenheit bewiesen hat.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-7883461122334787040?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/7883461122334787040/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=7883461122334787040' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7883461122334787040'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7883461122334787040'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2007/11/vermischtes.html' title='VERMISCHTES'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-1860252733123187272</id><published>2007-10-18T21:42:00.000+01:00</published><updated>2007-10-18T21:45:03.457+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Moral'/><title type='text'>EIN ELTERNABEND</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Anfangs der 13ten Klasse soll eine Klassenfahrt stattfinden. Wozu, und warum nicht nach dem Abitur, hat keiner erklärt. Das ist eben immer so. Die Schüler dürfen über Ziele abstimmen. Es steht Istanbul gegen Sorrent. 9 stimmen für Sorrent, 8 für Istanbul. Die Mehrheit stimmt fürs Fliegen, gegen Bus und Bahn. Der Lehrer hat sich schon über Flugpreise kundig gemacht.&lt;br /&gt;Beim Elternabend kommt es zu einer Diskussion. Die Frage ist, wie die Schule einerseits von Umweltschutz redet, dann aber als Krönung zum Baden fliegt, ohne dass es auch nur irgendwie in einem Zusammenhang mit einem Lernprojekt steht, sei es Geschichte oder Sprache. Die anderen Eltern fühlen sich angegriffen: Man könne ja sonst was für die Umwelt tun, etwa Papierchen im Wald sammeln. So ein Jäger. „Haben Sie etwa eine umweltfreundliche Heizung?“ – Ja, wir haben. Ein anderer meint: Die Schüler haben demokratisch darüber abgestimmt. Ich frage: Sind sie über die Konsequenzen ihres Verhaltens informiert, ist es ihr Geld? Ein anderer meint, vor kurzem wäre das mit Al Gore gewesen. Der würde auch jährlich für 30 000 $ Energie  verbrauchen und sie selber würden nur einmal im Jahr fliegen. Das alles schlagende Argument wird aber ein Satz einer Mutter: Das Flugzeug fliegt, auch wenn unsere Kinder nicht mitfliegen.&lt;br /&gt;Der Klassenlehrer, vom Typ des Pro und Contra, räsoniert: Ja er wisse um die Problematik der Billigflieger. Früher sei er auch immer mit dem Auto nach England gefahren, aber die Preise wären aber inzwischen so unschlagbar günstig. Er hätte sich auch überlegt, wozu überhaupt eine solche Klassenfahrt sein solle und ob man es nicht auch in der Nähe machen könnte. Aber ach … usw.&lt;br /&gt;Diese Schule bildet vorwiegend zukünftige Techniker aus. Von „Technikfolgen“, sozialen und ökologischen Konsequenzen ist keine Rede. Es gibt Projekte zum Stirlingmotor, zur Wiederverwendung von Frittenöl im Autotank, ökologische irrelevante Spielereien. Aber diese Schule fühlt sich als Elite, zählt sich zu denen, die Ahnung haben und vermittelt dieses Gefühl auch ihren Schülern. Das soziale Modell, das sie vermittelt, ist sozialdarwinistisch. Man darf daraus keine Demokraten erwarten, die jedem Menschen die gleichen Rechte zubilligen.&lt;br /&gt;Nach dem Abend bleibt bei mir das Gefühl, unzulänglich argumentiert zu haben, hoffnungslos zu einer ganz kleinen Minderheit zu gehören. Nicht angekommen ist etwa, dass jeder Mensch nur ein begrenztes und gleiches Anrecht auf Energieverbrauch hat. Oder dass die Schule die Aufgabe hat, über zukünftige gesellschaftliche Probleme zu informieren und nach neuen Handlungsmöglichkeiten zu suchen.&lt;br /&gt;Bei den Lehrern und Eltern im Raum gab es:&lt;br /&gt;-          Dummheit - am meisten verbreitet. Motto: wir machen das immer so und werden das immer so machen, alles andere interessiert uns nicht. Das Nichtwissen ist hier gekoppelt mit dem Nichtwissenwollen. Stupidity is no handicap. Die Mehrheit gehört in diese Gruppe.&lt;br /&gt;-          Ignoranten, die fachidiotisch zugenagelt sind, sich aber trotzdem überlegen fühlen&lt;br /&gt;-          „Demokraten“, d.h. die die verstehen, die Meinungen und Bequemlichkeiten für sich zu instrumentalisieren. Das sind die Demagogen, die den Jargon der herrschenden Mediensprache beherrschen: „Ideologie“, „Mehrheit“ usw.&lt;br /&gt;-          Opportunisten - nicht dumm – passen sich aber an die jeweiligen Mehrheiten an. Sie lassen andere Standpunkte zu, nehmen sie wahr. Sie sind sozial am höchsten entwickelt.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-1860252733123187272?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/1860252733123187272/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=1860252733123187272' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1860252733123187272'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/1860252733123187272'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2007/10/ein-elternabend.html' title='EIN ELTERNABEND'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-3387375348044660680</id><published>2007-10-18T21:28:00.000+01:00</published><updated>2007-10-18T21:33:33.352+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Auto'/><title type='text'>Sind Autobahnen faschistisch?</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Wieder taucht derzeit das Autobahnargument auf. Es diente in der Nachkriegszeit denen, die angegriffen sich gezwungen sahen, die Nazizeit zu verteidigen. Inzwischen ist es obsolet geworden. Wer es verwendet, stellt sich in die rechte Ecke. Das geht soweit, dass &lt;/span&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Autobahn"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000066;"&gt;Wikipedia&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; die Rolle Hitlers beim Bau der Autobahnen schlichtweg wegredet, obwohl er immerhin für den Ausbau eines Drittels der heutigen Strecken verantwortlich war. H.M. Broder, der sich für die Beurteilung des korrekten Antifaschismus als letzte Instanz zuständig fühlt, sieht keinen Zusammenhang zwischen Faschismus und Autobahn. Er darf sich das schon deswegen nicht zulassen, weil sich Israel mit einer Trans-Israel-Autobahn schmückt - &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.arendt-erhard.de/deutsch/palestina/texte/chaim_feldmann_wehrdienstverweigerer.htm"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000066;"&gt;zuungunsten&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt; palästinensischer &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.iwps-pal.org/de/articles/article.php?id=545"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000066;"&gt;Gebiete&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;. Meine Frage ist also offen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man kann eine Autobahn aus zwei verschiedenen Punkten betrachten: als Entfernung oder als Annäherung.&lt;br /&gt;Als Mittel der Entfernung ist sie Mittel für die rasende Bewegung, von den Futuristen als&lt;br /&gt;angriffslustige Bewegung, Schönheit der Geschwindigkeit bejubelt, als Teil einer allgemeinen Militarisierung gefordert. Die im Auto erreichte Geschwindigkeit, das passive Vorwärtsbewegtwerden durch den Motor, ist eine Regression auf einen kindlichen Zustand, in dem man getragen wird, ein Wohl- und Glücksgefühl, das wohl viele oft vermissen mussten. Die Faschisten haben es verstanden dieses Defizit an positiven Selbstgefühlen durch ein Repertoire von Größenphantasien anzusprechen: die überlegene Rasse, der Blitzkrieger, die Luftwaffe und Raketentechnik, die Wunderwaffe, die grandiosen Masseninszenierungen, die Architektur, die Schlachtschiffe usw.&lt;br /&gt;Der Faschismus, sei er rot oder braun, lebt von der Substanz der größenbedürftigen Individuen. Er bietet ihnen Erlebnisse von Grandiosität. Obwohl zur Nazizeit die Autobahnen eigentlich leer waren, haben sie doch durch ihre Grandiosität beeindruckt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Andere ist die Überwindung der Grenzen von Raum und Zeit. Eigentlich gehört es mit zum Projekt des Größenwahnsinns. Es ist der metaphysische Traum, immer und überall sein zu können. Das, was bisher die Religionen versprochen haben, muss jetzt nach der Verstandeskritik die Technik einlösen. Durch die schnelle Verbindung entfernt liegender Orte mit Hilfe des modernen Verkehrs sollen die Grenzen und Unterschiede beseitigt werden. Die Landschaft, die am Auge vorbeizieht, verliert ihre Unterschiede. Es wird sogar nötig, um dem Fahrer ein Gefühl der Geschwindigkeit, mit der er rast, zu geben, die Ränder der Autobahn speziell zu bepflanzen.&lt;br /&gt;In dem Maße, in dem die Raumgrenzen erweitert werden, wird die Besonderheit der Landschaft überwunden, Steigungen, Untergrund, Wendungen werden ausgeglichen. Eigentlich sollte es immer nur flach geradeaus gehen. Die faschistische Bewegung mag nicht das Relief, die mäandernde Bewegung. Tendenziell ist sie gerade, der Raketenflug das Optimum. Historisch ist das nicht neu, schon das römische Imperium hat das mit seinen Heerstraßen vorgemacht. Auf diesen römischen Straßen hat sich das Christentum ausgebreitet. Geradewegs hat es die Linie des Lebens ins Jenseits verlängert - die Himmelfahrt nahm den Raketenflug vorweg.&lt;br /&gt;Die imperiale Bewegung gehört mit zur Zentralisierung und Gleichschaltung des Reichs. Während aber die Weiten erobert werden, etwa die unendlichen des Ostens, wird ein Heimatkult als kitschige Lüge zelebriert. Ebenso sentimentaler Mutterkult, während gleichzeitig in der Erziehung der Kinder durch Hitlerjugend, Schule, Gestapospitzelei, Eugenik, Armee und Napola die Familie zerstört wird. Dasselbe bei der Rolle der Frau: einerseits Mutterkult, andererseits die Verschickung der Frauen in Arbeitsdienst und Rüstungsindustrie. Wie immer, besteht Politik aus der Kunst der Lüge zur Ausweitung der Macht.&lt;br /&gt;Die Faschisten haben nur das Projekt weitergeführt, das der moderne Rationalismus schon in der Aufklärung begonnen hat. Etwa in der Kanalisierung der Flüsse, der Städtearchitektur von Versailles, Berlin oder Barcelona. Das Besondere, Willkürliche, Individuelle und Unberechenbare soll zugunsten eines höheren Allgemeinen beseitigt werden. Es nennt sich „Ordnung“. Der Unterschied des faschistischen Projekts zum rationalen der Aufklärung besteht darin, dass es die imperiale Praxis mit gefühlvollen Phrasen verschönt: Heimat, Familie, Mütterlichkeit. So wie heute die Unterwerfung unter Moden, die Zwänge der Kapitalverwertung und Konkurrenz als „Individualität“ gefeiert werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch was hat damit einer zu tun, der auf der Autobahn fährt? Hat die AB heute doch eine andere Funktion, ist Teil der kapitalistischen Warenproduktion geworden. Die meisten dürften darauf „geschäftlich“ unterwegs sein. Das faschistische Erlebnis der schnellen Raumeroberung haben vielleicht noch die Urlaubsfahrer. Allerdings bleiben auch die oft im Stau stecken. Der Erlebnischarakter der AB schrumpft wie das religiöse Erlebnis im Rosenkranz. Das moderne Reisen gibt dem Reisenden das Gefühl, schnell überall sein zu können, aber genauso wie Landschaft gleichen sich auch die Ziele an, zu denen die Autos fahren. Das Erlebnis des Reisens reduziert sich bei dem heutigen Touristen oft auf das Suchen von Bildern, die er vor der Reise schon gesehen hat, auf das erwartbar andere Klima etc. Er kommt ohne Sprachkenntnisse durch, ohne sich mit der bereisten Region bekannt zu machen.&lt;br /&gt;Was da sich historisch entwickelt hat, ist eine abstrakte kollektive Identität. Man kann sie von verschiedenen Seiten betrachten: etwa von der der Entwicklung der Wege und Straßen, des Verkehrs – oder in der Herausbildung eines mehr und mehr überregionalen Warenverkehr,&lt;br /&gt;Kennzeichnend für eine solche abstrakte kollektive Identität ist, dass die Menschen dabei nur in einer sehr beschränkten Funktion aktiv sind. So ist etwa das moderne städtische Leben gegenüber dem vergangenen dörflichen Leben in seinen Beziehungen distanziert, bis hin zur Anonymität und dem Ausweichen vor näherem Kennenlernen. Weil sich aber jeder an allgemeine Regeln hält, ist trotzdem ein Zusammenleben möglich. Der moderne Bürger tritt in seinen Kontakten mit einer beschränkten Identität auf. Etwa in seiner geschäftlichen Funktion, oder in seiner privaten usw. Gerade im Internet mit weitgehend anonymen Schreibern und Lesern wird diese abstrakte kollektive Identität deutlich. Stellt man die Ausdrucksmöglichkeiten dem innerhalb des dörflichen Lebens gegenüber, wo jeder (beinahe) alles vom anderen weiß, wird klar, dass das Verhältnis von Vertrauen und Misstrauen, von Distanz und Nähe in den Beziehungen sich grundsätzlich geändert hat.&lt;br /&gt;Es kann nun nicht darum gehen, wieder zum dörflichen Leben und zum Reisen zu Fuß als alleinigem Fortbewegungsmittel zurückzugehen, sondern zu begreifen, welche Veränderungen im Zusammenleben und im Selbstverständnis der Menschen  stattgefunden haben. Die faschistische Identität bringt nur die Krisenhaftigkeit dieser Entwicklung zum Ausdruck. Es hat keinen Sinn, es nur als Ausdruck des Bösen zu denunzieren. Offensichtlich ist eine Dynamik am Werk – Resultat einer in sich gegensätzlichen menschlichen Natur, etwa von Verlangen nach Nähe und Distanz – die sich hier entfaltet und nach einem neuen Gleichgewicht unter veränderten historischen Bedingungen verlangt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn die Menschen in Funktionen der Warenproduktion auf der AB fahren, werden sie dadurch menschlicher? Dass einer Geld verdienen muss, wirkt selfevident und einleuchtend. Trotzdem kann es eine humane Grenze überschreiten, etwa in dem ungerechten Verbrauch energetischer Ressourcen,  den ökologischen Folgen, den zwischenmenschlichen Beziehungen. Die Warenproduktion hat sich faschistische Elemente einverleibt, sie marktgerecht scheinbar assimiliert und gebändigt.&lt;br /&gt;Die objektive Funktion – Transport von Waren – hat sich von den subjektiven Motivationen – Geschwindigkeitsrausch, der imperialen Geste – gelöst. Die alten faschistischen Ziele sind als nützliche Elemente vom globalisierten Kapitalismus integriert worden. Das Imperium hat die Grundlagen für den Weltmarkt geliefert. Der große Führer ist von vielen kleinen Imperatoren abgelöst worden.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-3387375348044660680?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/3387375348044660680/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=3387375348044660680' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/3387375348044660680'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/3387375348044660680'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2007/10/sind-autobahnen-faschistisch.html' title='Sind Autobahnen faschistisch?'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-6502545086318302529</id><published>2007-10-08T20:39:00.000+01:00</published><updated>2007-10-08T20:40:58.458+01:00</updated><title type='text'>NATURSCHUTZ MIT DEM AUTO</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;Seit einigen Jahren interessiert mich die Fauna in der Umgebung und ich mache immer wieder neue Entdeckungen. Deswegen fahre ich 30 km mit dem Rad zu einer Führung durch ein spezielles Biotop. Dort wird mir vom Leiter gesagt, dass es zwecklos wäre mit dem Rad zu fahren. Immerhin fahre man 8 km weg und bis ich mit dem Rad an den Treffpunkten wäre, wären die Erklärungen schon gelaufen. Den Fall hatte ich eigentlich erwartet und mir vorgenommen, in dem Fall gleich wieder zurückzufahren,  aber die unverhohlen verächtliche Abneigung gegenüber Radfahrern provoziert mich nun doch an der Führung teilzunehmen. Bei jedem Treffpunkt bin ich zuerst da, sehe die Tiere, die dann durch die Autos wieder verscheucht werden oder nicht gesehen werden können.&lt;br /&gt;Ich erfahre dann auch viel über die Bedeutung der Gene und dass die Erde zuwenig Platz für alle Menschen bietet, weswegen Hunger unausweichlich ist. Als ich meine, dass mindest so viele an Überfettung sterben wie an Hunger, ernte ich strengsten Widerspruch. Gerne hätte ich noch erwähnt, dass inzwischen mehr Lebensmittel weggeworfen als gegessen werden.&lt;br /&gt; Die Zerstörung von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen hängt weitgehend zusammen mit der Produktion von Überfluss, mit der Angst vor körperlicher Bewegung und Arbeit. Obwohl die Naturschützer an Natur immerhin interessiert sind, sehen sie nicht ihre eigene Rolle an der Naturzerstörung, geben stattdessen die Schuld den Bauern, eingewanderten Tierarten usw.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-6502545086318302529?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/6502545086318302529/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=6502545086318302529' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/6502545086318302529'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/6502545086318302529'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2007/10/naturschutz-mit-dem-auto.html' title='NATURSCHUTZ MIT DEM AUTO'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-5735180651211260367</id><published>2007-10-07T21:10:00.000+01:00</published><updated>2007-10-07T21:20:59.558+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mittelschichtskultur'/><title type='text'>LEIDEN AN HARTZ IV</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Eine Person, die einige Zeit arbeitslos war, fasst ihre Erfahrungen in diesen Statements zusammen:&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Verabschiede Dich als erstes von Fachgeschäften oder Supermärkten mit Markenartikeln&lt;br /&gt;Du wirst an Gewicht zunehmen&lt;br /&gt;verabschiede Dich von Deinem Auto&lt;br /&gt;Du wirst Freunde verlieren&lt;br /&gt;Du hast einen Kredit laufen&lt;br /&gt;Du wirst weniger und/oder recht ausgefallenen Sex haben&lt;br /&gt;Du wirst einen Imagewandel durchleben&lt;br /&gt;Kleidung kannst Du ab jetzt nicht mehr kaufen&lt;br /&gt;Dein Wesen wird sich verändern. Moral und Ethik werden Dir sehr zweitrangig erscheinen. Du hast keine Skrupel mehr, schwarz zu arbeiten&lt;br /&gt;Du wirst sehr kreativ und einfallsreich werden&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was hier beklagt wird, zeigt das Elend zeigen, in das Menschen, präpariert durch die Mittelstandskultur geschult, hineingeraten. Dabei besteht das Elend nicht darin, von Hartz IV leben zu müssen – das ist möglich – sondern in der Unfähigkeit, damit produktiv umzugehen. Einmal privat, dann politisch. Privat wird die Zeit der Arbeitslosigkeit als Durchgangsphase erlebt, als individuelles Unvermögen. Dann ist es Abstieg, Imageverlust, gesellschaftlicher Ausschluss. Der, der es so erlebt, denkt in individuellen Kategorien, er hat keinen gesellschaftlichen Maßstab, keine Ordnungsidee. Hätte er das Prinzip, dass jeder Mensch die gleichen Rechte hat, dass keiner ausgeschlossen werden darf, jeder „teilhaben“ soll (so die Sprache der Erben- und Besitzergeneration), dann würde sich aus seiner Lage die Forderung nach Gesellschaftskritik und politischer Praxis zwingend ergeben.&lt;br /&gt;Das bedeutet, dass für den, der die Arbeitslosigkeit „&lt;strong&gt;erleidet&lt;/strong&gt;“, wohl gilt, dass er in seinem Charakter dadurch geprägt ist, dass er zugehörig ist zu denen, die stolz auf ihre individuelle Leistungen, Persönlichkeit usw. sind, mit der sie sonst immer so schön im gesellschaftlichen Mainstream gelebt haben. Dieser Mainstream bedeutet: gehobenen Konsum (Fachhandel, Markenartikel), Kredit, nicht Vorsorge, teure Kleidung als wichtig für das Selbstbewusstsein, Essen als Zeichen von sozialem Status. Die Hierarchisierung der Supermärkte dient der gesellschaftlichen Differenzierung und um sich als gehoben abzugrenzen.&lt;br /&gt;So wird die Arbeitslosigkeit zum Elend. Geht sie vorüber, bleibt sie ein Schock, meist nur individuell verarbeitet. Entweder als Angst, dass es wieder passieren könnte, oder als Stolz, diese Situation durch eigene Leistung wieder gemeistert zu haben, mit Verachtung für jene, die darin hängen bleiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie könnte die Arbeitslosigkeit positiv bewältigt werden kann. Ein &lt;/span&gt;&lt;a href="http://de.indymedia.org/2007/10/195789.shtml"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Beispiel&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; wäre etwa die Besetzung der Kölner Arge. Aber auch eine solche Aktion, auch die der Überflüssigen, gerät in den Sog von Armutskampagnen. Hartz IV muss zwar erweitert werden, vor allem im Erziehungs- und Bildungsbereich, aber letztlich muss die Forderung nach &lt;strong&gt;Hartz IV für alle &lt;/strong&gt;gestellt werden. Arbeitslosigkeit müsste Anlass sein, sich kollektiv Gedanken zu machen über&lt;br /&gt;- gerechte Verteilung von Arbeit&lt;br /&gt;- sinnvolle und sinnlose Arbeit&lt;br /&gt;- Leben außerhalb des konsumistischen Mainstreams der Mittelschicht&lt;br /&gt;- Aktionsformen gegen die Agenturen der sozialen Differenzierung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allerdings ist Arbeitslosigkeit für die einen ein Durchgangsstadium, deswegen kein politischer Bezugspunkt. Die anderen, für die Arbeitslosigkeit ein Dauerzustand ist, sind nicht in der Lage, politisch aktiv zu werden. Bei ihnen läuft die Interessenvertretung nur über Ersatz-Ichs, Sozialarbeiter, Alkohol usw.&lt;br /&gt;Von Arbeitslosen lancierte Themen hätten nur dann eine Chance, von den Menschen als seriös behandelt zu werden, wenn sie in den Medien präsent wären. Eine schöne Idee hat keinen Wert, wenn sie nicht in den Medien als seriös dargestellt wird. Aber die Öffentlichkeit ist an die Mittelklasse verfallen. Deswegen haben solche Ideen, wie ich sie hier überlege, keine Chance. Nie.&lt;br /&gt;Was bleibt, ist unter Protest von den herrschenden Verhältnissen Abstand zu nehmen und individuelle Lösungen zu suchen. Das, was sich in der Realität abspielt, kann doch nicht die Wahrheit sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;FRAUENKOMMENTAR&lt;br /&gt;Im Radio wird ein Kommentar zu der Forderung nach Verlängerung des ALG I für Ältere angekündigt. Eine Frau soll kommentieren. Ich kenne sie nicht, die Frau Sabrina Fritz, aber sofort weiß ich, was ich zu erwarten habe: neoliberales Geschwätz.&lt;br /&gt;Und tatsächlich erfahre ich: Hartz IV ist gut, weil damit dafür gesorgt wird, dass die Leute jede Arbeit annehmen. Hartz IV ist dafür da, die Löhne nach unten zu drücken… - Aber warum sind Frauen, die in solche Positionen kommen, so reaktionär? Sicher, sie haben eine bürgerliche Herkunft. Nur solche, die besonders aggressiv und konkurrenzgeil sind, kommen in solche Jobs. Sie haben die richtigen Beziehungen. Sie haben sich mit vielen Opfern – etwa Beziehungen, Kinder usw. - hochgearbeitet und glauben sich jetzt im Recht, das von den anderen auch zu fordern. Oder sie spielen jetzt ihren Vorteil aus und genießen es, an andere Forderungen zu stellen, denen nur sie selbst nachkommen konnten. Außerdem werden sie gerne von Männern im Hintergrund als Sprachrohr ihrer Meinungskampagnen benutzt.&lt;br /&gt;Ein solcher Rundfunkjob erfordert übrigens folgende Qualifikationen: &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.visdp.de/karriere"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;In Arbeitsmarktfragen liegt eine weitere Kompetenz von Ihnen. Sie sind sicher in der Moderation und haben Liveerfahrung&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;. Nichts steht drin über Erfahrungen, mit Hartz IV zu leben, Teilzeit, 1 Euro und 400 € Jobs, im Niedriglohnsektor, in dem Frauen die Mehrheit bilden. Live ist nicht reales Leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht sind diese Frauen aber nur so reaktionär wie die Männer um sie herum Mir fallen sie aber besonders negativ auf, weil in mir vielleicht doch die Illusion versteckt lebt, dass sie als das „schwächere“ oder „weichere“ Geschlecht weniger barbarisch als die gewöhnlich ohnehin gedankenlos in ihre Triumphe verliebten Männer sind.&lt;br /&gt;Aber das war eine Illusion, mit der schon viele Kinder gescheitert sind.&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-5735180651211260367?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/5735180651211260367/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=5735180651211260367' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/5735180651211260367'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/5735180651211260367'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2007/10/leiden-hartz-iv.html' title='LEIDEN AN HARTZ IV'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-7580468861403452148</id><published>2007-10-03T12:54:00.000+01:00</published><updated>2007-10-03T13:00:34.425+01:00</updated><title type='text'>Abschied von André Gorz</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Die Frage nach der Nachricht von seinem Tod war, was er mir bedeutet hat. Zunächst habe ich nichts Markantes gefunden. Einiges von ihm habe ich gelesen, einiges hat sich im Gedächtnis gehalten. Etwa die Beschreibung des Trends, die verfügbare Zeit in Lohnarbeit umzuwandeln, um damit wieder belohnte Dienste zu bezahlen. – Aber gefehlt hat mir der aggressive Angriff auf die Verantwortlichen dieser Tendenzen.&lt;br /&gt;Da war sein Buch „Ökologie und Politik“. Entweder habe ich es mit blindem Verstand gelesen, oder da es stand nichts Entscheidendes drin.&lt;br /&gt;Dabei – lese ich die Nachrufe – hat er einiges gesagt, was ich selber praktiziere: die Reduktion der Lohnarbeitszeit, die Übernahme normalerweise bezahlter Arbeit in Eigentätigkeit. Das reicht vom Brotbacken, Kochen über Kinderbetreuung, Mobilität, Garten bis zum Hausbau.&lt;br /&gt;Gorz, so &lt;a href="http://www.taz.de/index.php?id=start&amp;amp;art=5202&amp;amp;id=theorie-artikel&amp;amp;src=AR&amp;amp;cHash=3ea42e7802"&gt;Martin Kempke&lt;/a&gt; in der taz, beschreibt „den unvermeidlichen Niedergang des männlichen, vollzeitbeschäftigten Lohnarbeiters … und (empfahl) der Linken …, ihre Fixierung auf die traditionelle Lohnarbeit aufzugeben. Eine emanzipatorische, auf individuelle und soziale Freiheiten zielende politische Strategie müsse über die inhaltlichen und sozialen Grenzen der traditionellen Arbeiterbewegung hinausreichen und die Anregungen der Frauen- und der Ökologiebewegung berücksichtigen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ist daraus geworden?&lt;br /&gt;Der männliche Lohnarbeiter, hat sich seine Lage grundsätzlich verändert? Er ist genauso in der Krise, wie die anderen. Betroffen sind vor allem die „Unqualifizierten“.&lt;br /&gt;Die Frauenbewegung hat sich in dem Verlangen nach Job und Lohn dem Konkurrenzprinzip des Kapitalismus unterworfen und angepasst, es nicht verändert, sondern verschärft. Dabei wurde nicht einmal geschafft, Zeit für Erziehung von Kindern, die Beteiligung der Väter etwa durch Überstundenverbot usw. einzufordern. Stattdessen läuft das Projekt der Rationalisierung der Erziehung in kapitalistische Verwertungszusammenhänge. Erziehungszeit und –Geld  wurden von der CDU eingeführt.&lt;br /&gt;Und die Ökologie? Sie ist da relevant geworden, wo sich mit ihr ein Geschäft machen lässt. Etwa im Bereich der Energie, bei der Erzeugung und Einsparung im Baubereich. Aber das hängt mit der Verteuerung der Energie zusammen. Wo die Verschmutzung und Zerstörung der Erde billig ist, läuft sie ungehemmt weiter.&lt;br /&gt;War das ein Grund, sich vom Proletariat zu verabschieden? Bringt uns die neue „immaterielle Produktion“ den Sozialismus? Kann man da neue selbstbestimmte, demokratische Arbeitsstrukturen erkennen? Leben die „Produzenten“ in diesem Bereich bescheiden und genügsam von nachhaltig erzeugten Produkten?&lt;br /&gt;Es hat keinen Sinn, sich vom „Proletariat“ zu verabschieden. Genauso kann man sich vom Leben selber verabschieden. Der Reichtum, von dem die Intelligenz lebt, wird von der Arbeiterklasse erzeugt, sei sie männlich, weiblich, chinesisch oder deutsch.&lt;br /&gt;Es mag Individuen geben, die das Bewusstsein von Ungerechtigkeit und Unfreiheit, das Verlangen nach anderen Beziehungen im Kopf haben, aber Sozialismus ist nur als der einer Arbeiterklasse möglich.&lt;br /&gt;Die Vorstellung von Gorz einer dualen Ökonomie, auf der einen Seite der „sozialistisch“, befreite Freizeitbereich, auf der anderen Seite die immer mehr reduzierte Arbeit im kapitalistischen Verwertungszwang, ist ein Denkspiel - von Heinz Weinhausen nicht schlecht mit „&lt;a href="http://www.krisis.org/h-weinhausen_sphaerenklaenge_krisis18_1996.html"&gt;Sphärenklänge&lt;/a&gt;“ beschrieben. Unter den gegebenen Voraussetzungen bin ich notgedrungen ein praktizierender Anhänger dieses Modells. Aber es muss durch die Konfrontation mit der Realität ergänzt werden. Es sollte mehr als ein Diskurs unter Intellektuellen sein.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1096872453703803482-7580468861403452148?l=vom-fliessband.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/feeds/7580468861403452148/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1096872453703803482&amp;postID=7580468861403452148' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7580468861403452148'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1096872453703803482/posts/default/7580468861403452148'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vom-fliessband.blogspot.com/2007/10/abschied-von-andr-gorz.html' title='Abschied von André Gorz'/><author><name>Defi Soz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03335062165293881035</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1096872453703803482.post-1507707886917870866</id><published>2007-10-01T21:16:00.000+01:00</published><updated>2007-10-01T21:24:11.183+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Unterschicht'/><title type='text'>ARBEITSERFAHRUNG</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#000000;"&gt;J. Schmierer, der 1970 mit Maozitaten, Ruf nach Partei usw. tönte, inzwischen zum Berater im Außenministerium aufgestiegen, will in einer &lt;a href="http://www.oeko-net.de/kommune/kommune04-07/ajoscha.htm"&gt;Betrachtung&lt
